News & Rumors: 9. März 2009,

Ouch! – Aufprall vorprogrammiert

Ouch! LogoDer Independent-Entwickler Hondune wird demnächst „Ouch!“ im App Store veröffentlichen. Der Name ist eindeutig Programm – und je doller, desto besser. Denn Punktesammeln bei dem Spiel funktioniert nur, indem man seiner Spielfigur möglichst oft wehtut.

Seit es vernetzte Vertriebsmodelle wie den App Store und Steam oder Marktplätze wie XBox Live gibt, wird die Masse der Davids größer, die gegen die Goliaths von professionellen Publishern antreten. Hondune macht hier keine Ausnahme.

Wer das Open-World Spiel Saints Row 2 kennt, wird sich vielleicht an ein Minigame erinnern, bei dem man Versicherungsbetrug begehen musste. Man schmiss sich mit möglichst viel Naivität vor herbeischnellende Autos, hoffte, dass diese einen möglichst überfuhren und mimte in der Luft den sterbenden Schwan um möglichst noch vom nächsten Laster erfasst zu werden. Das alles tat man, um möglichst viele Punkte zu sammeln.

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In den 40 Leveln von „Ouch!“ geht es genau darum. Allerdings bietet Hondune den iPhone-Benutzern keine offene Spielwelt und die Grafik lässt sich ebenfalls eher als weit ab vom Schuss einordnen. Die Spielfigur ist ein Dummy, vielmehr eine (Nicht-)Stoffpuppe (engl. rag doll). Und ebenjene physikalischen Eigenschaften einer Stoffpuppe nimmt die Spielfigur an. In den Grenzen eines Levels gibt es viele Objekte, die ebenfalls in Bewegung geraten können und mit der virtuellen rag doll interagieren.

So wie man es von Boulder Dash gewöhnt war, wird auch unsere Stoffpuppe vielleicht von einer Vielzahl an Bausteinen begraben. Anders als Rockford sterben wir jedoch nicht, wenn uns etwas mächtig auf den Schädel donnert. Vielmehr gilt das Credo – je doller, desto besser. Wir haben die Möglichkeit die Schwerkraft-Verhältnisse im Level durch das Drehen des iPhones zu manipulieren und können außerdem sowohl die Objekte als auch die Stoffpuppe mit den Fingern stupsen.

Wem die 40 Level nicht reichen, für den hat Hondune vorgesorgt. Man liefert zum einen die Möglichkeit frei Haus, die Stoffpuppe zu individualisieren. Dies geschieht entweder über die Ausmaße der Extremitäten oder aber ein neues Gesicht. Eigene Fotos kann man dazu zweifelsohne missbrauchen. Außerdem wird ein Level-Editor mitgeliefert, der die Erschaffung eigener Knautschplätze erlaubt. Sowohl die digitalen Konterfeis als auch die Level können exportiert und mit anderen getauscht werden (vgl. Hondune-Blog, engl.). Zum Einführungs von 2,99 Dollar soll es Ouch! demnächst im App Store geben.

Zuletzt kommentiert



 4 Kommentar(e) bisher

  •  Jim Panse (9. März 2009)

    Etwas für Sadisten, oder eine App die die Welt nicht braucht!? :)

  •  makeCents (9. März 2009)

    „vorprogrammiert“ ist, wie man so schön sagt, „doppelt gemoppelt“, ein Pleonasmus.

    Die Vorsilbe „pro'“ bedeutet bereits „vor“ und ein Programm ist etwas Vor-geschriebenes oder Vor-gezeichnetes. Die Überschrift „Ouch!“ – Aufprall programmiert hätte genügt.

  •  at (9. März 2009)

    @makeCents: Jedenfalls danke für die sprachlich-ästhetisch sinnfreie Äußerung. Den Konjunktiv hast du ja benutzt, um anzudeuten, dass man das nicht tun muss, weil offenbar Sprache ein individuelles Werkzeug und nicht unser/dein Sklave ist.

    Klingelbeutel jemand? Ich werf 2 Cents rein.

  •  at (9. März 2009)

    Und @Jim Panse: Ich schätze, es ist ein wenig von beidem. Für die einen eher sinnfrei, für die anderen etas, mit dem sie ihre Zeit gerne totschlagen. Ich weiß gar nicht, ob ich zu den letzteren gehöre.


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