MACNOTES

Veröffentlicht am  29.05.09, 12:26 Uhr von  

Cracked iPhone Applications III: Freiheit ist, wenn es trotzdem kracht

CrackulousWenn 80% der Anwender einer App nicht für selbige bezahlt haben, ist der Ärger der Entwickler nachvollziehbar, insbesondere, wenn die Appstore-Preise ohnehin niedrig genug sind. Welchen Ausweg gibt es, neben dem Ertragen der Situation? Im dritten Teil unserer Serie zu gecrackten Apps stellt Entwickler Andreas Heck nochmals seine Sicht der Dinge dar: man kann seinem Ärger Luft machen, man kann als Entwickler das Beste aus der Situation machen, aber auch Apple hätte die eine oder andere Möglichkeit, iPhone-Appcoder zu unterstützen.

“Meinem geschickt argumentierenden Vorredner den Wind aus den Segeln nehmend gestehe ich freimütig: Ja, es gab schon immer Raubkopien und es wird sie immer geben. Eine Raubkopie ist eine Raubkopie ist eine Raubkopie. Dagegen hilft keine einzige Maßnahme.

Der Diebstahl geistigen Eigentums ist so alt wie die kreative Idee als solche, ich denke gerade an eine zwielichtige Gestalt in Sandalen und roter Tunika, die am Forum Romanum dem armen Seneca über die Schultern glotzt und krampfhaft bemüht ist, sich zu merken, was dieser gerade an Klugem zu Tontafel bringt, um es später als eigene Leistung zu veröffentlichen. Und ich denke mit Ingrimm an das rotzlöffelige Spiele-Kiddy, das anständig die 70 Cent für die Brezel auf den Tresen der braven Bäckersfrau legt, um sich anschließend zuhause von einem Filesharing-Server das neueste iPhone Game für lau zu “besorgen”.

Weiter auf die Restriktionshupe zu drücken macht – da bin ich ganz bei meinem Vorredner – keinerlei Sinn. Die aktuellen Restriktionen seitens Apple sind schon dumm genug und treffen zudem meist ohnehin nur diejenigen, die durch die Restriktionen geschützt werden sollten: die Entwickler. Es ist schlechtes Karma, dass Apple sich von Anfang an darauf versteift hat, einen Jailbreak des iPhones zu bekämpfen. Zugegeben, 100% aller raubkopierten Applikationen laufen, technisch bedingt, ausschließlich auf “gejailbreakten” iPhones. Im Umkehrschluss aber anzunehmen, man würde das Thema totschlagen, wenn man nur endlich den Jailbreak verhindern könnte, ist schlechtweg falsch. Der Nutzer illegaler Kopien sieht seinen Urheberrechtsverstoß ohnehin immer als Kavaliersdelikt an, um nachts ruhig und zufrieden schlafen zu können. Es ist ihm egal, wie er in den Genuss nicht-bezahlter Waren kommt, irgendwer wird immer einen Weg finden. Außerdem ist ein Nutzer eines Jailbreaks nicht gleichzusetzen mit einem Nutzer von Raubkopien.

[singlepic id=3546 w=200 float=left] Also was tun oder besser: Was von Apple fordern als betrogener Entwickler? Völlig unstrittig: es ist sinnlos, die Plattform weiter technisch zu beschränken. Zum einen werden wichtige Ressourcen verplempert, zum anderen wird es nie einen Schutz geben, der von Dauer wäre. Außerdem ist aus anderen Branchen wie der Musikindustrie bekannt, dass die Abwesenheit von Raubkopien nicht mit mehr Umsätzen einhergeht. Diese “Dolchstoßlegende” wird u.a. von der Filmindustrie bei der Kinovorführung in kruden Werbespots vermittelt, man sitzt ihr aber auch dann leicht auf, wenn man im Schock feststellt, dass die eigene Arbeitsleitung gestohlen wurde und massenhaft weiter verteilt wird. (Mein Puls ist inzwischen im normalen Bereich, ich sehe wieder klar.)

Diskutiert man – oder vorsichtig formuliert: versucht man, mit Zeitgenossen in Foren zum Thema zu diskutieren, bekommt man von bekennenden Nutzern von Raubkopien am iPhone immer Folgendes zu hören: “Es gibt zu wenig Lite-Versionen … Demo-Versionen gibt es gar nicht… ich will das erst mal testen… ich teste es per Crack… wenn es mir gefällt, kaufe ich es auch.” Zum einen ist das eine dreiste Lüge, was sich auch an den in Teil 1 erwähnten conversion rates von iCombat und anderen zeigt, die schlicht gegen 0 gehen. Zum anderen ist das zudem eine asoziale Einstellung. Wenn ich im Supermarkt einen Apfel “haben” möchte, beisse ich auch nicht herzhaft hinein und teste es erst einmal, ob er meinen Geschmack trifft: “Ach nö, der ist mir zu sauer, ich versuche den nächsten, den schön roten!” Aber daheim am Rechner, versehen mit Nickname und Proxy-Server, sieht mich ja keiner beim Reinbeißen.

Welcher Ausweg böte sich, außer dem ermatteten Ertragen der Situation? Wie geht man in Bereichen anderer krimineller Delikte damit um? Beim Thema Drogen beispielsweise macht es keinen Sinn, jeden einzelnen kleinen Joint-Konsumenten rechtlich zu verfolgen, solange “die im Hintergrund” weiter rege Kundenbindung betreiben. Analog könnte Apple zwar (zeitweise) durch neue Sicherheitsmechanismen die Crack-Konsumenten an weiterem Konsum hindern, aber langfristig bleibt das Problem unangetastet. Also muss man an die Quelle heran, die Ursache quasi an der Wurzel bekämpfen. Nun aber diejenigen juristisch zu jagen, die den Kopierschutz aushebeln und die Raubkopie erzeugen, ist ziemlich sinnfrei.

[singlepic id=3543 w=200 float=right] Im Falle unserer App “Supertrumpf” müsste man einen mir nicht bekannten (hat der ein Glück!) Vietnamesen mit dem sarkastischen, aber treffenden Nickname “kidsmoney” verfolgen. Aber beinahe alle Angebote im Internet, zumal die bekannten “Großen” mit direkt gehackten .ipa Dateien oder Links zu solchen, liegen auf US-Webservern. Per Whois kann jeder nachsehen, wem denn die Domain gehört, auf der Raubkopien verteilt werden und welche Firma die Domain hostet. Weshalb kann also Apple nicht endlich die unsinnige Idee aufgeben, den Jailbreak zu verhindern, und die frei gewordenen Ressourcen nutzen, um genau an dieser Stelle ansetzen? Ich bin alles andere als ein Spezialist des trans-atlantischen Rechtssystems, aber ich würde annehmen, dass sowohl in den USA ein Urheberrecht besteht, als auch davon ausgegangen werden kann, dass Apple als US-Unternehmen juristisch gegen Betreiber in den USA vorgehen könnte, und sei es nur in Form der Erwirkung einer Sperrung der Domain durch den Hoster.

Auch wenn Freiheit eines unserer höchsten Güter darstellt, um den Bogen zum vorherigen Teil zu vollenden, sähe ich die Freiheit all der Crack-Portale-Betreiber sehr gerne eingeschränkt, genauso wie ein jeder Normalbürger sich wünscht, dass Dieben von der Justiz das Handwerk gelegt wird. Wenn es um “Freiheit” geht, schätze ich doch die deutsche Interpretation des Themas: Ich habe nur soweit Rechte, wie sie nicht die Rechte eines Anderen einschränken.

Und Apple schweigt weiter zum Thema …”

Die Stellungnahme des App-Entwicklers Andreas Heck ist der letzte Teil einer dreiteiligen Serie zum Thema, in der wir anläßlich der im ersten Teil thematisierten Forderung, Apple solle sich der Appstorepiraterie annehmen, diesen und einen weiteren kontroversen Standpunkt zum Thema vorstellten. An der Stelle nochmals ein Dank an Andreas Heck für die klaren Worte und natürlich beste Wünsche für die Verkaufszahlen seiner Apps.

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 27 Kommentar(e) bisher

  •  Melvin sagte am 29. Mai 2009:

    “Wenn ich im Supermarkt einen Apfel “haben” möchte, beisse ich auch nicht herzhaft hinein und teste es erst einmal, ob er meinen Geschmack trifft: “Ach nö, der ist mir zu sauer, ich versuche den nächsten, den schön roten!” Aber daheim am Rechner, versehen mit Nickname und Proxy-Server, sieht mich ja keiner beim Reinbeißen.”

    Boah, wenn ich so etwas lese bekomme ich immer das Kotzen.
    Erst schreibst du von RAUBkopien. RAUBkopien existieren nicht wenn man etwas kopiert.
    “Unter Raub wird allgemein die gewaltsame Wegnahme fremder Sachen verstanden.”
    Bei einer Kopie digitaler Daten wendet niemand Gewalt an.
    Und einen Apfel den ich im Supermarkt einfach esse verursacht einen realen Verlust für den Supermarkt. Der Apfel ist nicht mehr vorhanden. Wenn jemand eine App kopiert, ist diese weiterhin vorhanden.

    Und dein Wunsch nach mehr Überwachung des Internets ist für mich wirklich ein NO-GO Thema!

    “Auch wenn Freiheit eines unserer höchsten Güter darstellt, um den Bogen zum vorherigen Teil zu vollenden, sähe ich die Freiheit all der Crack-Portale-Betreiber sehr gerne eingeschränkt, genauso wie ein jeder Normalbürger sich wünscht, dass Dieben von der Justiz das Handwerk gelegt wird. Wenn es um “Freiheit” geht, schätze ich doch die deutsche Interpretation des Themas: Ich habe nur soweit Rechte, wie sie nicht die Rechte eines Anderen einschränken.”

    Den Einbruch in eine Wohnung mit der illegalen Verbreitung von Software gleichzusetzen ist ein Unding!

    Vielleicht sollte ich lieber eine andere Seiten lesen wenn ein Chefredakteur so einen Dünnschiss von sich gibt!

    Antworten 
  •  Melvin sagte am 29. Mai 2009:

    Und bevor ich jetzt als böser Raubkopierer abgestempelt werden…..
    http://bit.ly/asqEM

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  •  cs sagte am 29. Mai 2009:

    Hat denn irgendein Entwickler wirklich erwartet, dass das iPhone vor Kopien sicher ist? Wenn ja, ist das sehr naiv. Ich besitze schon sehr lange Computer (Vc-20, C-64,…) und egal welches System, es gab immer Kopien. Auch das iPhone wird da durch müssen.

    Mir scheint, als ob viele Entwickler durch den iTunes Store das erste mal Software wirklich verkaufen und erst jetzt realisieren, dass es ein Problem ist.

    Die gesamte Artikelserie hier, scheint mir nur ein Frustbewältigungsmedium eines enttäuschten Entwicklers zu sein. Ich kann es verstehen, doch kann man das auch einer Wand erzählen. Denn Geitz ist g…., das wird dem Bürger ja eingeschärft. Leider sehen das viele auch für Software in einem Preissegment, das teilweise unterhalb eines Burgers liegt. Schade!

    Antworten 
  •  z3r0 sagte am 29. Mai 2009:

    @ Melvin

    Schreib du mal eine Software oder ähnliches, biete sie zum Kauf an und sieh dann zu wie sich von 10000 Leuten 8000 eine nicht bezahlte Kopie verschaffen. ;-)

    Klar gab es das schon immer, gibt ja auch genug sau teure Software, aber im Preissegment von unter einem Euro kann ich das einfach nicht verstehen.

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  •  rj sagte am 29. Mai 2009:

    Naja, Melvin, ich dachte noch, “hab ich jetzt nicht ein wenig zu oft dazugeschrieben, dass hier zwei kontroverse Kommentare, naemlich meiner von gestern und der eines Entwicklers heute stehen?”, aber offenbar wars noetig, wenn jemand wie du immer noch das *Entwicklerstatement* mit dem von mir verwechseln.
    Wem im Zorn solche Patzer unterlaufen, sollte meiner Ansicht nach nicht so laut Scheisse bruellen, wenn andere Leute im Zorn einen ihnen nicht genehmen Sprachgebrauch an den Tag legen. Ich kann den Terminus “Raubkopie” und den Vergleich mit dem physischen Gut auch nicht mehr hoeren, aber das muss man in Kauf nehmen, wenn man sich mit anderer Leute Ansichten auseinandersetzen will, und anderer Leute Ansichten gibts eben nun mal im Internetz, ich schaetze, auch das muss man ertragen lernen.
    Fuer meinen Teil mag ich Kontroversen sehr gerne, deswegen haben wir die Geschichte hier gemacht. Ebenso, wie Entwickler lernen muessen damit umzugehen, dass irgendwelche Kiddies nicht mal die 79 Cent fuer ihre Lieblingsapp ueberhaben, aber das iPhone kann man sich leisten, muessen andere wohl auch damit umgehen lernen, dass immer noch der Vergleich Kopie/Raub gezogen wird etc. – da schenken sich auch x Jahre nach dem c64 beide Seiten nicht viel. Ich denk, so wirds auch bleiben, aber we will cee.

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  •  pums sagte am 29. Mai 2009:

    ahh.. als die 2.0 version kamm, und der jailbraick, habe ich zum glück mein ipod gejailbraicked und gecrackte versionen angespielt – resultat ist dass ich heute einen gejailbraickted ipod habe mit bezahlte software die über 100 euro wert ist. Ich sage echt zum glück ich habe zuerst illegale versionen raufgespielt, da zum den zeitpunkt waren echt fiese und schlechte sachen dabei, und ich wäre richtig entäuscht für nix nutzliches geld ausgegeben. Ich glaube nicht dass ich dann was noch suchen und kaufen wollte…

    Aber es tut echt weh, wenn ein durchschnittsverdiener klaut software die 0,79 cent kostet. Nicht zu begreifen… aber manche ipa crack seiten haben eben gute filterung dabei – da findet mein kein mühl, gecrackt werden nur gut sachen :)

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  •  jamiro sagte am 29. Mai 2009:

    Es ist doch wie bei der Musik. Nur weil 8000 Dateien runtergeladen wurden, heißt das nicht, dass diese auch gekauft worden wären wenn es nicht möglich wäre sie zu cracken. Ich würde wie mein Vorredner jetzt mal sogar implizieren dass sich der Verkauf durch das vorher ausprobieren sogar wieder steigert, bzw wieder ausgleicht. Und nur weil man einen Server vom Netz nimmt, hält das noch lange keinen ab die Dateien zu verbreiten, das sollte man inzwischen auch gemerkt haben.

    Antworten 
  •  Johann sagte am 29. Mai 2009:

    @Melvin: Nix für ungut, aber lass doch mal bitte die Beleidigungen sein. Das verdirbt die (bisher grösstenteils gute) Atmosphäre auf macnotes.
    Kommentare wie deine verhindern, dass es mal echten Meinungsaustausch und echte Kontroversen gibt, weil sich bei schlechter Streitkultur halt einfach alle nur in ihre Nischen verziehen.
    Nur um’s klarzustellen: Du kannst gerne anderer Meinung sein, das finde ich ja gerade gut. Aber lass die Beleididungen (“Dünschiss” “Depp”) sein, bitte.

    Antworten 
  •  Kunstguerilla sagte am 29. Mai 2009:

    Lieber Melvin, mir sprachliche Ungenauigkeit vorzuhalten und gleichzeitig eine Schreibe an den Tag zu legen, die einen Siebtklässler vermuten lässt, wirft die Frage auf, wer hier der “Depp” ist.
    Vorneweg: Ich wurde vom Chefredakteur Richard Joos eingeladen, meine Sicht der Dinge darzustellen, rein subjektiv. Das habe ich getan. Wenn Du das anders siehst, schön, dann lass uns diskutieren. Mir aber in den Mund zu legen, ich würde die Überwachung des Internets fordern – wer lesen kann, ist klar im Vorteil – und dann selbst nicht mit anderen Meinungen umgehen können und in der Anonymität des Netzes sich über andere auslassen … ich weiß ja nicht :-) Ich habe die Möglichkeit dargestellt, Websites zu sperren, die Illegales zur Verfügung stellen. Andere Sites bieten Kinderpornos an, Sniffer Filme und was der gleichen mehr an widerwärtigstem “Zeuchs”. Dagegen sind zwar Hacking-Seiten harmlos, aber rein juristisch betrachtet ist es das selbe: Ein Angebot illegaler Inhalte.
    Ja, Du hast Recht, “Raubkopie” ist ein dummer, ungenauer Betriff, aber eingebürgert. Wenn nun ausgerechnet aus Deiner Ecke der Ruf nach PC käme, müsste ich mich schon wundern. Lese doch einmal in der Wikipedia nach, was Du zu denen Themen “Urheberrecht” etc. so findest, bei Dir klingt das alles so nach dem typischen “Kavaliersdelikt”, das BTW mich schon immer angekotzt hat (weit vor meiner Tätigkeit als Entwickler). Schreib’ doch mal ein Buch z. B. und stelle dann fest, dass es PDF tausendfach im Netz kursiert, vielleicht findest Du das Thema dann nicht mehr so “ach, alles halb so schlimm”?
    Und vielleicht ist Dir zudem bekannt, dass “Subjektivität” immer eine persönliche Sicht impliziert, die auch gerne Dinge überspitzt darstellt und so habe ich mir einfach erlaubt, so von wegen “Freiheit” und “gegen Zensur”, die Verwendung “gecrackter” iPhone Applicationen mit dem gemeinen Diebstahl gleichzusetzen. Bei letzterem dringt ein Dieb gewaltsam in ein Gebäude ein und raubt dem Eigentümer einen Wert. Beim “Schwarzkopieren”, wenn Dir das besser gefällt, dringt ein Cracker gewaltsam in ein Stück Technik ein und raubt es dem Urheber. So unterschiedlich ist das nicht, wenn man den reinen Tatbestand sieht. Dass ich ebenso wenig wie Du der Ansicht bin, die Umgehung eines Kopierschutzes und Weitergabe gecrackten Materials würde Umsatzverluste bedeuten, habe ich auch oben klar gemacht.

    @cs: Du, da kann ich mithalten, komme inzwischen auf insgesamt 30 Jahre am Computer, angefangen mit dem ZX-80 von Sinclair … doch zu Deinem Punkt: Nein, meine Zeilen sind nicht als “Frustbewältigung” gedacht, sondern stellen lediglich meine Meinung dar. Die kundzutun wurde ich eingeladen. Du kannst sie teilen oder eben nicht, mich nervt nur immer diese Pathologisierung, wenn an gleicher Stelle das Internet-typische “anything goes, anything can” bejubelt wird. Hättest Du meine Zeilen aufmerksam gelesen, hättest Du feststellen können, dass ich nichts anderes sage als Du: “Ja, es gab schon immer Raubkopien und es wird sie immer geben. Eine Raubkopie ist eine Raubkopie ist eine Raubkopie. Dagegen hilft keine einzige Maßnahme.” (Zitat) Das Internet ist bunt, da findest Du nicht nur Meinungen, die Du teilen kannst und die Dich interessieren. Für Dich uninteressante Meinungsäußerungen zu ignorieren, steht Dir frei, Dir selbst Langeweile zu verschaffen, wenn Du sie dennoch liest, dazu zwingt Dich niemand.

    Antworten 
  •  Melvin sagte am 29. Mai 2009:

    @Kunstguerilla
    Ich kann damit leben “eine Schreibe an den Tag zu legen, die einen Siebtklässler vermuten lässt”.
    Anscheinend werde ich trotzdem ernst genommen man antwortet mir. ^^

    “in der Anonymität des Netzes sich über andere auslassen”
    Ich bin hier mit einer Email Adresse registriert, deren Domain auf meinen Namen läuft. Meine IP wird sicherlich auch geloggt.
    Von daher bin ich hier nicht wirklich anonym unterwegs.

    Im Moment befasse ich mich mit einem Freund mit der iPhone Programmierung. Spätestens im Herbst sollte das erste App fertig sein. Mich interessiert das Problem mit den illegalen Kopien allerdings nicht wirklich.
    Das App ist ein Nischenprodukt welches es in dieser Art noch nicht gibt. Die Zielgruppe kauft Apps und kopiert nicht.
    Von daher blicke ich recht gelassen in die Zukunft.

    Antworten 
  •  Kunstguerilla sagte am 29. Mai 2009:

    Hallo Melvin, das klingt doch schon ganz anders, so lässt es sich unterhalten, freut mich :-)
    Für Eure App wünsche ich Euch viel Glück. Und Du hast Recht, da wird kaum Gefahr bestehen, dass sie als illegale Kopie kursiert. Nach meiner “Analyse” werden fast ausschließlich Crack-Versionen von Games angeboten, was nicht verwunderlich ist.

    Antworten 
  •  Henrik sagte am 29. Mai 2009:

    Der Fall geht nicht ins Bodenlose!

    Die Wut die sich hier anstaut bei jenen, die sehen wie ihr Produkt vervielfältigt wird und jenen die sich über unpassende Vergleiche mit Opst aufregen müssen ist für mich auf beiden Seiten durchaus verständlich.

    Doch möchte ich aber darauf hinweisen, das die Problematik durchaus nicht ins Bodenlose fällt. Die hier ebenfalls zitierte Musik- und Filmbranche hat sich schließlich auch an einem Punkt eingependelt, auf den es sich einzustellen gab. Hätte man ihren Prognosen geglaubt gäbe schon seid 3 Jahren keine Plattenfirmen mehr. Doch man hat sich mit dem Thema aus einer anderen Sicht auseinandergesetzt und wenn man dies einmal hierher projeziert würde meine Devise lauten: “Reife Früchte ernten statt sich über faule zu ärgern.”
    Was ich sagen will ist, das es sich zum jetzigen Zeitpunkt an dem niemand bereit ist kompromisse einzugehen sicherlich am meisten auszahlt diejenigen zu belohnen, die Zahlen, als die zu bestrafen, die kopieren.

    Viele Apps stecken zum Release noch in den Kinderschuhen. Zur Zeit scheint es doch sehr, das nur regelmäßige Updates eine App zum Erfolg führen. Updates, die nur ein Käufer bekommen sollte, oder zumindest deutlich als erster, der den Artikel nachweislich im Appstore erhalten hat sollte doch machbar sein.

    Zudem wächst der Anwendermarkt stark weiter! Lasst doch statt schnellen Geldes ein gutes Image positiv auf euch wirken… in jeder Hinsicht. Als Kunde und als Anbieter.

    P.S.: Die Vergangenheit hat oft gezeigt, dass je verkrampfter man versucht hat, sich vor Kopien zu schützen die Kunden desto mehr das Mitbewerberprodukt suchten, da es ihnen schlicht auf die Nerven ging Probleme zu bekommen obwohl sie gezahlt haben.

    Antworten 
  •  Henrik sagte am 29. Mai 2009:

    urgs… nebenbei: Eine Edit Funktion gibts mittlerweile oft auch für Gäste. Wäre nicht schlecht, dann hätte ich noch den ein oder anderen Fehler ändern können *g* Obst war natürlich gemeint…

    Antworten 
  •  Kunstguerilla sagte am 29. Mai 2009:

    Hallo Hendrik!
    Du nennst die einzige sinnvolle Reaktion, die man als betroffener Hersteller auf “der nimmt mir was weg!” haben sollte: Gelassenheit. (Zugegeben, wenn man nach 6 Wochen harter Arbeit mit ansehen muss, dass die Früchte dieser Arbeit bereits nach 3 Tagen frei verfügbar im Internet kursieren, ist die erste Reaktion eine andere.)
    Da ohnehin nichts hilft, kann man sich gegen das Phänomen nur “wehren”, indem man Angebote macht: App zur Lite Version reduzieren, wenn der Crack entdeckt wurde; allen braven Käufern regelmäßig Updates und guten Support bieten. (Übrigens, das wäre auch mal ein Thema: Die Supportanfragen sind prozentual zu den Abverkäufen geringst. Ich würde mir als Anbieter wünschen, dass Kunden mehr meckern, fordern, wünschen, weil mir das ermöglichen würde, die Applikationen den Kundenwünschen entsprechend zu verbessern.) Grüße.

    Antworten 
  •  Razon sagte am 29. Mai 2009:

    Also der Apfelvergleich und alle anderen paralellen Vergleiche sind total daneben.

    Aber ich finde den Ärger gerechtfertigt. Ich würde auch protestieren, wenn ich für meine Arbeit nicht entlohnt würde.

    Antworten 
  •  Kali sagte am 30. Mai 2009:

    Guten Morgen.
    Das Thema “cracked Apps” macht sich (natürlich) auch in den Entwickler-Foren breit. Von Apple ist da nur sehr wenig Abhilfe zu erwarten, das russische RipDev Team bietet aber seit ein paar Monaten einen Schutz: Kali Anti-Piracy http://ripdev.com/kaliap

    Also es besteht eine wirksame Möglichkeit die Apps vor Piraterie zu schützen. Ob man diesen (kostenpflichtigen) Schutz in Anspruch nimmt oder lieber an Umsätzen permanent Einbußen macht, soll jeder selbst entscheiden.
    MfG

    Antworten 
  •  Melvin sagte am 30. Mai 2009:

    Die RipDev Preise sehen eigentlich fair aus.
    Bei 2500 verkauften Einheiten macht es 170$ (inkl. setup fee) bei 1732$ Einnahmen
    Man hat also 200 Stück (0.99$ App) für den Kopierschutz, sofern er funktioniert, verkauft.
    Hört sich nach einer guten Lösung an, solange der Kopierschutz auch wirklich wirksam ist.

    Die Frage ist nur ob man wirklich 200 Einheiten mehr verkauft nur weil man ein App nicht mehr kopieren kann.
    Bei Peggle (love it) würde es mit Sicherheit funktionieren. Wobei das Spiel sich auch so verkaufen wird, nehme ich an. Casual Games funktionieren schließlich auch im Handel (The Sims, anyone?).
    Bei einem generischen 0815 App wird man mit Sicherheit kein App zusätzlich verkaufen.

    Ich denke die App Sales würden steigen wenn man im App Store etwas findet.
    Es gibt keine richtigen Unterkategorien bei Spielen (Shooter, Strategie, Tower Defense (kann ruhig extra sein), Puzzle, ……) und die anderen Kategorien erschliessen sich mir zum Teil nicht wenn ich mir die Apps darin ansehe.

    Antworten 
  •  Kunstguerilla sagte am 30. Mai 2009:

    Guten Morgen! Weshalb stört Ihr Euch an dem Apfel-Vergleich (mit dem Apfel begann die Sünde! :-D)? Der steht lediglich im Kontext zu dem Pseudo-Argument vieler Nutzer illegaler Kopien “ich will erst mal testen” und sollte kein Vergleich sein “illegale Kopien nutzen ist wie Apfelstehlen”. Andererseits ist eine iPhone App ebenso eine Ware wie ein Apfel, wenn auch eine immaterielle. Und während man Apps im App Store kauft, kauft man Obst im Supermarkt. Aber in Ordnung, Vergleiche hinken gerne einmal, da ist keiner gegen gefeit :-)

    Antworten 
  •  Johann sagte am 30. Mai 2009:

    @Kunstguerilla
    Ich denke was die meisten an dem Vergleich stört, ist folgendes: Der geklaute (oder angebissene) Apfel ist ein echter, materieller Schaden für den Supermarkt. Wer hingegen digitale Waren crackt und kopiert führt den Herstellern/Verkäufern dieser Waren zunächst einmal keinen direkten Schaden zu, weil digitales eben ohne jeglichen Wertverlust kopiert werden kann.
    Der Schaden für Hersteller/Verkäufer digitaler Waren entsteht erst dann, wenn man eben kopiert anstatt regulär zu kaufen. Daran hängt die ganze Diskussion im Moment. Einige (wie Richard) meinen, es gibt Nutzergruppen die nie und nimmer für etwas bezahlen würden. Wenn es wirklich so ist, dann fügen die dir als Entwickler auch keinen Schaden zu. Weil, wenn sie nicht kopieren könnten, würden sie auch nicht kaufen.
    Angesichts der Zahlen bin ich dem Argument eher skeptisch gegenüber eingestellt. Ich bezweifle, dass diese vielen Leute, die gecrackte Programme nutzen, wirklich niemals einen Cent gezahlt hätten, wenn es das Programm nur zu kaufen gegeben hätte.
    Ausserdem kann man sich auch einfach auf den Standpunkt stellen, dass Crack-Nutzer nun mal eine Leistung in Anspruch nehmen (nämlich das iPhone Game), ohne dafür einen Gegenwert erbracht zu haben, und dies nun mal gegen unsere gesellschaftlichen Regeln geht.

    Unabhängig von der komplizierten ökonomischen Perspektive, ist es nämlich noch eine moralische Frage, eine Art Freerider-Problem. Ähnlich wie Schwarzfahren.
    Ich jedenfalls find’s irgendwie assig, von den Mühen eines anderen in dem Ausmass zu profitieren, ohne eine Gegenleistung zu erbringen. Das ist jetzt aber wieder mal subjektiv. ;-)

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  •  kri sagte am 30. Mai 2009:

    Wenn man schon Kopf zerbricht, dass die Applikation vielleicht sich besser verkaufen würde, wenn ein Sicherheitsmechanismus da wäre, dann ist schon ein Anzeichen dass die Applikation auch mit grossen Schild sich nicht verkaufen wird.
    Welcome to freie Welt, und sieht die gecrackte Apps als eine Werbung. Vieleicht wird der Kiddo über die app schwärmen und eine gute Mundpropoganda machen. Und haben sie in Betracht gezogen dass jetzige ihre verkaufe nur so gut, weil es Cracked Apps gibt????
    Und seien sie nicht so geizig, mann kann von ein Kind mit am der mit Weihnachten Geschenken ipod und Monatsbudget von 10€ nicht erwarten dass er was Kauft. Da ist ihre Preisgestaltung vieleicht schlecht, dass es zu Kriminalisierung führt.
    Diese immer vorhandene Gewinnmaximierung auf Kosten der Rechte von Legalen Benutzer nervt mich. Und wie schon alle wissen, es FÜHRT ZU NIRGENDWO!! Die Potenziellen Kunden werden bestraft dass die Software kaufen, und die es Klauen haben eh immer Glück

    Antworten 
  •  Kunstguerilla sagte am 30. Mai 2009:

    @Johann: Ich kann Dir rundum beipflichten, wir sehen das wohl recht ähnlich. Ein materieller Schaden entsteht nicht, das habe ich geschrieben, bzw. der Schaden ist rein theoretischer Natur. Gut, bemühen wir die Utopie: Gäbe es keinerlei illegaler Kopien, würde sich ein Mehr an Umsatz ergeben. Aber das ist müßig, darüber müssen wir nicht sprechen.
    Deshalb halte ich es wie Du für ein *moralisches* Problem (und ich spreche da jetzt nicht als betroffener Entwickler, sondern allgemein). Wenn sich diese Geisteshaltung “Ich nehme eine Leistung in Anspruch ohne Gegenleistung” in anderen Bereichen, noch dazu gepaart mit der Ökonomie-belastenden “Geiz ist geil”-Mentalität – was ein Scheiß! – durchsetzen würde, wo kämen wir da hin?! Das ist eine Mentalität, die ich ganz offen gestanden für dreist, assig und kurzsichtig halte. (Und über die Kurzsichtigkeit haben wir noch gar nicht richtig gesprochen: Was hat es für Auswirkungen auf einen freien und vor allem vielfältigen Markt?! Während Big Player die Thematik einfach einkalkulieren und das im Verkaufspreis berücksichtigen, trifft die Problematik die “Kleinen” weit stärker. Weshalb verschwinden all die unabhängigen, kleinen Game-Schmieden? Wo sind all die genialen Indie-Labels im Musik-Bereich hin? Ich bin im Zuge des Themas auf Aussagen vieler Einzelkämpfer-Developer gestoßen, deren Reaktion auf die Problematik schlicht war, “da hab’ ich keinen Bock mehr, da höre ich auf”.)

    @kri: Dem Teil 1 dieses Dreiteilers kannst Du entnehmen, dass wir genau so reagiert haben: Bei Erkennen einer illegale Kopie wird auf eine Lite Version umgeschalten und im Anschluss gebeten, die App zu kaufen. Obwohl ich gerne auf diese Art von Publicity verzichtet hätte (weil es kein Mehr an Umsatz bedeutet; und man werfe mir bitte nicht Gier vor; zum einen halten sich die Einnahmen bisher noch in Grenzen trotz all der Goldgräberstimmungsnews, die so kursieren; zum anderen habe ich eine Familie zu ernähren, man verzeihe mir also, wenn ich “auch” an Umsatz denke :-D), versuchen wir doch, das Ganze als eine Art zusätzlichen Marketing-Kanal zu sehen.
    Zu den Kiddies: Mir ist egal, wie viel er/sie an Taschengeld bekommt, das kann kein Argument PRO illegaler Kopie sein, weil es bleibt eine falsche Handlung. Wenn man sich etwas nicht leisten kann, muss man eben darauf verzichten oder darauf hin sparen. Und die ehrlichen Käufer bestrafen, das tun nur die “Großen” durch höhere Verkaufspreise. Auch wenn illegale Kopien NICHT (ich wiederhole mich da) zwangsläufig zu geringeren Umsätzen führen, wird der nicht vorhandene Verlust einkalkuliert. Zumindest in der Musikbranche, da weiß ich es ganz konkret von Kontakten. Unsere Reaktion jedoch bewirkt nichts Negatives für den ehrlichen Käufer. Er bekommt vom Anti Crack Schutz nichts mit und wird belohnt durch guten Support und permanente Updates. (Apropos: Auch das ist ein Punkt, der auch zum Thema gehört: Das Phänomen bewirkt, dass große Hersteller viel Zeit und Aufwand investieren, um sich zu schützen. Das wiederum geht sehr wohl zu Lasten des braven Kunden. Auch wir haben 3 Wochen aufgrund der Thematik verplempert, in der wir weit lieber Updates oder neue Apps veröffentlicht hätten.)
    (Ein letzter Hinweis zu “welcome to freie Welt”, das ist ein gern gehörter Trugschluss: Das hat nichts mit “Freiheit” zu tun, sondern ist anarchisch. Und Anarchie ist das Antidot einer jeden Freiheit, man gebe sich da keiner Täuschung hin. Deswegen habe ich meine Entgegnung auf den Teil 2 von Herrn Joos dementsprechend enden lassen.)

    Zuletzt: Mich freut die rege Diskussion, allerdings bin ich leider auf dem Sprung in den Familienurlaub. Ich werde aber versuchen – man hat ja ein iPhone ;-) – die Diskussion weiter zu verfolgen. Grüße.

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  •  kri sagte am 30. Mai 2009:

    @kunstguerille: Hmm, na gut, ich stimme doch Ihnen zu :) kiddies sollen sparen.
    Zu den Argument “ich will das erst mal testen… ich teste es per Crack…” kann ich meine eigene Erfahrung beibringen. Da ich mir es noch leisten konnte, illegale kopien auszuprobieren, habe ich wirklich mit solche Taktik gegangen. Resultat: Hab mir dann später mein iPhone nicht mehr gejailbreaked und die am meisten Benutzen Apps gekauft. Ich bin eben der Vertreter der Meinung “Wenn es dir gefählt, schick den Schöpfern Geld”. Dass tue ich auch gern im Appstore, auch in Musikwelt.
    Aber ehrlich gesagt habe ich Selbst mehr von Apple erwartet, was den Schützmechanizmus angeht… Da ich auch in ansehbarer zeit selbst eine App ausbringen will, geht die Gedanke ob ich besser den Freien Appstore, wie Cydia bevorzugen werde, und freie Version mit Werbung gestallte.

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  •  Kunstguerilla sagte am 30. Mai 2009:

    Hallo kri … noch geschwind während des Koffer-Packens …
    Einen Schutzmechanismus von Seiten Apple, der aber gleichzeitig nicht die ehrlichen Käufer gängelt (so à la DRM etc.), würde ich auch begrüßen. Aber ich fürchte, den kann es einfach nicht geben. Die Idee, Apps zwingend über iTunes zu synchen, ist ja an sich gut und hier kann Apple ansetzen mit entsprechenden Prüfungen. Das hilft einem aber nichts bei einem Jailbreak und der Möglichkeit, anderweitig Apps aufzuspielen. Und gegen ein Unmöglichmachen eines Jailbreak bin ich grundsätzlich (obwohl ich selber keinen haben möchte, ich steh’ auf das Original), ich lass mir von BMW ja auch nicht vorschreiben, welche Felgen ich aufziehe.

    Zu Deiner eigenen App: Halte mich doch mal auf dem Laufenden bzw., wenn Du Unterstützung brauchst, kannst Du Dich gerne bei mir melden (iphone@derheckser.de), vielleicht kann ich helfen. Ist leider sehr schlimm, wie sich die iPhone-Entwickler gegeneinander aus Konkurrenzdenken abschotten, um ja nicht was preiszugeben, was dem “Konkurrenten” helfen könnte. Die ersten Monate waren bei uns ziemlich hart, weil man sich alles selber erarbeiten musste.
    Über Cydia würde ich nicht gehen, einfach den Standard-Weg gehen. Wenn Du ein (gutes) Game machst, musst Du zwar mit einem Crack rechnen, aber darauf kann man ja reagieren, wie es viele tun, wir auch. Es gibt einfach keine bessere Vertriebsplattform als den iTunes Store, das ist schon sensationell :-)

    Lieben Gruß, ich packe weiter … (und kurz war es wieder nicht, ich bin leider eine Plaudertasche und schreibe immer Aufsätze, weswegen Twitter auch nicht unbedingt mein Freund ist)

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  •  Melvin sagte am 30. Mai 2009:

    @kri
    Also die Behauptung eine gecrackte Version zum Testen zu benutzen und danach ein App zu kaufen halte ich in 99% der Fälle für eine Rechtfertigung die eigentlich keine ist.
    Die meisten App Store Games sind vielleicht 2 Stunden interessant. Danach ist es langweilig und man wechselt zum nächsten Spiel.
    (Ausnahmen PEGGLE (3,99€), Sol Free und Doodle Jump (79 Cent))

    Von daher kann man dann immer sagen “Hab es nur getestet! War nicht mein Ding.”

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  •  JWKdt sagte am 24. Juni 2009:

    Ich komme nicht umhin, auch einen Kommentar in dieser ilusteren Runde unterbringen zu wollen.

    Während ich mir also in den letzten paar Minuten die Navigon App runtergeladen und aufs iPhone gespielt habe, musste ich teilweise inne halten und überlegen, ob das Runterladen spezieller Apps wirklich so moralisch bedenklich ist oder aber einfach nur egal…

    Ich gebe zu, dass es vom rechtlichen Standpunkt aus gesehen nicht richtig ist, was ich mache – vom moralischen Aspekt her gesehen ist mir das ziemlich egal.

    Warum?

    Wir – die Konsumenten, die Endverbraucher werden allerorts von den großen Firmen derart verarscht und über den Tisch gezogen, dass diese das auch mal spüren sollen, wie es ist, wenn man ihnen auch etwas “wegnimmt”. Und wenn es nur in Form von sogenannten “Raubkopien” ist. Nebenbei erwähnt: Keine große Firma wird wirklich in den Konkurs getrieben. Die halten das schon aus.

    Ich darf euch da mal ein kurzes, aber reales Beispiel nennen:
    Eine bekannte Schuhfirma kauft bei seinem Produzenten einen Damenschuh für knapp 20 Euro ein. Dieser wird dann im Handel in den Filialen um knapp 200(!) Euro verkauft. Monate später “stark verbilligt” als (quasi) Schnäppchen “nur” mehr für 100 Euro. Und dieser Vergleich läßt sich auf so manche Firma anwenden…

    Also ist man in der Spielebranche nicht gewillt, 60, 70 und mehr Euro für ein Spiel auszugeben, dass Monate später nur mehr 30 oder 40 Euro kosten wird. Und weil man das Spiel aber gleich spielen will, lädt man es sich runter…

    Natürlich bin ich aber strikt dagegen, Spiele (jetzt speziell für das iPhone) runter zu laden, die so wenig Geld kosten, dass sich sogar Schüler diese von ihrem Taschengeld hätten leisten können. Das verurteile ich zutiefst!!

    Nebenbei erwähnt: Ich habe schon mehr als 100 Euro für Apps im Store ausgegeben. Ich habe kein schlechtes gewissen, weil ich Navigon ihre 75 Euro nicht bezahlt habe…..

    Außerdem: Wer weiß, ob das Ding überhaupt funktioniert…

    Ich muß mich jetzt hinlegen. Auf eure Antworten binich aber mehr als gespannt.

    Euer JWKdt

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  •  Jeve Stobs sagte am 9. August 2009:

    Ja ja, der Richard Joos. Chefradkteur und so ne gequirlte Scheisse von sich geben. Tut mir leid für diesen Ausdruck, aber besser kann man diesen Artikel hier wohl nicht bezeichnen. Da wäre erstmal der Raubkopierer. Ja ja, manche Menschen lernen es nie. ES GIBT KEINEN RAUBKOPIERER! Wann geht das ihn eure verdammten Schädel endlich rein? Seid ihr wirklich dermassen sowas von dämlich und geistig unterentwickelt oder stellt ihr euch nur so? Von Tag zu Tag zweifle ich mehr an die menschlichen Intelligenz. Die ist eindeutig ein Widerspruch in sich. Ich kann dieses Wort Raubkopierer gar nicht mehr hören. Es hat einfach nichts mit Raubkopien zu tun. Oder raube ich eine Kopie? Nehme ich jemanden eine Kopie weg. Also etwas materielles?

    Dann der schöne Vergleich mit dem Apfel. Das ist der Gipfel vom allen. Tut mir leid Richard, aber du scheinst mächtig einen an der Waffel zu haben. Bei deiner Entwicklung muss etwas schief gelaufen sein. Dir scheint jeder Sinn für Logik zu fehlen. Oder ist es so schwer das Hirn einzuschalten? Wie kann man eine Software die man testen möchte mit einem Apfel in dem man reinbeissen möchte vergleichen? Einen Apfel kann man nicht testen wie eine Software. Ein Apfel ist etwas materielles. Beim reinbeissen fehlt dann dieser Teil der nicht wieder zurückgegeben werden kann. Eine Software hingegen kann zurückgeben bzw. löschen. Das testen einer Software kann man aber gut mit einem Auto vergleichen. Wenn ich mir ein neues Auto kaufen möchte, dann will ich es auch testen…ect. Und dort habe ich tatsächlich die Möglichkeit das Auto zu testen im gegensatz zu den Apps im AppStore.

    Und ausserdem, falls es dir entgangen ist, bieten viele Entwickler um ihr Produkt zu testen Shareware und Demoversionen an. Was soll dann die dämliche Aussage “Zum anderen ist das zudem eine asoziale Einstellung”? Junge gehts noch? Du solltest ein bisschen aufpassen was du von dir gibst. Langsam reichts mir.

    Wie gerade erwähnt gibt es viele Entwickler die Shareware und Demoversionen anbieten um das Produkt testen zu können. Und nur weil jetzt am iPhone keine Shareware und Demoversionen angeboten werden und viele sich das Produkt unrechtsmässig anschaffen und damit argumentieren, es testen zu wollen bevor sie blind darauf loszahlen, deswegen ist das eine asoziale Einstellung? Freundchen, du solltest mal auf dein asoziales Verhalten achten. Was du hier in diesem Artikel zum besten gibst und in welcher Art und Weise, hat nichts mehr mit sozialem Verhalten zu tun. Du nagst echt am Rand des Abgrunds. ´

    Dann behauptest du noch, es wäre eine dreiste Lüge weil viele Menschen gecrackte Apps nur deshalb laden um sie zu testen. Eines ist klar. Es gibt genug Leute die nicht zahlen und sowas aus Ausrede benutzen. Es gibt aber genug Leute die das Produkt tatsächlich testen und wirklich so ehrlich sind und es anschliessend bezahlen. Also nicht alle in einem Topf werfen. Daher ist es allgemein keine dreiste Lüge. Vielmehr dreistig und unter aller Sau finde ich wie du andere Menschen hier hinstellst.

    So und jetzt machst du dir nochmals Gedanken über deinen Artikel. Sowas grenzt nämlich an bodenloser Frecheit. Was du dir erlaubst ist schlimmer als ein Cracked App auf dem iPhone zu laden.

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  •  Krassus sagte am 29. November 2009:

    Es ist sehr schade welche Einstellung hier von einigen – stellvertretend für die Allgemeinheit – zu Tage getragen wird:
    - Hätte ich das App nicht klauen können, hätte ich es bestimmt nicht gekauft.
    - Die Hersteller sind doch selbst schuld unreife Produkte zu releasen. Dann muss man es doch einfach klauen.
    - Es werden einfach nicht genug Demos angeboten. Man muss aus Verzweiflung schon raubkopieren, um das Produkt zu testen, dass man dann auf jeden Fall kaufen will, falls alles passt.

    Alles in allem ist das sehr beschämend. Die Angriffe gegen Entwickler, die sich hier zu Wort gemeldet haben, finde ich völlig daneben. Es impliziert als erwartet ihr Raubkopierer, dass diese noch gleichmütig Eure Urheberrechtsverletzungen hinnehmen.

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