Condé Nast plant Tablet-Versionen seiner Magazine, auch für das Mac-Tablet
Die Verlagsgruppe Condé Nast Publications plant die digitale Veröffentlichung ihrer insgesamt 18 Magazine, darunter Titel wie Wired, The New Yorker und Vogue. Die digitalen Versionen sollen optimiert sein für Tablet-PCs aller Art – laut Verlagsangaben auch für das Mac-Tablet.
Condé Nast arbeitet bereits eng mit HP zusammen, so Firmenchef Chuck Townsend. Und auch Apple wurde bereits in die Pläne eingeweiht, dort schweigt man sich aber nach wie vor aus, ob bzw dass es überhaupt ein Projekt “Mac-Tablet” gibt. Aktuell ist von keinem Hersteller ein entsprechend nutzbares Tablet auf dem Markt, man ist aber zuversichtlich, dass es diese in naher Zukunft gibt.
Die digitalen Varianten der Magazine sollen auf einer Software von Adobe basieren, die auf der AIR-Plattform aufgebaut wird. Adobe arbeitet derzeit an einem Tool für Publisher sowie einem Reader, der entweder vorinstalliert ist oder als Download angeboten werden kann. Condé Nast wird vorerst das einzige Verlagshaus sein, welches das neue System nutzen kann, Adobe plant aber, es auch anderen zugänglich zu machen. Adobe AIR ist auf unterschiedlichen Plattformen nutzbar, unter anderem auch unter Mac OS X – aber nicht auf dem iPhone. Sollte Apple also ein Tablet auf Basis des iPhone OS entwickeln, wie es vielerorts vermutet wird, so wäre dies ein Ausschlusskriterium.
Einen kleinen Vorgeschmack gibt Condé Nast gerade im App Store (Affiliate): Die Dezemberausgabe des amerikanischen GQ wurde für das iPhone portiert, inklusive aller Inhalte. Die Tablet-Version könnte ähnlich aussehen, allerdings noch zusätzliche Inhalte wie Videos und die Synchronisation mit sozialen Netzwerken haben. Es wird bereits diskutiert, ob die Onlineverkäufe der Magazine mit den Print-Verkäufen gleichgesetzt werden können. Ein Schritt in die Zukunft ist das allemal: Viele Verlagshäuser haben mit Umsatzeinbrüchen zu kämpfen, nur wenige aber sehen einen Nutzen in der digitalen Veröffentlichung – obwohl sie für die Verlagshäuser ingesamt günstiger ist. Die Tablets als Rettung der Printindustrie? Eine Hoffnung, die sich möglicherweise erfüllen könnte – sofern die Umsetzung stimmt.
Aus Industriekreisen heißt es, dass Apples Tablet-PC erst in der zweiten Hälfte von 2010 zu erwarten ist: Angeblich wurden entscheidende Bauteile ausgetauscht, außerdem soll LG ein 9.7″ großes OLED-Display liefern. Laut Quellen soll es zwei Modelle geben: eines mit 10,6″-TFT-LCD-Display, und eines mit dem eben bereits genannten OLED-Display von LG. Letzteres allerdings könnte teuer werden: Das Displaypanel kostet im Einkauf aktuell rund $500. Da das Display rund 1/3 aller Kosten eines Tablets ausmacht, müsste also mindestens ein Preis von $1500 erwartet werden. Wie viel Wahrheit in dieser neuerlichen Gerüchteküche steckt, wird man frühestens dann sehen, wenn Apple das Gerät vorstellt – konkrete Hinweise darauf sind bisher ausgeblieben.







stadtkind meint:
… vlt. lebt dann ja noch mal die MAXIM auf, als iPhone App. :) Werde mir die GQ nachher eventuell mal laden und sehen, wie das Handling ist. Wenn da genau so viel Werbung wie in der Print-GQ ist (Verhältnis etwa 50:50), gibt’s ‘ne Beschwerde. ;)
Die Haptik und der Duft nach Druckertinte wird mir jedoch fehlen!
kg meint:
@stadtkind zu bedenken ist, dass es sich bei der GQ-Ausgabe um die amerikanische handelt, nicht die deutsche. ;-)
Sports Illustrated als Magazin für das Mac-Tablet vorgeführt meint:
[...] Condé Nast hat sich zwecks der Verarbeitung ihres Contents mit Adobe zusammengetan, um diesen via AIR auf verschiedene Plattformen zu portieren. AIR ist jedoch derzeit nicht für das iPhone OS verfügbar, womit ein Teil der Zielgruppe ausgeschlossen wäre. Time geht vielleicht einen anderen Weg, eventuell sehen wir hier die ersten Bilder des Zusammenschlusses: [...]
Sports Illustrated führt Magazin auf TabletMac vor meint:
[...] angeboten. Apple verhandelt schließlich bereits mit vielen verschiedenen Velagen, darunter Codé Nast, um Medienhäuser auf aktuelle Medienformate zu bringen und damit aus der Krise zu ziehen. [...]
Apple Tablet soll “schockierend billig” sein meint:
[...] hatte die Gerüchteküche eine Preisspanne von $500 bis $2000 zu bieten. Die Preise beruhen auf Schätzungen, die die übliche [...]