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Veröffentlicht am  24.04.09, 2:51 Uhr von  Alexander Trust

IT-Bücher in der Kritik: Seiten füllen, der Seiten wegen

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Machen wir uns nichts vor, Zeit ist Geld. Aber was noch viel wichtiger ist: Papier ist kostbar. Zumindest aber kann die Anzahl an Seiten, die ein Buch hat, über seinen Kaufpreis maßgeblich mitentscheiden.

Nun gibt es Dinge, wie den Satzspiegel, die Zeilenhöhe, die Laufweite derselben, und viele andere Dinge mehr (z. B. auch solche, die die Typographie angehen), die einen Einfluss auf das Drucklayout nehmen. Letzten Endes wird so auch die Seitenzahl von Büchern aufgestockt, um einen höheren Kaufpreis zu rechtfertigen.

Es gibt natürlich Eigenschaften, die das Druckbild verändern, die das Lesen unterstützen. Ein guter Lesefluss begünstigt die geistige Aufnahmefähigkeit enorm. Natürlich kann man auch sprachlich etwas tun, doch ehe man sich über den Stil eines Buches Gedanken macht, kann man schon viel an anderen Schräubchen gedreht haben.

Warum neigen Sachbuch-Autoren (auch solche, die akademische Literatur verfassen) dazu, gerne negative oder veraltete Beispiele anzuführen? In manchen Fällen steckt ein edukativer Zweck dahinter. In den wohl allermeisten allerdings nicht.

Wir werden von manchen Buchautoren auf die Schippe genommen. Vor allem werden wir im übertragenen Sinne doppelt zur Kasse gebeten. Denn mehr Wörter bedeuten oftmals einen höheren Kaufpreis. Doch viel schlimmer ist, dass viel Phrasendrescherei und das Verwenden von Versatzstücken uns beim Lesen Zeit abverlangt. Wir hätten getrost darauf verzichten können, denke ich, weil für uns die Devise Zeit ist Geld auf jeden Fall zutrifft.

Geschichte des Internet

80 Prozent vieler IT-Sachbücher beginnen alle gleich. Sie bieten einen Einstieg über einen historischen Überblick. Ob es Einführungen in Javascript, HTML, CSS und wie sie nicht alle heißen sind. Man muss nicht jedes Mal ein ganzes Kapitel für die Geschichte des Internet aufwenden, wenn man eigentlich eine Web-Programmiersprache beschreiben möchte. Für alle, die es nicht wissen, könnte man 2 Sätze dazu verlieren und sich darauf beschränken, die Materie zu beackern, die mit dem Titel des Buches angekündigt wird.
Was hält ansonsten die Autoren davon ab, zwei Bücher zu verfassen? Wenn ich mich über die Historie des WWW informieren wollte, könnte ich mir ein Buch zur Geschichte des Internets besorgen.

Und wozu tischt man mir manchmal Beispiele auf, die man zerpflückt, schlecht redet und meint, dass sie ungeschickt sind, längst überholt, und dass man es heute anders machen würde? Speziell wenn man im selben Buch in der Anrede vom Leser fordert schon Kenntnisse in HTML und CSS mitzubringen, wirken Negativbeispiele, die über Gebühr zerredet werden, wie gedankliche Bremsklötze.

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