MACNOTES

Veröffentlicht am  18.05.09, 12:10 Uhr von  

Wolfram Alpha: Wissens-Suchmaschine auch für Mac sehr alpha

Als Google-Killer gehandelt, wirkt die am Samstag im Preview und nun “offiziell” als Alpha gestartete Such- bzw. Antwortmaschine Wolfram Alpha vor allem unfertig. Ob sie tatsächlich Google oder zumindest der Wikipedia Konkurrenz machen kann, wird auch in mac-bezogenen Fragen erst die Zukunft zeigen: aktuell ist die “Vision” des Mathematikers Stephan Wolfram insbesondere eines: eine Vision.

[singlepic id=3466 w=200 float=right] Wo der Weg hingehen soll, ist an der Alpha-Version der “systematischen Wissensmaschine” durchaus erkennbar: konkrete Anfragen nach beliebigem Datenmaterial soll “Wolfram” beantworten. Das funktioniert zum Beispiel mit “Apple” (was von Wolfram bereitwillig als Firma interpretiert wird), ist in Bezug auf andere Eingaben jedoch noch weitgehend uninteressant: die Regel ist, dass Wolfram nicht weiß, was mit der Anfrage gemeint sei.

Für Steve Jobs gibt es immerhin eine Timeline, die mit der Geburt anfängt. Spezifikationen von Rechnern abzufragen, ist bei Wolfram noch nicht vorgesehen, auch die iPhone-Verkäufe 2008 sind unbekannt. Die Datenbasis ist demnach noch alles andere als ausgebaut: selbst wenn man die Beispielfälle “WXGA, QXGA” (zum Vergleich der gemeinten Monitor-Auflösungen) auf der Retroschiene weiterdenkt und EGA, VGA vergleicht, ist Wolfram ratlos. Beim Vergleich “Macbook, Thinkpad” wird das Thinkpad immerhin als “kommerzielles Produkt” erkannt.
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Die Technik dahinter sollte bei einer “Alpha” das interessantere Feature sein, aber auch hier ist das Ergebnis noch nicht wirklich überzeugend: etwas egozentrisch wird zu “Wolfram” (wenig) Information zu Stephen Wolfram ausgegeben – die bekannte Timeline vom Entwickler des Projekts. Plus die Frage, ob man vielleicht das chemische Element gemeint hat.

Bleibt, dass die Idee hinter Wolfram durchaus interessant ist – ob man damit aber ernsthaft Google und Wikipedia Konkurrenz machen kann, ist fraglich. Immerhin: wer Wolfram auf dem Mac weiter verfolgen will, dem steht bereits ein Desktop-Widget für Mac OS X zur Verfügung.

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 12 Kommentar(e) bisher

  •  paxos sagte am 18. Mai 2009:

    Meine ersten Testläufe liefen besser, liegt vielleicht daran das du das Teil falsch benutzt.

    Meine Testläufe waren:

    “How big is the earth”
    “How old is Obama”

    Beides perfekt beantwortet! Super Teil.

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  •  Axel sagte am 18. Mai 2009:

    Es geht auch gar nicht darum Wikipedia oder gar Google Konkurrenz zu machen. Wolfram ist keine Suchmaschine in dem Sinne. Sie gibt mathematisch verwertbare Daten aus und das wird sie in Zukunft immer besser können. Wenn man weiß, wie man zu “fragen” hat, klappt es in der Tat recht gut.

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  •  rj sagte am 18. Mai 2009:

    Dass es um ne “Antwortmaschine” mit eher wissenschaftlich-mathematischem Hintergrund geht, ist mir schon auch klar, und wenns nicht rauskam, dass ich auf die zukuenftigen Entwicklungen gespannt bin: ich bin auf die zukuenftigen Entwicklungen gespannt :) .

    Das mit der “wenn man weiss, wie man zu fragen hat”-Geschichte irritiert mich eben. Ich gehe davon aus, dass es einfacher ist, bestimmte Keywords zu erkennen und nicht eine spezielle Fragesyntax, und wenn letzteres, dann bin ich sehr skeptisch, ob selbst ein wissenschaftlich vorgebildeter/interessierter User die Zeit und die Nerven hat, die “korrekte Syntax” zu suchen. Wer noch C64-Textadventures gespielt hat, wird wissen, was ich meine :)

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  •  at sagte am 18. Mai 2009:

    Take key… take big key… take big red key… take big red shiny key… – ah endlich, er hat den Schlüssel aufgehoben. *G*

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  •  Nick777 sagte am 18. Mai 2009:

    Also bin grad n bisschen am umprobieren. Das es noch nicht ausgereift ist, ist klar… aber denke das Projekt ist auf einem guten weg!
    Z.B. solche Fragen wie “how old is steve jobs” werden sofort und richtig beantwortet :)

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  •  Nick777 sagte am 18. Mai 2009:

    hehe sowas wie “how old are you” ist auch ganz nett :)

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  •  Nick777 sagte am 18. Mai 2009:

    WOOW… ich muss sagen, je nach dem was man fragt, bin ich richtig begeistert. Z.B. “what is macnotes.de” werden ziemlich gute Informationen ausgespuckt… nicht schlecht. Denke in manchen sachen übertrifft Wolfram jetzt schon Google und Wikipedia! Aber eben nur in manchen… außerdem ist es auf englisch!

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  •  at sagte am 18. Mai 2009:

    @Nick777: Ehm, das hat nichts mit deiner Frage zu tun. Also das “what is” kannst du dir schenken. Das gleiche gilt auch für die vorhergehenden Kommentatoren. Die Eingabe von “macnotes.de” liefert das gleiche Ergebnis. Im Gegenteil würden manche Fragewörter eher die Suche beeinflussen, wenn sie als wichtige Attribute missverstanden würden, z. B. weil sie in der Mathematik eine Rolle spielen.

    Der Suchmaschine zugrunde liegt ja die Syntax von Mathematica. Man kann zum Teil also Operationen mit Suchgegenständen ausführen. Ob das jetzt dazu führt, dass auch Laien sich die Syntax aneignen, bzw. die mathematische Logik von der breiten Masse erfahren werden wird. We’ll see.

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  •  jamiro sagte am 18. Mai 2009:

    Also ich finde das, was bis jetzt kommt schonmal ziemlich cool, mal sehen was da noch kommt. Wolfram Alpha ist meiner Meinung nach offensichtlich nicht als Gegensacher von Google gedacht, auch wenn das oft so dargestellt wird, höchstens in Teilbereichen. “what’s the meaning of life?” beantwortet er schonmal gut ;)

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  •  Julian sagte am 19. Mai 2009:

    Für mich stellt Wolfram eine Ergänzung zu der gewöhnlichen Suche dar. Eine Alternative kann es im aktuellen Stand der Entwicklung nicht sein, weil es mir nicht das Internet durchsucht, sondern versucht Wissensquellen übersichtlich darzustellen und zu filtern (was wichtig sein könnte und was nicht). Sollten die Entwickler daran etwas ändern, kann ich mir vorstellen Google bekommt eines Tages, Konkurrenz.
    Für meine Bedürfnisse und die allgemeine Tagesinformationen und ausführliche Ausgabe von wissenschaftlichen Themen ist diese Suche leider noch nicht geeignet.

    Beispiel: “Who is Barack Obama” was bekomme ich? Seinen vollen Namen, sein Geburtsort und Datum. Das war´s. Nicht einmal eine kurze Beschreibung. Es steht immerhin noch “head of state” neben seinem namen. Aber noch nicht einmal welcher Staat von Ihm regiert wird.
    Nehmen wir als krasses Gegenbeispiel eine andere Suchmaschine, so wird auf verschiedene Webseiten verlinkt, wie Wikipedia, oder seine eigene Webseite. Wir können also nicht “Äpfel mit Birnen vergleichen” Äpfel=Google/Live/… mit Birnen=Wolfram
    (kleine Scherzfrage, wer weiß aus was die Glühdrähte in Halogen “Birnen” bestehen…) ;)

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  •  at sagte am 19. Mai 2009:

    @Julian: Der Passus “who is” ist unnötig. Schaut euch doch mal bitte an, was die Suchmaschine zuerst ausspuckt.

    Da steht:

    Input interpretation:
    Barack Obama (head of state)

    D. h. die Suchmaschine hat lediglich diesen Begriff, nämlich Barack Obama benutzt. Die Eingabezeile der Suche funktioniert wie ein Taschenrechner. Ganz rechts ist ein Gleichheitszeichen. “Barack Obama” = X — X wird uns angezeigt. Was X ist, das liegt vor allem daran, welche Daten die Suchmaschine aggregiert.

    Wenn man als Such wort “population germany” eingibt. Dann interpretiert Wolfram das als eine Anweisung und ein Objekt. Ausgegeben werden entsprechend die Bevölkerungsdaten zu Deutschland. Möchte man das ins Verhältnis setzen zum Beispiel zur Bevölkerung von Frankreich, wie es auch in einem Beispiel dort heißt, gibt man “population france/germany” ein. Die “vergleichbaren” Daten werden dann ins Verhältnis gesetzt und u. U. auch grafisch aufbereitet ausgegeben.

    Diese Suche nach macnotes.de kann man z. B. auch einschränken, indem man schreibt “visitors macnotes.de”. Wolfram ergänz = X und spuckt entsprechend “nur” die Besucherzahlen aus, und eben nicht die komplette Statistik samt Sitemap.

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  •  AJ sagte am 19. Mai 2009:

    Also auf die Frage
    the answer for life the universe and everything gibt das Teil sehr korrekt 42 aus :)

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        1. Test: Wolfram Alpha | Gongmeditation.de am 19. Mai 2009
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