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Veröffentlicht am  29.07.09, 17:35 Uhr von  

MacBook Air bei Otto: Das billigste Apple-Notebook aller Zeiten

MacBook AirMacBook Air für 49,90€: Sowas kann es doch nicht geben? Doch, gab es, und zwar beim Versandhändler Otto, der das schlanke Apple-Notebook gestern für den Spottpreis von knapp 50 Euro im Angebot hatte. Viele haben bestellt – bekamen aber anstatt dessen die Nachricht, ein Taschenset bestellt zu haben.

49,95€ anstatt der regulären 1699,90€ Listenpreis kann man guten Gewissens als Kampfpreis bezeichnen. Als das Angebot gestern kurzzeitig die Runde machte, war die Frage nicht weit, ob sich Otto mit der Preisauszeichnung schlichtweg vertan hatte oder ob der Preis ernst gemeint war. In den Bestellbestätigungen jedenfalls stand das MacBook korrekt gelistet.

Es war aber offenbar ein Fehler im System: Einige Besteller bekamen heute morgen einen Anruf mit dem Hinweis, sie haben ein Taschenset bestellt, nicht aber den in der Produktbeschreibung gestern zu sehende Rechner. Laut Otto handelte es sich um einen Systemfehler, der nicht nur das MacBook Air zum Schnäppchen hat werden lassen, sondern auch ein Notebook von HP.

Generell sollte dies kein Problem darstellen: Wären die gestern abgeschlossenen Kaufverträge von Otto zurückgezogen worden – anstatt das bestellte Produkt eigenmächtig zu korrieren und anstatt des erwarteten Notebooks ein Taschenset zu listen – wäre der Versender aus dem Schneider gewesen. So ist es den “Betroffenen” jetzt aber möglich, den Kaufvertrag anzufechten, da er ohne Wissen und Zustimmung geändert wurde und dies unter “arglistige Täuschung” fällt.

Ob eventuelle Kläger mit der Sache aber durchkommen, darf in Frage gestellt werden: Bei einem so starken Unterschied zwischen eigentlichem Marktwert und dem gestrigen Preis bei Otto dürfte ein Großteil der Richter für Otto und für einen Irrtum bzw. Fehler im System entscheiden.

[via Lawblog und Scherzinfarkt]

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 10 Kommentar(e) bisher

  •  @robopigeon sagte am 29. Juli 2009:

    RT @Macnotes: MacBook Air bei Otto: Das billigste Apple-Notebook aller Zeiten http://macnot.es/13341

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  •  @S60mobi sagte am 29. Juli 2009:

    RT @Macnotes: MacBook Air bei Otto: Das billigste Apple-Notebook aller Zeiten http://macnot.es/13341

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  •  Insider sagte am 29. Juli 2009:

    Tja…. Ich sage nur NOA=NeueOttoArchitektur… Das kommt dabei heraus, wenn man sich über zwei Jahre lang von Accenture eine Architektur aufschwatzen lässt und Leute als Analysten beschäftigt, die vorher noch nie irgendeine Anforderungsanalyse gemacht haben, geschweige dem mit Rational Rose oder Together umgehen können…

    Aber doof rumschwätzen konnten sie alle… und Hauptsache man läuft immer schön mit Krawatte oder Business-Kostüm rum.

    kopfschüttel…

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  •  Pozilei sagte am 30. Juli 2009:

    Mein Vater hat mir jahrelang beigebracht:

    Wenn man keine Ahnung hat, sollte man die Klappe halten!

    Kaufverträge werden nicht “zurückgezogen”, eine arglistige Täuschung setzt immer noch den Nachweis des Vorsatzes voraus (Stichwort: arglistig) und Richter plädieren in aller Regel nicht (sie urteilen). Vom Inhalt der letzten beiden Absätze ganz zu schweigen…

    Ihr tut Euch besser daran, juristische Aussagen vorher von einem Fachmann prüfen zu lassen anstatt solch einen juristischen Kauderwelch zu schreiben!

    Ansonsten aber: genauso weiter so!

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  •  sEnf sagte am 30. Juli 2009:

    Richter plädieren nicht ;)

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  •  sEnf sagte am 30. Juli 2009:

    hoppla. das wurde schon ausgeführt. entschuldigung.

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  •  DRAGONFLY sagte am 30. Juli 2009:

    Schmunzel… Die Ahnungslosigkeit erfasst vorliegend auch die Ahnung, keine Ahnung zu haben ,-)

    Aber noch hübscher als die macnotes-Ausführungen ist der Eintrag im Blog dieses Fachanwalts für Strafrecht:

    Die Sach- und Rechtslage ist nicht klar und auf jeden Fall abhängig von den Allgemeinen Geschäftsbedingungen… Also mal ein Fall, in dem Kunden mit Rechtsschutzversicherung klar im Vorteil sind.

    Credo: Wenn ich mich verspreche, verschreibe o.ä. ist das eine AGB-Frage und nicht eine Frage der gesetzlichen Irrtumsregeln. Und das ist nichts Simples, holt die Versicherungspolice hervor. Hört, hört!!

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  •  Der Heiler sagte am 30. Juli 2009:

    http://ottofindichnichtsogut.blog.de/

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  •  Thomas Voigt sagte am 30. Juli 2009:

    Liebe Blogger, liebe Apple-Freunde, liebe OTTO-Kunden, liebe Mac-Book-Besteller,
    wir von OTTO haben einen Fehler gemacht, wir bedauern dies außerordentlich und entschuldigen uns aufrichtig bei 2565 Kunden!
    So sind leider 20 verschiedene Notebooks im Wert von jeweils bis zu 1999,90 EUR zu Preisen von 29,99 Euro bzw. 49,95 Euro über otto.de und automatisiertes Suchmaschinenmarketing angeboten worden. Entstanden ist die Panne durch einen Zubehör-Dateneingabefehler. Fehler sind menschlich. Bei OTTO arbeiten Menschen. Menschen machen Fehler. Innerhalb weniger Stunden wurden von 2565 Bestellern insgesamt 6534 Notebooks der Marken Apple, Acer, Fujitsu Siemens, Medion, HP und Sony bestellt, bevor die falsche Preisauszeichnung behoben werden konnte. Der Renner: Das Apple Mac Book.
    Rechtlich ist die Sache aus Sicht von OTTO klar: Allein aufgrund des Eingangs einer Bestellung bei OTTO und unserer Bestätigung, dass die Bestellung bei uns eingegangen ist, ist noch kein Vertrag über den Erwerb eines unserer Produkte zustande gekommen. Wie den Bestellbestätigungen und den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) von OTTO zu entnehmen ist, wird ein Kaufvertrag erst mit Zugang der Ware beim Kunden wirksam.
    Doch was nützt die rechtliche Bewertung den Kundinnen und Kunden, die sich so sehr über den unglaublichen Preis gefreut haben und nun leer ausgehen?
    Um die Enttäuschung zumindest ein wenig zu lindern, hält OTTO zwei dicke Trostpflaster bereit: Jeder Besteller erhält zusammen mit einem persönlichen Entschuldigungsschreiben einen Warengutschein in Höhe von 100 Euro. Doch damit nicht genug: Zusätzlich bekommt jeder Besteller die Chance auf einen attraktiven Laptop. Wir verlosen 50 Apple Mac Books im Wert von je 1699,99 Euro!
    „Wir entschuldigen uns bei den Kunden für dieses wirklich bedauerliche Versehen“, betont der Sprecher des OTTO-Vorstands, Dr. Rainer Hillebrand, „uns tut dieser Fehler aufrichtig leid und wir versprechen, dass wir alles tun, damit sich dieser Fehler nicht wiederholt.“
    Mit den besten Grüßen,
    Thomas Voigt, Direktor Unternehmenskommunikation Otto Group

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  •  Richard Gutjahr sagte am 31. Juli 2009:

    Ja, hier beherrscht jemand sein Handwerk. Vielleicht mehr, als wir alle denken..? Mein Blog dazu: http://gutjahr.biz

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