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Veröffentlicht am  14.04.09, 12:32 Uhr von  kg

Test: Apple 24″ LED Cinema Display

2424″ LED Cinema Display: Das klingt nicht nur nach großem Kino, das ist es auch. Für etwas mehr als zwei Wochen war das Display von Apple bei uns testweise im täglichen Dauerbetrieb und konnte dort vor allem durch die Bildqualität überzeugen.

Es ist schon ein bemerkenswerter Umstieg: Wenn man sonst nur mit einem externen 17″-LCD-Display arbeitet, erschlägt einen das 24″ LED Cinema Display fast durch seine Größe. Man gewöhnt sich aber schnell daran- fast ein bisschen zu schnell, denn nachdem das Display wieder zurück in die Kiste zurückmusste, wirkte die Auflösung des 17″-Displays etwas zwergenhaft. Aber nicht nur in Sachen Größe, sondern auch von der Qualität her sind die Unterschiede frappierend.

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Technische Daten:
Das 24″ LED Cinema Display von Apple verfügt über ein TFT-Aktivmatrix-LCD-Display mit einer maximalen Auflösung von 1920×1200 Pixeln. Ins Display eingebaut sind eine iSight mit Mikro und ein 2.1-Lautsprechersystem. Das Display verfügt über einen Mini DisplayPort-Anschluss, einen MagSafe-Ladestecker und USB 2.0. Auf der Rückseite befinden sich außerdem drei USB-Anschlüsse mit eigener Stromversorgung und ein Anschluss für das Kensington-Lock. Kompatibel ist es mit allen Macs, die über einen Mini DisplayPort-Anschluss verfügen.

Im Gebrauch:
Wer Tag für Tag mit Laptop und diversen externen Geräten arbeitet, kennt das vielleicht: Der ganze Schreibtisch liegt voll mit Kabeln und Adaptern. Dem wirkt das Cinema Display etwas entgegen: Ein gebündeltes Kabel beinhaltet den Display-Stecker, USB-Kabel und Stromversorgung für ein anzuschließendes Notebook. Anschließen lassen sich alle Notebooks mit DisplayPort, außerdem der neue Mac mini. Voraussetzung ist ein vorhandener Mini DisplayPort.

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Funktionen wie Webcam, Lautsprecher und die Helligkeitseinstellungen lassen sich nur dann nutzen, wenn man das dazugehörige USB-Kabel anschließt. Vor allem die Helligkeitseinstellung ist nicht unwichtig: In den Standardeinstellungen war das Display zu hell für meinen Geschmack, und auch gefühlt heller als mein Unibody-MacBook.

Hat man dann einmal die richtigen Einstellungen gemacht, überzeugt die Anzeigequalität des Displays. Das Bild ist gestochen scharf, die Farben abhängig von den jeweiligen Einstellungen ebenfalls sehr kräftig, vergleichbar mit den aktuellen Notebook-Displays. Ein Argument gegen das LED Cinema Display (und auch die aktuellen Notebooks) ist für einige die Hochglanz-Oberfläche des Displays. Gerade in recht hellen Umgebungen, in die auch Sonne fällt, kann es durch die Front-Glasscheibe zu Spiegelungen kommen. Vermeiden kann man diese, indem man das Display nicht zu dunkel einstellt. Ansonsten ist es reine Gewöhnungssache: Irgendwann bemerkt man eventuelle Spiegelungen nicht mehr, außerdem entschädigt die Bildschärfe. Zur Kalibrierung bietet sich die Benutzung eines Tools wie Spyder2Express, will man spontan bestimmte Einstellungen ändern, muss man dies über den im Betriebssystem hinterlegten Kalibrierungsprozess gehen.

Die Stereo- und Basslautsprecher, die an der Unterseite des Displays liegen, liefern einen brauchbaren Klang, wer Spitzenqualität erwartet, hat aber das Nachsehen. Das liegt vor allem daran, dass die Lautsprecher eben nach unten gerichtet sind und die Schallverzeilung dadurch etwas leidet. Für den normalen Hausgebrauch okay, aber nichts für Anspruchsvolle.

Im oberen Bereich des Displays befinden sich iSight und ein Mikro, so lassen sich mit dem Display auch Skype-Videoanrufe tätigen. Im Betrieb wird das Display mitunter auch warm, für diese Zwecke ist im Gehäuse auch extra ein Lüfter eingebaut, der im Fall der Fälle für die nötige Abkühlung sorgt.

Fazit:
Insgesamt dürfte das 24″ LED Cinema Display durchaus sein Geld wert sein: Die Bildqualität ist hoch und die Auflösung groß genug, um bei der Arbeit das Notebook-Display gar nicht zu brauchen. Ich frage mich allerdings, ob ich 850€ ausgeben würde für ein Display dieser Größe. Will man aber die Qualität des 24″ LED-Displays, aber auch die Bequemlichkeit eines Mitnehmcomputers anstatt eines herumstehenden iMacs, ist es eine gute Alternative. Zum Vergleich: Die Kombination MacBook 13″ und 24″ LED Cinema Display kostet etwas mehr als 2000€, einen iMac in der Größe gibt es für 600€ weniger.

Zum Thema Qualität gibt es abschließend übrigens auch noch etwas von unserer Seite, vor allem für all jene, die auf ein funktionierendes Display angewiesen sind: Nach knapp zwei Wochen im täglichen Betrieb entwickelte das Display ein leichtes Flackern, das nach kurzer Zeit zum Komplettausfall des Displays führte. Was da nun genau defekt war, konnten wir nicht herausfinden. Eine Garantiereparatur würde aber mit großer Wahrscheinlichkeit dazu führen, dass man eine Woche oder länger auf das teure Display verzichten muss. Als milderne Umstände können wir hierzu noch anmerken, dass es sich bei unserem Display um ein Testgerät handelte, das vermutlich schon einige Male verschickt wurde. Trotzdem sollte sowas nicht passieren, wenn man so viel Geld für ein Display bezahlt.

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24″ Cinema Display im Apple Store

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 20 Kommentar(e) bisher

  •  Oliver sagte am 29. November 2009:

    ….das Cinema Display ist den Preis absolut wert. Bin absolut begeistert und das gesamte Paket mit dem MacBookPro ist unschlagbar.

    Aber eine Frage habe ich dennoch: “Gibt es, oder zumindest in absehbarer Zeit die Möglichkeit, ein Notebook anderer Hersteller an das Cinema Display anzuschliessen???”

    Einen schönen 1. Advent wünsche ich……

    Antworten 
  •  nottinhill sagte am 2. Februar 2010:

    Für ein ausführlicheres Review unter Grafikergesichtspunkten des ACD 24 schaue man auf meinem Blog vorbei
    […] I would say for general purpose use and movies this screen is very nice. Given the quality of the exterior the price is ok. Extending the warranty […]

    Antworten 
  •  nottinhill sagte am 2. Februar 2010:

    hier der link zum blog http://www.meshfields.de/blog

    Antworten 
  •  nottinhill sagte am 2. Februar 2010:

    Trackback http://meshfields.de/blog/?p=155 […] I would say for general purpose use and movies this screen is very nice. Given the quality of the exterior the price is ok. Extending the warranty […]

    Antworten 
  •  Piet sagte am 7. März 2010:

    Zum Thema Spiegelung: Die Hochglanzfläche spiegelt wirklich ein wenig bei einem ungünstigen Standort. Stelle man diesen in einem Raum mit mittel bis stark dunkler Wand im Rücken und entsprechender Beleuchtung (Keine Dunkelkammer!!!) wird man mit einer enormen Farbtiefe und -klarheit belohnt werden.
    Testet es einfach!

    Eine Frage habe ich jedoch noch zusätzlich:
    Ist es mittlerweile möglich den aktuellen Late 2009 Mac Mini zusätzlich zum einem MacBook an das LED Cinema Display anzuhängen?
    Wenn ja, wie und welcher Verteiler ist geeignet?

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