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Veröffentlicht am  7.10.09, 11:20 Uhr von  

Doubletwist: Update der iTunes-Alternative bringt amazon mp3-Integration

DoubleTwist Media PlayerEmbrace Choice: nach der aggressiven Ankündigung, mit der aktuellen DoubleTwist-Version quasi Apples Erbe anzutreten, enttäuscht das Ergebnis. Die gestern erschienene 1.09b-Version von DoubleTwist soll als das “bessere iTunes” für Wahlfreiheit, Userfreundlichkeit und das Überwinden von System- und Formatgrenzen stehen und optimalerweise alle Medien auf allen verwendeten Geräten gleichermaßen spielen. Statt dem Mediencenter schlechthin kam eine Amazon mp3-Shopintegration.

[singlepic id=2888 w=200 float=right] DoubleTwist-Entwickler “DVD-Jon” Jon Lech Johansen plant mit DoubleTwist das verteilte Mediencenter der Zukunft – Apples Bedienungsfreundlichkeit, dazu Unterstützung zahlreicher Peripheriegeräte und Gadgets, fortgeschrittene Medienverwaltung on- wie offline, Buddysystem und insbesondere das Handling aller gängigen Dateiformate und Codecs. Der Start war vielversprechend, die jüngsten Ankündigungen vollmundig, allein, die neue Version enttäuscht. Spannende Buddy- und Filesharingfunktionen gab es von Anfang an, ein paar nette weitere Features folgten, am iTunes-Style der Applikation hielt man ebenso vom Launch an fest, der Rest der interessanten Funktionen lässt weiter auf sich warten.

Konkret fällt bei der aktuell erschienenen DoubleTwist-Version zweierlei ins Auge: das iPhone wird immer noch nicht unterstützt, stattdessen gibt es eine Integration des Amazon-MP3-Shops. Auf den zweiten Blick wird es noch schlimmer, denn bei dem stellt sich heraus, dass die Amazon-Integration – vermutlich als deutschland-spezifisches Problem – nicht funktioniert.
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Richtig viel mehr als die früher getestete Version von Doubletwist kann das Programm nicht – und schaut man sich die Amazon-Integration an, hat man den Eindruck, dass sich daran auch nicht viel ändert. Der Look des iTunes-Store wurde bemerkenswert genau adaptiert. Dass man dabei alle Mängel des Apple-Musikstores – insbesondere die fehlenden “Browserfeatures” wie Tabs oder eine vernünftige History – gnadenlos kopiert hat, aber keinen wirklichen Mehrwert bietet, sagt leider viel aus. MP3s shoppen ist auf Amazons Homepage einfacher und angenehmer, Apple-Look hin oder her.

Solang die umfassende Integration der Geräte und Medien das iPhone außen vor lässt, wird das Mac-Lager DoubleTwist weiter links liegen lassen. Zurecht – trotzdem schade, denn einige Nutzer würde eine Ausbruchsmöglichkeit aus der iTunes-Monokultur auf dem Mac durchaus interessieren.

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 7 Kommentar(e) bisher

  •  IngoZ sagte am 7. Oktober 2009:

    Frage an den Verfasser: iPhone User?

    Antworten 
  •  rj sagte am 7. Oktober 2009:

    Aber hallo!

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  •  IngoZ sagte am 7. Oktober 2009:

    Ok. Warum willst du dann DT nutzen? Du bist doch zwangsläufig auf iTunes festgenagelt. Für mich als Nokia Besitzer ist DT die zurzeit brauchbarste Alternative. Die Nokia Software für den Mac ist nicht unbedingt der Brüller und Salling Media Sync ist mir einfach suspekt.

    Ich gebe dir Recht, dass Amazon MP3 ziemlich halbherzig implementiert ist. Da ich aber eben halt auch iTunes nutze und dort auch meine Musik kaufe, geht mir das auch völlig am Hintern vorbei.

    Vorschlag: Lege dein iPhone mal nur für 1 Woche beiseite und schnapp dir ein aktuelles Handy ohne Apfel-Logo und Versuch dein Glück…

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  •  rj sagte am 7. Oktober 2009:

    Ich mag iTunes nicht :) Und klar schreib ich aus der Mac/iPhone-Perspektive, unter der scheint es irgendwo etwas sinnbefreit, iTunes eben noch mal zu erfinden. Mich freut es auch zu hören, dass DT auf anderen Plattformen zur ernsthaften Alternative wird. Nur kann ich es nicht wirklich nachvollziehen, was diese extreme Anlehnung an Look, Feel und Konzepte von Apple/iTunes dann soll, wenn eben die “klassische” Mac-Plattform eben nicht bzw. kaum Zielgruppe ist. Die Kritik, dass ich da das Hauptaugenmerk drauf habe und im Text auch hatte, muss ich mir gefallen lassen, aber diese ist nun mal auch ein etwas zentraleres Thema hier :) Und DT legt sich eben auch explizit mit *Apple* an, was das angeht – wenn das eine schöne Alternativbibliothek für Nokiauser und PC-Anwender ist, wunderbar – aber was soll dann die Geschichte mit den Werbeflächen auf der Macworld oder dem 1984-Macspot-Remix? Irgendwie kommt mir das dann eben wo vor, als wenn Suzuki ein geiles Motorrad baut und in der Werbung permanent drauf hinweist, dass die neue S-Klasse vonh Daimler da nicht mithalten kann. Dann lege ich eben auch andere Kriterien an.

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  •  IngoZ sagte am 7. Oktober 2009:

    Stimmt soweit. Aaaaber, ursprünglich ist DT angetreten um eben halt auch anderen Geräten ein Sync-Möglichkeit zu bieten und zwar auf dem Mac und unter Windows. Das ist irgendwie mit der Zeit vollkommen untergegangen. iPhone/iPod Sync sind da eher eine Zugabe gewesen (man sieht es an der nicht existenten Unterstützung der Geräte der neueren Generationen).

    Das sich DT mit Apple ‘anlegt’ ist reines Marketing. Trommeln gehört zum Handwerk. Der am lautesten trommelt wird auch besser gehört.

    Aber wie gesagt, ich verwalte meine Musik mit iTunes und nutze DT als reines Sync-Tool, die restliche Funktionalität wie Amazon MP3 und iTunes-Klon ist für mich so überflüssig wie ein Kropf.

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  •  Michael sagte am 7. Oktober 2009:

    Kann Songbird mit dem iPhone kommunizieren?

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  •  Chilloutman sagte am 7. Oktober 2009:

    Mir kommt da sofort ein Gedanke: Palm könnte sich doch wunderbar mit dem DVD-John und seinem DoubleTwist verbünden, wenn sie schon zu faul sind um ihr eigene Sync-Application zu schreiben. Aber sie hacken sich ja lieber in iTunes rein…

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