MACNOTES

Veröffentlicht am  20.11.09, 16:57 Uhr von  

Test: MacBook white Unibody 2,26GHz

MacBook white Late 09Mit dem neuen MacBook white hat Apple vor rund einem Monat dem günstigsten Mac-Notebook ein nagelneues Rundumdesign verpasst. Genauso wie die MacBook Pro-Reihe ist nun auch das Einsteigermodell im Unibody-Design gestaltet. Nebenbei wurden auch noch das Trackpad sowie die Verarbeitung erneuert. Wir haben das neue MacBook nun eine ganze Weile im Produktiveinsatz getestet.

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Das Design

Das offensichtlichste zuerst: Mit dem Design des aktuellen MacBook hat Apple klar einen Schritt nach vorne gemacht und hoffentlich auch alle Fehler ausgemerzt, die viele Besitzer eines alten weißen MacBooks zur Verzweiflung gebracht haben: Von zersplitterten Gehäusen und Topcases können nicht zuletzt auch wir ein Liedchen singen. Das Gehäuse wurde komplett runderneuert: Es ist nun ebenfalls im Unibody-Stil gehalten, die bisher problematischen Handauflageflächen sind damit Geschichte. Außerdem sind die Ecken ein ganzes Stück runder geworden – nicht aber auf der Unterseite, die jetzt aus gummiertem Alu besteht.

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Diese Tatsache macht das MacBook zu einem perfekten Unterwegs-Begleiter: Es ist rutschfest und gleitet einem so nicht so leicht von Oberschenkeln oder schrägen Tischen. Acht Schrauben halten den unteren Deckel am Gehäuse, hat man diese herausgeschraubt, hat man einfachen Zugriff auf Festplatte, Arbeitsspeicher und alle anderen relevanten Bauteile. Einziges Manko, das wir bei unserem Testmodell feststellen mussten: Unter- und Oberseite des Case passen nicht perfekt ineinander und stehen daher etwas ab.

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Auch die Innenseite des MacBooks wurde verändert: Es besteht jetzt, wie auch der Außendeckel, aus Hochglanz-Kunststoff, was ein echter Nachteil ist: Bei unserem Testmodell mussten wir einige Kratzer bemerken, kurz nachdem wir es ausgepackt hatten, gleiches gilt für das Außengehäuse. Wer also gehofft hat, dass sich in Sachen Kratzempfindlichkeit irgendwas geändert hat, den müssen wir an dieser Stelle enttäuschen. Eine deutliche Verbesserung ist das Trackpad, das nun ebenfalls über Multitouch-Funktionalität verfügt.

 

Hardwarefeatures

Die neue Unibody-Bauweise des MacBooks zog derweil noch eine weitere Verbesserung mit sich: Genau wie alle anderen Apple-Laptops ist nun auch dieses Modell mit einem integrierten Akku ausgestattet, der je nach Auslastung und Displayhelligkeit locker sechs Stunden durchhält, angegeben sind 7 Stunden als Richtwert. Sollte der interne Akku irgendwann einmal defekt sein, bekommt man für 139€ einen neuen, inklusive Einbau. Und wo wir gerade beim Akku sind: Apple hat mit dem neuen MacBook auch das Netzteil verbessert. Anstatt des anfälligen Kunststoffsteckers, den oft Kabelbruch plagt, ist nun ein Aluminium-ummantelter Anschluss dabei, der größere Stabilität verspricht.

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Das Widescreen-Display ist mit einer LED-Hintergrundbeleuchtung ausgestattet, es ist eindeutig schärfer als das des Vorgängers.

 

Anschlüsse

Auch in Sachen Anschlüsse hat Apple umgearbeitet: Der FireWire 400-Anschluss musste weichen, außerdem ist der Rechner nun mit einem kombinierten Audio-In/Out sowie dem Mini DisplayPort-Anschluss ausgestattet. Im Vergleich zu den Modellen der Pro-Reihe hat man beim MacBook white auf den SD-Kartenleser verzichtet. Außerdem fehlt der von vielen geschätzte Infrarot-Port, und so lässt sich die Apple Remote nicht mehr mit dem MacBook nutzen – ein Nachteil für all jene, die ihren Rechner auch als Präsentations- oder Medienplattform nutzen.

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Gerade der fehlende FireWire-Anschluss dürfte immer noch für Unmut sorgen. Es sollte allerdings bedacht werden, dass wohl nur noch ein kleiner Bruchteil der MacBook-Zielgruppe Geräte hat, die sich nur mittels FireWire anschließen lassen – Profis greifen meist ohnehin zum MacBook Pro, bei dem ein FireWire 800-Port bereits im günstigsten Modell eingebaut ist.

 

Praxisbeobachtungen

In der Praxis zeigt sich das MacBook als hervorragender Begleiter für alle Lebenslagen. Es ist im Vergleich zum Vorgänger etwas leiser geworden – eine Tatsache, die vor allem all jene freuen dürfte, die ihr MacBook mit in die Uni nehmen oder die es eben gerne etwas ruhiger haben. In Sachen Geschwindigkeit können wir uns ebenfalls nicht beklagen: Es gibt im normalen Arbeitsbetrieb keinen spürbaren Unterschied zum aktuell kleinsten MacBook Pro. Die Grafikkarte in Form der GeForce 9400M ist die gleiche gelieben, dennoch ist Grafikleistung etwas besser – dies ist auf den schnelleren Prozessor sowie den schnelleren Systembus zurückzuführen.

 

Benchmarks

Um neben den “gefühlten” Verbesserung auch noch harte Fakten zur Leistungsfähigkeit zu liefern, haben wir das Benchmarking-Tool Xbench auf dem MacBook laufen lassen. Als Vergleichswert gibt es die Benchmarks des Vorgänger-MacBooks, ebenfalls in der Standardkonfiguration.

In der Gesamtpunktzahl des Benchmarkings sind beide Modelle ebenbürtig: Beide erreichen 114 Punkte. Einen deutlichen Vorsprung kann das neue MacBook allerdings im CPU-Test für sich behaupten: Insgesamt 160 Punkte erreicht er bei uns im Testdurchlauf, während der Vorgänger nur 149 erreicht. Auch den Speichertest kann das Unibody-MacBook für sich behaupten: Kaum eine Überraschung, wenn man bedenkt, dass nun DDR3- anstatt DDR2-RAM genutzt wird. Kurioserweise konnte das Vorgänger-MacBook im Festplattentest punkten, was wohl an den unterschiedlichen verbauten Festplatten liegt: Während das neue MacBook mit einer Toshiba-Festplatte ausgestattet ist, handelt es sich bei der alten um ein Fujitsu-Modell. Das neue MacBook geht aber dennoch aus so gut wie allen Tests als Sieger hervor. Zu bedenken ist aber, dass die Xbench-Tests mitunter mit Vorsicht zu genießen sind.

Im Cinebench-Test konnte das MacBook im 2-Core-CPU-Betrieb 4824 Punkte erreichen, bei Nutzung von nur einem Kern 2591. Zum Vergleich: Das 2,5GHz-MacBook Pro mit Penryn-CPU erreichte bei uns 5526 bzw 2902 Punkte im Cinebench-Test.

 

Fazit

Das neue, weiße MacBook ist nicht nur günstiger, sondern auch hochwertiger als der Vorgänger. Wer sich mit dem weißen Design anfreunden und auf Alu-Gehäuse sowie die FireWire-Schnittstelle verzichten kann, der kann mit dem Einsteiger-MacBook nichts falsch machen. Das Multitouch-Trackpad macht die Bedienung des MacBook noch angenehmer und einfacher, das Display ist dank LED-Hintergrundbeleuchtung noch schärfer geworden. Der erfreulich geringe Preis macht das weiße MacBook für Apple-Verhältnisse zu einem kostengünstigen Einsteigermodell, bei dem auf Leistung aber nicht verzichtet werden muss.

4,5/5Testurteil: 4,5/5 Macs
Bezeichnung: MacBook White 2,26GHz
Hersteller: Apple
Preis: 899€ (Affiliate)

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 15 Kommentar(e) bisher

  •  @ToxicMelvin sagte am 20. November 2009:

    RT @Macnotes: Test: MacBook white unibody 2,26GHz http://macnot.es/24282

    Antworten 
  •  Bidone sagte am 20. November 2009:

    Ich hatte das Ur MacBook gekauft, gleich als es erschien. Das war sehr häufig defekt.
    LogicBoard getauscht, Akku getauscht. Zum Schluss flackern. Das Topcase wurde auch ersetzt weil Tasten klemmten. War mein reparaturanfälligster Computer aller Zeiten.
    Da ich auf FW angewiesen bin wurde es vor einem Jahr das MBP 15″.
    Ich denke das neue MB ist ein gutes Einsteigergerät. Wenn es aber einmal einen Akkurückruf gibt, dann wird es teuer für Apple. Alle Geräte in die Werkstatt und den Akku ersetzen. Früher kamen die im Paket.

    Antworten 
  •  Robert sagte am 20. November 2009:

    Hmm, täuscht es auf den Bildern, oder sind auf der gummierten Unterseite bereits die ersten “Ausfallerscheinungen” in Form von 4 Stellen in den Ecken (auf denen das MacBook wahrscheinlich steht) zu erkennen?!

    Diese gummierte Unterseite hält mich aktuell von einem Kauf ab, da ich Angst habe, dass diese 1. verdreckt und 2. abnutzt.

    Wie sieht es mit den beiden Punkten aus?

    Antworten 
  •  kg sagte am 20. November 2009:

    @Robert verdrecken tut sie tatsächlich, aber das liegt nunmal an der Gummierung. Abnutzungen konnten wir hingegen bisher nicht feststellen. Ich nutze seit etwa 2004 Mac-Notebooks, erst iBook, dann das alte MacBook white und seit letztem Herbst das Unibody-MacBook, und muss zugeben, dass mir die Gummierung gar nicht schlecht gefällt, weil sie dem MacBook zusätzliche Stabilität gibt, wenn man das Gerät mal im Schoß hat. Im Zug bin ich z.B. regelmäßig genervt von meinem Alu-MacBook, weil ichs ständig davon abhalten muss, von meinen Beinen zu rutschen. Ist aber vermutlich echt Geschmackssache. Außerdem die Anmerkung: Die Gummi-Füßchen des alten MacBooks wurden auch nach kurzer Zeit recht dreckig und haben dann keinen Halt gegeben, die komplette Gummierung ist da schon konsequenter. Tipp dazu: Regelmäßig mit Alkohol abreiben.

    Antworten 
  •  Kay sagte am 20. November 2009:

    Mich würde interessieren, ob sich nach längerem Gebrauch genau wie beim Vorgängermodell die bekannten hellbrauenen Handauflage-Flecken bilden.
    Weiss sieht toll aus, doch leider nicht nach längerem Gebrauch.

    Antworten 
  •  kg sagte am 20. November 2009:

    @Kay das kann ich zum derzeitigen Zeitpunkt nicht sagen, ich vermute aber mal, dass es nicht so ist: Das Problem der alten Topcases war, dass sie aus rauhem Kunststoff waren. Die Hochglanzoberfläche ist zwar kratzeranfällig, aber meines Erachtens nicht schmutzanziehend.

    Antworten 
  •  Volkan sagte am 20. November 2009:

    Hallo,
    kann mir jemand sagen ob sich da etwas zwischen dem neuen MacBook in Weiß und dem Vorgänger des aktuellen MacBook Pro´s tut. Habe das Unibody geholt gleich als es erschien. Es war die 2,4 GhZ Variante mit Tastaturbeleutung aber halt nicht Pro und ohne Firewire. Ich frage deshalb weil ich nun auch meiner Frau eins kaufen will. Weiß aber nicht ob ich das weiße oder ein MacBook Pro kaufen soll.

    Gruß

    Volkan

    Antworten 
  •  schnied sagte am 21. November 2009:

    Ich frage mich, wenn es endlich mehr Notebooks mit eingebautem UMTS Modem gibt. Manche Hersteller bieten es ja bereits an, aber bei Apple kann man vermutlich noch länger warten…

    Antworten 
  •  emzo sagte am 21. November 2009:

    War eigentlich überzeugt davon, dass ich nach dem weißen Macbook jetzt auf das kleinste MBP 13″ umsteigen werde. Wenn du aber sagst, dass die Verarbeitung gut gemacht ist, komme ich ins Zweifeln. Frage mich, ob Alugehäuse, Firewire-Anschluss und Tastatur-Beleuchtung 250€ wert sind. Zudem ist die Festplatte im Pro-Modell kleiner.. :/

    Antworten 
  •  kg sagte am 21. November 2009:

    @Volkan so grob würde ich annehmen, dass das Alu-Unibody schneller ist als das neue weiße, hängt dann auch ab von der jeweiligen Konfiguration.

    @schnied ich bin mir sicher, dass es irgendwann eingebaut sein wird – im Betriebssystem ist das aktuell bereits vorgesehen.

    @emzo wie gut die Verarbeitung wirklich ist, wird sich erst langfristig zeigen, zumindest die klassischen Schwachstellen haben sie erfolgreich ausgemerzt.

    Antworten 
  •  @macXperts sagte am 22. November 2009:

    Das weiße #Apple #MacBook mit Unibody-Gehäuse schneidet im ausführlichen Test mit vielen Fotos sehr gut ab: http://macnot.es/24282

    Antworten 
  •  Matthias sagte am 27. November 2009:

    Sollte das neue weiße Macbook nicht in etwa die gleichen Benchmarkergebnisse liefern, wie das schwächste MacbookPro? Ich kann in der Hardware keine Unterschiede entdecken

    Antworten 
  •  kg sagte am 27. November 2009:

    @Matthias unsere Benchmarking-Vergleichswerte haben wir aus dem Vorgänger-MacBook gezogen, dem älteren weißen Modell. Das Modell, von dem Volkan aber spricht, ist aus der allerersten Unibody-MacBook-Reihe, dort waren die Hardwarevoraussetzungen anders als bei den aktuellen Pro-Modellen.

    Antworten 
  •  ToniG sagte am 7. Dezember 2009:

    Hi! Und danke für den tollen Testbericht!

    Auf den Bildern kann ich keinerlei Lüftungsschlitze erkennen – durch ifixit.com weiß ich jedoch, dass sich (natürlich) Lüfter in diesem MB befinden.

    Meine Fragen: Wie ist es denn mit der Wärmeentwicklung? Wie sind Eure Erfahrungen und habt ihr vielleicht Messdaten zu der Wärmeentwicklung? Wohin wird die warme Luft abgeführt?

    Antworten 
  •  kg sagte am 7. Dezember 2009:

    @ToniG genau wie beim Alu-Unibody gibt es am Displayscharnier Lüftungsschlitze, durch die die Wärme aus dem Innenraum nach außen transportiert werden kann. Konkrete Messdaten haben wir nicht, beim Unibody-Modell wurde das Gehäuse allerdings gerade in den Sommermonaten gerne mal heiß (und nicht einfach nur warm).

    Antworten 

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