Veröffentlicht am 28.07.09, 9:46 Uhr von rj
Die Altersfreigaben-Odyssee der iPhone-Datenbank für Lebensmittelzusätze, iEno, hat ein Ende, das recht unbefriedigend ausfällt: angesichts des Wikipedia-Zugriffs in der App ist die App nun ab 17 freigegebe. Lebensmittelzusätze auf dem iPhone sind, so die Entwickler von iHanWen, damit offiziell jugendgefährdend.
Der zweite Versuch, eine Zulassung für die Infodatenbank mit Wikipedia-Anbindung ohne jugendgefährdende Einstufung zu erhalten, scheiterte wie zuvor an den App Store-Richtlinien. Auch die Anfrage von Entwickler Hanno Welsch, ob Apple diese restriktive Haltung auch beim iPhone-Safaribrowser umsetzt, blieb folgenlos. iEno ist nun erst ab 17 zugelassen und kostet 1,59 Euro. Das kommende Release 1.7 bringt kleine Verbesserungen und erscheint in wenigen Tagen.
Immerhin: seit kurzem können App-Entwickler auch für ab 17 freigegebene iPhone-Programme wieder Promocodes verteilen. Das dürfte auch notwendig sein – um eine vernachlässigbare kleine Gruppe von Schmuddel-Applikationen handelt es sich dabei angesichts der restriktiven Durchsetzung von Apples “Keine Jugendzulassung bei Webzugang” nicht mehr unbedingt.
Es ist die Frage, wie weit restriktive Auslegungen der App Store-Richtlinien dem Apple-Image auf Dauer gut tun – es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, wenn Apple sich einerseits als grüner Rechnerproduzent inszeniert und auf der anderen Seite Informationen zu Lebensmittelzusätzen zum Kollateralschaden werden, wenn es um Jugendschutz geht.
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Tags: App Store, iEno, iPhone, Jugendschutz
Klärt mich bitte auf:
Aber man diese App nicht anderes als Wikipedia Inhalte aufzurufen?
Wem dem so ist, kann man doch hierfür auch MobileSafari oder Wikipanion nutzen.
Beides kostenlos.
An sich wahr, ich dachte zuerst, die Liste ist bei Wiki noch nicht gebaut, aber ist sie doch :) Wikipanion ist seltsamerweise auch mit 4+ ausgezeichnet, stell ich grade fest.
Okay.
Also dann ist der Einsatz dieser App sinnfrei ;)
Das Zahlen dieser natürlich auch.
Ich werde ganz allgemein das Gefühl nicht los, dass viele Entwickler dieser Tage sogar froh sind, wenn Apple ihre App zurückweist oder als jugendgefährdend einstuft – das gibt mehr mediale Aufmerksamkeit als gut gemachte und sinnvolle Programme.