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Veröffentlicht am  5.03.09, 15:57 Uhr von  

Kindle-App für iPhone: Gute Idee schlecht umgesetzt

KindleIn Deutschland gibts es Amazons eBook-Reader Kindle noch nicht, und ebenso wenig ist die Kindle-iPhone-App für Deutsche verfügbar.

Neugierig machen soll sie auf den Kindle, schaut man sich das Programm aber mal genauer an, dürfte genau das Gegenteil der Fall sein.

Die Idee der App ist an sich eine sehr feine: Hat man bereits einen Kindle, kann man die dafür gekauften Bücher auch auf iPhone und iPod touch synchronisieren, besitzt man keinen Kindle, kann man die Bücher via Web kaufen. Und genau das ist eine der Schwächen: Um Zugriff auf das Kindle-Angebot bei Amazon zu bekommen, muss man die Kindle-App beenden, um dann im mobilen Safari die Bücher zu kaufen. Geladen werden diese dann beim nächsten Start des Programms.

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Im direkten Vergleich zu einer App wie dem von uns getesteten Stanza sticht die iPhone-Variante des Kindle vor allem dadurch hervor, dass sie weniger konfigurierbar ist. Zwar lässt sich die Textgröße verändern, auf die Textart ist man aber festgelegt. Außerdem ist man an eine Darstellungsweise gefesselt: Den vor allem für Bücher durchaus praktischen Landscape-Modus unterstützt die App nicht. Ein echtes Manko für alle, die ernsthaft Bücher lesen wollen.

Unpraktisch ist auch, dass man neue Bücher nur aus dem Kindle Store herunterladen kann, andere Quellen werden nicht unterstützt. Selbst kostenlose Plattformen wie das Projekt Gutenberg sind nicht erreichbar.

Der Plan, Leute über die iPhone-App für den Kindle zu gewinnen, dürfte nach dem aktuellen Entwicklungsstand scheitern. Kostenlose Apps wie Stanza beweisen, dass es besser und vor allem bequemer geht. Aber vielleicht wollen die Herrschaften bei Amazon sowieso nicht, dass die App besser wird als der Kindle selbst. Portabler ist das iPhone auf jeden Fall. Möglich wäre auch eine ganz andere Richtung: Bringt Amazon seine Kunden dazu, wegen der verfügbaren iPhone-App vermehrt eBooks zu kaufen, wäre das ein komplett neuer Absatzmarkt, der den aber Kindle nicht komplett unnütz macht.

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 3 Kommentar(e) bisher

  •  ifranz sagte am 5. März 2009:

    Schade das es den Kindle nicht hier in Europa (geschweige denn in Deutschland) zu kaufen gibt – ich wäre ein potenzieller Kunde. Bin gespannt was Thalia mit dem Sony Reader erreicht …

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  •  microfoundations sagte am 6. März 2009:

    Der Vergleich zwischen Stanza und Kindle hinkt ein wenig. Zwar wäre es grundsätzlich sehr schön wenn der Kindle offen für andere Formate wäre, vor allem für das PDF Format. Aber noch eine Plattform um die uralten und 100 Mal downgeloadeten Gutenberg-Texte zu lesen brauchen wir wirklich nicht. Kindle ist gut um Amazon’s Kindle Bücher zu lesen, nicht mehr und nicht weniger. Auf der einen Seite ist es gut, einen Reader für Kindle Bücher (drm-geschütztes Mobipocket) zu haben, da Kindle-Bücher deutlich billiger als ihre Print- oder eBook Pendants sind. Auf der anderen Seite ist es ärgerlich, dass Kindle-Bücher nur auf den entsprechend freigegebenen Geräten gelesen werden können und auch nicht weitergegeben oder weiterverkauft werden können. Aber egal wie man zu den Kindle-Mobipocket-Büchern steht: es ist nicht falsch, dass Amazon iPhone und Touch Besitzern ermöglicht, diese Bücher auf ihrem Gerät zu lesen. Für die Gutenberg Klassiker und andere alte Schinken kann man ja immer noch Stanza oder ähnliches verwenden.

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  •  Ceadman sagte am 8. März 2009:

    na leute, habe gerade versucht ein buch mit kindle zu kaufen. aber hallo, dies geht natürlich nicht, da ich kein amerikaner bin und es deshalb restriktionen gibt. daher kann man das app gleich wieder löschen. ohne ein amerikanischer staatsbürger zu sein, darf ich dort nichts kaufen. ich hoffe, das es bald eine deutsche lösung gibt.

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