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Veröffentlicht am  18.02.09, 10:56 Uhr von  

Handys mit Einheits-Ladegerät: Micro-USB soll 2012 Standard werden

iPhone 3GHoppla – vor kurzem drohte laut einer Stellungnahme der Branche noch der Weltuntergang, sollten die Handyhersteller zum Verwenden eines einheitlichen Ladegerät-Standards gezwungen werden. Technisch und rechtlich unmöglich durchzusetzen sei das von der EU geforderte Ende der Ladegeräteflut. Nun hat die Groupe Speciale Mobile Association (GSMA), die 750 Unternehmen im Mobilsektor vertritt, auf dem Mobile World Congress in Barcelona den Ladegerätestandard doch angekündigt: ab 2012 soll man alle gefertigten Handys hersteller- und modellübergreifend über Micro-USB aufladen können.

Man sei sich seiner Verantwortung gegenüber der Umwelt bewusst, weshalb bis 2012 als neuer Standard handy- und herstellerübergreifend Micro-USB zum Einsatz kommen soll, so die Selbstverpflichtung, die der Verband auf dem Treffen in Barcelona verabschiedet hat. Damit werde dem Verbraucher wie auch der Umwelt ein Gefallen getan – Ladegeräte können für verschiedene Handymodelle verwendet werden und müssen nicht mehr für jedes neue Handy extra mit angeschafft bzw. ausgeliefert werden. Schätzungen gehen von jährlich 51.000 bis 82.000 Tonnen Ladegeräten aus , die zusammen mit neuen Handys über die Ladentheken gehen. EU-Kommissar Günter Verheugen drohte den Herstellern vor kurzem mit rechtlichen und politischen Maßnahmen gegen den Ladegeräte-Wildwuchs im Handysektor, sollte die Branche keine eigenen Vereinheitlichungspläne auf den Tisch legen.

Die Selbstverpflichtung sieht vor, dass ab dem 1.1.2012 ein “Großteil” der Hersteller Neugeräte mit dem universellen Ladestandard und passenden Ladegeräten ausliefert. Unterzeichnet wurde das Abkommen unter anderem von der 3 Group, AT&T, KTF, LG, mobilkom austria, Motorola, Nokia, Orange, Qualcomm, Samsung, Sony Ericsson, Telecom Italia, Telefónica, Telenor, Telstra, T-Mobile und Vodafone.

Man vermisst eine gewisse Firma aus Cupertino, die mit diversen Patenten eine eigene Akku- und Ladestrategie in der Apple-Infrastruktur verfolgt. Wobei das iPhone standardmäßig über USB geladen werden kann – man kann sich indessen nur schwer vorstellen, dass Apple den Kunden zur Nutzung der Ladegeräte anderer Hersteller rät, wenn diese auf den USB-Ladezug aufspringen.

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 8 Kommentar(e) bisher

  •  ml sagte am 18. Februar 2009:

    Es ist wohl eher unwahrscheinlich, dass sich Apple vom Dock-Connector verabschiedet. Damit lässt sich jeder iPod und jedes iPhone mit dem gleichen Ladegerät aufladen. Und bei 50 Millionen iPods pro Jahr wird damit auch schon einiges an Ladegeräten eingespart.

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  •  Medman sagte am 18. Februar 2009:

    Apple wird das auf althergebrachte Weise lösen – wie bei dein IPods auch werden die zukünftigen iPhones kein eigenes Ladegerät mehr beinhalten – man kann ja auf die bestehenden zurückgreifen oder ein Ladegerät separat erwerben (was als Ersatzgerät ja jederzeit auch zukünftig für die “standardisierten” Handys erhältlich sein wird. Eh Apple einen Schritt auf die anderen Hersteller bzw. die EU zugeht wird eher der Käufer extra zur Kasse gebeten…

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  •  Adam Riese sagte am 18. Februar 2009:

    Welche Stecker am Mobilgerät selbst sind, kann jeder Hersteller selbst entscheiden – viele werden sich auf Micro-USB einstellen. Wichtig ist nur, dass am anderen Ende des Kabels der ganz normale USB-Stecker ist.

    Apple wird bei seinem Anschluss bleiben, weil damit auch getrennt Steuerungssignale und Video übertragen werden können, was bei Micro-USB nur wieder über eine Elektronik entschlüsselt werden müsste. Das führt zu neuem Elektroschrott. Durchreichen ist da wesentlich einfacher.

    Apple ist schon seit Jahren ganz vorne dabei – alle Netzteile verfügen über die unterschiedlichen Netzadapter – intelligenter gehts nicht.
    Wenn ich mir das vorgestellte Universal-Netzgerät ansehe, dann ahne ich, dass es wieder jede Menge verschiedene Geräte geben wird – für jedes Land eins. Mit dem iPhone-Netzteil lade ich alles, wofür es auch das spezielle Kabel gibt.

    Im Auto habe ich einen Ladestecker mit USB und Radiosender – darüber höre ich neben meiner Musik auch über 16.000 Internet-Radiosender per iPhone.
    Also ist der nächste Elektroschrott-Bullshit von Blaupunkt so überflüssig wie sonstwas:

    Fazit: ich werde das Gefühl nicht los, das sich die komplizierte Windows-Denke mittlerweile schon in vielen Gehirnwindungen der User festgefressen hat.
    Querdenken und vereinfachen wie es Apple vormacht, ist denen offensichtlich nicht möglich. Schade nur, dass Apple als Vordenker und Innovator nicht so richtig davon profitieren kann.

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  •  Adam Riese sagte am 18. Februar 2009:

    Die fehlenden Links:

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  •  chilloutman sagte am 18. Februar 2009:

    Klar…. Muß nicht mitgeliefert werden…
    Soll Heißen: ich darf nohmal extra für das aufladekabel zahlen. Dankeschön!

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  •  jamiro sagte am 18. Februar 2009:

    naja, ein USB-microUSB hat doch izwischen fast jeder zuhause und nen USB-Lader die meisten iPod-Besitzer auch. Find ich also eigentlich ne gute Lösung.

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  •  jamiro sagte am 18. Februar 2009:

    Oh, sorry muss mich verbessern, gibt ja einen Unterscheid zwischen Micro-Usb und Mini-USB. Heißt also doch neu kaufen…

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