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Veröffentlicht am  26.10.09, 17:01 Uhr von  

Tap-Fu für iPhone: Entwickler stöhnen über Raubkopien

Tap-FuIn einem eigenen Blogbeitrag haben die Entwickler von Tap-Fu, Smells Like Donkey, nun einen ausführlichen Bericht darüber abgegeben, wie es um die Raubkopierquote von Tap-Fu bestellt ist. Die Entwickler zeigen sich durchaus geknickt von der Situation, die sie wiedergefunden haben. Sie hätten eine Menge Zeit und Mühen investiert, um ein interessantes und hochwertiges Spiel zu kopieren.

Am ersten Tag, als das Spiel im App Store live ging, war bereits klar, dass dort etwas aus den Fugen läuft (vgl. Smells Like Donkey-Blog, engl.). Noch eher überhaupt irgendjemand das Spiel gekauft hatte, tauchten erste Einträge in den globalen Highscore-Rankings auf. Smells Like Donkey haben in ihrem Blogbeitrag sehr viele Statistiken auch grafisch aufgearbeitet. Sie belegen anhand von Highscore-Daten, dass für den Fall Tap-Fu gut 90% Raubkopien im Einsatz sind und lediglich 10% der Spieler das Originalspiel gekauft hätten.

Gleichzeitig führen Smells Like Donkey uns mittels ihrer Statistiken vor Augen, dass es in ihrem speziellen Fall keine Wechsler gab, respektive kein Raubkopierer sich dazu bemüßigt sah, das Original nach dem “kostenlosen” Probieren auch zu kaufen. Das allerdings wird von Raubkopierern gerne immer als Argument angeführt. Entsprechend hart gehen die Entwickler dann auch mit dieser Raubkopierer-Ethik ins Gericht und nehmen dies zum Anlass, einige der FAQ-Zeilen der Seite Appulous auf ihre Tauglichkeit zu überprüfen.

Eine Lösung haben Smells Like Donkey derweil auch nicht parat, sehen sich aber gegenüber ihrer zahlenden Kundschaft verpflichtet. Ein Blick auf die Higscore würde sie jedoch immer wieder depressiv werden lassen.

Kurz vielleicht noch ein paar Worte zu Tap-Fu (iTunes) selbst: Der Name lehnt sich an Kung-Fu an und richtigerweise haben wir es mit einem klassischen Beat em Up-Sidescroller zu tun, wie es Karateka am Atari war, oder später Double Dragon und Streets or Rage auf anderen Systemen zum Einsatz kamen. Die Grafiken sind im Comic-Style gezeichnet und die Steuerung ist denkbar einfach. Der Titel kostet aktuell 1,59 Euro.

via Gamesdienst

 11 Kommentar(e) bisher

  •  rbq sagte am 26. Oktober 2009:

    Und jetzt nochmal für Laien: Wie genau haben die Raupkopierer eigentlich das Spiel schon kopiert, bevor auch nur ein einziges davon im AppStore erworben wurde? Die werden offenbar immer raffitückischer.

    Und sind die Zahlen ausgedacht oder bloß Fantasie? Ich meine, es gibt ja nur rund 10% iPhones mit Jailbreak, da klingt ein Nutzungsanteil ohne Lizenz von 90% schon mehr als seltsam. Denn egal wie traurig die armen Programmierer auf ihre Highscores gucken, bedeutet die begrenzte Anzahl geöffneter iPhones glücklicherweise maximal 10% eingebüßte Umsätze bei den Verkäufen. Die anderen 90% der potentiellen Kunden haben offenabr einfach keinen Bock auf die Software, so traurig das ist.

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  •  Brabbel sagte am 26. Oktober 2009:

    Ich kann das nicht glauben.

    Gruß Brabbel

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  •  Mike sagte am 26. Oktober 2009:

    Wegen 1,50 lohnt sich doch der Aufwand noch nicht mal! *lach*

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  •  at sagte am 26. Oktober 2009:

    Na ja, die 90% muss man im Verhältnis zur Nutzerbasis von Tap-Fu sehen. Angenommen es haben 10T Leute gekauft, dann spielen es aber offenbar 100T.

    @Brabbel: Das Spiel kostet zum Veröffentlichungszeitpunkt knapp 4 Dollar, ist augenblicklich vergünstigt. Und der Aufwand ist glaube ich für die “Cracker” einfach den Spaß wert. Wie sonst lassen sich Cracker-Gruppen erklären, die eigene Intros coden und ganze IRC-Chats und BBoards unterhalten, und ihre Software via P2P, IRC, FTP, Direct Download oder sonstwie in Umlauf bringen. Eine Webseite wie Appulous ist ja nur ein Zugangspunkt für weniger erfahrene Nutzer. Denn tendenziell wird viel viel mehr in ganz anderen Gegenden des Web geschachert.

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  •  Tekl sagte am 27. Oktober 2009:

    Das größte Problem ist das mangelnde Unrechtsbewusstsein. Ich denke jeder, der früh mit Computern zu tun hatte, kann sich da an die eigene Nase fassen und sich daran erinnern, dass er in frühen Jahren häufig mehr Software durch Tausch und Kopie bezogen hat als durch Kauf.

    Ich habe als Schüler nur meine Lieblingsspiele für den C64 gekauft, denn viel mehr hätte ich mir eh nicht leisten können. Mit der Magic Disk und der Game On war mein Taschengeld auch schon gut ausgeschöpft. Hinzu kommt, dass man sein Geld ja auch noch wo anders ausgeben wollte als nur für Software. So hat man auch sicher zum Geldsparen auch gerne mal (viel) Software kopiert.

    Früher waren Computer auch deutlich schneller langweilig, wenn nicht ständig neues reinflatterte. So konnte das schon zu einem Sport oder gar einer Sucht abdriften, so viel wie möglich besitzen zu wollen. Das man jemanden damit schaden könnte war ja nie direkt zu erfahren, sondern immer irgendwie eine nicht überprüfbare Behauptung der Medien und Hersteller. Sicher konnte man das nachvollziehen, aber nicht wirklich nachempfinden. So weit reicht die Empathie dann wohl nicht, und der Verstand ist da dann doch recht flexibel.

    Für die Cracker war natürlich auch Spaß mit im Spiel. Zum einen die Herausforderung, das Cracken quasi als abstraktes Spiel. Aber auch der Ehrgeiz, Fehler zu beseitigen, die Software komfortabler zu machen oder Cheats einzubauen.

    Wie das heutzutage aussieht, kann ich nicht beurteilen, da ich mir mangels Zeit eh nur wenig Spiele antun könnte und ich dann auch den Aufwand nicht betreiben würde, an das nicht nur aus Zeitgründen.

    Ich kann mich noch an mein erstes gekauftes Vollpreisspiel MYTH erinnern. Da war ich sogar richtig Stolz drauf. Dummerweise lag dem Spiel nicht viel bei und es stellte sich heraus, dass das Spiel fehlerhaft produziert wurde und der 3. Level beim Laden abstürzte, womit ich dann doch auf einen Crack zurückgreifen musste. Dadurch war das Bild vom echten Mehrwehrt eines gekauften Spiels erst mal ruiniert. Erst als ich bei einem Kumpel das Original Pirates! gesehen hatte, merkte ich, dass es wohl Ausnahmen gibt.

    So einen Mehrwehrt gibt es beim iPhone gar nicht. Ich kann mich gut erinnern, dass sich Ex-Raubkopierer gerade durch diesen Mehrwerte ihre Käufe gerechtfertigt haben. Ja, man musst sich manchmal schon rechtfertigen, etwas nicht kopiert zu haben. Bei Pirates! gab’s sogar den fetten Mehrwert, dass nur das Original einen Fastloader hatte.

    Sicher, es ist schon abstrus, dass man Leute mit Mehrwert aus der Kriminalität locken muss, allerdings sind digitale Waren ebenso abstrus für unseren Verstand. Das ist ja nicht nur bei Software so, auch mit der immer weiter voranschreitenden Bargeldlosigkeit haben viele Probleme und einige ruinieren sich gar damit, weil sie es nicht in den Griff bekommen.

    Sehr interessant zu diesem Thema ist auch die Analyse der Jungs von World Of Goo, welche zu einem Verhältnis von 82% kommen, wobei sie anfangs auch von 90% ausgingen.

    http://2dboy.com/2008/11/13/90/

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  •  fjaekel sagte am 27. Oktober 2009:

    Nette Marketing-Aktion. Und ihr fallt auch noch drauf rein … inklusive iTunes Link.

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  •  rbq sagte am 27. Oktober 2009:

    Wieso drauf reinfallen, Macnotes verdient doch mit? *am Kopf kratzt*

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  •  at sagte am 27. Oktober 2009:

    @fjeakel und rbq: Stehen jetzt alle iPhone-Entwickler unter dem Verdacht, Werbung für ihr Produkt zu machen? Euch darf man nur die schöne, heile Welt präsentieren, in der ihr alles richtig macht, ne? Neben 2DBoy hat z. B. auch vor Monaten der Entwickler eines Puzzlespiels aus Großbritannien seine Zahlen zum Thema Raubkopien veröffentlicht und sie waren nicht die ersten und werden nicht die letzten sein. Ihr könnt natürlich alle unter Generalverdacht stellen, aber dann könnt ihr auch gleich Bücher verbrennen… *kopfschüttel vor soviel Ignoranz*

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  •  Tekl sagte am 27. Oktober 2009:

    Sicher ist das auch eine Marketing-Aktion, wie eben alles was irgendwie in die Öffentlichkeit gerät. Was ist daran so schlimm. Wenn das nicht gefällt, solltest man keine Nachrichtenportale konsultieren.

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  •  @wupperelfe sagte am 27. Oktober 2009:

    Tap-Fu für iPhone: Entwickler stöhnen über Raubkopien: http://macnot.es/21988

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  •  BlueCougar sagte am 27. Oktober 2009:

    Na ja , wirklich neu und überraschend sind die Zahlen nun wirklich nicht. Das ganze hatten wir im Mai doch schon mal:
    http://www.macnotes.de/2009/05/27/cracked-iphone-applications-i-entwickler-hoffen-auf-apple/

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        1. App Store-Piraterie: Kopierte Apps jucken Apple nicht am 14. Januar 2010
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