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Veröffentlicht am  13.11.09, 23:40 Uhr von  

Ravensword für iPhone abgewiesen – Apple stellt Unity-Engine unter Generalverdacht

App StoreWie uns Publisher Chillingo heute mitteilte, ist das von vielen erwartete Action-Rollenspiel Ravensword von Apple abgelehnt worden. Anders als sonst hat Apple jedoch in diesem Fall eindeutige Gründe, die sie dazu anhalten, das Spiel nicht zuzulassen. Grund dafür sind zwei interne Programmaufrufe (API-Calls) der verwendeten Unity-Engine.
Mit denselben Aufrufen hatte der Entwickler Storm8, der sich in den USA mit einer Sammelklage wird beschäftigen müssen, nämlich an die 2 Millionen Handynummern von Nutzern ausgespäht.

Apple stellt nun Entwickler unter Generalverdacht, die die Unity-Engine verwenden, zumindest aber werden Spiele rigoros abgelehnt, die von den API-Aufrufen Gebrauch machen, die auch in den Produkten von Storm8 die Möglichkeit zum Ausspionieren geboten haben.

Chillingo sieht sich und andere Entwickler, die die Unity-Engine verwenden, im Kreuzfeuer zwischen Apple und Storm8 gefangen. Marta Miernik, Pressechefin von Chillingo dazu:

Ravensword like many other Unity games have found themselves caught in the crossfire between Apple, Storm8, and API calls which exist inside of all Unity games. The same APIs were used by iMobsters developer Storm8 to solicit contact information from players. While Ravensword and other Unity-built games do not collect information from users, Apple rejected the game and others as a measure to prevent such from happening again.

Apple möchte, wie Miernik richtig formuliert, zukünftig dem Ausspionieren einen Riegel vorschieben. Ravensword wurde um die besagten API-Calls bereinigt und erneut an Apple zur Überprüfung geschickt.

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 6 Kommentar(e) bisher

  •  silviantrius sagte am 14. November 2009:

    Unfassbar…

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  •  ben sagte am 14. November 2009:

    Richtig so. Apple schützt den User. Sollen die Leute anständig programmieren!

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  •  kayoone sagte am 14. November 2009:

    @ben
    das Problem ist aber dass die meisten Entwickler ja zu unrecht beschuldigt werden weil sie eben keine Daten sammeln. Deren Apps dann nicht zuzulassen für die viel Geld und Zeit investiert wurde ist nicht wirklich fair.
    Der App Bestätigungsprozess ist ziemliches Glücksspiel geworden…die Unity Engine benutzen übrigens sehr viele 3D Spiele auf dem iPhone, weil es da sowieso nur 2-3 Alternativen gibt, die alle unter Generalverdacht zu stellen ist einfach müll.

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  •  sirdir sagte am 14. November 2009:

    Naja, in diesem Fall kann ich Apple verstehen. Und wenn sich die API-Calls verhindern lassen, wo ist das Problem? Erst dachte ich ja, die würden vielleicht in einem gekapselten Teil der Engine entstehen wo der Entwickler gar keinen Einfluss drauf hat, aber so ist das ja nun wirklich sauber.

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  •  syshack sagte am 14. November 2009:

    Apple könnte auch einfach keine solchen SpyAPI Calls implementieren, dann würde das Problem ganz einfach nicht entstehen…aber nein Apple will diese APIs wahrscheinlich ja selbst nutzen können.

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  •  jonas echterhoff sagte am 16. November 2009:

    Unity benutzt intern die Mono Bibliothek als Scripting engine, welche wiederum auf die genannten, undokumentierten APIs zugreift. Dies wurde bisher nie als Problem gesehen, aber kürzlich wurde ein von Storm8 ein Spiel rausgebracht (welches nicht mit Unity entwickelt wurde!), welches diese APIs ausnutzt, um Benutzerdaten auszuspionieren, woraufhin Apple keine neuen Apps, die diese Calls benutzen mehr zulässt (egal ob diese die undokumentierent APIs mit bösen Absichten benutzen oder nicht).

    Unity Technologies hat schon reagiert, indem eine neue Version von Unity verfügbar gemacht wurde, welche die betroffenen APIs entfert hat: http://blogs.unity3d.com/2009/11/14/unity-iphone-app-store-submissions-problem-solved/#comments

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