News & Rumors: 26. Mai 2009,

EU fordert einheitliche Lizenzbestimmungen für Musik-Downloads

iTunesWenn es nach den Wettbewerbs-Beauftragten der EU geht, könnten Apple und andere künftig europaweit digitale Musik verkaufen, unabhängig von länderspezifischen Stores. Der Wunsch der EU-Regulierungsbeauftragten: Die Musikindustrie soll auf schnellstem Wege die Lizenzbedingungen ändern, die z. B. iTunes derzeit davon abhalten, in allen europäischen Ländern den gleichen Musikkatalog anzubieten.

Musikrechte werden im Moment in jedem Land separat abgerechnet, und so muss für jedes Land einzeln die Lizenzlage mit den Verwertungsgesellschaften geklärt werden, Preise und Bestimmungen für Musikdownloads sind uneinheitlich.

Erste Gespräche soll es bereits gegeben haben, so sollen die französische Verwertungsgesellschaft SACEM und das Label EMI bereits signalisiert haben, ihr Angebot europaweit zu vertreiben. In Deutschland kümmert sich die GEMA um die Lizenzgebühren.

Bereits im Juli letzten Jahres hat die europäische Kommission den Verwertungsgesellschaften mitgeteilt, dass Verträge, in denen die Künstler nur von einer lokalen Agentur Bezahlungen erhalten dürfen, beendet werden sollen. Insgesamt 24 europäische Verwertungsgesellschaften sollen gegen das EU-Kartellrecht verstoßen, bisher wurden allerdings noch keine Strafen dafür verhängt.

Ob und in welcher Form Labels und vor allem GEMA & Co. sich den neuen Regularien der EU anpassen, wird ab sofort regelmäßig geprüft.

Die Gewinner dieser Bestimmung: Ganz klar die Musik-Freunde, für die es in so manchen Fällen wohl einfacher wird, Musik aus anderen Ländern zu bekommen. Zu einheitlichen Preisen, europaweit.



EU fordert einheitliche Lizenzbestimmungen für Musik-Downloads
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Zuletzt kommentiert



 4 Kommentar(e) bisher

  •  robs (26. Mai 2009)

    Tja, das wäre auch für Filme interessant. Dann würde es vielleicht auch in absehbarer Zeit Filme in Österreich über iTunes zum Download geben.

  •  Chilloutman (26. Mai 2009)

    Omg, die EU macht wieder mal was Sinnvolles!

  •  Dio (26. Mai 2009)

    Das wäre eine wirklich sinnvolle Regelung. In Österreich gibt es erst seit einigen Monaten Musikvideos – davor gab es nur Musik. Auf Fernsehserien oder gar Filme müssen wir wahrscheinlich noch Jahre warten. Auch bei der Musik und den Musikvideos fehlen in unserem Katalog einige Titel, die im deutschen Katalog enthalten sind (z.B. das „Intergalactic“-Musikvideo von den Beastie Boys).

    Für Apple ist das natürlich auch schade, da ihnen dadurch Einnahmen entgehen – nicht nur durch Film- und Fernsehserien-Downloads, sondern auch z.B. Apple-TV-Verkäufe. Warum sollte sich jemand in Österreich ein Apple TV kaufen, wenn es dafür keine Inhalte gibt?

  •  Franzo (26. Mai 2009)

    Hey! Das macht sinn!


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