MACNOTES

Veröffentlicht am  8.10.09, 17:17 Uhr von  

m..myhome: Intelligente Häuser mit Mac-Mini-Hirnen

m..myhome HaustechnikAnsätze gibt es seit langem, die Heimelektronik und Heimtechnik zentral steuerbar zu machen. An der Vision des intelligenten Hauses, das von der Musikanlage bis zu den Jalousien und der Beleuchtung zentral steuerbar ist, ist m..myhome nicht nah dran, sondern schon angekommen. Mac Minis als Hausgehirne und Mediencenter, iPod Touch als Fernbedienung, alternativ das iPhone via App – keine Zukunftsmusik, sondern täglicher Business bei der Dortmunder ibs, die wir aus diesem Anlass besuchten.

[singlepic id=4844 w=200 float=left] Im Dortmunder Inhouse schlägt das Herz der ibs im dritten Stock, wo die Hauptentwicklungsarbeit geleistet wird. Im Loewe-Shop im Erdgeschoss ist m..myhome-Technik verbaut und steht zur Demonstration bereit, das eigentliche Netzwerk des Unternehmens erstreckt sich jedoch über ganz Europa: mit zahlreichen Installationsunternehmen arbeitet man zusammen, die in Neubau- und Renovierungsprojekten die m..myhome-Technik installieren. Wobei auch dort die Entwickler selbst oft noch vor Ort mitarbeiten – mehr dazu später.

Stolz ist man insbesondere auf die Marktreife der eigenen Technik: sowohl die Integration der Multimedia- wie auch der Haustechnik ist im Fall m…myhome weitgehend vollständig. “Weitgehend”, weil für manche weniger verbreiteten Geräte noch nicht die notwendigen Software-Plugins geschrieben sind. Bei der Erstintegration eines neuen Geräts werden diese jedoch oft auch umgehend geschrieben und eingepflegt. Ansonsten ist die Technik da – wer sein Haus vernetzen und in Zukunft vom Fernseher bis zur Garagentür mit der iPod-Fernbedienung steuern will, kann sich direkt den Installateur bestellen.
 

Die Technik

Grob zerfällt die m..myhome-Technik in vier Kategorien – EIB/KNX, Multimedia, Steuerungsrechner und Bedienung. Für alle existieren einsatzfähige Lösungen.

[singlepic id=4840 w=200 float=right] EIB/KNX

Der “Europäische Installationsbus” ist ein Standard, mit dem Haustechnik gesteuert wird. Das bereits erwähnte Anschalten einer Lampe kann über EIB ebenso gesteuert werden wie die Betätigung eines Garagentors, der Jalousien etc. Wer daran auf den ersten Blick nur futuristischen Charme sieht: die Optimierung der Energieeffizienz eines Hauses kann über EIB-Steuerung ebenso betrieben werden wie die Sicherung auf unterschiedlichsten Bereichen – begonnen vom windabhängigen automatischen Betätigen von Markisen und Fenstern bis hin zur Fernüberwachung und -Steuerung eines Hauses. m..myhome ist vollständig EIB-kompatibel und kann jede Funktion einer EIB-Installation bedienen und automatisieren.

Multimedia

[singlepic id=4843 w=200 float=left] Die EIB-Integration bringt Haustechnik in den größeren Anwendungsfällen unter das gemeinsame Bedienungsdach m..myhome. Im Kleineren betrifft die Vereinheitlichung die Zunahme der diversen Fernbedienungen und Unterhaltungsgeräte, die sich in einem Haushalt ansammeln können. Idealerweise macht m..myhome die Fernbedienungen komplett überflüssig, ebenso eine Reihe von Geräten – Multimedia wird hausweit über ein System gesteuert, vom Rechner und/oder einer bzw. mehrerer m..myhome-Fernbedienungen.

In Sachen Multimedia spricht m..myhome alle notwendigen Sprachen. Die Rechner-Infrastruktur ist eine Apple-Monokultur. Bei den diversen Fernsehern und AV-Geräten eines typischen Haushalts ist das Gegenteil der Fall. Die Befehle für die einzelnen Modelle, die angesteuert werden müssen, sind meist bereits in der m..myhome-Gerätedatenbank vorhanden.
[singlepic id=4841 w=435]
Gängige Geräte können so einfach erkannt und angesprochen werden. Exotischere Modelle werden bei Bedarf mit allen notwendigen Steuerungsbefehlen in die Datenbank eingepflegt, wodurch die Zahl der Steuerungs-Plugins des m..myhome-Systems permanent wächst.

Steuerungsrechner

[singlepic id=4845 w=200 float=right] Typisches Herzstück einer m..myhome-Installation ist der Mac Mini bzw. mehrere davon. Ein Mac Mini arbeitet in der Regel als Medienzentrale, von dem aus Musik via iTunes und TV via eyeTV ans gewählte Ausgabegerät gesendet wird. Bei großen Installationen kommen entsprechend viele Mac Minis zum Einsatz, dazu nach Bedarf ein zentraler Server.

Bedienung

Die komplette Installation kann mit einer einzigen Remote gesteuert werden. Ein “iPhone mit Haussteuerung” klingt in diesem Kontext vermutlich in den meisten Ohren nach der trendigsten Geräteplattform, die Praxis legt indessen einen iPod Touch oder deren mehrere nahe, da man die Fernbedienung in der Regel im zu steuernden Haus lässt, das Handy jedoch auch außer Haus mitnehmen will.

Im Video: TV- und iTunes-Steuerung via iPod Touch-Remote und Bildschirmsteuerung (irgendwann vielleicht über einen iMac Touch…) Zu Beginn des Videos wird die Raumbeleuchtung über den Touch eingeschaltet.

Alle integrierten Elemente der “Hausinstallation” erhalten ihre eigenen Bedienelemente und “Screens” auf der iPhone/iPod-Touch-Applikation. Die Steuerungsapp selber wird einfach via Appstore geladen und installiert, die Lizenz und die “Personalisierung” für das zu steuernde Haus erfolgt über den Rechner. Selbstredend wird kein Jailbreak benötigt – wenngleich die beiden Entwickler Eudenbach und Streng für eine Background-Applikation spontan einige Verwendungszwecke wüssten.
 

Apple, Vor- und Nachteile

Die Apple-Umgebung ist zentraler Bestandteil der m..myhome-Lösung. Verlässliche Hard- und Software, viele Lösungen, die out of the Box zur Verfügung stehen und nicht zuletzt Zukunftssicherheit sind die Vorzüge der Plattform aus Cupertino.
[singlepic id=4842 w=435]
Der Mac Mini ist Rechner der Wahl – kompakt, leise, und auch fürs Aufstellen geeignet. Hardwaretechnisch bringt er alles mit, um auch HD-TV problemlos abzuspielen. Apple glänze darüber hinaus mit hervorragender Standardisierung ihrer Schnittstellen – bestehende Installationen spielen ihre Updates ein und funktionieren trotz durchaus komplexer Anpassungen und Einsatzgebiete zuverlässig.

Die Nachteile: der Preis und gelegentliche Unflexibilität. Eine Linuxplattform wurde gelegentlich erwogen, da so Hardwarekosten gesenkt werden könnten. Bislang blieb man indessen bei Apple. Daran ändern auch umständliche Lösungen nicht, die angesichts der Eigenheiten von iTunes gelegentlich implementiert werden müssen.
 

Zielgruppe

Die Kosten für eine m..myhome-Installation beginnt im niedrigen vierstelligen Bereich – Hard- und Software plus Lizenzen inbegriffen. Nach oben ist viel Platz und natürlich ist eine EIB-Installation mit Zentralserver und einer Reihe Mac Minis nicht jedermanns Sache. Bislang richten sich die “großen” Pakete der Hausvernetzungs- und Steuerungsbasis ganz klar an die oberen Zehntausend. Für den schmaleren Geldbeutel kommen die AV-Lösungen durchaus noch in Frage, wenn man denn die Einrichtung zu einem guten Teil selber übernehmen kann. m..myhome ist umfassend dokumentiert.
 

Ausblick

m..myhome will als umfassende High-End-Lösung für das komplett vernetzte Heim punkten und was das System bereits heute in der Anwendung leistet, ist beeindruckend. Aktuell gebaut wird eine Web-API, mit der vom Rechner aus frei konfigurierbare Steuerungselemente gebaut und bedient werden können – unter anderem deswegen wartet man in Dortmund mit einiger Ungeduld auf einen echten Touchscreen-iMac.

Das sind nicht die einzigen spannenden Zukunftsaussichten: Was heute Hightech für Besserverdiendende ist, kann in zehn Jahren schon Standard in jedem Neubau sein. Technisch sieht man sich dafür gerüstet – eine wirkliche Herausforderung sieht man indessen in der Bedienbarkeit. Es ist schon keine geringe Leistung, Haustechnik, Rechner- und Multimediasteuerung über eine einzige App per iPhone oder iPod Touch bedienbar zu machen – mit den weiter wachsenden Möglichkeiten der Haustechnik und Heimvernetzung wird diese Aufgabe nicht einfacher.

In einem zweiten Teil wird m..myhome-Entwickler Michael Eudenbach von der intelligent buildings service GmbH noch einige Fragen zum macbasierten intelligenten Haus, den aktuellen und kommenden Möglichkeiten der m..myhomeplattform, Apple und einigem mehr beantworten – demnächst auf Macnotes.

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 20 Kommentar(e) bisher

  •  gaert sagte am 8. Oktober 2009:

    Interessant… Ich habe die Elektrik meines Hauses ebenfalls komplett per EIB realisiert – bishin zu Magnetkontakten in jedem Fenster etc.. Die Steuerung habe ich selbst programmiert (Delphi und ASP). Der Zugriff erfolgt per Browser, somit also auch per iPod-Touch. Der einzige Haken ist zur Zeit noch die Multimedia-Geschichte – diesbezüglich findet nämlich zur Zeit noch quasi ein Medienbruch statt: iTunes läßt sich nicht per HTTP steuern… Aber ich arbeite daran :)

    Übrigens: Ich kann jedem Bauherrn nur empfehlen, über die Installation eines Bus-Systems nachzudenken – es kostet nicht die Welt und ist unglaublich flexibel! Gerade in Zusammenhang mit selbstgestrickter Software (obgleich mein System durchaus als professionell zu bezeichnen ist)!

    Antworten 
  •  Cyp sagte am 8. Oktober 2009:

    Tolles Thema, unbedingt mehr davon!!!

    Antworten 
  •  stadtkind sagte am 8. Oktober 2009:

    Tolle Idee, die ich schon lange verfolge. Natürlich nur als Verbraucher. Das klingt nach Zukunftsmusik. Aber das Design der App ist bescheiden. Dass darauf kein Wert gelegt wird, ist traurig.

    Also, sollte die Firma das lesen: Sucht euch bitte einen Grafiker! *hüpf* ;)

    Antworten 
  •  Sysrun sagte am 8. Oktober 2009:

    Schaut euch mal http://www.ip-symcon.de an ;-) schaut da in das Forum! Hammer Projekte

    Antworten 
  •  @Never09 sagte am 8. Oktober 2009:

    m..myhome: Intelligente Häuser mit Mac-Mini-Hirnen: http://macnot.es/20224

    Antworten 
  •  @cyrm sagte am 9. Oktober 2009:

    RT @Macnotes: m..myhome: Intelligente Häuser mit Mac-Mini-Hirnen http://macnot.es/20224

    Antworten 
  •  Jan sagte am 9. Oktober 2009:

    Wahnsinnig interessantes Thema! Ich denke an die Möglichkeiten, die solche Systeme bieten. per GPS orten, dass man in die Strße, in der man wohnt einbiegt, schon geht die Kaffeemaschiene an und die Badheizung erwärmt sich. Daheim geht man schnell duschen und genießt dann einen schönen warmen Kaffee :-)

    Bitte in Zukunft mehr davon! Und sehr schön geschriebener Artikel!

    -jan

    Antworten 
  •  @Master123of sagte am 9. Oktober 2009:

    m..myhome: Intelligente Häuser mit Mac-Mini-Hirnen: http://macnot.es/20224 [GER]

    Antworten 
  •  @raumwiese sagte am 9. Oktober 2009:

    m..myhome: Intelligente Häuser mit Mac-Mini-Hirnen: http://macnot.es/20224

    Antworten 
  •  @macXperts sagte am 9. Oktober 2009:

    Interessanter Blick in die Zukunft: Intelligente Häuser auf Basis von #Mac mini und #iPhone oder #iPod touch: http://macnot.es/20224

    Antworten 
  •  @implizit sagte am 9. Oktober 2009:

    RT @macXperts Blick in die Zukunft: Intelligente Häuser auf Basis von #Mac mini und #iPhone oder #iPod touch: http://macnot.es/20224

    Antworten 
  •  @staerkenfinden sagte am 9. Oktober 2009:

    RT @macXperts: Interessanter Blick in Zukunft: Intelligente Häuser auf Basis von #Mac mini & #iPhone / #iPod touch: http://macnot.es/20224

    Antworten 
  •  @hk1asl sagte am 10. Oktober 2009:

    m..myhome: Intelligente Häuser mit Mac-Mini-Hirnen: http://macnot.es/20224

    Antworten 
  •  @hk1asl sagte am 10. Oktober 2009:

    m..myhome: Intelligente Häuser mit Mac-Mini-Hirnen: http://macnot.es/20224 http://ff.im/9y03K

    Antworten 
  •  Sorry sagte am 10. Oktober 2009:

    Für ein vernetztes Zuhause ist Apple die falsche Grundlage. Das Microsoft MediaCenter (damit meine ich den großen Extender Vorteil) sowie die bereits existierenden Plugins zur Haussteuerung, sind die beste Lösung.

    Sorry… Aber das hier beschriebene System ist in meinen Augen total ineffizient und in seinem technischen Umfang mehr als nur limitiert.

    Antworten 
  •  m.eudenbach sagte am 11. Oktober 2009:

    @Stadkind
    … die “Firma” liest mit :-). Das Design ist frei veränderbar, kann also individuell von jedem selbst verändert werden. Und ja, ein Design, welches ein Profi erstellt hat, ist in der Umsetzung.

    @Sysrun
    IP-Symcom, tolles Produkt. m..myhome läßt sich dort wunderbar integrieren.

    @Sorry
    Neee… ganz bestimmt nicht. Wir haben uns ausgiebig mit beiden Plattformen beschäftigt. Lange Zeit mit WINDOWS gearbeitet und sind dort auf viele, viele Probleme und vor allem Grenzen gestoßen. MS ist nicht ansatzweise so fortgeschritten wie Apple OS… aber das kann man auch nur bewerten, wenn man eben beides auch kennt ;)

    BTW… Limitierungen sind uns bis Dato nicht bekannt.

    LG

    Mike

    Antworten 
  •  m.eudenbach sagte am 11. Oktober 2009:

    und wer es nicht glaubt…

    http://www.thebigbencompany.com/nomos/clip_nomos.html

    LG

    Antworten 
  •  Sorry sagte am 11. Oktober 2009:

    @ m.eudenbach

    Ich glaube ich kann das ganz gut beurteilen. Ich selber bin seit 4 Jahren Mac Nutzer und ich würde mich auch als Mac Fan bezeichnen. In meinem Büro sowie privat nutze ich nur Mac OS X.

    Doch wenn es um HTPCs geht, dann ist Mac OS X keine attraktive Plattform. Schade das die eingefleischten Mac-Fanboys keinen Sinn mehr für Objektivität haben.

    Zuhause habe ich in meinem Serverraum einen Windows 7 Ultimate Server mit 4 TV Tunern. In Schlafzimmer, Badezimmer, Wohnzimmer, Gästezimmer und Arbeitszimmer habe ich jeweils einen Windows Media Center Extender. Der große Vorteil an diesem System: Ich brauche nicht in jedem Raum einen Rechnen – sondern eben nur einen Extender. Sämtliche TV Aufnahmen, Videos, Musik, Bilder etc. wird auf dem Server gespeichert.

    Ich kann sogar in jedem Raum (über den Extender) das Maxdome Angebot nutzen (Zugriff auf 20.000 Filme).

    Selbst Twitter, Facebook und so weiter können in das Windows Media Center integriert werden. Und – natürlich auch die gesamte Steuerung des Hauses. Beispiel: Ich starte einen Film und automatisch fahren die Rollos runter und das Licht wird gedimmt. Ruf jemand auf meinem Festnetz an, dann erscheint die Nummer auf dem TV und der Film wird automatisch pausiert.

    Das alles funktioniert HEUTE mit dem Windows Media Center.

    Und ich möchte nochmal betonen: Ich liebe Mac OS X – habe selber ein MacBook Pro und iMacs im Büro. Aber in Sachen Home-Theater ist das Media Center die am weit entwickelste Plattform.

    Front-Row ist doch ein Witz – nichtmal Live-TV ist hierüber möglich…

    Antworten 
  •  Andree Czybulski sagte am 11. Oktober 2009:

    Ich kann nur sagen: Ein klasse System mit sehr vielen Möglichkeiten !

    Antworten 
  •  m.eudenbach sagte am 11. Oktober 2009:

    @Sorry

    man kann grundsätzlich, zumindest nicht seriös, beurteilen was man nicht kennt. Ich will Dir auch gar nicht widersprechen, wie toll Deine MS Lösung funktioniert, nur ist das von Dir genannte Procedere für uns auch kein Problem. Im Zweifel steuert der Mac auch ein HTPC ;)…

    Unser Fokus ist auch nicht den MAC als Mediacenter einzusetzen, dass ist eine von hundert möglichen Anwendungen. Auch brauchen wir kein Frontrow, dies wird in dem Video wohl auch deutlich !!! was man dort sieht, ist Live TV !!!

    Und übrigens als Mac “User” setzt man Plex ein und kein Frontrow …

    LG

    Antworten 

Kommentar verfassen

 0  Tweets und Re-Tweets
       0  Likes auf Facebook
        Werbung
        © 2006-2013 MACNOTES.DE. Made with insanely great for all things Mac. Apple.de