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Veröffentlicht am  22.10.09, 15:03 Uhr von  rj

Apple vs. Google: 1:0 nach Börsenwert

AktieEin Unternehmen danach zu beurteilen, was Börsenbroker für seine Aktien bezahlen würden, mag ein umstrittenes Bewertungskriterium sein. Interessant ist es allemal, dass Apple in Sachen Börsenwert Google überholt hat. Auch unter dem Gesichtspunkt, dass der gemeinsame Konkurrent Microsoft gerade sein neues Betriebssystem herausbringt.

183 Milliarden Dollar Marktkapitalisierung Apples stehen deren 174.5 Milliarden im Fall Google gegenüber. Beide Unternehmen konkurrieren direkt mit Microsoft – Apple im Betriebssystemmarkt, Google in Sachen Websuche und neuerdings auch in Sachen Office. Selbst wenn man den Wertvergleich als direktes Vergleichskriterium nicht ernstnehmen möchte: es ist durchaus spannend, dass in Zeiten, in denen Onlinedienste, Cloud und Information regelmäßig gehyped werden und Hardware eine immer kleinere Rolle zu spielen scheint, das Unternehmen mit dem Hardwareschwerpunkt die Nase vorn hat.

Die spezifischen Rahmenbedingungen spielen natürlich eine entscheidende Rolle: beide Firmen sind Technologieführer und Innovatoren, aber Apple hat soeben ein runderneuertes OS herausgebracht und erhöht mit jüngst aufgefrischter Hardwarepalette seine Anteile auf mehreren Hardwaremärkten. Dabei ist überall noch Luft nach oben. Bei Google indessen ist trotz großartiger Ideen und Produkte das Kerngeschäft nach wie vor Websuche und Adsense – alles andere wird regelmäßig gelobt, setzt sich jedoch nicht auf breiterer Front durch. Und bei den wenigen Möglichkeiten zum direkten Vergleich – allen voran beim Smartphone-Betriebssystem – ist Apple unangefochten vorne.

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 4 Kommentar(e) bisher

  •  Max sagte am 22. Oktober 2009:

    Ist es nicht ein wenig kindisch, die Firmen nach ihrem Börsenwert gegeneinander aufzustellen?

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  •  rj sagte am 22. Oktober 2009:

    Ich hätts noch ein drittes Mal schreiben können, dass das ein umstrittenes Bewertungsmaß ist. Es zeigt die Einschätzung des Unternehmens am Kapitalmarkt, und ob man dort zu vernünftigen Lageeinschätzungen in der Lage ist, kann und will ich nicht beurteilen. Es erstaunt mich aber trotzdem, was für eine Einschätzung da im Moment vorherrscht, denn einige Trends zeigen eigentlich in andere Richtungen. Als Schwanzvergleich war der Artikel definitiv nicht gedacht, eher als Anregung zum nachdenken über mögliche Gründe.

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  •  SysRun sagte am 22. Oktober 2009:

    Das ist nicht “kindisch” sondern klassische “Blasenbildung” ;-)

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  •  MatzeLoCal sagte am 22. Oktober 2009:

    Ich mag mich irren und meine Meinung wird wohl auch dadurch geprägt, dass ich google alles andere als mag, aber ich kann mir gut vorstellen, dass google zur Zeit eher enttäuscht bzw. teilweise einen Schlingerkurs fährt, was Entwicklungen angeht.
    Es stimmt, die Websuche ist noch Google’s Hautgeschäftsfeld und dort sind sie auch sehr gut positioniert und gefestigt. Betrachtet mensch aber andere Bereiche von Google, dann sieht es schon anders aus. Google hat in letzter Zeit sehr viele Projekte eingestellt oder entwickelt sie einfach nicht weiter. In andere Projekte stecken sie einen sehr hohen Entwicklungsaufwand, aber sind sich selbst nicht über das Resultat sicher. Am besten zu sehen ist das bei GoogleWave. Google selbst kann dort nicht genau sagen, wo die Reise hingeht und für was sich Wave letztendlich am Besten eignet. Und warum es neben Android noch ChromeOS geben muss, ist auch nur schwer verständlich. Google selbst hat Android auch explizit für Netbooks angekündigt und schiebt nun ChromeOS hinterher und beantwortet schnell noch selbst die Frage, ob Android ggf. für ChromeOS aufgegeben wird mit “Nein”…. bevor irgendjemand anderes auf die Frage käme.
    Bleibt noch der Ruf von google, der hat sich in den letzten Jahren eher verschlechtert. Nicht wenige Leute sehen in dem Unternehmen eine Datenkrake, auch wenn Google noch nicht direkt mit den Daten handelt, so wird doch zumindest intern heftig damit gearbeitet.
    In vielen Bereichen hat google seine Glaubwürdigkeit (“Don’t be evil”) verloren… und das wird sich über die Zeit eventuell negativ für das Unternehmen entwickeln.

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