MACNOTES

Veröffentlicht am  23.09.09, 11:47 Uhr von  

Apple vs. Palm Pre: iTunes-Synchronisationsstreit eskaliert

iTunesIn den Streit zwischen Apple und Palm hat sich nun die USB-Regulierungsstelle USB Implementers Forum eingeschaltet. Weil Palm seinen Pre via iTunes synchronisiert und Apple gelegentlich die Palm-User bei Updates aussperrt, ist die Stimmung zwischen beiden Unternehmen gespannt. Palm droht nun jedoch eine Bauchlandung.

Apple sperrt den Palm-Sync via iTunes durch die Blockade von Geräten mit einer Palm-Vendor-ID. Was Palm nicht behagt, laut dem USB-Forum aber keinerlei Verstoß gegen Richtlinien darstelle. Palm hatte wegen der Aussperrung Beschwerde eingelegt, Apples Vorgehen verstoße gegen offene Standards.

Richtig verärgert scheint das Regulierungsforum indessen über eine Ankündigung Palms zu sein, in Zukunft Apple-Vendor-IDs auf seinen Geräten einzusetzen, um die fortgesetzten Aussperrungen durch iTunes zu verhindern. Nachdem sich das Forum zunächst offenbar zurückhaltend zur Sache äußerte, folgte auf dieses Statement eine direkte Reaktion: damit wäre ein Richtlinienverstoß gegeben und Palm solle zügig klarstellen, was diesbezüglich geplant sei.

Möglicherweise wird damit die letzte Möglichkeit für Palm verbaut, den Pre via iTunes zu synchronisieren. Ob das gute oder schlechte Nachrichten sind, liegt im Auge des Betrachters – es liegt nahe, Palm Trittbrettfahrerei zu unterstellen, ebenso berechtigt dürfte die Kritik der Anwender sein, die wenig Sinn darin sehen, dass alle Hersteller ihre eigenen Suppen kochen, anstatt Standards zu schaffen, zu nutzen und wechselseitig Kompatibilität herzustellen.

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 24 Kommentar(e) bisher

  •  @alexf10 sagte am 23. September 2009:

    RT @Macnotes: Apple vs. Palm Pre: iTunes-Synchronisationsstreit eskaliert http://macnot.es/18996

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  •  moonwalker sagte am 23. September 2009:

    ich find es auch eine Frechheit von Palm einfach Itunes für ihre Zwecke zu bebrauchen ist ja schließlich eine Apple Software !!!!

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  •  cs sagte am 23. September 2009:

    Palm hat es leider bischen verzockt. Sie hätten auf Songbird oder andere iTunes-CLones setzen können. Dazu eine Anbindung an Amazon MP3-Store. Aber nein, man hat mit einem Marketing-Stunt versucht iTunes “zu öffnen”. Dabei Standards nicht erfüllt. Selbst schuld. Leider. Denn: Konkurrenz hätte das Geschäft belebt…

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  •  phranck sagte am 23. September 2009:

    Es mag gegen die Richtlinien verstoßen und und es mag kein feiner Zug von Palm sein. Aber was dieses Possentheater soll, entzieht sich mir als Anwender. Mir wäre es lieber, wenn die Hersteller keine Kriege gegeneinander führen, und stattdessen lieber ihre Kunden fragen würden, was die denn wollen. Und da sehe ich weniger die sagen, der Pre soll in Sachen iTunes-Sync außen vor bleiben.

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  •  iPete sagte am 23. September 2009:

    Wer sich nen Palm kauft hat selber Schuld !

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  •  nick sagte am 23. September 2009:

    Mich würden die Gründe interessieren, warum Apple den Palm aussperrt. Streng genommen kann es ihnen egal sein, welche Hardware iTunes benutzt. Müssen ja nur den Support/Gewährleistung in solchen Fällen ausschließen und gut ists. Apple mach sich in meinen Augen durch solche Aktionen nicht sympathischer.

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  •  Also echt sagte am 23. September 2009:

    Apple ist genau so ein Verbrecherverein wie Microsoft. Stimme dem Ende des Artikels und User phranck komplett zu.

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  •  Dirk sagte am 23. September 2009:

    @nick
    Der Grund ist doch ganz einfach – Apple will seine iPhones verkaufen.

    Ob das alles sinnvoll ist, mag dahingestellt sein.
    In der Konsequenz würde das bedeuten:
    Gäbe es bald eine Spiegelreflex-iCam, so müsste iPhote Nikon, Canon & Co ausschließen.

    Bin übrigens Mac und iPhone-User, aber muss ja dennoch nicht alles richtig finden.
    Warum muss Microsoft in Europa den InternetExplorer separat beilegen, während Apple den Safari installieren darf?!

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  •  zentis sagte am 23. September 2009:

    Apple sollte sich lieber freuen, dass auch Besitzer von “Fremdgeräten” ihr iTunes nutzen und so vielleicht auf den den Geschmack kommen mehr und öfter mit Apple-Software arbeiten zu wollen.

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  •  repel sagte am 23. September 2009:

    rein rechtlich gesehen ist die vorgehensweise von PALM natürlich bedenklich – als user wünsche ich mir allerdings natürlich die größtmöglichste durchlässigkeit und konnektivität der einzelnen systeme.
    wenn ich mich für iTunes entscheide, möchte ich natürlich nicht automatisch an die nutzung eines iphones gebunden sein und umgekehrt, wenn ich ,aus welchen gründen auch immer, mich für den kauf eines palm pre entschieden habe, wäre es ein großartiger service von apple, wenn sie dessen nutzung via iTunes zulassen würden. apple würde in meinen augen nur gewinnen!
    man kann sich des eindrucks nicht erwehren, daß apple den palm pre als echte konkurrenz erkannt hat …

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  •  chino sagte am 23. September 2009:

    @Dirk:

    “Warum muss Microsoft in Europa den InternetExplorer separat beilegen, während Apple den Safari installieren darf?!”

    Die Antwort ist ja wohl einfach. Microsoft hat eine marktbeherrschende Stellung inne. Davon ist Apple noch weit entfernt, zumindestens was die Computerwelt betrifft.

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  •  Dirk sagte am 23. September 2009:

    @chino
    Das erklärt aber nicht die Ungleichbehandlung.
    Darf jemand, der ein bestimmtes Marktsegment nicht beherrscht mehr?

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  •  flippidu sagte am 23. September 2009:

    @chino
    Ja, weil die Auswirkungen dann nicht den Markt verändern.

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  •  Tope sagte am 23. September 2009:

    Daß Appl€ immer sein eigens Süppchen kochen muss und andere aussen vor hält geht mir auch echt gewaltig auf den Senkel. Und das wird auch mit Sicherheit der ausschlaggebende Grund sein wenn ich eines Tages wieder zurück in die PC-Welt wechseln werde.

    So habe ich mir neulich ein TV-Kabel für meinen iPod Touch gekauft. Seit dem Update auf 3.0 meint der Touch nun plötzlich, daß das Teil kein Originalteil sei. Jetzt kann ich es natürlich nochmal kaufen zu gewohnten Appl€preisen. Vielen Dank Appl€ !

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  •  Braach sagte am 23. September 2009:

    @Dirk
    Der Internetexplorer lässt sich aber nicht deinstallieren, Safari wohl schon, indem du ihn einfach in den Papierkorb ziehst.
    Gruss

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  •  Misthaufen sagte am 23. September 2009:

    Apple sollte sich doch freuen! iTunes findet so noch mehr Anwender, verstehe die Aufregung nur bedingt. Klar, ist Konkurrenz und Apple will mehr iPhones verkaufen, ist verständlich, aber die Aktion trotzdem übertrieben!

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  •  Tekl sagte am 23. September 2009:

    > … ebenso berechtigt dürfte die Kritik der Anwender sein …

    Das ist die einzig berechtigte Kritik. Die Geräte sind für Anwender gemacht. So zumindest werden sie vermarktet.

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  •  vormi sagte am 23. September 2009:

    @Tekl: in welcher welt lebst du denn?

    iTunes gehört Apple und wird an User verbreitet, damit diese sich damit Musik runterladen können und ihre iPods/iPhones syncen können.

    Das ist keine Frechheit, sondern ganz normale Firmenstrategie!

    Ich weiß, der Großteil der Poster hier sind der Meinung, dass Apple kommunistisch alle seine errungenschaften und Innovationen aus iTunes für die Konkurrenz bereitstellen sollte, aber ihr müsst doch zugeben, dass das mit der Realität nicht viel zu tun hat!

    Polemik pur… Wieso bastelt sich denn Palm nicht selbst einen Musik-Player? wer sich in iTunes reinskriptieren kann, der kann auch ein eigenes Programm bauen!

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  •  Jordy sagte am 23. September 2009:

    Ich arbeite mit verschiedenen Systemen (Mac, Linux und auch Windows) alle haben ihre Vor- und Nachteile. Ein echtes Problem ist aber immer wieder die Synchronisation der Geräte, zumindest kostenlos bereitet es Probleme. Da würde ein Plattformübergreifender Standard, nicht nur für mobile Enderäte, immens helfen. Da weder Apple noch Windows das wünschen wird es auch in Zukunft keine Lösung dafür geben.

    Dass ein kleiner Anbieter weniger den Markt verändert als ein großer halte ich für an den Haaren herbeigezogen. Eine Innovation eines “kleinen” hat ja wohl den ganzen Markt aufgemischt (iPod).

    Symphatisch finde ich weder Mac noch Windows und das “Interesse des Kunden” haben beide nur solange im Blick bis die Kreditkarte durchgezogen ist. Unabhängig davon ob sie groß oder klein sind.

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  •  Chilloutman sagte am 23. September 2009:

    Es ist ja nicht so als ob man den Pre nur mit iTunes benutzen kann. Den kann man beliebig mit mp3 Dateien füllen. Deshalb ist das ganze nur halb so schlimm für den Anwenden. Aber ich bin mal gespannt was Palm als nächstes macht.

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  •  Krest sagte am 23. September 2009:

    Ich finde Palms Verhalten mehr als lächerlich. Die tun so als ob sie ein Anrecht darauf hätten mit iTunes syncen zu dürfen. Ich konnte meinen Newton auch nie mit Palm Desktop Syncen… und? So ist das doch überall. Gleiches git für WinMo und den ganzen anderen Kram.

    Frech finde ich, dass Palm Apple USB Vendor ID einfach benutzt. Die Vendor ID darf nur vom jeweiligen Hersteller benutzt werden und muss afaik auch bezahlt werden.

    Und bevor das geschrei losgeht das Apple die Vendor ID benutzt um andere geräte auszuschließen: genau dafür ist die Vendor ID da. Die stellt z.B. auch sicher dass dein Scanner von der mitgelieferten Scansoftware erkannt wird und auch nur damit läuft. Das gilt für alle USB Geräte die mit einer bestimmten Software zusammenarbeiten. Das sollte Palm auch wissen, die haben immerhin auch Geld für ihre eigene ID bezahlt. Um so dreister ist der Versuch Apple beim USB Forum anzuschwärzen.

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  •  Janosius sagte am 23. September 2009:

    ICH BIN DAGEGEN das Apple die alten Microsoft Alluren aufnimmt. In meinem Geschäft war ich immer gezwungen beides zu nutzen. Apple zugegeben später, seit ’99. Dabei hat mich immer begeistert daß ich MS-Volumes und -Formate mit Mac lesen konnte. Jedoch nie umgekehrt, was mich natürlich gegen MS aufgebracht hat. Nun ist es leider soweit daß Apple wichtig genug wird, um selber monopolistische Züge anzunehmen. HOFFENTICH geht das nicht weiter so!

    Wie genial wäre es, wenn wir unser iPhone, wie die alten iPods, mit FireWire Kabeln an jedem x-beliebigen Mac – und per USB an jedem anderen Rechner -, als Festplatte nutzen könnten, quer durch die Tools synchronisieren und Daten laden, Tethering nutzen könnten und Apps frei verkäuflich wären. Nichtmalmehr ein Dock ist mitgeliefert.

    Nein, es dürfen nicht nur die Kontroll- und Sicherheitsstufen bei Apple sein, die Apps “zulassen” – oder eben nicht -, nein wir müssen auch noch Online aktivierte Geräte aktzeptieren, die wir super-teuer bezahlen und dazu noch Ausschlüsse von guten Systemen – wie Palm eines ist.

    * Nutze übrigens ausschließlich Apple, also kein Palm, ist trotzdem einmal aufregen wert.

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  •  Mäddin sagte am 24. September 2009:

    @Dirk: Da vermischt du Birnen und Apfel (harhar). Der IE hat eine marktbeherrschende Stellung. So wie iTunes auch. Soweit so gut.
    Doch Microsoft nutzt(e) den IE um eigene “Webstandards” als auch die eigenen Services zu pushen und dazu den IE tief im System verbandelt um Argumente gegen eine Entfernung zu haben. DAS tut Apple mit Safari nicht!

    Zu Palm: es wundert mich dass in den vielen Jahren des iPod+iTunes Bundles kein MP3-Hersteller diesen Weg gegangen ist. Und es ist doch sehr verwunderlich, wie Palm hier arbeitet. Sich den Weg zu iTunes zu erschleichen und auch noch zum USB Gremium zu gehen, im Wissen selbst gegen die Regeln zu verstoßen, zeigt mir warum Palm heute da steht wo es steht und nicht mehr da wo es mal war.

    Apple täte sicher gut daran zumindest eine API für den Abgleich von Liedern ohne Schutz bereitzustellen.
    Was aber Palm angeht denke ich dass neben der Sicherung der iPhone und iPod-Verkäufe auch ein Support-Problem steht und Apple nicht in Lage kommen will, böse Palm-User auf sich zu ziehen wenn der Sync nicht funktioniert (Daten gelöscht, etc.) weil WebOS eben nur so tut als ob es passen würde…

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  •  Tope sagte am 24. September 2009:

    @Janosius: Du sprichst mir aus der Seele
    In meinen Augen hat Appl€ Microsoft längst in ihren Machenschaften überholt. Die Tatsache, daß alles aus diesem Haus einzig und allein darauf abgestimmt ist noch mehr Geld zu scheffeln macht mir auch keine Hoffnung, daß sich das in naher Zukunft ändern wird. Ich vermute, daß es eher noch schlimmer werden wird.

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