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Veröffentlicht am  20.02.09, 14:26 Uhr von  

Diskographie per iPhone-App: Eine mögliche Zukunft des Musikvertriebs?

iPhone 3GMusik immer und überall: Nicht erst seit dem iPod hat man seine Lieblingsmusik auch unterwegs auf einfache Weise dabei. Interaktiv und ständig aktuell wurden Präsenzen von Bands mit Seiten wie MySpace, auf denen sie ihre Musik einfach und direkt vorstellen – genutzt werden diese Angebote typischerweise von zu Hause aus.

Was die Presidents of the United States Of America nun per iPhone-App machen, vereint die Vorzüge dieser beiden Entwicklungen.

Allerdings hat man die Musik sebst nicht auf dem iPhone oder iPod touch: Sie wird gestreamt. Für 2,39€ bekommt man in der App* die vier Alben der Band nebst einigen raren und exklusiven Inhalten wie Demos oder Liveaufnahmen. Wer will, kann die per Stream gehörten Songs auch direkt herunterladen.

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Voraussetzung ist für das Streaming ist eine Datenverbindung (UMTS, WLAN). Im Gegensatz zu vielen anderen Bands stellt diese Art der Veröffentlichung kein großes Problem dar: Die Presidents Of The USA halten alle Rechte an ihrer Musik und sind daher unabhängig von dem, was ein Label ihnen möglicherweise vorschreiben könnte. Warum es gerade die Presidents Of The USA waren, die vom Seattler Startup Melodeo für ihre App ausgewählt wurde, ist auch recht leicht zu erklären: Bandgründer Dave Dederer ist Vizepräsident des Startups.

Ganz neu ist das Konzept der Musik-Streaming-Apps nicht: Ebenfalls aus Seattle stammend hat die Band Death Cab For Cutie Ende Januar bereits eine kostenlose App* veröffentlicht, in der man sich die aktuellsten News der Band, Tourtermine, Fotos, Videos und neun Songs der Band anhören kann.

Der Vorteil solcher Apps liegt auf der Hand: Neue Songs können nach Bedarf per kurzem Programmupdate direkt eingespeist werden, wer einfach nur mal in die Musik der Bands hineinhören möchte, kann das vergleichsweise unverbindlich tun, ebenso wie bei MySpace vorher. Vorteil ist aber: Man hat die Updates immer und überall zur Verfügung, sofern eine Internetverbindung vorhanden ist.

Man kann ja sagen was man will, aber der Musikmarkt hat sich in den letzten Jahren auf eine bemerkenswerte Art und Weise gewandelt. Bands wie Radiohead oder auch die Nine Inch Nails zum Beispiel verschenken ihre Alben oder lassen die Fans selbst entscheiden, wie viel Geld sie für die Songs bezahlen möchten. Und wie so oft sind es die kleinen Indiebands, die vormachen, dass es auch Vertriebswege abseits von den klassischen CD-Läden gibt.

Eine iPhone-App ist aber längst nicht die spannendste Lösung, die eigene Musik an den Hörer zu bringen. Officer Roseland, eine Indieband aus Philadelphia, geht einen ganzen Schritt weiter und zahlt dem Fan für jedes heruntergeladenen Album einen Dollar. Will man den nicht haben, kann man ihn auch abtreten an eine gemeinnützige Organisation, die junge, aufstrebende Musiker mit Instrumenten versorgt. Passenderweise heißt das Album, das zum Download steht, “Stimulus Package”, also Konjunkturpaket.

P.S.: Nicht nur amerikanische Bands suchen Verbreitungswege wie iPhone-Apps: Die Kölner Band Angelika Express sucht aktuell via Twitter nach Tipps, wie sie ihr aktuelles Album “Goldener Trash” in eine iPhone-kompatible Version bekommen. Wer da Ideen oder Anregungen hat, kann sich ja mal bei denen melden.

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 2 Kommentar(e) bisher

  •  Mode2 sagte am 20. Februar 2009:

    Geile idee ..
    fuer sowas suchen wa auch entwickler ..

    Antworten 
  •  Chukki sagte am 20. Februar 2009:

    Mich nervt daran das es bald für jeden kleinen Kram ein App gibt und es bald nicht mehr ersichtlich ist, was noch gut ist und was nicht. Wenn jede band für sich ein eigenes App brauch, brauchen wir keinen MusicStore mehr.
    Lösung wäre ein App in dem sich die verschiedenen Künstler einklinken können.

    Antworten 

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