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Veröffentlicht am  29.04.09, 15:02 Uhr von  kg

Tin Can: iPhone-Textübertragung via Mikrofon und Lautsprecher

Tin Can Tin Can - Screenshot

Gestern Kontaktdatenübertragung mit Hilfe von Bump, heute Tin Can, eine Software zum Übertragen von Texten. Es gibt viele Wege, Texte von einem Gerät aufs andere zu bekommen, zum Beispiel via Wi-Fi oder eine Netzverbindung. Tin Can nutzt aber keine der beiden Möglichkeiten, sondern überträgt Texte mit Hilfe von Audiosignalen.

Das Konzept ist relativ einfach: Man schreibt eine Notiz auf dem iPhone, legt das Gerät in die Nähe eines anderen iPhones (auf dem ebenfalls Tin Can installiert sein muss) und kann dann die Notiz überspielen.

Die so übertragenen Nachrichten können auch via E-Mail verschickt werden. Die Technologie, von der bei Tin Can Gebrauch macht, lautet Frequenzumtastung. Das iPhone wird damit quasi zum Modem.

Die Nutzung selbst ist etwas absurd, jeder Buchstabe wird vom einen aufs andere Gerät herübergefiepst, und im Optimalfall werden dann die kompletten Nachrichten korrekt übertragen. Bei deutschen Nachrichten allerdings hapert es stellenweise: Tin Can beherrscht keine Umlaute. Am optimalsten funktionierte die App bei uns im Test beim Gebrauch der Kopfhörer anstatt des internen Lautsprechers. Außerdem bietet sich die App primär für iPhones an: Empfangen kann man nur bei vorhandenem Mikrofon, also braucht man entweder ein Mikro für den iPod touch oder ein iPhone-Headset.

Tin Can - Screenshot zeigt Übertragung

Tin Can – Screenshot zeigt Übertragung

Die Idee für die App hatte man bei Perceptive Development, das vor knapp 2 Monaten eine externe iPhone-Tastatur präsentiert haben und die auf eine ähnliche Art und Weise funktioniert.

Zugegebenermaßen ist bei Tin Can die Übertragung über Lautsprecher und Mikro relativ altmodisch, aber nichtsdestotrotz halbwegs brauchbar umgesetzt. Nachteil ist allerdings, dass sie Geld kostet und man sie als potentieller Empfänger daher nicht mal so eben herunterlädt. Hätte die aktuelle iPhone-Software jetzt schon Copy & Paste, wäre es vor allem auch eine offlinige Lösung, Texte von einem Gerät auf das andere zu übertragen. Ohne den Weg über E-Mail und Co.

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 1 Kommentar(e) bisher

  •  Chilloutman sagte am 29. April 2009:

    Finde ich cool. Was für eine altmodische Technologie. Ich ziehe trotzdem Email vor um Texte zu übertragen.

    Antworten 

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