Kostenpflichtige Nachrichten auf dem iPhone: Springer-Verlag macht ernst
Der Axel Springer-Verlag möchte schnellstmöglich iPhone-Nutzer von seinen Online-Inhalten aussperren und sie für den Zugriff zu Nachrichten zur Kasse bitten.
Der Chef des Springer-Verlages, Mathias Döpfner, hatte es im August angekündigt: Die Kostenlos-Kultur im Internet ist nicht erwünscht! Der Heimatverlag der Bild und der Welt will nun iPhone-Nutzern den Gratis-Zugriff auf die Onlinepräsenzen der firmeneigenen Nachrichtenhomepages verwehren – und über den App Store als kostenpflichtige Apps wieder anbieten.
Eine gibt es sogar schon: Die B. Z. ist über die gleichnamige App für 0,79€ abrufbar. Zwar ist die Mobilseite der Berliner Boulevardzeitung auch über Mobile Safari zu erreichen, die komfortable Navigation nach Stadtbezirken und der volle Zugriff auf Fotogalerien sind aber Premium-Features, die nur die App bietet. Doch damit nicht genug: Ab kommendem Jahr soll dann ein Monatsabo-Modell für exklusiven Newszugriff (und damit regelmäßige Einnahmen für den Verlag) sorgen.
Indessen hat die Süddeutsche Zeitung noch für diesen Monat ebenfalls eine eigene App angekündigt, die mit 1,59€ sogar noch teurer sein soll.
Die Besonderheit: Das iPhone zeigt Webseiten so an, wie sie auch auf dem heimischen Rechner aussehen, anstatt direkt zu WAP-Versionen umzuleiten (es sei denn, es gibt eine speziell iPhone-optimierte Variante). Dadurch wird die Sperre nur dann aktiv, wenn der Zugriff von einem Apple-Smartphone ausgeht. Geräte von Nokia oder Blackberry können beispielsweise wie gehabt auf die Inhalte zugreifen, solange es keine entsprechenden Apps für diese Plattformen gibt. Bis diese erscheinen, kann man die Vorgehensweise des Springer-Verlags als Diskriminierung von iPhone-Nutzern interpretieren.









Kay meint:
Ich mag es, vom Springer-Verlag diskriminiert zu werden, da ich die Bild-Zeitung eh verachte ^-^
Sollen sie ruhig alle aussperren: die Informationen wird es immer auch kostenlos woanders geben und da sind sie dann auch journalistisch professionell aufgearbeitet ^-^
Backstepper meint:
Haha! Na das riecht ja nach einem Erfolgskonzept…
tposchi meint:
Soll er ruhig machen ;)
Spezi meint:
Oder einfach den FakeWeb-Browser installieren und so wie bisher auf den Originalseiten surfen… Lächerlich, die Idee.
Janosius meint:
Jailbreak your (digital) life!!! Eigentlich schade, daß die Grundidee – jeder und überall gerade in Sachen Bildung kommerzialisiert wird – wobei Springer sicherlich nicht zu den Primärquellen gehören sollte.
Schneidmus meint:
der findige User findet immer einen Weg kostenlos an sein Informationen zu kommen. Nur hochqualitative, sorgfältig recherchierte News würden User dazu bewegen für Informationen zu bezahlen. Als Beispiel nenne ich DIE ZEIT, dafür würde ich bezahlen.
Michel2009 meint:
Supi, sollen Sie doch machen. Mal sehn wie das wohl läuft ;-) Da können die bestimmt reich werden, aber ohne mich. :-D
michael meint:
jaja, stoppschilder und aussperren sind des deutschen liebling…
Pim meint:
WETTEN, dass diese Sperre niemals ‘schaf’ geschaltet wird? Hochgradiger Schwachsinn!
Marco M. meint:
Sollen sie doch machen, wen interessiert’s? Gibt genügend andere Möglichkeiten, die nichts kosten. Das wird eine absolute Null Nummer.
iSaim meint:
Da gibt auch andere quellen..mich kotzen diese konsumorientierten leute an..
nick meint:
Glücklicherweise lässt sich auch ganz hervorragend ohne die Beiträge des Springerverlags leben.
Sind die Medien in der Krise, weil der Markt versagt? « Pixelökonom meint:
[...] Deutschland ist Springer der erste. Der Verlag plant, iPhone-Nutzern ab Ende des Jahres die Webseiten von „Welt“ und „Bild“ zu sperren. Die [...]