MACNOTES

Veröffentlicht am  13.08.09, 2:29 Uhr von  

Post mobil für iPhone und iPod Touch im Test

Post mobilEinem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul, sagt man. Trotzdem darf man eine kostenlose App im App Store unter die Lupe nehmen. Die Deutsche Post – streng genommen die DP IT Brief GmbH – hat im Juli eine App herausgegeben, die vieles richtig macht und mit der man ohne viel Zutun einen nützlichen Helfer in sein App-Portfolio auf dem eigenen Endgerät packen kann. Denn das Programm gibt Antworten auf Fragen wie diese: Wo ist der nächste Briefkasten in meiner Umgebung? Wo finde ich die nächste Packstation im Umkreis? Und sogar Handyporto kann man sich, wenngleich etwas teurer als normal, ausstellen lassen. Personen, die das Postleitzahlenbuch vermissen, werden die Hände vor Freude über dem Kopf zusammen schlagen, denn auch eine PLZ-Suche ist integriert.

[singlepic id=4156 w=thumb float=left] Was das App noch nicht kann, ist das automatische Versenden von Briefen oder Postkarten, ähnlich wie beispielsweise bei PokaMax, das wir vor kurzem vorstellten. Sehr wohl ist ein Menüpunkt “Schreibcenter” in das App integriert. Darunter wird man zukünftig Briefe oder Postkarten real verschicken können. Allerdings verweist speziell dieser Menüpunkt den Nutzer noch auf das entsprechende Webangebot und öffnet den Mobile Safari dazu. Eine Integrierung des Service in die App ist seitens der Post aber geplant. Dann soll man z. B. auch Adressen aus dem eigenen Adressbuch importieren können, um Postkarten damit halb-automatisch auszufüllen, lediglich den Text wird man dann (zum Glück) noch selbst tippen müssen.
 

Handyporto

[singlepic id=4155 w=thumb float=right] Was sehr wohl funktioniert, ist das Ausstellen von “Handyporto”. Einfach zwischen Porto für eine Postkarte oder für einen Standardbrief bis 20 Gramm entscheiden, bestätigen und man erhält im Handumdrehen eine SMS mit einem Code, den man von Hand auf den Brief oder die Karte schreibt. Beim Bestätigen, so erkundigte ich mich, versendet die App eine Standard-SMS an eine Zielnummer, von der aus automatisch der Code an das eigene iPhone zurückgesendet wird. Das bedeutet, dass zum Preis von 85 Cent (Postkarte) oder 95 Cent (Standardbrief) noch die Kosten des eigenen Mobilfunkproviders für eine normale SMS hinzukommen. Nicht gerade ein Schnäppchen, wenn man überlegt, dass es bei Stampit im Web zum Teil sogar Vergünstigungen gegenüber dem normalen Porto gibt. Allerdings kann man so jederzeit und überall Porto für die genannten Postprodukte erwerben, nach Geschäftsschluss und auch jenseits von Computern und Druckern. Abgerechnet wird über die Mobilfunkrechnung – ebenfalls ein Plus an Komfort, wenn man dies mit anderen Applikationen vergleicht.
 

Briefkästen, Bankautomaten und Co.

[singlepic id=4154 w=thumb float=right] Der Löwenanteil des Programms liegt auf der Recherchefunktion. Auf Wunsch findet die App ziemlich vieles, das mit der Post zu tun hat, Briefkästen beispielsweise. Dabei ist der Ortungsmechanismus so gut, wie das im iPhone eingebaute GPS-Signal es hergibt. Im Arbeitszimmer sitzend fand ich teilweise noch andere Briefkästen als in der Küche stehend. Doch auch ohne GPS funktioniert das Aufspüren einwandfrei, wie der Kollege Keller beispielsweise mit seinem iPod Touch überprüft hat.
[singlepic id=4151 w=thumb float=left] Man genießt beim Auffinden den Komfort der API vom iPhone-SDK. Denn aus der Post mobil-Anwendung (iTunes) heraus kann man sich mittels Maps den Weg zum Briefkasten, Geldautomaten, zur Packstation usf. anzeigen lassen. Je nachdem ob der gesuchte Service einen sinnvollen Filter zulässt, kann man zum Beispiel bei der Briefkastensuche aktivieren, dass man nur solche angezeigt bekommen möchte, die noch am selben Tag geleert werden.

 

PLZ-Suche

[singlepic id=4152 w=thumb float=right] Leser, die das Postleitzahlenbuch vermissen, werden sich über die Suchmöglichkeit in der App freuen. Speziell diese Suche müsste aber in Punkto Usability noch ein klein wenig überarbeitet werden. Ich jedenfalls war überrascht, dass ich eine PLZ eingeben konnte, obwohl ich eigentlich auf der Suche war, und mich das Programm bei der Eingabe eines Straßennamens ohne Ortsangabe aufforderte, entweder einen Ort oder die ersten beiden Ziffern der Postleitzahl ergänzend einzutippen.
 

Fazit

Als App, die in die Kategorie Produktivität im App Store eingeordnet ist, sollte man erwarten, einen Zuwachs derselben festzustellen, wenn das App seinen Zweck erfüllt. Ich kann dem Programm guten Gewissens 4 von 5 Macs in der Wertung verpassen. Von Kleinigkeiten abgesehen, kann man – wie anfangs erwähnt – nicht groß über den geschenkten Gaul meckern, ganz im Gegenteil. Zur Sendungsverfolgung von Briefen oder Paketen gibt es zwar auch Apps wie Delivery Status touch, die die Sendungsverfolgung von mehreren Anbietern zentral in einer Oberfläche anbieten, doch kostet dies derzeit 2,39 Euro. Und demnächst wird man dann also noch richtige Postkarten damit verschicken können.
 
4/5Testurteil: 4/5 Macs
Bezeichnung: Post mobil (Affiliate)
Hersteller: Deutsche Post AG
Preis: kostenlos

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 15 Kommentar(e) bisher

  •  Bidone sagte am 13. August 2009:

    Habe die App schon geladen.
    Der Kritikpunkt ist für mich die überteuerten Porti. Da kaufe ich mir lieber ein 10er Pack Marken und gut.
    Die Post spart dadurch Personal und Provisionen ein und auch die Marken müssen nicht gedruckt werden.
    Wenn schon nicht günstiger aber wenigstens zum gleichen Preis sollte es gehen.
    Online Paketmarken sind ja auch günstiger.

    Antworten 
  •  Hoba sagte am 13. August 2009:

    Das mit dem Porto sehe ich genau so.

    Mich würde also der Brief statt 0,55€ stolze 1,09€ kosten. Also quasi das doppelte. Nee, also so wirklich nicht.

    Ich verstehe es nicht, die könnten mit dem Service richtig gut verdienen. Scheinbar siegt aber die Gier, dann sich aber wieder wundern, warum es keiner nutzt. Später erscheinen dann PR-Mitteilungen “Die Kunden wollen solche Dienste nicht”.

    Quatsch! Bietet das ganze zu einem besseren Preis an. Mir würde es schon reichen mit dem normalem Porto gleichzuziehen. Dann würde ich das ganze nur noch per iPhone/Handy machen. Wäre es sogar Billger, dann fänd ich das natürlich besser.

    Antworten 
  •  @wpSEO sagte am 13. August 2009:

    Wo ist der nächste Briefkasten? Das und mehr verrät die #iPhone #App der Deutschen Post: http://macnot.es/14620

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  •  kg sagte am 13. August 2009:

    Was den Preis angeht, hati Marco Hauprich, der Zuständige des Projekts, das mal auseinandergerechnet:

    Der Preis für das Porto ist von der Regulierungsbehörde vorgeschrieben. Die Zusatzkosten, die über die 45 bzw. 55 Cent hinausgehen fallen für die Abwicklung (SMS, Billing, Inkasso…) über den Mobilfunkprovider an. Ein ganz winzigen Teil schlagen wir für IT Kosten in den Briefzentren drauf. Fakt ist, dass die DPAG an diesem Produkt so gut wie keine Zusatzeinnehmen hat. Es handelt sich ganz einfach um einen neuen Kanal zum Erwerb von Porto zum Zwecke der Kundenbindung über einen neuen Service.

    Antworten 
  •  @stefboettcher sagte am 13. August 2009:

    RT @wpSEO Wo ist der nächste Briefkasten? Das und mehr verrät die #iPhone #App der Deutschen Post: http://macnot.es/14620

    Antworten 
  •  Thorsten Epoint sagte am 13. August 2009:

    Warum muss die Anfrage zum Porto per SMS passieren, das ist doch eigentlich Nonsens. Sinniger wäre es beim ersten Start die Erlaubnis abzufragen, ob über die Mobilfunkrechnung der iPhone Nummer abgerechnet werden darf?! Den Portocode will ich doch eigentlich auch in der App sehen! Das ist zwar keine richtiger Meidenbruch aber für die iPhone Applikation nicht wirklich schön zu nutzen.

    Besser wäre:
    -Anfrage für Code durch App
    -Portocode wird in App angezeigt (spart Providerkosten für SMS) – Historie für angefragte Buchungen/Porti in App möglich und Übersicht über Ausgaben!
    -alle Zahlen weniger Porto!

    Antworten 
  •  kg sagte am 13. August 2009:

    @Thorsten das wird wohl mit dem System an sich zu tun haben, Handyporto gibt es ja schon eine ganze Weile, denke mal, dass die App auf dem bereits bestehenden System aufbaut.

    Antworten 
  •  at sagte am 13. August 2009:

    @Thorsten: Ob das wirklich so viel weniger kosten würde, weiß ich nicht, es müssten ja zumindest jedes Mal ein paar Kilobyte übertragen werden. Manche Leute zahlen nur einige Cent für ihre SMS. Und andere müssten je nach Datentarif spontan 2,50 Euro Tagesgebühr berappen.

    Antworten 
  •  @superglide sagte am 13. August 2009:

    RT @Macnotes: Post mobil für iPhone und iPod Touch im Test http://macnot.es/14620

    Antworten 
  •  rw sagte am 14. August 2009:

    Der Preis der Handyportos ist in der Tat etwas hoch. Aber: Ich habe das Handyporto jetzt schon mehrfach genutzt als ich unterwegs war. Und, eines muss man schon positiv anmerken: Es geht schnell, funktioniert einwandfrei und man kann Postkarten auch mal spontan versenden.

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  •  Ulrich Maasmeier sagte am 14. August 2009:

    Also mir reicht die Post Web-App, die lege ich dann in “Web Apps” ab.

    Habe einfach keine Lust, für soviele marginal-funktionale Apps einen App-Speicherplatz zuzumüllen.

    UND: Delivery Status Touch ist sehr viel funktionaler!

    Antworten 
  •  Sabine Lauterbach sagte am 17. August 2009:

    Ich finde dass die im Text erwähnte App PokaMax einfach klasse ist!
    Daher mein Fazit: PokaMax ist sehr empfehlenswert und ich persönlich unterstütze lieber ein junges innovatives Unternehmen!

    Antworten 
  •  Randolf sagte am 18. August 2009:

    Habe Sabine Lauterbach garnicht auf der Pokamax Webseite als PR-Beauftragte erwähnt gesehen ;-)

    Aber ja – ich mag ja persönlich auch Pokamax, aber der Text über mir ist doch arg werb-sprech-lastig.

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  •  @randolf sagte am 18. August 2009:

    klasse Post mobil App für’s iPhone im Test http://macnot.es/14620 (via @Macnotes)

    Antworten 
  •  @3Gstore sagte am 18. August 2009:

    klasse Post mobil App für’s iPhone im Test http://macnot.es/14620 (via @Macnotes)

    Antworten 

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