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iPhone-Prototyp verschwunden – Foxconn-Angestellter nimmt sich das Leben (Update)

iPhone 3GEin Foxconn-Angestellter in China hat sich das Leben genommen, nachdem ein ihm anvertrautes Modellexemplar des iPhone der vierten Generation nicht mehr aufzufinden war. Was in unseren Breitengraden absurd scheint, ist in China keine Seltenheit: In Stresssituationen begehen nicht wenige gut ausgebildete Fachkräfte Selbstmord, da sie dem Druck im Job nicht gewachsen sind.

Der gerade 25-jährige Sun Danyong hatte den Auftrag, 16 iPhone-Prototypen an Apple zu verschicken. Laut chinesischen Medienberichten musste er aber feststellen, dass eines der iPhones verschwunden und auch in der Fabrik nicht mehr aufzufinden war.

Dieses berichtete er einige Tage später seinem Chef, der wiederum drei Angestellte damit beauftragte, die Wohnung des Mitarbeiters zu durchsuchen. Außerdem soll Sun während der Befragungen angeblich körperlich misshandelt worden sein. In der darauffolgenden Nacht sprang er aus dem Fenster seines Appartements und nahm er sich so das Leben.

Foxconn ist als einer von Apples wichtigsten Handelspartnern auf höchste Geheimhaltung angewiesen, vor allem was das derzeitige Apple-Spitzenmodell, das iPhone, angeht. Die Konkurrenz in der chinesischen Sonderwirtschaftszone in Shenzhen ist groß und gerade deshalb steht Foxconn unter Druck, Firmengeheimnisse zu bewahren.

Zudem sind die Arbeitsbedingungen in einigen Fabriken schlecht: Erst Ende April wurde bei Apples Display-Zulieferer Wintek auf Grund von ausstehenden Lohnzahlungen gestreikt.

Ein weiteres Problem: Viele Mitarbeiter der Produktionsteams sind nicht auf Vorkommnisse wie dieses vorbereitet. Der Erfolgsdruck im chinesischen Schulsystem ist hoch, und die Eltern beschützen ihre Kinder vor vielen Außeneinflüssen. So lernen sie oft erst nach ihrer Ausbildung die Probleme des Lebens kennen.

Nachtrag 22. Juli, 11:09 Uhr: Apple hat mittlerweile bestätigt, dass sich ein Foxconn-Angestellter das Leben genommen hat. “Wir sind erschüttert über den tragischen Verlust dieses jungen Mitarbeiters, und wir warten auf die Ergebnisse der Nachforschungen bezüglich seines Todes”, so Apple-Sprecherin Kristin Huguet. “Wir erwarten von unseren Zulieferern, dass sie alle Arbeiter mit Würde und Respekt behandeln.” (Danke an neo für den Hinweis!)

[via VentureBeat]

Kathrin Grannemann
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Kathrin Grannemann, Chefredakteur
21.07.2009, 15:46 Uhr
News & Rumors
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13 Kommentare , 3 Trackbacks und 10 Tweetbacks

  1. Profilbild

    21.07.09, 16:02 Uhr, #1

    Jensche meint:

    wie krass…

    «In der darauffolgenden Nacht nahm er sich das Leben und sprang aus dem Fenster seines Appartements.»

    Nachdem er sich umgebracht hat sprang er aus dem Fenster….

  2. Profilbild

    21.07.09, 16:47 Uhr, #2

    maura meint:

    jensche, alter querulant! hier ist nicht AT.
    aber egal, schlimme geschichte.
    kann mir die panik des menschen sehr gut vorstellen, da ich im leben des öfteren schon mal was vergessen bzw. verlegt habe.
    ob ich deswegen jetzt aber irgendwann selbstmordgedanken hatte, weiss ich jetzt nicht mehr genau.
    aber die geschichte zeigt mal wieder recht deutlich, wie wir zu unseren schönen, neuen sachen kommen: durch recht unmenschliche arbeitsbedingungen. der druck auf die arbeiter in den produktionsländern lässt sich wohl gut mit dem vergleichen, dem die arbeiter in den westlichen ländern während der industralisierung ausgesetzt waren. verlust des arbeitsplatzes bedeutete fast immer unsagbares elend.
    eventuell sollte es ein fairtrade label für elektronische konsumgüter geben.

  3. Profilbild

    21.07.09, 17:08 Uhr, #3

    it's me meint:

    hat Apple sich dazu geäußert? Wäre vllt mal interessant zu wissen was die dazu sagen.

  4. Profilbild

    21.07.09, 18:30 Uhr, #4

    AreaB meint:

    Was soll Apple dazu sagen? Sich zu entschuldigen oder eine Stellungnahme zu geben hat Apple kein Grund zu.

  5. Profilbild

    21.07.09, 20:14 Uhr, #5

    Mac Death meint:

    Scheiße jetz hab ich ein schlechtes Gefühl was den Selbstmord angeht, da ich den sogenannten Prototypen zugestellt gekommen habe. Der hat’s wohl ausversehen über eBay.com zur Auktion reingesetzt. Anyway der Prototyp is jedenfalls nich anders als das 3GS. MEIN BEILEID AN DEN SELBSTMÖRDER ;)

  6. Profilbild

    21.07.09, 21:49 Uhr, #6

    Nightwalker meint:

    @Mac Death

    …uahaha bist du witzig!!! An manchen Stellen sind Scherze nicht angebracht. Du solltest dir erst einmal versuchen vorzustellen was er durchmachen musste, sich wegen so etwas das Leben zu nehmen. Und wenn du dann immer noch scherzt solltest du zum Doc!!!

  7. Profilbild

    22.07.09, 0:08 Uhr, #7

    Mäddin meint:

    Wohl ein Grund für Apple dich von Fox zu trennen…

  8. Profilbild

    22.07.09, 7:10 Uhr, #8

    applefan meint:

    Hat er sich wirklich das Leben genommen? oder kam das Kommando selbst von steve jobs?????

  9. neo

    22.07.09, 9:28 Uhr, #9

    neo meint:

    Stellungnahme von Apple gibt es übrigens hier:
    http://news.cnet.com/8301-13579_3-10291701-37.html

  10. Profilbild

    22.07.09, 12:53 Uhr, #10

    Freezer meint:

    Der vierten Generation?? Ist doch wohl das 3GS gemeint, oder?

  11. kg

    22.07.09, 12:58 Uhr, #11

    kg meint:

    @Freezer nein, es geht um einen Prototypen für die nächste Generation iPhones.

  12. Profilbild

    22.07.09, 13:00 Uhr, #12

    Freezer meint:

    @kg glaube da liegt ein Irrtum vor. Siehe auch hier: http://macnews.de/news/117526.html

  13. kg

    22.07.09, 13:46 Uhr, #13

    kg meint:

    @Freezer glaube ich kaum, in allen weiterführenden Quellen ist von dem “fourth-generation iPhone” die Rede, und das ist nicht das iPhone 3GS.

  14. Profilbild

    [...] Foxconn-Mitarbeiter Sun Danyong hatte sich auf Grund eines im anvertrauten und kurze Zeit später verschwundenen Prototypens eines iPhone der nächsten Generation das Leben genommen. Autor: Datum: Kategorie: Tags: Kathrin Grannemann , [...]

  15. Profilbild

    [...] ist die Selbstmordquote bei Foxconn – zumindest offiziell – erstaunlich niedrig. Der Selbstmord eines Foxconn-Angestellten im vergangenen Jahr sorgte für Aufmerksamkeit, was die Arbeitsbedingungen beim Apple-Zulieferer [...]

  16. Profilbild

    [...] die schon zum Tod von Arbeitern geführt haben sollen. Bei Wintek wird aus diesen Gründen nicht zum ersten Mal gestreikt. Zu den vollmundigen Statements Steve Jobs’, in Sachen Umweltfreundlichkeit Taten statt Worte [...]


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  1. 21.07.09, 17:36 Uhr, #10

    @amk2001 meint:

    Froh in Deutschland zu leben! RT @Macnotes: iPhone-Prototyp verschwunden – Foxconn-Angestellter nimmt sich das Leben


  2. 21.07.09, 17:03 Uhr, #9

    @randolf meint:

    iPhone-Fabrikarbeiter nimmt sich das Leben + gesellt sich zu den Bankiers http://bit.ly/suicidebanker (via @Macnotes)


  3. 21.07.09, 16:31 Uhr, #8

    @conzzzi meint:

    iPhone-Prototyp verschwunden – Foxconn-Angestellter nimmt sich das Leben:

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