MACNOTES

Veröffentlicht am  18.05.09, 10:23 Uhr von  

Test: PearC – Mac OS X auf PC-Hardware

Eigentlich ist es ja nicht so unsere Sache, Äpfel mit Birnen zu vergleichen, aber in diesem Fall mussten wir mal eine Ausnahme machen. Grund war ein Testgerät des in Deutschland erhältlichen PearCs (engl. pear = Birne). Beim PearC handelt es sich nämlich um einen Standardrechner, auf dem Mac OS X installiert ist. Die Mac-OS-X-Lizenzbedingungen untersagen eigentlich die Installation des Betriebssystems auf fremder Hardware, PearC verlässt sich jedoch darauf, dass die Lizenzbedingungen nach deutschem Recht ungültig sind. Den PearC des in Wolfsburg beheimateten Unternehmens HyperMegaNet UG sollte man übrigens nicht mit dem leider inzwischen wohl toten PowerPC-Emulator PearPC verwechseln.

Mit seiner Hardware-Ausstattung ist der von uns getestete PearC Advanced Stylence als Konkurrent zum Mac Pro positioniert.

Lieferumfang
Das erste Highlight beim Kauf eines neuen Apple-Rechners ist das Auspacken des selbigen. In Cupertino wird selbst auf das Design der Verpackung Wert gelegt. Schon als der Postbote mit dem PearC-Karton um die Ecke bog war klar, dass die Prioritäten bei diesem Mac-Klon an anderer Stelle liegen. Beim Karton handelt es sich um die Standardverpackung des verbauten Gehäuses. Der Karton sieht von außen schon recht mitgenommen aus und vermittelt keinen guten Eindruck. Fairerweise muss man sagen, dass es sich bei unserem Gerät um ein Rezensionsexemplar handelte, welches unter Zeitdruck von einem anderen Tester zu uns gelangte. Durch die Griffmulden kann man bereits einen Blick auf das Innere werfen.
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Der äußere Eindruck bessert sich auch nicht nach dem Öffnen der Verpackung. Drinnen herrscht Chaos. Die zwei beigelegten Gummibärchentüten muss ich an die Tochter abtreten. Aber der Rest ist für Papa. Zunächst wären da die diversen Handbücher und Treiber-CDs für die verbaute Hardware. Schon sehe ich eine Installationsorgie auf mich zukommen, doch der genauere Blick offenbart, dass es sich hier um die Windows-CDs handelt. Neben diversen Kabeln für Video, Audio und natürlich Stromversorgung ist noch eine selbstgebrannte CD mit der handschriftlichen Aufschrift PearC Boot-CD im Karton. Ein Handbuch oder eine Kurzanleitung zum PearC selber ist Fehlanzeige. Dem PearC liegt auch keine Tastatur oder Maus bei. Die Tastatur muss separat im PearC-Onlinestore für 55 Euro geordert werden.

Inbetriebnahme
Nachdem der Rechner aus seinem Karton befreit ist, steht die Inbetriebnahme an. Das Gehäuse ist aus dünnem Aluminiumblech gefertigt und vermittelt einen labilen Eindruck. Zudem ist es klapprig und man hat Angst, eine Beule ins Blech zu drücken.
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Der PCI-WLAN-Karte müssen zunächst die 3 Antennen angesteckt werden. Dann kommen Apple-Tastatur und -Maus per USB dazu. Monitor und Netzkabel angeschlossen und es kann losgehen. Hier überrascht mich der PearC zum ersten Mal positiv. Der Rechner startet sofort Mac OS X Leopard und beginnt mit dem Willkommensbildschirm nach einer frischen Installation. Ab hier ist nicht mehr zu merken, dass man an einem Mac-Klon arbeitet. Der Konfigurationsassistent findet sofort das heimische WLAN und richtet den Rechner entsprechend ein. Auf dem Rechner ist 10.5.6 installiert.

Einen kleinen Wermutstropfen gibt es dann leider doch noch. Der angeschlossene Bildschirm (Röhrenmonitor) wurde anfangs mit der falschen Auflösung angesteuert. Beim Umschalten der Auflösung blieb der Bildschirm blau und es blieb nur der Reset übrig. Danach startete der Rechner aber anstandslos mit der eingestellten Auflösung, so dass hier ein Treiberproblem die wahrscheinliche Ursache sein dürfte. Das gleiche Problem trat übrigens auf, wenn der Monitor zum Energiesparen vom System ausgeschaltet wurde. Nach dem Aufwecken blieb dieser blau.

Hardware
Als nächstes galt es die Frage zu klären, welche Hardware und Komponenten im PearC verbaut sind. Als Prozessor kommt ein Intel Core 2 Quad-Core mit 3GHz und 12MB L2-Cache zum Einsatz. Der Prozessor steckt zusammen mit 8GB RAM in einem Gigabyte GA-EP45-DS3 Motherboard. Interessanterweise ist der RAM nur mit 800MHz getaktet, obwohl Prozessor und Motherboard auch 1333MHz unterstützen. Vermutlich wurde aus Kostengründen nur bis 800MHz spezifizierte Module verbaut.
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Das Gigabyte-Motherboard bietet zahllose Anschlussmöglichkeiten, als da wären 8x USB, PS2 für Maus und Tastatur, 2x Firewire 400 (Mini und Normal), 2x Gigabit-Ethernet, Audio In/Out/Surround und S/P-DIF. Als Graphikkarte steckt im 16-fach PCI-Express-Slot eine Nvidia 9800GT mit 1GB VRAM mit 2 DVI-Anschlüssen. An der Gehäusevorderseite gibt es hinter einer Klappe nochmal zwei USB-Anschlüsse, einen Firewire-Anschluss sowie Audio In und Out.

Die WLAN-Fähigkeit erhält der PearC durch eine D-Link DWA-547 PCI-Karte, die wie eingangs erwähnt über drei Antennen funkt. Bluetooth wird über einen Trust USB-Bluetooth-Adapter bereitgestellt. Wie bei den Original-Macs ist darin ein Chip von Broadcom verbaut. Als Superdrive ist das Laufwerk SH-S223F von TSSTcorp verbaut. Seine Daten speichert der PearC auf einer Samsung HD753LJ mit 750GB (real 700GB).

Alltagsbetrieb
Wie also taugt der Mac-Klon nun im alltäglichen Betrieb? Nach dem Einschalten des Rechners vergisst man schnell, dass man nicht an einem Mac von Apple sitzt. Beim Arbeiten macht einen Mac eben zum größten Teil das Betriebssystem aus. Im Turing-Test für Macs würde der PearC sich vermutlich sehr gut schlagen. Erfreulich ist, wie geräuscharm der PearC zu Werke geht. Die großen verbauten Lüfter laufen sehr ruhig. Lediglich die Festplatte lärmt bei Zugriffen deutlich hörbar.

Beschäftigt man sich etwas intensiver mit dem System und dringt etwas tiefer ein, dann merkt man an der einen oder anderen Stelle doch, dass man es nicht mit einem waschechten Mac zu tun hat. So lässt sich z.B. der Bluetooth-Adapter nicht in den Systemeinstellungen ausschalten. Das entsprechende Häkchen ist ausgegraut. Andere kleine Helferlein wie z.B. iStat Menus können keine Temperatur- und Lüfterinformationen anzeigen, da sich die Hardware zu stark von richtigen Macs unterscheidet.

Ansonsten tun alle Programme anstandslos ihren Dienst. Selbst Virtualisierer wie VMWare Fusion und Parallels Desktop arbeiten ohne erkennbare Macken. Lediglich Boot Camp funktioniert nicht direkt “Out of the box”. Um Mac OS X auf dem PearC zu starten, hat HyperMegaNet die Boot-Firmware modifiziert und damit inkompatibel zu Boot Camp gemacht. Für 259 Euro ist im Onlinestore jedoch eine Dualboot-Option erhältlich. Dabei wird Windows auf einer zweiten Festplatte installiert und eine passende Boot-Firmware installiert.

Erweiterbarkeit
Die Aufpreislisten bei Computerherstellern sind inzwischen genauso lang wie bei Autoherstellern. So lässt sich auch der PearC nach den Wünschen des Käufers konfigurieren. Anders als der Mac Pro, welcher bis zu vier Festplatten aufnehmen kann, beschränkt sich die Erweiterbarkeit des PearCs auf zwei Festplatten. Mac Pro und PearC können beide zwei optische Laufwerke aufnehmen. Für 190 Euro bietet der PearC sogar ein BluRay-Laufwerk an.

Wer selbst Hand an seinen Rechner anlegen möchte, der muss am PearC zwei Schrauben lösen und kann anschließend die Seitenwand des Gehäuses abnehmen. Drinnen schaut der PearC wie ein normaler Standard-PC aus. Vorsicht ist beim Handwerken geboten, denn das Gehäuse wartet mit vielen scharfen Kanten auf, an denen man sich leicht schneiden kann.

Ganz anders und vor allen Dingen aufgeräumt präsentiert sich da ein Mac Pro. Ein Klappmechanismus öffnet die Seitenwand. Zusätzliche Festplatten werden über einen Schubladenmechnismus installiert.

Benchmark
Im Cinebench-Benchmark schlägt sich der PearC gut. Im Einzel-CPU-Test erreicht er 3478 und im Multi-CPU-Test 11997 Punkte (Steigerung um Faktor 3,45). Damit liegt der Rechner in etwa auf dem Niveau des frühen 2008er Mac Pro. Der aktuelle Mac Pro mit Nehalem-CPU erreicht im Multi-CPU-Test über 15.000 Punkte.

Auch die Xbench-Ergebnisse liegen mit knapp 210 Punkten auf mittlerem Niveau. Zum Vergleich: Der von uns im Oktober 2006 getestete Mac Pro erreichte 172 Punkte. Ein aktueller iMac mit 3,06GHz-CPU kommt bei Xbench auf Werte zwischen 170 und 190 Punkten. Auch sei der Hinweis gestattet, dass die Xbench-Ergebnisse immer etwas mit Vorsicht zu genießen sind.

Preise
Die Preise für den PearC beginnen bei 599 Euro in der Variante Office Line. Für Bluetooth und WLAN kommen dann aber gleich noch 75 Euro dazu. Wer auch eine Apple-Tastatur haben möchte, kann diese für 55 Euro dazu bestellen.

Die Advanced-Stylence-Linie ist zu Preisen ab 929 Euro zu haben. WLAN und Bluetooth gehören hier bereits zum Lieferumfang. Die von uns getestete Konfiguration kostet im Online-Store 1424 Euro. Eine mit dem kleinen Mac Pro (4x 2,66GHz, 6GB RAM, 640GB Festplatte und WLAN) vergleichbare Konfiguration des PearC (4x 2,66GHz, 4GB RAM, 750GB Festplatte, Superdrive, Apple-Tastatur und Mac Box Set) kostet 1264 Euro. Zum Vergleich: Der Mac Pro kostet im Apple Store 2479 Euro.

Boot-CD
Zum Schluss galt es noch das Geheimnis der selbstgebrannten Boot-CD zu klären. Während des Tests wurde diese nicht benötigt und dürfte wohl nur bei einer Neuinstallation des Systems zum Einsatz kommen. Die Boot-CD enthält ein kleines Linux-System, welches für den Mac-OS-X-Bootloader eine geeignete Umgebung simuliert und damit das Starten des Betriebssystems ermöglicht. Auf einer RAMdisk befindet sich eine Kernel-Erweiterung für Mac OS X, deren Zweck sich aber durch reine Betrachtung nicht erschließt.

Fazit
Es ist ein Mac durch und durch. Er sieht zwar nicht wie ein Mac aus, aber er fühlt sich wie ein Mac an. Alles funktioniert bis auf wenige, kleine Ausnahmen so wie man es erwartet. Der PearC zeigt auf bedrückende Weise, dass Apple auch nur mit Wasser kocht und das es nur der Auswahl der richtigen Hardware bedarf, um einen Mac-OS-X-kompatiblen Rechner zu bauen. Den Rest erledigt Leopard von allein und macht deutlich, dass sich Apple hauptsächlich durch die Software auszeichnet.

Ein mit dem Mac Pro vergleichbar ausgestatteter PearC kostet knapp die Hälfte des Apple-Pendants. Allerdings bekommt man dafür auch Hardware die nicht mehr State of the Art ist. Bei Apple ist die Lücke zwischen dem All-in-one-iMac und dem Highend-Mac-Pro recht groß. Anbieter wie PearC können diese Lücke mit Apple-kompatiblen Rechnern im mittleren Preissegment mit schon älterer Hardware füllen. Wer auf die Äußerlichkeiten und Feinheiten die einen Apple-Rechner ausmachen verzichten kann, der ist mit dem PearC gut bedient. Bedenken sollte man auch, dass man im Problemfall keinen Support von Apple erwarten kann.

4/5Testurteil: 4/5 Macs
Bezeichnung: PearC
Hersteller: HyperMegaNet
Preis: € 1.424.- (Testkonfiguration)

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 30 Kommentar(e) bisher

  •  @Blogkoch sagte am 18. Mai 2009:

    Pear PC Test: http://tinyurl.com/cwx7qg

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  •  beatsteak sagte am 18. Mai 2009:

    Lässt sich denn 10.5.7 problemlos installieren?

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  •  ml sagte am 18. Mai 2009:

    Das konnten wir nicht mehr testen, denn das Testgerät war bereits wieder beim Anbieter.

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  •  beatsteak sagte am 18. Mai 2009:

    Schade, das wäre die Feuertaufe gewesen;)

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  •  at sagte am 18. Mai 2009:

    Und wie schaut’s aus, wenn man selbst Hand anlegt? Kann man das System dann überhaupt noch benutzen? Oder kann es sein, dass Komponenten, die ich woanders billiger als bei PearC kriege, dann nicht mehr funktionieren?

    Ein Mac Pro sprengt bislang deutlich meinen finanziellen Rahmen. ;) Aber ich würde z. B. eine PCI Express Lösung zum Aufzeichnen von HD Signalen benötigen, um Videospielsignale von Nextgenkonsolen aufzuzeichnen, und evtl. auch eine andere Grafikkarte als die verbaute verwenden wollen.

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  •  Dave sagte am 19. Mai 2009:

    Und wie sieht das mit automatischen Updates aus? Grade kleinere Systemupdates schmeißen das System doch wahrscheinlich total aus der Bahn?!

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  •  ml sagte am 19. Mai 2009:

    Um es nochmal deutlich zu sagen: auf dem PearC läuft eine ganz normale Mac OS X Version. Da wurde nichts gecrackt oder so. Daher sollten auch Updates problemlos funktionieren.

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  •  mbs sagte am 19. Mai 2009:

    Das kann nicht sein. Es ist technisch nicht möglich, ohne eine Veränderung am Kernel (oder an der DSMOS-Kernel-Erweiterung) Mac OS X auf einem Nicht-Apple-PC laufen zu lassen.

    Programme wie z.B. der Finder sind verschlüsselt gespeichert und werden beim Original über einen raffinierten Prozess entschlüsselt, bei dem die Apple-Hardware im richtigen Moment einen digitalen Schlüssel liefert.

    Ohne diese Hardware muss ein gecrackter Schlüssel bereits im Kernel eingebaut sein, wobei es technisch möglich ist, einen Bootloader zu entwickeln, der den Entschlüsselungsmechanismus beim Start in den Kernel injiziert.

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  •  Frank sagte am 19. Mai 2009:

    @mbs: das war bis zum Erscheinen von Boot-132 so. Seitdem kann man auch ganz normale Retail-DVDs (also die echte Leo-DVD, nicht aber solche, die den Macs beiliegen) zur Installation nehmen. EFI wird dabei durch das Boot-132 simuliert. Einige Kernelerweiterungen sind natürlich noch nötig, damit alles rund läuft. Genauso geht’s mit EFI-X, einer echten Hardwareerweiterung. Auch hier hat man mit dsmos nichts mehr zu tun. Wie Du richtig schreibst, enthält dann der Bootloader den nötigen Code, um den Schlüssel zu liefern.

    Auf solchen Systemen laufen dann Updates “normalerweise” rund. Es kann trotzdem zu Problemen kommen. Daher ist ein Backup immer zu empfehlen.

    10.5.7 sollte mit dieser Methode einwandfrei laufen.

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  •  Nasenbert sagte am 19. Mai 2009:

    Wie sieht/sah es denn aus mit dem Start von externer Firewire-Platte, Target Mode, bzw. dem Anlegen einer Kopie mit Carbon Copy Cloner?

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  •  mbs sagte am 19. Mai 2009:

    @Frank:
    Das ist mir bekannt. Aber auch wenn man eine Original-DVD dazu verwenden kann, Mac OS X auf einem solchen Computer zu installieren, *läuft* dann in Wirklichkeit keine Original-Version, sondern immer eine gecrackte Version. Der Bootloader ändert die Kernel-Umgebung so ab, dass während des Startvorgangs die entsprechenden Dinge im System abgeändert werden.

    Und das heißt aber, dass nicht gewährleistet ist, dass jedes zukünftige Update funktionieren wird.

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  •  kayoone sagte am 19. Mai 2009:

    habe selber einen hackintosh (aber auch ein original MBP ;) C2Q 3ghz, 8gb ram, ssd, 2x Monitore dran etc pp…läuft alles perfekt, ich arbeite 8-10 stunden pro Tag damit und bin top zufrieden.

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  •  nfoo sagte am 27. Mai 2009:

    1400 Euro gegenüber 2299 Euro.

    Ist ja auch leicht für PearPC:
    - Man “klaut” das OS – keine Entwicklungskosten.
    - Kein Research and Developement
    - Keine Designteams
    - Keine Programmierer
    - Nicht annähernd so gute Verarbeitung
    - Standardkomponenten
    - Kein Support oder Garantie die mit Apple vergleichbar wäre.
    - Etc., etc. …

    Wer da nicht kapiert das hier mit der Arbeit, die sich Apple macht und bezahlt, Geld gemacht wird, indem man sie schlicht und einfach klaut und dann nicht begreift woher der höhere Preis bei Apple her rührt, hat den Schuß nicht gehört, oder hört zu sehr auf MS Marketing-Bullshit wie “Apple-Tax”.

    Ich finde es schlicht und ergreifend ekelhaft, daß solche Firmen Apples Arbeit, Investitionen und intellektuelles Eigentum abgreifen, klauen und damit – ohne selbst etwas erarbeitet zu haben – Kohle damit machen.
    Und das findet anscheinend auch noch breiten Zuspruch, weil man so ein paar Euro sparen kann. Reine Gier.

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  •  bob sagte am 8. Juni 2009:

    @nfoo:
    Warum, das OS-X wird Original Gekauft die Entwicklungskosten sollten damit gedeckt sein. Die Hardware hat Apple auch nicht neu erfunden sondern von bekannten Firmen eingekauft sowie die Treiber. Das einzige was dann bleibt ist das Design (Case) und das Bios. Wobei das EFi Bios eine Intel idee ist und von Intel, Amd und anderen Bios Herstellern mitentwickelt wurde dazu gehört auch Apple.

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  •  Roman sagte am 14. Juni 2009:

    Also ich finde, wer wirklich Apple Liebhaber ist, der sollte auch nur Apple Qualität kaufen. Die Verarbeitung kann sicher nicht mit der von Apple mithalten. Ich finde es traurig, das dieses Unternehemen überhaupt existieren darf.

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  •  MacPaul sagte am 14. Juni 2009:

    Mal eine Anmerkung für #14: wenn ich sehe, was Apple für seine MacPros verlangt (mit entsprechender Marge), dann lass ich mir den Begriff “Gier” evtl. eingehen, aber nicht, wenn ich einen preiswerteren Rechner mit Mac OS X mit ähnlicher Leistung wie ein MacPro haben will. Das geht bei Apple nun mal nicht, weil zwischen MacMini und MacPro nix existiert; entweder einmal CoreDuo mit bescheidenem Takt oder mind. einmal Quad mit für die meisten sinnlosen HT. Aber zweimal Duo für einen akzeptablen Preis ohne eingebautes Display à la iMac ist halt nicht bei Apple, also was tun?!

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  •  ml sagte am 15. Juni 2009:

    @Roman: Apple-Rechner werden nun mal nicht nur von Apple-Liebhabern gekauft, sondern auch von vielen Leuten, die die Systeme wegen des Betriebssystems kaufen. Diesen steht mit dem PearC eine Alternative zur Verfügung und die Apple-Liebhaber können weiter Apple-Hardware kaufen. Und dem PearC das Existenzrecht mit dem Argument abzusprechen, dass die Qualität nicht an die von Apple heranreicht, ist mehr als fragwürdig.

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  •  dreyfus sagte am 15. Juni 2009:

    @ml: Selbst wenn man die Qualität ignoriert (wenn so eine häßliche Klapperkiste 4 von 5 Sternen schafft, glaubt man kaum auf einer Mac-Seite zu sein…), bleibt die Kleinigkeit, dass PearC eine Updateversion von OS X als Vollversion verkauft. Solange Privatleute ihre Kisten selber hacken, ist mir das eigentlich egal… wenn eine Firma fremdes geistiges Eigentum lizenzwidrig verwendet und daran verdient, hört es absolut auf. Das Scheinargument, dass EULAs nicht gelten, passt im besten Fall für Endkunden, garantiert nicht für Wiederverkäufer. Sollten zukünftige OS X Versionen verdongelt oder mit Zwangsaktivierung kommen, haben Alle verloren. Wer fast 1.500,- Ocken für eine Gammelkiste von einer “UG” hinlegt, kann eigentlich auch zum Hütchenspieler seines Vertrauens gehen… falls man da gewinnt, reicht es vielleicht auch für einen Mac, zumal man einen besseren gebrauchten Mac Pro für das Geld auch locker findet.

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  •  Hans sagte am 5. Juli 2009:

    Was meint Ihr für eine Happtik bei auspacken eines echten Macs?

    Also als ich meinen neuen Mac Mini ausgepackt habe, sah da auch nichts toll und schön aus.
    Oder benutzt Apple andere Folie oder Styropor zum einpacken?

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  •  Christian sagte am 2. August 2009:

    Ich als klassicher PC-User kann überhaupt nicht verstehen, wie sich die Apfel-Menschen über so etwas aufregen. Für mich ist es völlig normal, dass ich mir einen Rechner mit beliebigen Komponenten selbst zusammen baue und dann einfach ein OS installiere. Und Apple macht nichts anderes als die Komponenten bei Intel, Nvidia & Co einzukaufen und zusammenzustecken, genauso wie ein PC-Hersteller wie Acer usw. Nur Apple schafft es eben, den gutgläubigen Apfel-Menschen einzureden, dass sie mit einem Mac “Geistiges-Apple-Eigentum” erwerben – wo doch die Hardware Intel, Nvidia und Co entwickelt – so viel zum geistigen Eigentum. Bleibt also nur noch das OS übrig. Und warum soll dies dann nicht auf x-beliebigen Maschinen laufen wie Windows, Linux und Co,die ja auch auf Macs laufen? Deswegen finde ich den Ansatz von PearC interessant. Ich bevorzuge aber das Efi-X Modul. Damit kann man etwa für die Hälfte des Mac Preises eine Hardwarekomposition zusammen stellen, die der des Mac entspricht – gut außer dem Designkrimskrams. Dafür kann ich mir nach belieben ein Gehäuse aussuchen. Ich sehe das alles nur als Vorteil.

    Antworten 
  •  tollTed sagte am 22. September 2009:

    “Apple Qualität”

    *LOL* Also mein G5 hat die billigsten PSU Lüfter die es nur gibt.
    Ausserdem zirpt das Netzteil nach 3 Maligen tasuchen und sogar Komplett Tasuch des G5 immer noch …
    Qualität … ist wohl Glückssache bei apple…
    Und support ? Welcher Support ? Den man vorort beim freundlichen Apple Händler bekommt nach dem man 300 € für Apple care bezahlt hat ?

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  •  joaschi sagte am 24. September 2009:

    Habe selbst Erfahrungen mit der oben genannten Firma. Der Macclone ist imo nicht annähernd vergleichbar mit einem echten mac (ich habe einen mini)

    - beim clone läuft ein bios ab

    - er ist recht laut

    - es gibt usb-Probleme, die ich vom echten mac nicht kenne

    - die Installation von DVD geht im Notfall nicht, man brauch von der Firma ein “Hackerprogramm” und muss einen USB-Stick mit einem Image von snow leopard bespielen

    - die Firma bietet keinen telefonischen Support, die Telefonnummer war niemals erreichbar, egal zu welcher Zeit, es kam immer nur ein Freizeichen, keiner hat abgenommen

    -Ruhezustand geht nicht, der Rechner fährt nach Ruhezustand immer neu hoch

    Alles wofür ich mir meinen Mac mini gekauft habe (leise, problemlos zu installieren, schön designt, wenig Probleme im Betrieb …usw) leistet der Clone nicht. Deshalb sage ich

    FINGER WEG

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  •  Stadtmensch sagte am 1. Oktober 2009:

    Ich kann z.T. verstehen, dass man verärgert reagiert, wenn jemand für Original-Hardware von Apple viel Geld auf den Tisch legt und dann eine Firma wie PearC eine Alternative aufzeigt. Aber wie schon gesagt: Auch Apple verbaut nur Standard-HW. Das optische Design eines PCs spielt für mich keine Rolle.

    Warum ich mir einen PearC bestellt habe? Nun, bei mir war’s das Programm Emagic Logic (jetzt Apple Logic). Ich habe über 10 Jahre jedes Update für dieses Programm bezahlt, angefangen vom Atari ST, später auf einem Intel-PC. Dann kaufte Apple die Fa. Emagic und der PC-Support wurde eingestellt; das Programm wurde nur noch für den Mac weiterentwickelt bzw. Bugfixes herausgegeben. Das Problem ist auch, dass es eine ausreichende Performance in Sachen Musik mit Einsteiger-/Mittelklasse-Macs nicht gibt. Die Top-Modelle sind leider für mich unerschwinglich.

    Ein weiteres Problem bestand darin, dass die letzte PC-Version von Emagic Logic extrem absturzfreudig ist. Da gibt es einen bekannten Bug, der sich immer dann bemerkbar macht, wenn mehr als 1 GB RAM im Rechner stecken. :(

    Somit hatte ich also mit folgender Situation zu tun: Apple kauft den Hersteller “meines” Musikprogrammes, lässt die PC-Anwender völlig im Regen stehen und das auch noch mit einem defekten Produkt. Rechtsansprüche auf ein funktionierendes Programm: keine. Das hat mir den Umstieg auf einen echten Apple nicht gerade schmackhaft gemacht.

    Und ehrlich: Was ist denn so schlimm daran, das MacOS für alle PCs verfügbar zu machen? Könnte mir vorstellen, dass man dem Windows-Markt ordentlich was abtrotzen kann. Denn ich würde niemals behaupten, dass Windows der Weisheit letzter Schluss ist.

    So long,
    Stadtmensch

    Antworten 
  •  Whitestorm sagte am 18. Oktober 2009:

    Also ich habe mir einen Pearc Professional mit NehalemI7 und der besten Graphikkarte von Nvidia (MSI Geforce N250GTS 1024MB) gekauft und ca. 1700€ insgesamt für den Pearc ausgegeben. Dies war der größte Fehler den ich je gemacht habe. Der Rechner läuft wie Mülltonne, da ich permanent probleme mit software wie CS3 & Final Cut habe. Die Grafikkarte tut es nicht mal richtig und Pearc ist ja telefonisch auch nicht zu erreichen, da es ja ein REINER Onlineshop ist. Hätte echt besser nen originalen Apple gekauft, dann hätte ich jetzt nicht diesen Salat. Diese Mac Simulationen sind anscheinend nicht wirklch ausgereift und ich kann auch nicht verstehen, warum die ganzen Testbericht so gut ausgefallen sind. Entweder sind da Bestechungsgelder geflossen, oder die haben den Testrechner wirklich mal anständig konfiguert. Jedenfalls kann man das von meinem Rechner nicht sagen. Eine bittere Entäuschung leider.

    Antworten 
  •  jens sagte am 20. Oktober 2009:

    Ich habe einen Advanced und mache damit Musik mit Logic pro. Ich hatte zuerst einen Imac Bj 2007, da waren aber die FireWire Chips inkompatibel mit meinem State-of-the-Art Fireface 400 von RME – das kann ja wohl nicht wahr sein!! Offensichtlich war das Problem bekannt, weswegen ein Apple Mitarbeiter mir inoffiziell vom Benutzen von FireWire Audio – Interfaces abriet. Nebenbei dauerte die Installation von Logic geschlagene 7 Std. mit dem Imac.
    Dann kam pearC, und alles läuft perfect. Vor allem aber ist er modular, d.h. ausbaubar. ALLES kann hinzugefügt werden außer Mainboard und Grafikkarte. Für mich als Musiker,der kein iLife und iSonstwas braucht sondern ein stabiles, zuverlässiges und schnelles Betriebssystem zum Musik produzieren der perfekte Rechner. Er sieht nicht aus wie ein mAc, aber er steht unterm Tisch und ist leise. Ich kann ihn auf ganzer linie emofehlen.Und den schnellen support von pearC kann ich auch empfehlen. Da sitzen Leute, die Ahnung haben und die Fragen verstehehn.
    Wenn ich mal viel viel Geld habe kaufe ich mir vielleicht einen Mac PRo, der muß dann aber auch auf dem Tisch stehen…

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  •  jens sagte am 20. Oktober 2009:

    Wenn ich das sol lese .. vielleicht habe ich nur Glück gehabt. Ich hatte mit Logic noch keinen Absturz, die Installation ging sauschnell und der Rechner läuft wie die Wutz. Momentan habe ich einen alten Röhrenmonitor dran. Eine Festplatte über USB, einen iLok über USB und ein FireWire Audiointerface, das alles in einem schwarzen LianLi Gehäuse.Ich hatte mir selbst einen MAC mit dem EfIX Modul gebaut, und da lief eigentlich gar nichts: Abstürze und Fehlermeldungen obwohl ich die Kompatibilitätsliste beachtet hatte. Und die traurige Geschichte mit Logic und PC kenne ich – ich bin genau deshalb 2005 auf MacBook gewechselt, das im übrigen auch sehr geil lief aber ein etwas kleines Display und zu wenig Anschlüsse hatte.

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  •  Moritz sagte am 14. November 2009:

    Wenn man die Kommentare hier so liest, kriegt man imo erst richtig Lust, sich einen PearC zu kaufen. Dieses ganze Gerede von wegen “Diebstahl” und “hässlicher Kasten” ist doch echt witzlos. Ich jedenfalls habe mir mein iBook damals nicht gekauft, weil es geil aussieht, sondern weil es ein geniales System hat, und ich mir keinen teueren Mac leisten konnte. Und jetzt, wo ich die Möglichkeit habe, mir für schlappe 700€ einen Rechner zu kaufen, der eine gute Hardware hat – die ich jederzeit zu einer genialen Hardware machen kann – werde ich diese Chance auch nutzen. Als Diebstahl des geistigen Eigentums sehe ich das in keiner Weise an: PearC hat Mac Box Set und Snow Leopard für jeden Rechner gekauft, wo ist also das Problem? Bei Windows funktioniert das seit eh und je so.

    Lustig übrigens auch, dass viele glauben, die Hardware eines iMac oder MacPro wäre etwas besonders. Das ist sie. NICHT. Wie schon im Fazit oben steht: auch Apple kocht nur mit Wasser, und oft sogar mit ziemlich billigem.

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  •  Nils sagte am 18. November 2009:

    Kann meinem Vorredner nur zustimmen.

    Anscheinend identifizieren sich eine Menge Apple-User/Käufer mit der Firma selbst und fassen ein alternatives System als persönliche Beleidigung auf. Habe das in einigen anderen Foren auch schon erlebt und war darüber leich amüsiert. :)

    Der PearC gibt mir genau das, was ich bei Apples-Rechnern immer vermisst habe: Mehr Hardwareflexibilität.

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  •  macthedrill sagte am 19. November 2009:

    Das Design von Apple, der Look and Feel der Hardware ist natürlich was schönes und wichtiges, dieses pflanzt sich nahtlos im Betriebsystem weiter fort. Es gibt genug User die der Mac-HW über Bootcamp Windows aufdrücken :-( wer es braucht.
    Mac HW und BS zusammen sind natürlich idealbedingung, aber das BS allein ist doch auch was tolles. ich bin über den Hackintosch zu Mac OSX gekommen und freu mich jeden Tag daran. Mittlerweile hab ich einen Minimac, zwei iMac, drei iPods ( 1shuffle 2xtouch ) in der Familie und freu mich daran das alles sogut und problemlos funzt.
    Den Minimac neu, die iMacs gebraucht gekauft… jetzt spekulier ich auf den Server. Natürlich ist die Serversoftware teuer, aber in Kombination mit einem Pearc, wäre dann auch die Leistung adäquat. Den mitgelieferten Minimac-Server kann man ja als TV-Tuner/HDReceiver nutzen :-)
    Auf jeden Fall bringe ich weniger Zeit damit zu irgendwelche Rechner zu warten oder zu reanimieren, und das ist sowohl der HW als auch dem BS zuzuschreiben
    gruss
    mc

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  •  Schalli sagte am 31. Dezember 2010:

    Ich bin selber ein großer Fan der Mac-Umgebung. Ich habe damals noch unter dem klassischen Mac OS 9.2.2 gearbeitet und war begeistert von der Stabilität. Eine Umrüstung auf Mac OS X war seinerzeit nicht mehr möglich, weil meine Hardware dazu nicht ausgelegt war. Also habe ich mir vor über einem Jahr aus Kostengründen einen PearC gekauft. Auf der einen Platte werkelt jetzt problemlos der Schneeleo und auf der anderen Windows 7.
    Zwar lässt sich die Apple-Systemsoftware nicht immer direkt updaten, dennoch arbeiten die Leute von PearC immer gleich an den passenden Treibern für ihre Modelle, sodass man in der Regel mit zwei Monaten Verzug auf dem aktuellen Stand des Systems ist.
    Ansonsten habe ich gute Erfahrungen mit meinem PearC gemacht. Die Emulationen Parallels und VMware laufen allerdings nicht. Aber dafür ist ja auch die Windows-Partition da ;-)

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