MACNOTES

Veröffentlicht am  22.09.09, 11:02 Uhr von  cs

Rezension: AppleScript 1-2-3

AppleScript 1-2-3Wer auf einem Mac Aufgaben automatisieren oder Anwendungen wie z. B. iTunes mit einfachen Mitteln erweitern möchte, wird früher oder später auf AppleScript stoßen. Hiermit können die Aufgaben per Skript automatisiert werden. Für den umfassenden Einstieg und als Nachschlagewerk liegt jetzt das von Apple zertifizierte Werk AppleScript 1-2-3 von Sal Soghoian und Bill Cheeseman vor.


Inhalt

Das Buch umfasst 800 Seiten und ist generell in zwei Teile untergliedert, die in insgesamt 30 Lektionen unterteilt sind. Im ersten Teil wird der Leser behutsam in die Welt von AppleScript eingeführt. Mit einfachen Skripten, einem ersten Überblick über die teilweise gewöhnungsbedürftigen Syntax und die Verwendung der Werkzeuge führen die Autoren den Leser im ersten Kapitel Schritt für Schritt an das Thema AppleScript heran. Die Sprachsyntax wird anhand einfacher Beispiele im Finder erläutert.
Beispiele wie “tell application “Finder” to close every window” zeigen das Konzept hinter AppleScript und die nahe Anlehnung an die englische Umgangssprache.

Um die Sprachsyntax zu verdeutlichen, hier ein einfaches Beispiel, das ein Bild auf 128 Pixel (längste Seite) skaliert:

set this_file to choose file without invisibles
set the target_length to 75
try
tell application "Image Events"
-- Image Events starten
launch
-- Öffnen des ausgesuchten Bildes
set this_image to open this_file
-- Bildgroesse auf 128px (laengste Seite)
scale this_image to size target_length
-- speichern
save this_image with icon
-- Aufraeumen
close this_image
end tell
on error error_message
display dialog error_message
end try

Aufbauend auf die grundlegenden Themen werden in Teil zwei weiterführende Themen behandelt. Dazu zählen Subroutinen, Ordneraktionen, Bildbearbeitung oder Datumsoperationen. Alle Befehle und Funktionen werden anhand von einfachen und nachvollziehbaren Beispielen erklärt. Wenn notwendig, werden Screenshots zur Erläuterung eigesetzt.

Layout und Gestaltung

Die Autoren benutzen viele Beispiele, um die Philosophie hinter AppleScript zu erläutern. Screenshots werden zur Erläuterung des Editors und auch zur Darstellung der Ergebnisse eingesetzt. Die Ausdrucksweise ist jederzeit verständlich und nachvollziehbar. Der Aufbau ist logisch und auch für Einsteiger sinnvoll. Fortgeschrittene Entwickler können anhand des detaillierten Index dieses Buch als Referenz nutzen.

Fazit

Wer schon immer den Einstieg in AppleScript wagen wollte und ein Buch zum Nachschlagen, sowie für den Einstieg suchte, ist mit diesem umfassenden Werk sehr gut bedient. Ist der Einstieg anhand der Einführungskapitel gelungen, stehen viele weitere Themen wie Datenbankzugriffe, objektorientiertes Skripting oder GUI Skripting zur Verfügung um sein Wissen zu verbessern. Die Werkzeuge, allem voran der ScriptEditor, werden ausführlich erklärt. Anhand vieler Beispiele wird alles anschaulich erklärt. Wer sich beim Abarbeiten immer gleicher Routinen und Aufgaben auf seinem Mac ertappt und sich fragt, ob so etwas nicht leichter geht, sollte definitiv einen Blick auf AppleScript und dieses Buch werfen.

5/5
Testurteil: 5/5 Macs
Bezeichnung: AppleScript 1-2-3
Hersteller: Addison-Wesley
Preis: 49,80 Euro (Affiliate)

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 5 Kommentar(e) bisher

  •  @PimpYourMac sagte am 22. September 2009:

    @AddisonWesley Ist ja auch ein Klasse Werk! #AppleScript 1-2-3 http://macnot.es/18779

    Antworten 
  •  Tekl sagte am 22. September 2009:

    Danke für die Rezension. Vielleicht verstehe ich mit dem Buch ja endlich mal das Konzept von AppleScript und muss nicht mehr ständig die Syntax recherchieren oder raten. Dabei habe ich schon unzählige, auch komplexere AppleScripts verbrochen und muss mich trotzdem jedes Mal neu einfinden, besonders wenn’s um Dateinamen und Pfade geht.

    Antworten 
  •  Tekl sagte am 22. September 2009:

    Eine Frage zum Buch. Laut Index scheint es nicht vollständig zu sein. Oder wird doch z. B. auf “containing” und “does not contain” eingegangen?

    Antworten 
  •  cs sagte am 22. September 2009:

    @Tekl: Es wird natürlich auch auf den Containing-Operator eingegangen. (contains, does not contain). Diese gehören generell zum Oberbegriff Operators.

    Antworten 
  •  Tekl sagte am 23. September 2009:

    Danke. Wobei ich nie verstehe, warum der Index heutiger Bücher oft so unvollständig oder unbrauchbar sortiert ist. Ein Index muss ohne Vorwissen oder großes Nachdenken nutzbar sein. Das fällt mir in der letzten Zeit öfter mal auf.

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