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Veröffentlicht am  15.10.09, 17:54 Uhr von  

Stack v3 für iPhone: App-Stapel für Jailbreaker

Stack v3Das iPhone und insbesondere das Bedienkonzept mag revolutionär sein, hat man viele Apps installiert, wird es unübersichtlich. “Stacks” bietet zumindest den Jailbreakern eine schöne Möglichkeit, wichtige Apps permanent und schnell zugänglich zu halten und zu sortieren – in aufspringenden Stapeln, wie man es auch vom Desktop-Dock her kennt. Die “public Alpha” von Stack v3 ist mehr als ungewohnt zu installieren, funktioniert nach einigen Stupsern aber tadellos und hilft das iPhone aufräumen. Trotzdem: deutliche Alpha-Warnung. Warten kann man neben der Final auch auf eine “Expose”-App fürs iPhone.

[singlepic id=4986 w=200 float=right] Stacks kennt man aus dem Dock von Leopard, und es wundert, dass Apple nicht auf dem iPhone ähnliche Funktionalität anbietet, da man sich leicht Gruppen der Handvoll wichtiger Apps anlegen kann, die man eben auch in schneller Reichweite haben möchte. Dort muss man für die aufspringenden App-Stapel einmal mit Jailbreak unterwegs sein, zum anderen eine weniger gängige Installationsmethode anwenden: das .deb-Paket der aktuellen Alpha wird per SSH aufs iPhone transferiert und via Kommandozeile installiert. Es gibt auch eine ältere Cydia-Version von Stack, die indessen noch nicht alle Funktionen der hier vorgestellten Version 3 beherrscht.

Vorarbeit: Cydia starten und nach Aktualisierungen prüfen lassen – insbesondere MobileSubstrate muss auf dem aktuellen Stand sein. Stack v3 lädt man als .deb-Paket von der Website des Entwicklers Steven Throughton Smith herunter. Anschließend kopiert man das File per SSH aufs iPhone (hier im Beispiel ins Verzeichnis /usr) und installiert es per Kommandozeilenbefehl. Das kann man über eine Remoteshell machen, im Screenshot wurde Touchterm auf dem iPhone verwendet, mit dem einfach auf localhost verbunden wurde.
[singlepic id=4983 w=435]
Man wechselt ins Verzeichnis des .deb-Pakets und installiert es mit dem Befehl
dpkg -i stack3a.deb
Anschließend stehen einem gleich vier Stack-Icons zur Verfügung, die man nach Belieben auf den iPhone-Screens bzw. dem Dock positionieren und mit Apps befüllen kann.
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In der Praxis muss man vorher zunächst das Springboard neu starten. Das geht beispielsweise via SBSettings, natürlich kann man alternativ auch einfach das iPhone rebooten. Die Stack-Settings sind bei den “Einstellungen” des iPhone zu finden – hier kann man angeben, ob man seine Stacks gerade oder gebogen will, ebenso, ob sie als einfaches Icon oder als Stapel der verwendeten App-Icons dargestellt werden sollen. Stapel werden maximal fünf Appps hoch, anschließend wird die “Grid”-Darstellung aktiviert, in der kein Stapel, sondern ein Screen mit App-Reihen angezeigt wird. Mit “Show always in Grid” unter den Optionen kann diese Darstellung auch für kleinere “Stapel” aktiviert werden, der Haupnutzen – schnelle Bedienung – geht dabei jedoch ein Stück weit verloren.

Bringt man mit längerem Antippen und Halten auf ein Icon die Apps zum “Wackeln”, können sie wie gewohnt auf den Screens, dem Dock und nun auch in den bzw. in die Stacks verschoben werden. Ebenso kann man Stacks verschieben. Aus einem Stack heraus schiebt man eine App ebenso wieder in diesem Modus. Tippt man im “Wackelmodus” einen Stack an, kann man diesen auch individuell benennen.
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Ein recht lebhaftes Supportforum pflegt Smith zu Stack, zahlreiche Fragen und Probleme werden dort bereits abgehandelt.

[singlepic id=4990 w=200 float=right] Deinstalliert wird Stack v3 ebenfalls über die Kommandozeile des iPhone:
dpkg -r com.steventroughtonsmith.stack
rm /User/Library/Preferences/com.steventroughtonsmith.stack.plist
sind die beiden dafür notwendigen Befehlszeilen. Eine Cydia-Version der v3 ist in absehbarer Zeit zu erwarten, dann sollte alles etwas einfacher werden.

Spannend dürfte auch Mobile Expose werden, an dem Troughton-Smith neben der Stack v3-Fertigstellung arbeitet. Einen ersten Eindruck von einer noch feature-reicheren Screen-Übersicht fürs iPhone gewinnt man durchs YouTube-Video:

Troughton Smiths weitere iPhone-Projekte stellt er auf seinem Blog vor.

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 5 Kommentar(e) bisher

  •  @alexf10 sagte am 15. Oktober 2009:

    RT @Macnotes: Stack v3 für iPhone: App-Stapel für Jailbreaker http://macnot.es/21023

    Antworten 
  •  XouTube sagte am 15. Oktober 2009:

    Mobile Expose kommt mir mehr wie ein Mobile Spaces vor, aber egal

    Antworten 
  •  @xpressla sagte am 16. Oktober 2009:

    RT @Macnotes: Stack v3 für iPhone: App-Stapel für Jailbreaker http://macnot.es/21023

    Antworten 
  •  fellowweb sagte am 16. Oktober 2009:

    Obwohl ich mein iPhone erst seit wenigen Monaten nutze, hat sich in den letzten Wochen bei mir einiges an Frust angestaut, was mit dem iPhone alles nicht möglich oder von Apple unterbunden wird. Ich empfinde das als eine Form von Zensur und Bevormundung durch den Hersteller, wie sie mir zum ersten Mal bei technischen Geräten widerfährt.

    Eigentlich ist der Jailbreak für mich keine Option, da er offensichtlich und streng genommen zu einem Verlust der Garantie führt. Viel mehr stört mich jedoch, dass ich bei einem Gerät für 600€ aufwärts überhaupt vor die Überlegung gestellt werde, irgendwelche Hacks vorzunehmen, um spürbar mehr an Leistung aus dem Gerät rauszuholen.

    Nachdem ich mich in den letzten drei Tagen mit dem Jailbreak näher auseinandergesetzt habe, bin ich in gleichem Maße fasziniert von der Leistungsfähigkeit und Kreativität der Entwickler des Jailbreaks und der entsprechenden Anwendungen wie mir immer deutlicher wird, dass Apple seit dem innovativen Schub mit der Einführung des iPhones weder eine innovative Leistungsfähigkeit noch Kreativität in vergleichbarer Weise aufrecht erhalten konnte. Dass sich die Nutzer über Copy & Paste als große Innovation freuen, mag ein ganz plastischer Belge dafür sein. Auch wenn natürlich die Eleganz, mit der Apple eine Funktion wie Copy & Paste umsetzt, selbstverständlich beeindruckt, ist es doch genauso erstaunlich, dass zumindest ich keine großen innovativen Sprünge zum Beispiel im Hinblick auf das Bediensystem des iPhones mehr seit seiner Einführung vor bald 2,5 Jahren erkennen kann.

    Was an wirklichen Innovationen für die iPhone-Plattform allen Nutzern zugänglich wäre, wenn Apple sich in seinem Streben nach Zensur und Bevormundung etwas zurücknehmen würde, demonstieren eindrucksvoll Anwendungen wie Stacks, Expose, Elert, mQuickDo, Home Screen 2.0, SBSettings, LockDockBar, iSpazio FLowDock, Status Notifier, Tlert, USB Drive, iBlackList u.v.m.

    Mich würde Eure Meinung dazu interessieren.

    Antworten 
  •  Solicitore sagte am 14. Juni 2011:

    Die Links funktionieren nicht. Gibt es das .deb-Paket oder wenigstens das Forum noch? Wenn ja, wo kann man es finden? Thx!

    Antworten 

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