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Veröffentlicht am  4.12.09, 17:10 Uhr von  

AT&T vs. Verizon: Rechtsstreit wurde eingestellt, Werbekampf geht weiter

iPhone 3GAT&T und Verizon haben sich nun dazu entschlossen, ihren Rechtsstreit bezüglich Werbespots einstellen zu lassen. Vor zwei Wochen erst wurde vom Gericht bekannt gegeben, dass die Verizon-Spots zwar etwas hinterhältig, aber nicht irreführend seien und damit auch nicht aus dem Programm genommen werden müssten.

AT&T scheint verstanden zu haben, dass sich der Rechtsstreit für sie nicht im geringsten lohnt – anstatt dessen besinnen sich die Anbieter darauf zurück, was wirklich wichtig ist: Was sie den Mobilfunkkunden zu bieten haben und womit sie sich von der jeweiligen Konkurrenz abheben.

Den Anfang fanden die Streitigkeiten zwischen den beiden Telefonanbietern Anfang Oktober, als Verizon mit seiner Kampagne “There’s a map for that” offensiv auf die eher schlechte UMTS-Netzabdeckung von AT&T in den USA hingewiesen hat und damit vor allem iPhone-Nutzern bei AT&T die Augen öffnen wollte. Anfang November dann reichte AT&T Klage gegen den Werbespot ein mit der Begründung, dass der Zuschauer denken könnte, es bestünde keinerlei irgendwie geartete Netzabdeckung. Trotz kleinerer Anpassungen der Kampagne fühlte sich AT&T offensichtlich veralbert.

Einige Wochen nach der richterlichen Entscheidung, die Verizon-Spots nicht aus dem Programm nehmen zu lassen, zog AT&T nach: Sie entwickelten einen Werbespot, in dem der in den USA bekannte Comedian Luke Wilson den Zuschauern zeigte, wie groß die AT&T-Abdeckung wirklich ist. Und auch in Zusammenarbeit mit Apple wurde nachgelegt: Gezeigt wurde in den Spots eine Funktion, die im Verizon-Netz derzeit auf Grund des Netzstandards nicht möglich ist: Die gleichzeitige Nutzung von Telefon- und Internetfunktion.

Vorgestern dann schoss Verizon nochmal zurück und stellte sich die Frage, ob ein Telefon schön oder schnell sein sollte – zu sehen nicht nur das Motorola Droid, sondern auch das iPhone.

So erfolglos der eigentliche Rechtsstreit nun auch war, zumindest ein Ergebnis hat er hervorgebracht: Anstatt sich gegenseitig in Grund und Boden zu klagen, reagiert man auf die Werbespots der anderen, um das eigene Image zu verbessern.

[via AllThingsDigital]

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