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Veröffentlicht am  10.10.09, 16:15 Uhr von  mz

Test: iPod Shuffle 3G Special Edition

iPod Shuffle 3GDen iPod Shuffle der dritten Generation gibt es seit dem Apple Special Event im September in neuen Farben mit 2GB oder 4GB Speicherplatz aus eloxiertem Aluminium. Neu hinzugekommen ist eine Special Edition aus hochglanzpoliertem Edelstahl. Wir hatten die Möglichkeit, ein solches Gerät ausgiebig zu testen.

 

Auspacken

Der kleine Shuffle in der Special Edition ist schon ein sehr hübsches Gerät – soviel konnten wir bereits bei unserem Unboxing feststellen. Darüber, dass Apple für die hochglanzpolierte Oberfläche einen Aufpreis von 20€ und damit insgesamt 95€ veranschlagt, kann man sicher geteilter Meinung sein. Ein außergewöhnliches Designobjekt ist der kleine Musikplayer mit 4GB Speicherplatz in jedem Fall, zumal Gehäuse und Clip beim Special Edition-Shuffle im Gegensatz zu den Schwestermodellen aus Aluminium eine Einheit bilden.
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Inbetriebnahme

Nach dem Auspacken wird der iPod mittels des mitgelieferten, kurzen USB-Kabels zunächst an den Rechner angeschlossen. Über diese Verbindung wird dann gleichzeitig der Akku mit Strom und der Flash-Speicher mit Musik geladen – beim vorliegenden 4GB-Modell sind das bis zu 1000 Songs.
Nach spätestens drei Stunden ist der Akku vollständig geladen, Apple verspricht damit bis zu zehn Stunden ununterbrochenen Musikgenuss.

iTunes erkennt das Gerät als neuen iPod und bietet sogleich an, die Befüllung mit Musik zu automatisieren. Dabei werden die Songs nach dem Zufallsprinzip aus der Musikbibliothek auf den Musikplayer geladen, bis der Speicher voll ist.

Der Schieberegler an der Gehäuseoberseite ist das einzige Bedienelement am Gerät, alles weitere wird über das mitgelieferte Headset gesteuert. Der Schalter am Gerät kennt drei Positionen: ganz außen positioniert, schaltet es den Shuffle aus. In der Mitte aktiviert er die kontinuierliche Wiedergabe der gespeicherten Musik und schiebt man ihn in die Gehäusemitte, werden alle Songs im Zufallsmodus abgespielt.

Das beiliegende Headset ist bekannt vom iPhone 3GS, verfügt aber im Gegensatz zu diesem über kein Mikrofon. Wer bereits ein iPhone 3GS sein Eigen nennt, kann sein Headset problemlos auch mit dem iPod Shuffle benutzen. Der Nachteil: Mit normalen Kopfhörern wird die Bedienung erstens schwierig, da die Hauptbedienelemente dort fehlen. Zweitens ist der Musik-Fan damit natürlich auf eine gewisse Weise an die Benutzung des mitgelieferten Headsets gebunden. Die Liste der kompatiblen Produkte von Drittherstellern ist kurz und Headsets mit guter Audioqualität gehen schnell ins Geld.

 

Praxis

Die Bedienung des iPod Shuffle der dritten Generation ist zwar gewöhnungsbedürftig, aber ebenso “intuitiv” wie die seiner Vorgänger. Die mit + und – gekennzeichneten Tasten regeln die Lautstärke, die bei maximaler Leistung laut genug für jeden sein dürfte. Ein Druck auf die mittlere Taste des Headsets startet die Musikwiedergabe, ein weiterer pausiert den aktuellen Song. Drücken und Halten der Taste veranlasst das Gerät, Titel und Interpret des aktuellen Songs anzusagen. Das geschieht mit Hilfe der Songinformationen aus iTunes, aus denen die Sprachausgabe für jeden einzelnen Song bei der Synchronisation übertragen wird, und funktioniert recht gut.

Die integrierte Stimme unterscheidet sich laut Apple je nach benutztem Betriebssystem des Computers. Die integrierte OS-Stimme wird von OS X Leopard und Snow Leopard übertragen, während Windows und OS X Tiger die Stimme des VoiceOver-Kits verwenden, das auch die vorgelesenen Songdetails generiert. In unserem Test waren beide Stimmen auf dem Gerät vertreten, was aber nicht störend war, sondern eher dem Abwechslungsreichtum zuträglich. Die Sprachausgabe unterstütz 20 verschiedene Sprachen, so dass eine naturgemäße Betonung der Informationen gewährleistet ist.

Auch Wiedergabelisten unterstützt die VoiceOver-Funktion: Wer die mittlere Taste noch länger gedrückt hält, bekommt vom iPod die gespeicherten Listen vorgelesen, auf Tastendruck wird dann die zuletzt vorgelesene Liste abgespielt. Vorspulen kann man die Musik ebenfalls, indem man zweimal drückt und die Taste beim zweiten Mal gedrückt hält.

Bei jeder Lautstärke klingt die Musik ausgeglichen und über das beiliegende Headset recht angenehm. Muss sie auch, denn eine Equalizer-Funktion zum Hervorheben von Bässen oder Höhen, oder gar voreingestellte Presets fehlen dem Shuffle gänzlich.

In unserem Dauertest bei mittlerer Lautstärke hielt der Akku knapp 8 Stunden und 29 Minuten. Das reicht recht nah an die von Apple angegebene Laufzeit heran, wenn man bedenkt, dass eine maximale Laufzeit ausgehend von der niedrigsten Lautstärke angegeben wird.

 

Fazit

Der iPod Shuffle 3G ist ein ordentlicher kleiner Musikplayer, der sich vor allem durch sein geringes Gewicht von 17,2g (das Alu-Modell wiegt sogar nur 10,7g), seinen überblickbaren Funktionsumfang und die eingängige Bedienung auszeichnet. Für diejenigen, die nichts weiter als Musik hören und auf überflüssiges Gewicht verzichten möchten, ist er dabei besonders interessant, zumal man ihn überall an der Kleidung leicht befestigen kann. Die VoiceOver-Bedienung ist ein außergewöhnliches Gimmick, aber gewöhnungsbedürftig. Diejenigen, die ohne Display nicht auskommen, werden das kleine Leichtgewicht eher belächeln.

Profis werden allein schon aufgrund der Bindung an das mitgelieferte Headset eher zu größeren Modellen wie dem iPod nano greifen. Was die Edelstahlvariante des Gehäuses angeht, so hat man damit immer den Hingucker schlechthin bei sich, mit 95€ ist der neue Shuffle dabei aber ganz sicher kein Schnäppchen.

3,5/5Testurteil: 3,5/5 Macs
Bezeichnung: iPod Shuffle 3G Special Edition
Hersteller: Apple
Preis: 95€ (Testmodell)

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 4 Kommentar(e) bisher

  •  @blackstyle_nhs sagte am 10. Oktober 2009:

    RT @Macnotes: Test: iPod Shuffle 3G Special Edition http://macnot.es/20495

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  •  Blizzart sagte am 10. Oktober 2009:

    Ist das wirklich erst die 3. Generation des iPod Shuffle? Ich dachte es wäre schon die 4.

    Antworten 
  •  vormi sagte am 10. Oktober 2009:

    geh die vergangenheit kurz durch:
    der weiße stick: 1g
    das bunte quadrat: 2g
    und jetzt: 3g

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  •  Simón sagte am 11. Oktober 2009:

    Die Speicherplatzaktualisierung von diesem Jahr zählt nicht als neue Generation, denk ich

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