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Apple zieht BluWiki-Klage zurück, EFF die Klage gegen Apple

Electronic Frontier Foundation Im BluWiki wurden Methoden diskutiert, die iTunes-Datenbank über alternative Tools zu verwalten – nur hielt Apple die dabei ausgetauschten Informationen für Urheberrechtsverstöße. Einer Klage Apples gegen das BluWiki folgte eine Gegenklage der Bürgerrechtsorganisation EFF gegen Apple. Nun wurden beide Klagen friedlich belgelegt. Nachdem Apple feststellte, auch in Zukunft “keine Einwände gegen die Publikation der iTunesDB-Seiten” zu haben, zog auch die EFF ihre Klage gegen Apple zurück.

Stein des Anstoßes war damals die auf BluWiki dokumentierte Diskussion, wie man mit alternativen Programmen wie Songbird oder Winamp auf die iTunes-Datenbank zugreifen könnte. Unter anderem von Apple eingesetzte Hash-Algorithmen wurden dabei diskutiert, Apple hielt das für einen Urheberrechtsverstoß, da dabei technische Verfahren Apples offengelegt würden und klagte unter Berufung auf den DMCA. Die EFF wiederum hielt die Angelegenheit für ein Musterbeispiel einer Ausnahmeregelung des DMCA, der das Herstellen von Interoperabilität zwischen verschiedenen Plattformen von der DMCA-Schutzwürdigkeit ausnimmt. Konsequenterweise reichte sie eine Gegenklage ein.

Austragen muss man den Streit nun nicht mehr, nachdem Apple nachgab. Auch in Zukunft werden so Alternativen diskutiert werden können, wie man iTunes-Datenbanken alternativ verwaltet. Zwei Wermutstropfen: zum einen bleiben diese Diskussionen notwendig, wie EFF-Anwalt Fred von Lohmann konstatiert:

“Apple setzt weiterhin technische Maßnahmen ein, um Nutzer von iPod-Touch- und iPhone-Nutzer in die iTunes-Softwareumgebung ein- und Palm Pre-User auszusperren, und so würde ich mich nicht wundern, wenn es noch mehr Diskussionen frustrierter Kunden über Möglichkeiten zum Reverse-Engineering von Apples Software gibt.”

Ebenso kritisierte Lohmann, dass es überhaupt zur Klage und der folgenden Rechtsunsicherheit kam:

“Auch wenn wir froh sind, dass Apple seine unbegründeten rechtlichen Drohungen nun eingestellt hat, sind wir enttäuscht darüber, dass das nach sieben Monaten der Zensur und einem Rechtsstreit erfolgt.”

Richard Joos
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Richard Joos, Chefredakteur
23.07.2009, 11:21 Uhr
News & Rumors
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1 Kommentar , 1 Trackback

  1. Profilbild

    23.07.09, 11:39 Uhr, #1

    Floehle meint:

    Da muss ich Fred von Lohmann recht geben. Es ist eigentlich eine Unverschämtheit, dass man seit dem letzten Update nicht mehr Musik direkt von iTunes auf das Palm bekommt. Diese Form der Kundenbindung kennen wir doch sonst nur von Microsoft! Wirklich bedauerlich, dass Apple solch ein Verhalten nötig zu haben scheint.

    MfG

  2. Profilbild

    [...] Das Fazit der EFF: Ein einseitiges Abkommen, das Apple in jeder Beziehung in Vorteil setzt, bis hin zur Haftung, die im Falle Apples nie höhere Summen als 50 Dollar umfasst. Viele Details sind bereits altbekannt – dass sich Apple den “Killswitch” zur ferngesteuerten Deaktivierung beliebiger Apps auf allen Geräten vorbehält, ist bekannt, ebenso die empfindliche Haltung in Cupertino, was das unerwünschte Herstellen von Interoperabilität angeht, siehe die endlose Geschichte um den Palm Pre-Sync oder das Vorgehen gegen BluWiki. [...]


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