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Veröffentlicht am  1.09.09, 14:11 Uhr von  kg

iPhone: Ende der Exklusivverträge in Sicht?

iPhone 3GDie Exklusivität der iPhone-Verträge hat offenbar bald ein Ende: In Frankreich wurde der Exklusivvertrag bereits außer Kraft gesetzt, in Großbritannien soll es noch im Herbst soweit sein, in den USA wird ebenfalls seit einigen Monaten über ein Ende des AT&T-Deals gemutmaßt. In China hingegen wurde der Vertrag mit China Unicom gar nicht erst exklusiv abgeschlossen. Kommt bald die weltweite Abschaffung von Exklusivverträgen für das iPhone?

Im Dezember 2008 wurde der iPhone-Exklusivvertrag zwischen Apple und Orange Frankreich aus Wettbewerbsgründen gekippt. Beschlossen wurde dies vom französischen Wettbewerbsrat: Apple müsse es auch anderen Anbietern in Frankreich erlauben, das iPhone zu verkaufen.

Auch für die Briten steigen die Chancen auf ein Ende der Exklusivität: Das iPhone 3G soll es voraussichtlich noch in diesem Monat auch noch bei anderen Anbietern geben – bisher ist o2 einziger Vertriebspartner für das iPhone, die Exklusivrechte für das iPhone 3GS werden sie auch in Zukunft haben.

Gene Munster, Analyst bei Piper Jaffray, sieht nun auch in den USA ein Ende des Exklusivvertrages zwischen Apple und AT&T. Der Grund dafür ist denkbar einfach: Wird das Gerät bei mehr als einem Anbieter verfügbar gemacht, lassen sich die Absatzzahlen steigern – gezeigt haben das auch Statistiken aus Frankreich, wo die der Marktanteil nach Ende der Exklusivität um 40% gestiegen ist. Auch die Regulatoren in den USA, darunter die Federal Communications Commission (FCC), haben noch ein Wörtchen mitzureden: Sie überprüfen derzeit, ob die aktuellen Verträge rechtswidrig sind. Für AT&T wäre der Verlust des iPhone ein Desaster, schließlich hilft es dem Anbieter derzeit dabei, die Verkaufszahlen und die Einkünfte stabil zu halten.

In China ist die Sache noch interessanter: Apple hat gestern offiziell bestätigt, dass der Vertrag zwischen ihnen und China Unicom kein Exklusivvertrag ist, ob aber noch mit anderen Anbietern verhandelt wird, ist unklar. Ein Grund, warum China Unicom vorerst alleiniger Vertriebspartner in China sein wird: Der Netzstandard WCDMA, der für das iPhone benötigt wird.

In Deutschland ist ein Ende der exklusiven Vermarktung des iPhone nicht in Sicht: Mitte August hieß es aus internen Quellen, dass der bestehende Vertrag zwischen Apple und T-Mobile bis November 2010 verlängert wurde.

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 7 Kommentar(e) bisher

  •  @stitevs sagte am 1. September 2009:

    iPhone: Ende der Exklusivverträge in Sicht? http://macnot.es/16836

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  •  flippidu sagte am 1. September 2009:

    Tja, in Deutschland ist Wettbewerb nicht gewünscht. Siehe auch die Stromanbieter. Hier wird über die Köpfe hinweg entschieden. Der Wettbewerb steht nur auf dem Papier oder in den Parolen der Lobbyisten.

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  •  Benni sagte am 1. September 2009:

    Ich finds irgendwie lustig. In China wird man beim iPhone (wenn auch nirgendwo anders) weniger unterdrückt als in Deutschland?

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  •  @mehrspassdennje sagte am 1. September 2009:

    RT @Macnotes iPhone: Ende der Exklusivverträge in Sicht? http://macnot.es/16836

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  •  thoralf sagte am 1. September 2009:

    nein, in China gibts ja auch nur IPhones mit unterdrücktem Wlan

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  •  Dio sagte am 1. September 2009:

    In Österreich gibt es das iPhone schon lange von zwei Anbietern: Orange und T-Mobile. Ersterer ist etwas günstiger, letzterer hat ein besseres Netz, das aber leider trotzdem nicht an A1 heranreicht, wie ich aus leidvoller Erfahrung bestätigen kann (hatte mit meinem T-Mobile-iPhone in meiner Wohnung mitten in Wien kein Netz, mit A1 hingegen in allen Zimmern vollen Empfang).

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  •  Julian sagte am 17. September 2009:

    Es hat mich schon seit jeher gewundert, wer die Absatzfunktion bei Apple für das iPhone aufgestellt hat – ein Exklusivanbieter mit Preisen, die sich nun mal nicht jeder leisten kann. Klar, dass da die Absatzzahlen auf der Strecke bleiben und umso mehr verwunderlicher ist es dass es einfach keiner bei Apple vorher erkannt hat sondern erst die Kündigung des Vertrages mit Orange und die damit verbunden steigenden Absatzzahlen zu einer neuen Erkenntnis bei Apple geführt haben…

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