Amazon MP3: iTunes-Konkurrenz mit Potential
Amazon hat seinen MP3-Downloadstore gestartet und bietet nun einen Store mit beachtlicher Auswahl und noch beachtlicheren Preisen: insbesondere unter dem Gesichtspunkt, dass iTunes demnächst mit flexiblen Preisen startet, eine ernstzunehmende Konkurrenz für den Platzhirsch. Ab knappen 5 Euro pro Album gibt es bei Amazon 256kBit-codierte mp3-Files, die mit dem MP3-Downloader auch auf dem Mac bequem auf der Festplatte landen. Günstig heißt nicht Ramschware: zum Kampfpreis gibt es auch das aktuelle U2-Album oder die letzte Prodigy. Beide Alben bietet Apples Shop für 9,99.
So rund und elegant wie iTunes wird Amazons MP3-Shop nie wirken, dafür hat es der MP3-Shop in sich. Große Auswahl, ordentlich nach Genres sortiert, dazu die vom Surf- und Kaufverhalten abgeleiteten Empfehlungen laden zum Stöbern ein.
Die 4,89 Euro, mit denen Amazon in den Albenpreis einsteigt, verleiten zum Klick auf den “Kaufen”-Button, und bei 256 kBit-codierten MP3s kann man an sich auch wenig falsch machen. Ordentlich getaggt sind die Files ebenfalls, den automatischen iTunes-Import verspricht Amazon, lädt man die Einkäufe über den MP3-Downloader herunter, der kostenlos auch für den Mac angeboten wird.
Der kommt als 3 MB großes .dmg ab Mac OS X 10.4 auf die Platte und klinkt sich anschließend automatisch in den Amazon-Shoppingablauf ein, wenn es ans Laden geht. Testen kann man die Funktionsweise auch an einem gratis dafür angebotenen Track von Amy MacDonald.
Den Default-Ordner der Downloads kann man nach Belieben ändern. Im Test wurden die gekauften Titel nach Download nicht der iTunes-Bibliothek hinzugefügt, händisch war das Hinzufügen der komplett DRM-freien MP3-Files selbstredend kein Problem. Nerviger: bereits heruntergeladene Files lädt Amazons Downloadtool gelegentlich ungerührt erneut herunter, wenn man erneut an die Kasse geht.
Das wars eigentlich schon – und jenseits der noch nicht out of the Box funktionierenden iTunes-Integration fällt wenig ein, was an Kritik sinnvollerweise vorgebracht werden könnte. Die Amazon-Seite wird niemals Schönheitspreise gewinnen und intuitiver geht immer, aber sie macht den Job. Was angeboten wird, kann sich sehen lassen, und insbesondere angesichts der aggressiven Preisgestaltung sollte Apple diese Konkurrenz besser ernst nehmen. Amazon kann sich mit dem mp3-Format mit Sicherheit die besseren Noten in Sachen Kompatibilität auf die Fahnen schreiben und wirbt natürlich aggressiv auch mit der zum iPod und iTunes. Schönheitsfehler wie die zickende iTunes-Befüllung werden dem Normalkunden vollkommen egal sein, solang die Downloads ok sind.
Zusammenfassend: Runde Sache, und die Konkurrenz kann Apple durchaus auch gelegen kommen. Denn die kommende flexible Preisgestaltung für iTunes muss ja nicht nur bedeuten, dass Top-Titel teurer werden. Die andere Richtung gibt es bei Preisen bekanntlich auch.







derdanie meint:
Ohne als iTunes-Kunde der ersten Stunde nun voreingenommen zu wirken, aber: Ich hab mal in die Suche eine Band eingegeben, welche nun nicht gerade Charthits produziert, aber in iTunes schon immer vorhanden ist.
In iTunes finde ich sofort was ich suche.
Auf amazon… Nun ja, zig hundert Tracks Namens “Untitled” einer ganz anderen Band mit einer Dauer von 5 Sekunden.
Also wenn da nicht schleunigst deutlich nachgebessert wird, erinnert mich das ein wenig an den Google-”Killer” Cuil… Potenzial, dass durch Bugs in Vergessenheit gerät.
rj meint:
Grade hier war ich in der Gegenrichtung ueberrascht – einigen Nischencontent gefunden, mit dem ich und andere hier vor ort nicht gerechnet haetten, weils ja auch grade zum Launch eines entsprechenden Shops immer ein Problem ist, die ganzen Labels unter den Hut zu bekommen. Wird stark von der ganz konkreten Band bzw, dem Label abhaengen.
TJ meint:
Hmmm… vielleicht habe ich was übersehen, aber mir erscheint der Amazon Store etwas “unsortierter” als iTunes. Spannend sind sicherlich die Lockangebote, was mir allerdings nicht gefällt ist die separate Download-Applikation, die man extra dafür installieren muss. Spannend wäre auch ein Vergleich der tatsächlichen Audioqualität zwischen beiden Stores.
mangochutney meint:
Ich bin sehr gespannt wie der Store sich hier machen wird, nun da die anderen Mitbewerber (Musicload, Saturn…) auch auf mp3s umgestiegen sind.
Allerdings bin ich Apple doch noch für AAC dankbar. Es ist das modernere und vielerorts bessere Format. Die mangelnde Kompatibilität ist ein Nachteil, aber langsam erhöht sich ja der Verbreitungsgrad von AAC-kompatiblen Abspielgeräten. Nokia, Creative, Samsung, SanDisk und noch einige Andere verbauen die entsprechenden Dekoder auch in ihren Geräten.
rj meint:
Den “Bedienvergleich” wollte ich nicht machen, weil ich sowas immer *extrem* subjektiv finde, dazu kommt, dass ich Genius nicht angeschaltet habe und so schwer vergleichen kann. Ack zur App, da kann man aber Pro wie auch Con an sich gut begruenden, wenn mans will. Die Audioquali halte ich aber fuer ein eher esoterisches Feld, dass wer einen Unterschied zwischen CD-Quali und 256k-MP3 hoeren kann, halte ich fuer ein Geruecht bzw fuer ein ueberaus seltenes Talent.
Tekl meint:
Die Download-App ist ja nicht Pflicht, wenn ich das richtig verstehe.
Die Audioqualität braucht man gar nicht vergleichen, die wird bei Amazon bestimmt schlechter sein, auch wenn man’s vielleicht nicht hört. Mir reicht AAC 160 VBR. Von den 256ern mache ich auch immer 160er, da mir sonst nicht genug auf den iPod passt.
rotki meint:
…..die bedienung ist doch egal!!!!!! ENDLCH mal jemand der begriffen hat, das 5euro für ein album die zukunft sind weil die leute es einfach nicht mögen, abgezockt zu werden!!!!!!
Ich hoffe, falls dieses Modell Erfolg haben sollte, dass die Plattenindustrie endlich mal versteht!!!
Amazon MP3 Download gestartet (inkl. kostenlosem Track)! meint:
[...] seinen amazon MP3 Download Dienst an. Zu erst dachte ich ja, da an anderer Stelle zum Beispiel bei Macnotes gelesen, auch an einen Scherz, aber in diesem Falle stimmt es tatsächlich und man kann nur [...]
Obama, die Queen, ein iPod und das Copyright meint:
[...] würde im Übrigen auch gelten, hätte Obama die iPod-Befüllung in Amazons neuem MP3-Store geshoppt. Auch hier ist eine Weitergabe der Tracks nicht gewünscht. Mit einer Analyse der [...]
Maximilian meint:
Also ich kann mir kaum vorstellen, dass das neue MP3-Geschäft die Bilanzen von Amazon nicht noch ordentlich pushen wird Das angebot ist doch sehr auf die breite Kundschaft und den treuen Kundenstamm von Amazon zugeschnitten. Selbst musste ich aber auch schon einige Abstriche bei der Titelauswahl abseits des Mainstreams machen, ansonsten gibt es an Qualität und Handling sowie den Preisen aber nichts auszusetzen, wie ich finde.
Amazon MP3: Songs für 32 Cent in UK meint:
[...] Songs für 29 Pence (ca. 32 Cent) zum Download an. In anderen Ländern blieb es bislang bei den bisherigen Kampfpreisen des iTunes-Konkurrenten. Seit einiger Zeit wird spekuliert, dass Amazon mit entsprechenden Konditionen von den Labels [...]
Daniel meint:
Wer amazon mp3 gut findet aber die Implementation von ITMS in Itunes gut findet, der sollte sich mal dieses Script angucken. Es kann über das Syript Menu von Itunes automatisch die aktuell ausgewählte mp3 im ITMS von amazon holen. So lässt sich einfach ein wenig Geld sparen.
http://www.tuaw.com/2009/04/08/advantageous-mp3-simplies-amazon-comparison-shopping/
Amanjit Gill meint:
Ich hab mir schon mehrere Alben (~ 20!) gekauft, ist ne super Sache. Kampfpreise gibts teilweise schon, aber i.d.R. kosten die Alben 7-10€. ich finds gut.
den mp3 downloader find ich nicht so toll, was die installation angeht, sobald der mal läuft rockt das aber..
robbl meint:
Gibt es eigentlich eine Preissuchmaschine für die ganzen Anbieter von Mp3-Downloads, also quasi ein geilzhals für mp3s?
Ich kenne bisher nur kix.de, dort ist aber amazon nicht gelistet :( und man kann unverständlicherweise nicht nach Alben suchen.
moon meint:
ich vergleiche immer mit http://mp3preissuche.de zwischen amazon und itunes.
Amazon verschenkt Blu-ray-Player beim Kauf von 15 Blu-ray-Disks meint:
[...] Unterschied zu Amazons Kampfansagen im mp3-Bereich, die sich explizit gegen den Platzhirsch Apple gerichtet haben, ist die Konkurrenz beim jetzigen [...]