MACNOTES

Veröffentlicht am  23.08.09, 21:41 Uhr von  ml

Test: Navigon MobileNavigator für iPhone

Mit dem iPhone OS 3.0 machte Apple den Weg für sogenannte Turn by Turn Navigationslösungen auf dem iPhone frei. Zwar beherscht die Maps-Applikation auch Routenplanung, schaltet aber nicht automatisch weiter, sobald man einen Wegpunkt passiert hat.

Zwar wurde der Marktführer bei Navigationslösungen Tom Tom bei der Vorstellung des iPhone OS 3.0 von Apple promotet, allerdings war es die Firma Navigon mit ihrem Navigator, die die erste Navigationslösung für das iPhone präsentierten.

In Sachen Navigation ist die Firma Navigon nicht unbekannt und hat neben voll ausgestatteten Navigationsgeräten auch entsprechende Lösungen für Symbian- und Windows-Mobile-Geräte im Portefolio. In den letzten Wochen haben wir uns deshalb den Weg vom Navigon Navigator zeigen lassen und sagen euch in unserem Test, ob wir dabei auf dem richtigen Weg geblieben sind.

Inbetriebnahme
Vor den ersten Ausflug mit dem iPhone als Navigationsgerät hat der Herr den Download der Software aus dem App Store gesetzt. Die von uns getestete Europa-Version 1.1 mit Karten für 40 Länder schlägt mit knapp 1,6GB zu Buche. Wer dieses Paket anschließend auf seinem iPhone installieren möchte, der muss mindestens 3,5GB freien Speicher auf seinem iPhone haben, denn sonst wird die Installation mit einem Fehler abgebrochen.

Auf Nachfrage bei Navigon bestätigte man uns dieses Problem, hatte aber auch keine Lösung parat. So blieb bis zum Schluss unklar, ob das Problem bei Apple oder bei Navigon zu suchen ist. Hat man den Navigator installiert, kann man anschließend jedenfalls problemlos wieder den Speicher des iPhones bis zum Rand füllen.

Auf geht’s
Der Start der Applikation dauert mit knapp 20 Sekunden recht lange. Danach präsentiert sich das Programm mit vier Knöpfen über die sich die Basisfunktionen abrufen lassen. Hier kann man eine Adresse eingeben oder aus der Liste von interessante Punkten ein Navigationsziel auswählen. Die Take-Me-Home-Funktion ermittelt vom aktuellen Standpunkt aus die Route nach Hause. Mit der Kartenfunktion kann man sich die aktuelle Umgebung anschauen.
[nggallery id=1077]Neben der direkten Eingabe eines Zielpunktes bietet der Navigator noch weitere Möglichkeiten. Häufig angefahrene Zielpunkte lassen sich als Favoriten abspeichern und über die Tabbar der Applikation auswählen. Genauso lässt sich eine Adresse aus dem iPhone-Adressbuch auswählen. Zudem speichert der Navigator die zuletzt angefahrenen Zielpunkte.

Wer nicht nur von A nach B möchte, der wählt die Routen-Funktion. Hier lassen sich unterschiedliche Wegpunkte zu einer Route, z. B. für eine Rundreise, kombinieren.

Um erfolgreich navigieren zu können, benötigt der Navigator zwingend GPS-Empfang. Dafür reicht ein Platz auf dem Amaturenbrett durchaus aus, allerdings muss man dann auch die Anschaffung einer geeigneten Halterung von vorn herein mit einplanen. Bei Fahrzeugen mit größeren Schiebdächern reicht es teilweise sogar das iPhone für ausreichenden GPS-Empfang auf dem Beifahrersitz liegen zu haben.

Unterwegs
Hat man das Ziel eingegeben, dann berechnet der Navigator innerhalb weniger Sekunden die Route und man kann starten. Die Ansagen sind präzise allerdings ist der im iPhone eingebaute Lautsprecher ab Tempo 130 nicht mehr laut genug, um gegen die Fahrgeräusche anzukommen. Hier wird also ein geeignetes Freisprechsystem benötigt. Gestört hat uns zudem, dass die Sprachausgabe auf die Spracheinstellungen des iPhones festgelegt ist und sich nicht unabhängig davon auf eine andere Landessprache umstellen lässt.

Die Darstellung der 3D-Karten erfolgt sowohl im Hoch- als auch im Querformat. Bei mehrspurigen Abzweigungen z. B. auf Autobahnen hilft eine wirklichkeitsnahe Darstellung der Spuren inklusive Straßenschildern auf die richtige Spur zu finden.
[nggallery id=1078]Die Zielführung erfolgte bis auf einen Fall, wo der von der Applikation ermittelte Zielpunkt knapp hundert Meter neben dem wirklichen lag, immer korrekt. Absichtliches falsches Abbiegen veranlasst eine sofortige Neuberechnung der Route, um wieder zum Zielpunkt zu gelangen. Dabei fiel uns auf, dass bei kurz hintereinander folgenden Wegpunkten die Anweisungen oft recht knapp, teilweise erst beim Erreichen der Kreuzung, von der Applikation kommen.

Wer längere Touren mit dem iPhone als Navigationsgerät plant sollte unterwegs für eine ausreichende Stromversorgung sorgen. Die permanente Positionsbestimmung fordert ihren Tribut und nach knapp 2 Stunden ist Schicht im Schacht.

Karten-Updates und Ergänzungen
Dedizierte Karten-Updates gibt es für den Navigon Navigator nicht. Karten-Updates gibt es nur im Rahmen von kompletten Programmupdates. Desweiteren ist es nicht möglich (z. B. über In-App-Purchase) weiteres Kartenmaterial dazu zu kaufen. Das wäre praktisch, wenn man bereits die Regionalversion des Programms besitzt und nur spezielle Karten eines weiteren Landes benötigt.

Fazit
Der Navigon Navigator hat uns in unserem Test mit seinen Funktionen überzeugt. Die mangelnde Lautstärke bei höheren Geschwindigkeiten kann man dem Navigator nicht anlasten, da das iPhone einfach nicht mehr hergibt. Um die Sicherheit beim Fahren nicht zu gefährden, sollte das iPhone gut sichtbar platziert werden. Daher kommt man um die Anschaffung einer geeigneten Halterung nicht herum, die zusätzlich zum Preis für die Software zu Buche schlägt.

Hier wären wir auch beim Kritikpunkt: Der Preis von momentan knapp 80 Euro (sonst 99 Euro) ist in unseren Augen recht hoch. In der selben Preiskategorie gibt es teilweise schon gut ausgestattete Navigationsgeräte inkl. Auto-Halterung. Dafür muss man allerdings auch ein weiteres Gerät mit sich herumschleppen.

Daher sind 4.5 von 5 möglichen Macs aus unserer Sicht voll verdient.
4.5/5Testurteil: 4.5/5 Macs
Bezeichnung: Navigon MobileNavigator
Hersteller: Navigon
Preis: z.Z. 79,99 Euro, sonst ca. 100 Euro (Affiliate)

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 22 Kommentar(e) bisher

  •  @iteliup_NewsBot sagte am 23. August 2009:

    Test: Navigon Navigator für iPhone http://macnot.es/11635 (via @Macnotes)

    Antworten 
  •  @superglide sagte am 23. August 2009:

    RT @Macnotes: Test: Navigon Navigator für iPhone http://macnot.es/11635

    Antworten 
  •  René sagte am 23. August 2009:

    Schreibst du das Fazit noch zu ende?

    Antworten 
  •  René sagte am 23. August 2009:

    Vergiss es. Lag vielleicht am Browser… ^^

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  •  Gdgeh sagte am 23. August 2009:

    Kauft Euch ein zusätzliches Navi, erspart Euch nerviges Rumtippen bei Anrufen während dem navigieren und schwimmt nicht mit dem Strom!

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  •  Simon sagte am 23. August 2009:

    Also ich bin mit der Navigon iPhone App in Kombination mit meiner Kfz-iPhone-Ladestation-UKW-Transmitter-Lösung super zufrieden! Keine Hörprobleme, da die Sprachansagen ja über die Boxen im Auto laufen. Die App ist der Knaller und hat mich noch nie im Stich gelassen. Auch wenn mal jemand anruft… …super!

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  •  Benni sagte am 23. August 2009:

    Guter Witz Gdgeh

    “Kauft euch ein zusätzliches Navi” wie millionen vor uns, aber kauft kein iPhone navi, wie vielleicht ein paar zig tausende.
    Hm was ist nun der größere Strom?

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  •  Adam Riese sagte am 23. August 2009:

    Aber nicht einen Augenblick im Auto lassen, sonst ist ne Scheibe kaputt, wie bei mir neulich. Hätte mich der Typ angerufen (Handy-Nr. liegt auf dem Armaturenbrett) und gefragt, ob er das Navi hätte haben können, wäre es einfacher gewesen. Aber so musste ich 172 Euro Reparatur bezahlen, nur um das schrottige Medion-Navi loszuwerden. So ein Mist. ;-)

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  •  Randolf sagte am 24. August 2009:

    Schöner Test. Aber wie schon im TomTom iPhone Car Kit Artikel kommentiert:

    Da die GPS Signalqualität des iPhones wirklich grottenschlecht ist und es bei mir mit dem Navigon in 50% der relevanten Zeit (wenn ich eben nicht gradeaus fahre, sondern wende, abbiege, usw.) nicht wirklich funktionsfähig ist, kann ich das Navigon nicht produktiv einsetzen.

    Das Prinzip: iPhone, externes GPS-Signal, Ladegerät und Halterung sind genial, weshalb ich aber eigentlich auch einen iPod Touch + Navi-Halterung, bzw. eben ganz traditionell ein Navi mit Halterung (UND TMC, dass ja leider beim Navigon fehlt, weshalb 4,5 Sterne definitiv zuviel sind!) für ca. 100€ kaufen könnte.

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  •  stvee sagte am 24. August 2009:

    ich bin seit ein paar wochen mit der usa version der software in den staaten unterwegs und muss sagen ich bin von der miserablen qualität der software extrem genervt. nicht nur dass das programm extrem träge reagiert, es ist dermaßen langsam dass, nachdem es mich kontinuierlich auf verkehrte routen schickt die neuberechnung immer straßenkreuzungen benutzt an denen ich schon längst vorbei gefahren bin. auch das reality-view ist absolut sinnlos, da es bei den wichtigen highway exits nicht funktioniert und man somit rätselraten darf welche der möglichen spuren man den wählen sollte.
    die entwickler scheinen ihre software nie wirklich in amerika getestet zu haben, denn sonst würden solche blödsinnigen fehler nicht auftreten wie, dass die highways anstatt mit den gängigen himmelsrichtungen mit den auf den schildern meistens nicht auffindbaren städtebezeichungen versehen sind.
    in den häuserschluchten von new york ist das navi gleich gar nicht zu benutzen und auch sonst ist eine benutzung im pedestrian-mode so gut wie unmöglich, da das gerät alle 3 sekunden den standort und somit auch die eingeschlagene richtung neu erkennt und man somit keinen überblick hat wo man ist und in welche richtung man das navi den nun halten muss.
    ich für meinen teil bin von der navigonlösung maßlos enttäuscht und werde mir für europa auf jeden fall die tom tom lösung anschaffen.

    Antworten 
  •  Jürgen sagte am 24. August 2009:

    kann dem test nur zustimmen, die app is einfach nur geil.
    ankommende telefonate drücke ich einfach weg. will ja nicht am ziel vorbei fahren.
    allen unkenrufen zum trotz, ich brauch kein externes navigerät, mir reicht das iPhone völlig aus.

    Antworten 
  •  bono01 sagte am 24. August 2009:

    Das Navi von Navigon geht wenn man es nicht als Hauptnavi nutzt. Allerdings ist es manchmal doch recht träge. Aber es ist nunmal auch kein eigenständiges Navigationssystem sondern immer noch ein Telefon. Also was will man erwarten?!

    Antworten 
  •  chirp sagte am 24. August 2009:

    Also das mit dem 3.5 GB Platzbedarf erklärt sich einfach dadurch, das die .ipa Datei eine .zip Datei ist und sie beim Auspacken nochmal soviel Platz braucht (anscheinend ist der Inhalt kaum zu komprimieren, sonst würde noch mehr Platz benötigt). Das lässt sich, wie anderswo schon beschrieben, dazu nutzen, dass man mit winzip o.ä aus dem Packet Länder rauslöscht, die man nicht aktuell braucht.
    Deshalb wird es zu dem “Problem” auch keine Lösung geben.

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  •  chirp sagte am 24. August 2009:

    @stvee: ich würde an deiner Stelle erst mal testen wie gut sich das Navigon in Europa schlägt und ggf. die TomTom Autohalterung mit dem eingebauten GPS dazunehmen, da ohne diese auch das TomTom die gleiche GPS Qualität hat.

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  •  Hansi sagte am 24. August 2009:

    @chirp: Danke endlich jemand der Ahnung hat. Vielleicht solltest du Redakteur werden?

    Antworten 
  •  Phillip sagte am 24. August 2009:

    Das man bei der Installation rund doppelt so viel Speicherplatz auf dem iPhone haben muss ist normal. Solltet ihr eigentlich wissen. Das App wird erst komplett rüber kopiert, dann installiert und dann die Kopie wieder gelöscht. Ähnliche Probleme gab es vor dem 3GS auch schon bei 2G Kunden mit Myst, welches 1+ GB zur Installation brauchte obwohl das App nur rund 500MB selber groß ist.

    Antworten 
  •  @almayn sagte am 24. August 2009:

    Test: Navigon Navigator für iPhone: http://macnot.es/11635 GPS Empfang hängt stark von Windschutzscheibe (bedampft o. nicht) ab.

    Antworten 
  •  @photoauge sagte am 24. August 2009:

    Test: Navigon Navigator für iPhone: http://macnot.es/11635

    Antworten 
  •  hansdorsch sagte am 24. August 2009:

    Ich bin ja sonst nicht unbedingt für Kombigeräte. Aber NAvi und iPhone passen einfach zu gut zusammen. Außerdem kann ich es so auf dem Fahrrad nutzen, meinem bevorzugten Transportmittel. Übrigens. Hat jemand Erfahrung mit iPhone-Navi und Fahrrad?

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  •  Lennart sagte am 24. August 2009:

    Den Vergleich mit TomTom gibt es übrigens auf touch-navigation.de – vielleicht ist das ja für den einen oder anderen noch eine Kaufhilfe :)

    Antworten 
  •  jefr sagte am 26. August 2009:

    Welche Halterung könnt ihr derzeit empfehlen?

    Danke für Eure Tipps.

    Antworten 
  •  Jörg sagte am 11. November 2009:

    Habe seit einigen Tagen Navigator auf iPhone 3 GS.
    Installation dauert Stunden, GPS funktioniert fast nicht, auch nicht nach
    Reset.
    Navigator und iPhone vertragen sich nicht.
    iPhone ist ein Spielzeug und für Navigation unbrauchbar, selbst auf
    Autobahnen tw. kein GPS. Ansagen kommen viel zu spät, neue
    Routen erst nach vielen Aufforderungen zum Umdrehen usw.usw.
    Support von Apple hierzu: Nicht vorhanden, ungenügend.
    Spart Euer Geld.

    Antworten 

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