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Veröffentlicht am  18.11.09, 11:28 Uhr von  

Microsoft: Mobile Apps für Smartphones kein Killerkriterium

iPhone 3GDie Verfügbarkeit von Apps auf Smartphones spiele im Wettbewerb der Handy-Hersteller bald keine große Rolle mehr, so Microsofts Ray Ozzie auf einer MS-Developerkonferenz. Unschwer als ein Seitenhieb auf die App-Begeisterung in Sachen iPhone zu erkennen, ist das Statement an sich durchaus ernstzunehmen – auch wenn es nicht ausgerechnet von Microsoft hätte kommen brauchen.

“Alle Apps, die eine Rolle spielen, werden auf alle Plattformen portiert”, so Ozzie, und er wird im Prinzip so falsch nicht liegen – ob der Schwerpunkt in Zukunft auf Apps oder möglicherweise eher auf (ebenso portablen) In-Browser-Funktionen für den mobilen Einsatz liegen, wird sich zeigen müssen.

Ozzie wegen eines offensichtlichen Apple-Bashings zurückzubashen, liegt nahe – und nach der Zune-Pleite und der Hilflosigkeit Microsofts gegenüber dem App-Angebot fürs iPhone gäbe es auch einige Anlässe. Die Migration vieler Apps auf die unterschiedlichen Smartphone-Plattformen wird tatsächlich leichter als auf dem Rechnersektor sein, mittelfristig wird die plattformspezifische Auswahl nicht die entscheidende Rolle beim Kauf eines Smartphones spielen.

Aktuell ist das App-Angebot aber nach wie vor ein Alleinstellungsmerkmal des iPhone, und wird es (trotz aller Frustrationen auf Entwicklerseite) noch eine Weile bleiben. Ozzies Hoffnung auf eine Aufholjagd bei den anderen Plattformen wird sich zwar erfüllen (wobei die Gaming-Plattform iPhone hier noch länger die Nase vor der Konkurrenz behalten dürfte). Aber dann werden die Killerkriterien wohl Bedienkonzept, Benutzerfreundlichkeit und Funktionalität sein. Dass Microsoft ausgerechnet auf diesen Gebieten hofft, sich gegen Apple durchzusetzen, ist zumindest eine spannende Ansage.

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 4 Kommentar(e) bisher

  •  Michael sagte am 18. November 2009:

    >>Aber dann werden die Killerkriterien wohl Bedienkonzept, Benutzerfreundlichkeit und Funktionalität sein.<<
    Beinhaltet das nach eurer Meinung auch solche Sachen wie Jailbreaks? Ich frage mich, ob man das System weiter öffnen soll, oder es so lassen.

    Auf jeden Fall stimmt das mit der Gaming Plattform. Wobei hier aber noch vernünftige Steuerungsmöglichkeiten fehlen (Gaming Aufsatz mit Buttons zB) um sich weiterzuentwickeln.

    Auch muss der App Store seine Kritiker verstummen. Sinnvolle Präsentation der Apps sowie transparente Zulassungskriterien.

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  •  rj sagte am 18. November 2009:

    Oh, guter Punkt, an den ich in dem Kontext zugegebenermassen nicht einmal gedacht habe. Ich würde die “App-Politik” generell den zentralen Punkt nennen – der Knackpunkt für den Erfolg des iPhone wird der Jailbreak nicht sein, dafür ist der Anteil der Jailbreaker zu klein. Näher am Kern der Sache wäre, wie weit Apple den Jailbreak “überflüssig” machen kann. Wenn sie das schaffen, werden sie das System auch so zu lassen können wie jetzt (so wenig mir das auch gefällt). Denn die features, die auf dem iPhone nur für Jailbreaker zu haben sind, sind eben die, mit denen andere “ganz offiziell” punkten können.

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  •  Michael sagte am 18. November 2009:

    Das erinnert mich an den Film Matrix, wenn das iPhone die Lücke lässt, um auszubrechen, dann werden die Menschen zufrieden damit sein, andernfallls drehen sie durch ^^

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  •  Peter sagte am 3. Dezember 2009:

    Das iPhone ist ganz sicher ein tolles Gerät für all diejenigen, die von DumbPhone auf Smartphone umgestiegen sind und sich auch nicht mit dem Gerät auseinandersetzen wollen (natürlich nicht nur für diese Gruppe). Es ist schnell verständlich, Apps sind kinderleicht zu installieren, die Integration in iTunes macht alles einfach. Der Haken ist nur, das Apple dem Nutzer nahezu sämtliche Freiheiten raubt. Die Auswahl des Providers – Apple entscheidet – die Auswahl des Download Stores – Apple entscheidet – welche Apps werden zugelassen – Apple entscheidet. Zudem ist das Telefon nicht annähernd so anpassungsfähig, wie andere Smartphone Plattformen. All dies mag vielen Nutzern egal sein, aber es ist schon eigenartig, das gerade diese von Apple gegängelte Masse dann auch noch jedem erklärt, das das iPhone das einzig Wahre ist, ohne jemals ein anderes smartes System kennengelernt zu haben. Marketing technisch wahrlich ein Geniestreich, aber leider erinnert das alles doch sehr an die frühe Microsoft PC Zeit, durch die jeder Nutzer fest an das MS “Biotop” gefesselt wurde, wie der iPhone User auch heute fest im Apple Biotop verankert ist. Also nicht falsch verstehen – ich mag das Produkt, aber nicht die Gängel Philosophie dahinter.

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