MACNOTES

Veröffentlicht am  31.08.09, 12:23 Uhr von  mz

Test: TomTom für iPhone

TomTomMit TomTom for iPhone findet nach Navigon der nächste große Navi-Hersteller mit einer Turn-by-Turn-Lösung den Weg auf das iPhone. Wir hatten die Möglichkeit, die Vollversion mit Karten von Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgiebig zu testen.

Inbetriebnahme
Der Download der knapp 400MB großen App im von uns gewählten Paket verläuft aufgrund der geringen Dateigröße verhältnismäßig zügig und auch die Installation sollte nicht weniger als ein paar Minuten in Anspruch nehmen, danach ist man – vorausgesetzt, man hat eine Möglichkeit, das iPhone im Auto zu laden – auch für längere Strecken gerüstet.

Den Wermutstropfen vorab: eine geeignete Halterung sollte man sich bereits zugelegt haben. Muss das iPhone auf dem Beifahrersitz Platz nehmen, ist die Navigation zumindest optisch schwierig zu bewerkstelligen. Das offizielle TomTom CarKit verspricht zwar neben einer geeigneten, drehbaren Halteposition und der Ladefunktion zur Schonung des Akkus zusätzlich eine Verstärkung des GPS-Signals sowie Möglichkeiten zur verbesserten Tonausgabe über die Autolautsprecher, ist aber bisher noch nicht erhältlich.

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Auf geht’s
An dieser Stelle kann die App allerdings mit einer ihrer großen Stärken punkten: Die Lautstärke der Sprachausgabe ist extrem hoch, so dass man auch bei hoher Geschwindigkeit und entsprechend lauten Außengeräuschen noch klar und deutlich verstehen kann, [singlepic id=4422 w=200 float=right] wohin die frei wählbare Stimme uns leitet. Die für TomTom typische, eher schweigsame Form der Führung durch den Großstadtdschungel hält allerdings auch in der iPhone-Version Einzug.

Die Berechnung der Route profitiert indessen von der hohen Prozessorgeschwindigkeit des in unserem Test verwendeten iPhone 3GS. Innerhalb weniger Sekunden waren wir startklar und verblüfft, wie sehr die grafische Aufbereitung der Routenplanung der auf den von TomTom vertriebenen Geräten gleicht. Für diejenigen, die einmal ein TomTom benutzt haben, ist keine Umgewöhnungsphase notwendig.

Die Heimatadresse lässt sich schnell aus dem Adressbuch des iPhones festlegen, selbstverständlich kann man auch mit wenigen Fingertipps zu Kontakten navigieren – vorausgesetzt, das iPhone kennt deren Adressen.

Unterwegs
Ebenso wie bei den von TomTom selbst angebotenen Geräten lässt sich die Ansicht je nach persönlichem Gusto zwischen 2D und 3D umschalten. Wenn es dunkel wird, schaltet die Software auch hier in den Nachtmodus in dezentem Dunkelgrau.

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Der GPS-Empfang ist auch ohne die Verstärkung durch das hoffentlich bald erhältliche CarKit zumindest im Stadtverkehr recht gut, die Software führte uns sicher durch die Stadt zu unserem Zielort, Routenneuberechnungen gingen ebenso schnell vonstatten wie die Berechnung am Anfang und wurden sofort veranlasst, wenn wir die Strecke einmal um einige Meter verlassen haben. Dem subjektiven Eindruck nach funktionierte die Positionsbestimmung sogar besser als mit einem reinen Navigationsgerät.

Wie schon bei der Navigon-App sei auch hier darauf hingewiesen, dass die GPS-Positionsbestimmung den iPhone-Akku sehr schnell leert. Wer länger als ca. 2 Stunden unterwegs ist, muss für den Rest der Strecke zur guten alten Faltkarte greifen oder für eine externe Stromversorgung sorgen.

Karten-Updates und Ergänzungen
Bisher gibt es keine Hinweise auf separate Updates für die Karten innerhalb der App. Es ist davon auszugehen, dass diese in zukünftigen App-Updates enthalten sein werden, wie dies auch bei der iPhone-Version der Navigon-Software der Fall ist. Wünschenswert wäre es, wenn es die Möglichkeit von In-App-Upgrades gäbe, allerdings finden sich bisher weder in der App selbst noch in der Dokumentation Hinweise darauf.

Fazit
Die TomTom iPhone-App kann prinzipiell auf der ganzen Linie überzeugen. Sie navigiert zuverlässig, wartet mit allen Features auf, die die vollwertigen TomTom-Navis auch bieten und ist komfortabel und schnell zu bedienen. Einzig die Stimme könnte sich während der Fahrt ein wenig öfter zu Wort melden. Als großer Pluspunkt könnte sich das CarKit bei Erscheinen erweisen – denn durch die zusätzliche GPS-Leistung können dann auch Besitzer des iPod Touch ihr Gerät als Turn-by-Turn Routenplaner verwenden. Bisher verfügbar ist lediglich das Handbuch des CarKits.

Bis dahin muss sich der ambitionierte Navi-Benutzer mit bereits erhältlichen Halterungen ohne GPS-Verstärkung begnügen, oder wie hier zu Eigenbaumaßnahmen greifen:

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Alles in allem macht das 4,5 von 5 möglichen Macs.

4.5/5Testurteil: 4.5/5 Macs
Bezeichnung: TomTom D-A-CH (Affiliate)
Hersteller: TomTom International BV
Preis: 69,99 Euro, weitere Versionen erhältlich.

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 15 Kommentar(e) bisher

  •  @maxdzellmer sagte am 31. August 2009:

    RT @Macnotes: Test: TomTom für iPhone http://macnot.es/16609 \o/

    Antworten 
  •  Randolf sagte am 31. August 2009:

    Spannend, dass du keinerlei Probleme mit dem GPS Empfang hattest. Bei mir war das mit der Navigon Software eine Katastrophe und mich würde interessieren, wie TomTom diese bessere Leistung hinbekommt.

    Antworten 
  •  Renegade sagte am 31. August 2009:

    Wie sieht es denn aus mit zum Beispiel Traffic Info, oder HD Traffic? Ist etwas ähnliches überhaupt schon konfigurierbar in der Software, oder gibt es möglichkeiten das mit dem Carkit zu machen? :)

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  •  Mäddin sagte am 31. August 2009:

    Danke für den Test! Ich werd wohl zu TomTom greifen. Nur die eigene Einbauvariante würde ich lassen. Bei der nächsten scharfen Bremsung/Unfall kriegt man da ein schönes Brust-Bein-Piercing….

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  •  mz sagte am 31. August 2009:

    @Renegade: Davon ist leider noch nirgendwo die Rede. Auch in dem erwähnten CarKit-Handbuch kein Hinweis zu eventueller TMC-Unterstützung bzw. Anschlussmöglichkeit. Möglich auch, dass TomTom dieses Feature zur Abgrenzunng den eigenen Geräten vorbehält…

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  •  daniel sagte am 31. August 2009:

    Schönes tmobile logo als netzbetreiber… ;)

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  •  iKasch sagte am 31. August 2009:

    Schade dass iGo nicht ein bisschen mit verglichen wurde. Ich finde es weit besser als navigon und auch tomtom. Tomtom habe ich selbst noch nicht probiert aber von den tests ud den screens her gefällt es mir gar nicht. Ich habe iGo und bin mehr als zufrieden.

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  •  @superglide sagte am 31. August 2009:

    RT @Macnotes: Test: TomTom für iPhone http://macnot.es/16609

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  •  Gadgetto sagte am 31. August 2009:

    Als einziger keine Osteuropa Karten und trotzdem gleich hoher Preis – damit voll durchgefallen!

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  •  AirMJ23 sagte am 31. August 2009:

    Was mich noch interessieren würde ist, ob das iPhone Display die ganze Zeit an bleibt oder auch wie bei Google Route immer wieder in den Ruhezustand zurück geht wenn man das Display ne weile nicht berührt?
    Denn so schön dieser Bericht auch ist und alles. Aber dieses Feature das ich gerade genannt habe ist für mich ein K.O. Kriterium. Also würde mich sehr freuen der mir sagen könnte wie sich das iPhone bei längerer Berührung verhält?

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  •  kermit sagte am 31. August 2009:

    @Gadgetto 100% agree.

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  •  Libertas sagte am 1. September 2009:

    Das Display bleibt während der Navigation eingeschaltet, auch ohne weitere Berührung.

    Antworten 
  •  @macXperts sagte am 1. September 2009:

    Top Thema bei macnotes: #TomTom GPS Navigation für das Apple iPhone im ausführlichen Test unter http://macnot.es/16609

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  •  Ridcully sagte am 1. September 2009:

    Was passiert eignentlich wenn während der Navigation ein Anruf kommt?
    Bei Roadee wird dann die ganze App beendet und ich muss die App neustarten und auch die Navigation neu starten.

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  •  Lennart sagte am 1. September 2009:

    Auf http://www.touch-navigation.de gibt es ebenfalls einen übersichtlichen Vergleich zum Navigon.

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