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Veröffentlicht am  16.03.09, 11:15 Uhr von  

Kopfhörer des iPod shuffle 3G mit eingebautem DRM?

iPod shuffleEin kleiner Chip im Kopfhörer des iPod shuffle 3G sorgt derzeit für Verwirrung: Ist der Authentifizierungschip lediglich ein nötiges Steuerelement für die Kopfhörerfernbedienung oder doch Mittel zum Hardware-DRM?

Bei iLounge macht man auf den Chip aufmerksam. Fakt ist derzeit: Ohne die dazugehörigen Kopfhörer mit Steuerungselement lässt sich der Shuffle nicht wirklich benutzen. Schließt man einen normalen Kopfhörer an, steht der shuffle automatisch auf Dauerbetrieb, auch die Lautstärke lässt sich nicht verändern. Apple setzt mit dem “Made for iPod-Programm schon seit langem auf solcherlei Chips, beispielsweise bei Zubehör, das über den Dock-Connector angeschlossen wird. Der Grund liegt auf der Hand: Man behält Kontrolle darüber, welches Zubehör in den Handel kommt, angeblich soll auch eine Lizenzgebühr anfallen.

Der Chip ist auch einer der Gründe, warum es bisher keine Kopfhörer von anderen Herstellern als Apple gibt. Scosche und Klipsch arbeiten derzeit allerdings an kompatiblen Kopfhörern, unklar ist aber, wie genau diese Kopfhörer funktionieren werden- und wann sie in den Handel kommen.

Bei einem Thema wie diesem ist auch die Electronic Frontier Foundation dabei. Dort hat man den Chip direkt als Instrument zum Hardware-DRM eingeordnet, der im Zuge des Digital Millennium Copyright Acts (DMCA) Fremdhersteller davon abhalten soll, die Technik ohne Zahlung von Lizenzgebühren nachzubauen.

Was genau der Chip tut, bleibt offen. Im einfachsten Falle ist er ein nötiges Steuerungselement, im schlimmsten Fall tatsächlich ein Werkzeug von Apple, die eigene Hardware von Fremdherstellern abzuschotten und Gebühren für die Lizensierung einzufordern. Alles spricht für ersteres: Als Zubehörteil kann man die Apple-Kopfhörer mit Fernbedienung schon länger kaufen, kompatibel sind sie unter anderem auch mit dem iPod nano 4G, dem iPod classic und dem iPod touch 2G. Boingboing hat hingegen festgestellt, dass es offenbar eine Interface-Änderung gegeben haben muss: Bei einem Test mit der Griffin SmartTalk-Fernbedienung, die den gleichen Stecker wie das neue Headset verwendet, stellte sich dieses als funktionslos heraus, als es mit dem neuen shuffle verbunden war.

Was auch immer der Chip tut, eines ist eindeutig: Derzeit ist er vor allem ein Albtraum für iPod-Freunde, der es unmöglich macht, etwas anderes als die Apple-eigenen Kopfhörer zu nutzen.

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 5 Kommentar(e) bisher

  •  vormi sagte am 16. März 2009:

    ein alptraum?!

    ich glaub echt, ich spinne…

    wo sind wir denn hier, dass sich leute solche gedanken über ein produkt machen, auf das sie in keinster weise angewiesen sind!?!?

    es ist nur ein iPod!!

    einer von vier verschiedenen iPods, unter denen man wählen kann, wenn man denn überhaupt unbedingt einen iPod haben muss!

    ehrlich, bei sowas kriege ich kopfschmerzen..

    und wenn apple nun tatsächlich einen “DRM-Chip” (was für ein unfug) eingebaut haben sollte, who cares?
    es kann doch egal sein, was eine marke macht, um seine produkte vor piraterie-peripherie (schreckliches wort, ich weiß) zu schützen!

    und dann so eine reißerische überschrift, sind wir hier bei der bild?

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  •  Simón sagte am 16. März 2009:

    So leichtfertig würde ich das nicht betrachten, Apple könnte es immerhin so einrichten, dass die eigenen (nicht besonders guten) Kopfhörer die einzigen sind, die mit dem shuffle (vollständig) funktionieren.
    Der Anwender hätte keine andere Wahl, als jeden dritten Monat (länger halten die nämlich nicht) 20 Euro hinzublättern!

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  •  vormi sagte am 16. März 2009:

    …oder sich schlicht und einfach einen anderen player zu kaufen xD
    ihr tut immer so, als würde euch jemand zum kauf eines iPods zwingen!

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  •  vormi sagte am 16. März 2009:

    EDIT: meine kopfhörer halten jetzt schon 1 Jahr bei täglichem gebrauch…komisch eigentlich, schonmal dran gedacht, den support anzurufen?
    auch auf die kopfhörer hat man nämlich ein jahr garantie, aber das geht natürlich nicht, erstmal muss man rumheulen, dass ja alles so unfassbar teuer ist…

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  •  Pepe sagte am 16. März 2009:

    Freilich ist niemand gezwungen, einen iPod zu kaufen. Aber es ist doch schade, dass Apple auf der einen Seite alles Mögliche tut um den Nutzern das Leben einfacher zu machen (Design, Usability et cetera) und dann immer und immer wieder mit Sonderlösungen à la ADC, Mini Display Port und proprietären iPod-Kopfhörer-Verbindungen daherkommt. Vorne: einfach. Hinten: kompliziert. Und das oft ohne Not.

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