News & Rumors: 23. Juli 2009,

Das iPhone als Spieleplattform

Wie der dem Gaming nicht abgeneigte iPhone-User sicherlich bereits festgestellt hat, sind in den vergangenen Tagen zusätzlich zu den nahezu täglich erscheinenden Minigames mit „Worms“ und „Monkey Island“  wiedermal 2 allseits bekannte und beliebte Spieleklassiker im neuen, hochwertigen, speziell aufs iPhone zugeschnittene Gewand im App Store erschienen.
Grund genug sich die Entwicklung des iPhones zur eigenständigen Spieleplattform genauer anzusehen.

Es ist kein Geheimnis das Spiele durchaus eine treibende Kraft hinter dem bisher beispiellosen Erfolg des App Stores sind. Apple weiß es und Apples  Konkurrenten die gerade alle hektisch einen „App Store-Klon“ nach dem anderen für ihre Plattformen veröffentlichen, wissen es natürlich auch. Und dennoch gelang es bisher niemanden ein Gerät auf den Markt zu bringen das, wenn es um Spiele geht, dem iPhone das Wasser reichen kann.

Auf der gestern in Seattle stattfindenden Casual Connect Conference wurden Zahlen veröffentlicht die belegen welchen Stellenwert Gaming auf dem iPhone einnimmt. Von den annähernd 70.000 Apps im App Store sind ca.  20% Spiele. Das bedeutet es gibt allein zwischen 10.000 und 15.000 Spiele  nur für’s iPhone. Um diese Zahl in Relation zu setzen sei gesagt das dies mehr ist als die Gesamtzahl aller Apps in den „App Stores“ der großen Konkurrenten (Android Market, Nokia Ovi Store, Palm’s App Catalog, BlackBerry’s App World) – zusammen.

Natürlich sind diese Stores alle noch weit jünger als der von Apple, jedoch scheint es fraglich ob ein ähnlicher Erfolg mit den vorhanden Geräten überhaupt zu erzielen ist.
Einzig Palm hat sich schon früh bei der Entwicklung von „WebOS“ die Hilfe von Spieleentwicklern gesichert um sich ein Stück vom Kuchen abzuschneiden. Jedoch bleibt offen ob es „WebOS“, ein Betriebssystem das auf Webtechnologien wie HTML, CSS und JavaScript basiert, schafft grafikintensive Anwendungen wie Spiele so gut umzusetzen wie es das iPhone tut.

Shervin  Pishevar, seines Zeichens CEO des Spieleentwicklers SGN ließ unlängst verlauten dass seine Top-Titel aktuell pro Tag zwischen 25.000 und 40.000 mal installiert werden.
Das bedeutet, nehmen wir einen Preis von günstigen 0,99 € pro Download wäre es nur die für Titel dieses Studios ein Umsatz zwischen 24.750 € bis 39.600 € täglich. Bei einem Top-Titel Preis von 7,99 € wären es sogar zwischen ca. 200.000 € und ca. 320.000 € pro Tag. Abzüglich Apples 30% versteht sich! Die Wahrheit liegt vermutlich irgendwo in der Mitte. Natürlich gibt es auch viele weit weniger erfolgreiche Entwickler, aber diese Zahlen verdeutlichen welches Potential in Spielen für das iPhone steckt.

Und jetzt, da Apple unlängst das noch performantere 3GS auf den Markt gebracht hat und langsam aber sicher  auch die großen Entwickler bzw. Publisher wie z. B. EA auf den iPhone-Zug aufspringen droht Apple der mobilen Spielekonkurrenz vollends davon zu fahren.

Momentan scheint es also als sei Apples iPhone das Maß der Dinge wenn es um Mobiles-Gaming geht. Denn im Gegensatz zu den einzigen Geräten die für Gamer eine echte alternative darstellen (Sonys PSP und Nintendos DS) ist das iPhone nicht nur eine reine Spieleplattform sondern ein tatsächliches „immerdabei“ Gerät mit günstigeren Titeln und der zur Zeit intuitivsten Steuerung auf dem Markt.

Mann darf gespannt sein ob und wie die Konkurrenz antwortet!

Quelle: http://www.techcrunch.com



Das iPhone als Spieleplattform
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 1 Kommentar(e) bisher

  •  pahi (25. Juli 2009)

    Das ist übrigens auch der Grund, warum sich meine Frau anstatt eines Nintendo DS für 149€ ein iPod Touch für 199€ gekauft hat, wenn spätestens beim Kauf der Spiele zeigt sich, wer unterm Strich der günstigere ist!


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