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Veröffentlicht am  10.03.09, 22:32 Uhr von  Alexander Trust

App Store: Apple lehnt Tweetie 1.3 wegen F-Wort in Twitter-Trendliste ab

App Store

Bevor neue (bzw. Updates bestehender) Programme im App Store landen, werden sie von Apple nicht nur auf die Einhaltung der technischen Vorgaben überprüft. Auch die kleinste Anstößlichkeit führt zur Ablehnung. Das jüngste Opfer ist Version 1.3 von Tweetie, einem Twitter-Client für das iPhone, der sich nicht nur in der Macnotes-Redaktion großer Beliebtheit erfreut. Der Grund für die Ablehnung in diesem Fall ist allerdings besonders absurd.

[singlepic id=3045 w=120 float=right] Die Sittenwächter aus Cupertino beanstandeten allen Ernstes, dass bei Tweetie in der Liste der aktuell angesagten Twitter-Themen das Wort “FuckItList” auftauchte. Das zeugt zum einen von ausgeprägter Kleingeistigkeit, vor allem aber von Ahnungslosigkeit: Die Trend-Liste wird von Twitter automatisch erstellt, verändert sich ständig und ist nicht Teil des Programms. Mit derselben Argumentation müsste Apple das iPhone auch ohne Mobile Safari ausliefern, schließlich könnte man damit ja auf Porno-Webseiten stoßen.

Dieser neue Fall ist nur der skurrilste in einer schier endlosen Reihe von schwer nachvollziehbaren Entscheidungen der App Store Kontrolleure. Er zeigt, dass das Sittenwächter-Konzept angesichts von mittlerweile rund 25.000 Programmen im App Store auf Dauer nicht funktionieren kann. Während Steve Jobs die Regeln Anfang 2008 noch recht eindeutig mit “no porn, no malicious software” definierte, sind die Kriterien inzwischen so schwammig geworden, dass selbst die sorgfältigsten Entwickler Gefahr laufen, an der Einlasskontrolle zu scheitern.

Zwar freut sich Tweetie-Programmierer Loren Brichter, dass die Ablehnung wenigstens konkret begründet wurde (in der Vergangenheit beschränkte Apple sich auf nebulöse Andeutungen) – für die meisten iPhone-Entwickler ist das aber nur ein schwacher Trost.

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 10 Kommentar(e) bisher

  •  ha sagte am 10. März 2009:

    Nachtrag: Sehe gerade, dass Kollege Dan Moren von der amerikanischen Macworld hat fast zeitgleich einen Artikel zum Thema geschrieben hat. Witzigerweise nutzt auch er – quasi wortwörtlich – das Safari-Argument.

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  •  David B. sagte am 10. März 2009:

    Einfach nur lächerlich was die da abziehen vorallem haben sie Tweetie vor paar Tagen noch groß im App Store ”promoted”!

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  •  Chilloutman sagte am 10. März 2009:

    Hat Entwickler die Chance die App nochmals zu Bearbeiten und es mit einer neuen Version zu versuchen?

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  •  Mddin sagte am 10. März 2009:

    Er muss nur die Liste streichen oder einen Filter einbauen um solche Worte zu Filtern ^^
    mal im Ernst weiß jemand ob das Programm von einer einzelnen Person überprüft wurde oder gehen alle Ablehnungen durch einen zweiten Check beispielsweise eines Gremiums?wenn man hier eine Community der Entwickler beteiligen würde könnte auch Apple sich viel Ärger ersparen

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  •  Simón sagte am 10. März 2009:

    Ich könnte mir vorstellen, dass es nahezu unmöglich ist, alle Apps individeull zu prüfen; Apple jagt einfach ein Suchprogramm durch den Code – wenn der was rausfiltert, fliegt das App raus.

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  •  Dancingqueen sagte am 10. März 2009:

    Total schwul!!

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  •  Joachim sagte am 10. März 2009:

    Da darfst nicht mal ein Filterprogramm schreiben wo die ganzen Fäkalworte drin sind um sich vor Fäkalsprache zu schützen Die sind einfach nur Doof !! Machmal haben die keine Ahnung von IT und Internet oder?

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  •  ben sagte am 11. März 2009:

    @Joachim
    Man kann einen Filter ja so schreiben, dass die zu filternden Wörter nicht im Klartext im Quellcode zu lesen sind. ;)

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  •  Chilloutman sagte am 11. März 2009:

    Sieht Apple in den quelcode rein???

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  •  krizzz sagte am 11. März 2009:

    @ Chilloutman: Apple. sieht. ALLES. Ja auch dich und deine Wochnung durch deine integrierte iSightkamera…

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