Veröffentlicht am 7.11.09, 10:00 Uhr von ff
Eines der angenehmsten Features am Mac ist der Ruhezustand. Dieser sorgt von Haus aus dafür, dass das System nur mit kleiner Verzögerung wieder wie verlassen bereit steht.
Der Trick dabei ist das Vorhalten der Daten im RAM. Gleichzeitig werden aber in den letzten Generationen diese Daten auch auf der Festplatte als SleepImage gespeichert, was bei dem Ausbleiben der Stromversorgung garantiert, dass die Daten trotzdem wie beim Verlassen vorgefunden werden und nichts verloren geht.
Der Schlaf im RAM benötigt Strom weshalb nach längeren Perioden auch schonmal ein wenig die Akkulaufzeit sinkt. Nichtsdestotrotz wird durch diesen sicheren Schlaf aber auch ein wenig Zeit für den Ruhezustand benötigt. Schließlich wird der gesamte aktuelle RAM auf die Festplatte geschrieben und das kann bei 4 und mehr GB auch mal ein Weilchen dauern.
Hier kann man das System tunen. Was besonders für MacBooks auf Grund der erhöhten Mobilität interessant ist. Entweder lässt sich ganz auf das Speichern auf Festplatte verzichten oder eben auf das Behalten der Daten im RAM. Mittels pmset -g lassen sich die aktuellen Einstellungen abrufen. relevant ist hier der hibernatemode und die darauf folgende Ziffer. Die Bedeutung der Ziffern:
Die Option abändern kann man mit sudo pmset -a hibernationmode <Zahl>.
Allerdings geht das auch ohne Kommandozeile und intelligenter mit SmartSleep.
SmartSleep von Patrick Stein ermöglicht im Gegensatz zum Hack per Terminal eine viel intelligentere Einstellung des Schlafmodus. Der SmartSleep speichert bis zu einem frei wählbaren Prozentsatz der Akkuladung den aktuellen Zustand ausschließlich im RAM. Wird beim Schließen des MacBooks der festgelegte Prozentsatz unterschritten, wird der übliche Safe Sleep eingeleitet und der Zustand zusätzlich auf der Festplatte gespeichert. Fällt die Akkuladung unter 5% wird ausschließlich auf der Festplatte gespeichert.
Es bietet also die Vorteile aller Möglichkeiten ohne deren Nachteile, denn das MacBook schläft bei ausreichender Akkuladung sofort nach dem Zuklappen und ohne die sonst bestehende Verzögerung durch das Schreiben auf die Festplatte.
SmartSleep setzt sich dabei elegant als PreferencePane in die Systemeinstellungen. Einmal einstellen und vergessen. Eben genau das was man von einem solchen Tool erwartet.
Eine sehr gute Ergänzung bildet das DeepSleep Widget. Dieses ermöglicht den direkten Start des Tiefschlafs auf der Festplatte aus dem Dashboard. Sehr nützlich zum Beispiel wenn das Gerät über einen längeren Zeitraum nicht benötigt wird und die Akkuladung erhalten bleiben soll. Diese würde beim Sleep-Mode bei sehr langen Zeiträumen reduziert und zu einem Datenverlust führen sofern die Akkuladung auf 0 sinkt.
Jedenfalls ist das Widget perfekt, um mal eben schnell den normalen Sleep-Mode außen vor zu lassen, wenn es gerade benötigt wird. Wer nicht gerade ein Fan von Widgets ist, kann sich die im Widget-Package abgelegte App extrahieren und direkt über einen Launcher, Spotlight oder das Terminal ausführen.
Für das Tuning empfiehlt sich auf Grund der Funktionen direkt SmartSleep im Team mit DeepSleep, da es sich eben auch elegant anwenden lässt.
Für das Aufwachen bringt das Tuning kaum etwas, dafür beim Einschlafen. Wer häufig den Ort wechselt und keine Lust hat zu warten, wird vom Komfort begeistert sein.
Und wie ist deine Meinung? Schreib uns einfach!
Tags: Akku, DeepSleep, hibernation, MacBook, Performance, PreferencePane, sleep, SmartSleep, Tool, Tuning, Widget
RT @Macnotes: Fein-Tuning am MacBook-Ruhezustand http://macnot.es/22506
Die Modi 5 und 7 bei aktiviertem Secure Virtual Memory gibt es schon seit Leopard nicht mehr. Mein aktuelles MBP hat jedenfalls einen hibernatemode von 3, obwohl ich SVM aktiviert habe.
Ich gehe aber davon aus, dass es keine Nachteile hat, 5 (0101) bzw. 7 (0111) zu verwenden, weil das dritte Bit dann wohl einfach ignoriert wird.
Auszug aus der pmset-ManPage von Snow Leopard:
Fein-Tuning am MacBook-Ruhezustand: http://macnot.es/22506 – ein sehr hilfreiches Tool mit http://www.jinx.de/SmartSleep.html noch einfacher
RT @Macnotes: Fein-Tuning am MacBook-Ruhezustand http://macnot.es/22506
aus persöhnlicher Erfahrung würde ich davon abraten Mode 3 zu ändern, bzw. Mode 1 “abzuschalten”.
http://mizine.de/mac/schlafgewohnheiten-der-mobilen-macs-andern/
Fein-Tuning am #MacBook-Ruhezustand. http://macnot.es/22506 zeigt, wie man diese Funktion in #Apple #Mac OS X optimal nutzt.
RT @macXperts Fein-Tuning am #MacBook-Ruhezustand. http://macnot.es/22506 zeigt, wie man diese Funktion in #Apple #Mac OS X optimal nutzt.
RT @macXperts Fein-Tuning am #MacBook-Ruhezustand. http://macnot.es/22506 zeigt, wie man diese Funktion in #Apple #Mac OS X optimal nutzt.
Mir würde es keinen Spaß machen, wenn sich Einschlaf- und Auswachverhalten des MBP je nach Situation ändern würden. Würde ich mich daran gewöhnen, dass er meistens sofort schläft, würde früher oder später die schreibende Platte einen Stoß beim übereilten Einpacken abbekommen. Und würde er nicht immer beim Aufklappen starten, wäre Panik angesagt. Ich bleibe daher bei den Standardeinstellungen und schicke ihn nur Nachts zur Hause per Widget in den Tiefschlaf – vor allem, solange die Aufwacheritis umgeht.
RT @macXperts: Fein-Tuning am #MacBook-Ruhezustand. http://macnot.es/22506 zeigt, wie man diese Funktion in #Apple #Mac OS X optimal nutzt.
Ach deswegen dauert es immer so lange nach dem Zuklappen bis mein MacBook endlich schläft (LED pulsiert). Allerdings stört es mich nicht so sehr dass ich Datenverlust in Kauf nehme wenn SmartSleep den ungesicherten Ruhezustand herbeigeführt hat und dann der Akku irgendwann leer geht. Nachdem ich die ersten Male verunsichert abgewartet habe ob das MacBook den Ruhezustand herstellt, packe ich es mittlerweile gleich ganz vorsichtig in die Laptoptasche.
@Michael: Danke für den Hinweis. Ich werde das mal auch oben im Artikel kenntlich machen.
@Viktor: In welchem Zusammenhang steht Dein Link mit der Warnung?
@rbq: Kann sich ja jeder aussuchen. Ich bevorzuge SmartSleep und Tiefschlaf über das Terminal (extrahierte App aus dem Widget). Und merke das es deutlich komfortabler für mich ist.
Hi,
auch wenn der Artikel schon ein bisschen älter ist, aber der angebene Terminal-Befehl ist falsch bzw. enthält einen Tippfehler. Korrekt ist:
sudo pmset -a hibernatemodehibernatemode nicht hibernationmode
Grüße
M