MACNOTES

Veröffentlicht am  7.10.09, 18:01 Uhr von  

Dungeon Hunter für iPhone im Test

Dungeon HunterIm Asterix-Duktus könnten wir das Jahr 2009 schreiben lassen und darüber berichten, dass Gameloft sich dem Diktat widersetzt, Preis- und Leistung unter einen Hut bringen zu müssen. Was wenig kostet, muss auch wenig bieten. Bei Dungeon Hunter ist Gameloft etwas gelungen, das Teile der Redaktion die letzten Tage durchweg beschäftigte und vom Spielumfang nicht mehr als Spiel für Zwischendurch angesehen werden kann. Mehr über die Erfahrungen mit Dungeon Hunter im Testbericht.

Die Kollegen mussten teilweise unter meinen Kommentaren ächzen, die in der Regel durchweg positiv ausfielen. Dungeon Hunter ist natürlich auch ein Sandbox-Game (Hero of Sparta oder Assassin’s Creed lassen grüßen) und soll in seiner Spielanlage den Action-Rollenspiel-Titel von Blizzard, Diablo, immitieren. Erst wollte ich für dieses Review die Anzahl der verfügbaren Charaktertypen – es gibt aktuell nur 3 (Schurke, Krieger, Magier) – als Kritikpunkt geltend machen. Doch dann erinnerte ich mich an das Ur-Diablo und musste feststellen, dass es dort nicht besser bestellt war, um die Anzahl von Charakterklassen. Gegenüber der hauseigenen Konkurrenz hat Gameloft aber durchaus noch ein wenig an Funktionalität obendrauf gesattelt.
 
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Tipp-Steuerung

Als ich Dungeon Hunter das erste Mal zur Hand nahm, probierte ich zunächst ein wenig mit den Optionen herum. Es gibt 2 Steuerungsvarianten. Die Kontrolle via virtuellem Digikreuz würde ich niemandem freiwillig empfehlen. Zum einen hat Gameloft hier die Balance noch nicht gefunden, zum anderen wird einfach zu viel von dem Teil des Bildschirms von den eigenen Fingern bedeckt, in dem es manchmal zu Kampfhandlungen kommen kann. Stattdessen “muss” man sich für die Tipp-Steuerung entscheiden. Sie ist zwar ebenfalls nicht zu 100% optimiert, doch sie ist wohl “die” optimale Lösung für ein Spiel wie dieses. Man tippt einfach dorthin, wo die eigene Spielfigur sich hinbewegen soll. Während Kampfaktionen tippt man zudem einzelne Gegner an, um den Protagonisten zu ihnen auszurichten, denn Kontrolle ist immer besser. Zwar würde sich der Charakter auch automatisch dem Gegner zuwenden, doch muss man sich durchaus strategisch verhalten, wenn mehrere Schargen auf einen Einklöppeln. Dungeon Hunter ist ein Action-Rollenspiel, aber vor allem ein Vertreter des Hack and Slay, trotzdem sollte man nicht blind in ein Rudel von angreifenden Assassinen, Skeletten, Zombies, Geistern, Spinnen, usf. laufen.
 

Magie und so

Die Geschichte um unseren Helden ist eine, deren Werdegang von Geburt an wir mit der Wahl Charakter-Klasse nur ein wenig verändern. Grundsätzlich sind wir bereits gestorben. Die Hand der Frau, die wir unsere große Liebe dachten, hat uns einst niedergestreckt. Sie bringt nun Verderben über das Land. Ein Grund, warum wir wieder zum Leben erweckt worden sind – ein bisschen so wie Sly Stallone in Demolition Man, nur mit einem Schuss mehr Magie -, um dem Bösen Einhalt zu gebieten, das man selbst scheinbar sonst nicht in den Griff kriegt.
 

 
Wir kriegen eine Fee an unsere Seite gestellt und werden im Spielverlauf weitere finden und befreien, die uns die Anwendung von magischen Angriffen erlauben. Diese Feen sind mit den Elementen verbandelt und schützen unseren Charakter entsprechend gegenüber elementaren Angriffen. Je nachdem welche Fee wir als Begleiterin auswählen, können wir manche Gegner mit Hilfe ihrer Magie besser oder schlechter besiegen. Gegnertypen gibt es ziemlich viele. Manche allerdings unterscheiden sich nur in der Farbe, weil sie ebenfalls von anderen Elementen gespeist wurden, nicht aber in ihrem Angriffsschema. Dazu kommen noch diverse End- und Zwischengegner. Insgesamt recht viele verschiedene Kontrahenten, die sich uns in den Weg stellen. Für diese Feen werden wir dann im Schloss Gothicus noch einige Aufträge erledigen müssen, die den Spielumfang an der Stelle nochmals extrem erweitern.
 

Wo bin ich

Eine Karte erlaubt die Navigation von Station zu Station. Wer möchte, kann aber natürlich überall zu Fuß herumwandern. So eine Karte hätte mit Sicherheit eine willkommene Ergänzung im Ur-Diablo dargestellt. Denn dort war das Fortkommen teilweise recht mühsam, und die Portale halfen auch nicht immer. Gestorben wird in Dungeon Hunter nicht. Selbst wenn wir das Zeitliche segnen, sind wir kurze Zeit später am letzten Speicherpunkt wieder auferstanden. Um seinen Charakter aufzuleveln, empfiehlt es sich, einige Stationen häufiger zu besuchen. Grundsätzlich ist das Fortkommen aber auch so gesichert. Einzig an einer Stelle im Spiel könnte man spontan den falschen Weg einschlagen, und zwar auf der “Südstrasse”. Wenn man sich dort irgendwann unter die Erde in eine Höhle begibt, wird man vielleicht noch nicht stark genug sein, um sich den Gegnern zu widersetzen; ich bin in dieser Zeit oft wieder auferstanden. Und um die Tipps an dieser Stelle fortzusetzen: Ein Neustart des Spielgeräts ist dringend empfohlen um den Arbeitsspeicher zu leeren. Wenn das Spiel während des Spielens Zicken macht, fürchte ich, hängt dies ebenfalls damit zusammen, dass man den Speicher ausgereizt hat. Ein Tippen auf den Home-Button und ein erneuter Start des Spiels – fortgesetzt wird an der letzten Speicherstelle -, und alles läuft wieder flüssig. Besitzer des iPhone 3GS und der neuen iPod Touch mit großem Speicher sollten davon nicht (so schnell) betroffen sein.
 
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Zeit

Je länger man Dungeon Hunter spielt, desto zufriedener wird man. Für diesen Test habe ich einige Tage hinweg fast ausschließlich dieses Spiel gespielt und bin erst gestern zu dem Punkt gekommen, einen Schwierigkeitsgrad durchgespielt zu haben. Es ist verblüffend, wie viele Spielorte Dungeon Hunter vorhält und wie umfangreich die Spielzeit damit ausfallen muss. Die zuvor schon erwähnten Konkurrenten aus dem eigenen Haus, die natürlich keine, bzw. weniger Rollenspielelemente beinhalteten, boten nicht annähernd so viele “Level”. Dungeon Hunter strotzt vor Aufträgen, die der Spieler erfüllen muss. Als Freund des Genres wurde es mir zu keiner Zeit langweilig.
 

Fazit

Die Kollegen Böhm und Keller durften in den letzten Tagen anhören, welch Freud und Leid ich mit Dugeon Hunter erlebte. Der Abstand zu anderen Produkten von Gameloft ist groß genug, um nicht von einem Klon zu sprechen. Spaß macht Dungeon Hunter auf jeden Fall und für aktuell 5,49 Euro ist der Titel keineswegs zu teuer. Man erhält dutzende Stunden Spielspaß, die sogar manchem Vollpreisspiel den Rang ablaufen. Gerne würde ich den Titel daher mit der vollen Punktzahl ausstatten, doch die Ungenauigkeiten bei der Steuerung und die Probleme mit dem Spielfluss nach etlichen Stunden Spielzeit verhindern bislang diese Wertung. Ansonsten hat Dungeon Hunter mich aber durchweg überzeugt.
 
4.5/5Testurteil: 4,5/5 Macs
Bezeichnung: Dungeon Hunter (iTunes)
Hersteller: Gameloft
Preis: 5,49 Euro

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 16 Kommentar(e) bisher

  •  iMakroy sagte am 7. Oktober 2009:

    also ich finde diesen testbereicht ziemlich gut, muss ihm aber in drei punkten wiedersprechen.
    1. die steuerung: also ehrlich gesagt, ich habe die tipp steuerung nie ausprobiert und ich habe mir der normalen steuerung keine probleme. das problem, dass der halbe bildschirm bedeckt ist, kann ich eigentlich nicht nachfühlen.
    2. permanent spanned: das spiel ist wirklich wahnsinnig umfangreich, eines der besten iphone spiele das es gibt, wenn nicht das beste. allerdings finde ich es jetzt nach ein paar stunden spielen ziemlich fad, es passiert nicht wirklich was neues. man läuft nur durch ewig lange dungeons und machst permanent die selben gegner fertig. das wird mit der zeit langweilig.
    3. performance: ich lese es immer wieder in testberichten zu spielen, die ich bereits selber gespielt habe, und so auch hier. probleme mit dem “spielfluss” konnte ich selber nie entdecken, und das obwohl ich einen ipod touch 1. generation besitze, der ja bekanntermaßen die schlechteste hardware zum spielen von allen iPhone und iPod touch generationen hat. das einzige was ich mich am spiel bezüglich der performance stört, sind die zum teil ewig langen wartezeit bis ein dungeon initialisiert ist.
    fazit: insgesamt ein wirklich gut gelungenes spiel mit gigantischem umfang. jedem zu empfehlen, der viel zeit hat.
    imakroy

    Antworten 
  •  at sagte am 7. Oktober 2009:

    Also ich habe wohl schon ein Dutzend Gameloft-Titel rezensiert und auch etliche andere Spiele. Ich denke das Urteil mit der Steuerung ist durchaus begründet. Bei Action-Spielen von Gameloft reichte es oft, den Finger nur ein bisschen zu bewegen, um in langsamen Trab zu verfallen. Das virtuelle Steuerkreuz muss man aber hier beinahe bis zum Anschlag bringen, damit sich die Spielfigur bewegt. Entsprechend weit ragt der Finger in die Bildfläche rein. Dazu kommt, dass man manchmal unnötig um manche Gegenstände herumgehen muss, bspw. vor Kisten, um diese zu öffnen. Steht man falsch, kann man sie nicht öffnen. Da fehlt die Genauigkeit. Das lässt sich aber beheben. Und es ist nicht so, dass meine Kritik ins Leere läuft. Die Kommunikation mit Gameloft klappt gut. Man findet meine Einwände nicht an den Haaren herbeigezogen. ;) Und ich weiß, dass einige meiner Fehlermeldungen (habe auch schon Screenshots mit anderem Inhalt an Entwickler geschickt – nicht speziell für diesen Fall) auf fruchtbaren Boden fallen, kann mich freuen, wenn in einem Update die Dinge dann behoben wurden.

    Nun, das Testgerät ist ein iPhone 3G gewesen und ich lade dich herzlich ein, mich zu besuchen und die Fehler zu reproduzieren. Der Spielfluss war einerseits sehr behäbig, als es zum allerersten Mal gestartet wurde, und zudem nach 6, 8, 10 Stunden Spielen am Stück. Es lief sehr lange sehr flüssig, und wurde eben irgendwann ziemlich langsam. Das Bild blieb stehen und man hörte noch die Geräusche. Nach einer Zeit hatte sich das Gerät dann wieder berappelt. Vielleicht liegt es aber auch an der Temeperaturentwicklung, dass der Prozessor zu warm wurde und deshalb die Aussetzer produzierte. Das sind aber Erscheinungen, die dann bei 4 Tagen Spielen 4 oder 5 Mal aufgetaucht sind. Und entsprechend die ganze Zeit sonst keine Rolle gespielt haben. Es ist wohl nicht der Normalfall, dass die Leute so lange mit dem Gerät zubringen, aber für mich als Tester eben oft schon.

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  •  Königshofer sagte am 8. Oktober 2009:

    Hallo Könntet ihr mir vielleicht weiterhelfen?

    Und zwar bin ich im Wald und dort habe ich den Ritter des Todes getötet. Und meine Kolelgin niessa oder so ist ja dabei gestorben. Nun wenn ich in das Portal hier rechts wo ich den ritter des todes getötet habe betrete komme ich nur auf die weltkarte und weiter nicht???!!! ich muss ja nach karadir reißen… was mache ich falsch bitte helft mir das spiel ist wirklich extrem geil…

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  •  at sagte am 8. Oktober 2009:

    Auf der Weltkarte müsste oberhalb noch wieder was getan haben. Oberhalb des Waldes sind die Ruinen. Dort musst du zunächst hin und von dort rechts weiter ins Schloss.

    Antworten 
  •  Königshofer sagte am 9. Oktober 2009:

    Nun ja das ist ja das Tolle bei der Weltkarte oberhalb des Waldes ist genau gar nichts,… :( funktioniert leider nicht…

    Antworten 
  •  at sagte am 9. Oktober 2009:

    Schau mal während du im Wald bist oder in dem Level davor in dein Aufgabenbuch, ob du dort noch unerledigte Aufträge findest. Vielleicht wird das ja erst angezeigt, wenn du alle Aufträge erledigt hast. Ansonsten: In welcher Schwierigkeitsstufe spielst du und mit welcher Charakterklasse? Ich mein, grundsätzlich will man ja einen Bug auch nicht ausschließen.

    Antworten 
  •  icheben sagte am 25. Januar 2010:

    Hallo
    ich wollte mal fragen wie man bei Der stell weiterkommt, nachdem man bei dem torwächter war und dann durch die noch nicht enschärfte Fall muss . finde die drei Tore nicht

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  •  at sagte am 25. Januar 2010:

    @icheben: Am besten gehst du das Level systematisch ab. von links unten nach rechts oben und wieder runter… – Einen Bug kann ich ausschließen, weil ich das Spiel selbst schon durchgespielt hab. Manchmal, auch im Schloss, ist es ein wenig unübersichtlich, bzw. man neigt dazu, sich zu verlaufen. Aber wenn man konsequent die Himmelsrichtungen abwandert, wird man das meiste finden.

    Antworten 
  •  jotogo sagte am 16. April 2010:

    Mein Auftrag lautet: “Suche den Torwächter in Kardair.” Wo liegt Kardair? hab ziemlich viel ausprobiert und komme nicht voran…

    Antworten 
  •  at sagte am 16. April 2010:

    @jotogo: Es kann sein, dass du in einem Level noch nicht alles abgeschlossen hast, bzw. noch nicht alle Quests vorher erfüllt, dann kann es passieren, dass die nächste Station noch nicht sichtbar ist.

    Antworten 
  •  flodraho sagte am 5. August 2010:

    weiss vielleicht jemand was es mit dem buch aus der bibliothek an sich hat. nach dem zurückgeben in plenko haut die alte einfach ab, ohne dank und so… kommt da noch was? hab ich da was versäumt? danke!

    Antworten 
    •  at sagte am 5. August 2010:

      @flodraho: Es ist zwar schon ne Weile her, aber ich denke es passiert nichts weiter. Das ist so ein kleines Nebenquest und du erhältst nur Erfahrungspunkte dafür. Was nicht heißen soll, dass vielleicht in Teil 2 diese Frau vielleicht wieder auftaucht, als hinterlistige Zauberin oder wie auch immer.

      Antworten 
  •  ThOmIlKaR sagte am 10. August 2010:

    Ehrlich gesagt eines der Besten Spiele(meines empfinden nach) das für das iPhone/iPod Touch im App-Store erhältlich ist.

    Antworten 
  •  Assieb sagte am 28. August 2010:

    ich bin bei en fünf wächtern un krieg die nicht besiegt
    kann mir einer helfen?

    Antworten 
  •  Suche und öffne die drei Türen, die zum Portal führen ??? sagte am 5. Dezember 2010:

    Kann mir bitte einer helfen?
    Ich bin im Wald und kann die drei Türen nicht finden.
    Danke im vorraus.

    Antworten 
  •  Silvy sagte am 11. Januar 2011:

    Ich komm da auch nicht weiter langsam bin ich am verzweifeln seufz

    Antworten 

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