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Veröffentlicht am  13.11.09, 17:26 Uhr von  

Arcade Reality: Augmented Reality-Shooter im Test

Arcade RealityMit Erscheinen der iPhone Software 3.0 wurde es möglich, so genannte “Augmented Reality”-Apps zu entwickeln. In diesen Apps wird die Realität über die iPhone-Kamera in die grafische Benutzeroberfläche integriert, so dass sich ganz neue Nutzungsmöglichkeiten des iPhones ergeben – auch in Spielen wie “Arcade Reality”.

In Arcade Reality der Spieleentwicklerschmiede Chillingo geht es darum, mit einer Laserkanone oder Raketen grobpixelige Weltraummonster von der Invasion auf der Erde abzuhalten. Dabei läuft im Hintergrund die Kameraanwendung, so dass man in realer Umgebung auf virtuelle Gegner schießt. Die Monster erinnern sehr stark an Atari-Klassiger wie Space Invaders, die Steuerung ist aufgrund der neuen Technologie recht gewöhnungsbedürftig.

Die Menügestaltung und allgemein die grafische Oberfläche der App ist designtechnisch eher iPhone-untypisch gelöst: Die Menüführung wirkt überladen, einzelne Optionen drehen sich leicht, wenn sie ausgewählt sind, im Hintergrund ist ein beweglicher 3D-Spielautomat zu sehen und trägt zur mangelnden Übersicht bei.
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Im Spiel dann finden sich am unteren Displayrand die Buttons für Raketen- und Laserabschuss sowie der Bewegung des eigenen Raumschiffs. Über das Kreuz in der linken oberen Ecke erreichen wir das Menü, der Button “Mode” unten rechts schaltet zwischen verschiedenen Laserwaffen um. Wird man von den hübsch leuchtenden kleinen Space-Monstern zerstört, wird der Bildschirm von Störungen bedeckt und man gelangt zurück ins Menü.

In den Optionen lässt sich die Lautstärke von Spielmusik und -effekten einstellen, außerdem können wir hier eine Zielhilfe aktivieren und die Bewegung auf der Y-Achse umkehren.
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Zum Kennenlernen des recht komplexen Spielprinzips gibt es mehrere Übungslektionen, in denen man den Umgang mit den verschiedenen Waffen und Spielmodi lernt. Neben der üblichen Sichtweise in der ersten Person gibt es auch eine Variante, in der man seinen kleinen Raumjäger als Objekt im Raum sieht und dann fernsteuern muss. Dann kann das Radar am unteren Rand des Bildschirms von großer Hilfe sein. In unserem Test sind wir allerdings an der anspruchsvollen Steuerung gescheitert.
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Vor den einzelnen Missionen erscheint immer eine Übersicht der zu erreichenden Ziele und Tipps, wie man die Aufgabe am Besten lösen kann. Da im Hintergrund immer der nostalgische Spielautomat zu sehen ist, ist es manchmal nicht ganz einfach, die helle Schrift auf dem hellen Hintergrund noch zu entziffern. Dennoch: ist man einmal im Spiel, macht die 360°-Atmosphäre durchaus Spaß, denn auch Bewegung gehört mit zum Spielprinzip.
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Arcade Reality verfolgt ein neuartiges Spielprinzip und liegt voll im Trend der aktuellen Augmented Reality-Apps. Es ist dem Spiel anzusehen, dass die Entwickler sich sehr viel Mühe mit der Umsetzung gegeben haben, wirkt allerdings insbesondere innerhalb der Menüs sehr überladen und bietet außer der neuen Erfahrung, die Realität mit dem virtuellen Raum zu vereinen, nicht viel fürs Auge. Die grafische Integration in die iPhone-GUI ist weniger gelungen. Dennoch: Wer eine frühe Umsetzung der neuen Möglichkeiten ausprobieren möchte, liegt mit Arcade Reality nicht falsch. Man sollte nur darauf achten, dass man es nicht dort spielt, wo viele andere Menschen unterwegs sind, die nicht wissen, was man gerade tut. Die nötigen Schwenker und Dreher mit dem iPhone vor dem Gesicht trägt sonst zu ungewolltem Amusement der Umgebung bei.

Arcade Reality kostet 2,39€ (Affiliate-Link) und ist im App Store erhältlich. Da die Kamera und der Kompass vom Spiel genutzt werden, ist ein iPhone 3GS Voraussetzung für die Lauffähigkeit der App.

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 1 Kommentar(e) bisher

  •  Jens sagte am 14. November 2009:

    Die Idee, das Kamerabild in Echtzeit für ein Spiel zu verwenden ist nicht so ganz neu. Es gab auf dem SX-1 mal ein Spiel, ich glaube es hieß Mozzis, dass diese Technik schon verwendet hat. Und das ist gefühlte Jahrzehnte her ;-)

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