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Veröffentlicht am  7.12.09, 0:14 Uhr von  

Test: Samurai – Way of the Warrior für iPhone

Samurai: Way of the WarriorMad Finger Games ist aktuell mit 2 Spielen im App Store vertreten und zumindest bei Samurai: Way of the Warrior ist der Name der Firma Programm. Wir haben es mit einem Spiel zu tun, der Kategorie Hack and Slay, in dem getippt und gewischt werden muss, was das Zeug hält. Allerdings erfüllt dieses Spiel sehr viele Kriterien, in Deutschland auf dem Index stehen zu müssen.

Eingebettet in eine liebevoll gezeichnete Comic-Umgebung irgendwo in Asien, die einem das Gefühl von 2,5 Dimensionen vermittelt, bewegen wir unsere Spielfigur durch bloßes Antippen in eine Richtung. Wir steuern einen umherziehenden Samurai, Daisuke Shimada, der in Kriegszeiten den garstigen Widersacher Daimayo Hattoro besiegen muss. Das Ganze findet statt über mehrere Level verteilt, die jeweils ein anderes Setting beinhalten. Wir ziehen von Station zu Station und treffen auf unterschiedliche und sukzessive schwerer zu besiegende Gegnertypen und werden in Bossfights verwickelt.
 

 
Zwischen den größeren Spielabschnitten wird die Geschichte über einige Bildschirme gefüllt mit Comiczeichnungen und Sprechblasen hinweg erzählt. Der Titel verwendet die Unity-Engine und hat damit ein gutes Rüstzeug im Schlepptau, um ordentliche Leistungen zu erzielen. Die Entwickler haben einen interessanten Mix erstellt, der zudem recht einstiegsfreundlich ist. Das Spiel verfügt trotz einfachen Tippens und Wischens über ein Kombosystem, das sich zum Beispiel in einer Wischkombination aus oben, links und rechts ausdrückt. Entsprechend schwingt der Samurai sein Schwert und bewegt sich gegen den Gegner. Ein Tippen, während der Gegner eine Angriffsbewegung ausführt, löst eine eigene Ausweichbewegung aus. Wie sagt man so schön… easy to learn, hard to master.

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Auf den Index?

Das Spiel hat, wie es im Hack and Slay-Genre üblich ist, nur eines im Sinn: das “Erledigen” der Gegner. Im Beat ‘em Up geschieht dies mittels Tritten und Faustschlägen, in dieser Art von Spiel eher durch den Einsatz einer scharfen Klinge. Wie scharf diese Klinge sein kann, erleben wir im Spiel immer mal wieder. Dann nämlich, wenn sie den Gegner enthauptet oder in zwei Teile zu je 50 Prozent oder in anderen Momenten auch mehr in ein sauberes Drittel trennt, das von zwei anderen Dritteln unterschieden wird. Gelingt dem Spieler ein solcher – nennen wir ihn in Anlehnung an Mortal Kombat – “Fatality”-Move, spritzt auch noch mal extra Blut, das sowieso schon über den Bildschirm verteilt ist. Es gibt genügend Spiele, die auf dem Index gelandet sind, die sich ähnlicher Mechanismen bedienen. Vor allem aber wurden selbst namhafte Egoshooter wie F.E.A.R. von den Entwicklern so angepasst, dass weder Blut spritzt, noch das Leichen ewig auf dem Flur herum liegen, damit man den Titel mit einer Jugendfreigabe verkaufen konnte. Samurai – Way of the Warrior hält sich nicht an diese Spielregeln und weil es von der Machart (nicht vom Inhalt) sowieso an Titel wie Afro Samurai (Nextgen) und Mad World (Wii) erinnert, gehört es meines Erachtens in dieser Form auf den Index.
 

Ambiente

Die Grafik ist in der Tat ein bisschen eigenwillig zu nennen, verfügt aber meiner Meinung nach über einen gewissen Charme. Dazu kommt eine leicht wechselnde Hintergrundmelodie über die einzelnen Spielstationen hinweg, die asiatische Klänge anbietet und für eine nette Atmosphäre sorgt. Unterbrochen wird der Wohlklang indes nur von Soundeffekten, die den Schwerthieb nachahmen und solchen, die sich wie Kampfschreie ausnehmen. Hier hat man insgesamt mit wenig Mitteln, recht viel herausgeholt.

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Fazit

Bei der Gewaltdarstellung muss man geteilter Meinung sein. Das Spiel könnte auch ohne abgeschlagene Häupter auskommen und würde nichts von seinem Reiz verlieren. Davon abgesehen wirkt das Spiel ohne größere Ecken und Kanten auf mich. Ich bin ein Fan von Action-Rollenspielen wie Diablo und habe Hero of Sparta immer noch als einen meiner liebsten Titel im App Store ausgemacht – deshalb fällt es mir nicht schwer Samurai: Way of the Warrior, das es übrigens auch in einer Lite-Variante (Affiliate) gibt, mit 4 von 5 Macs zu bewerten. Gleichwie bin ich selbst der Meinung, dass dieser Titel, so wie er präsentiert wird, in Deutschland indiziert gehört. Rein wegen des Vergleichs mit den mir sonst bekannten Spielen, die allesamt indiziert sind, fälle ich dieses Urteil.
 
4/5Testurteil: 4/5 Macs
Bezeichnung: Samurai: Way of the Warrior (Affiliate)
Hersteller: Mad Finger Games
Preis: 1,59 Euro

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 12 Kommentar(e) bisher

  •  Thomas sagte am 7. Dezember 2009:

    Für wen hältst du Pappnase dich eigentlich? “gehört auf den Index”, “ich fälle dieses Urteil” etc. Zu heiss gebadet heute oder wie?

    Wenn ich für dieses geile App irgendwann keine Updates mehr bekommen kann, dann weiss ich ja, bei wem ich mich bedanken darf.

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  •  at sagte am 7. Dezember 2009:

    Lediglich Vergleiche angestellt, anhand derer klar sein sollte, dass der Titel auf den Index gehört, nicht, weil ich das so will (aber scheinbar gibt’s Leute wie dich, die nicht lesen können oder nicht wollen) – oder würde ich sonst das Spiel derart bewerten – sondern, weil es nur recht und billig ist gegenüber den Herstellern der anderen Spiele. Ich hab die Regeln nicht gemacht und bin aber dafür, dass man alle gleich behandelt, und Pappnase lass ich grad noch durchgehen, ansonsten darfst du gerne auch mal über deine eigenen Worte nachdenken… Wenn du für das App keine Updates mehr bekommst, dann hat der Anbieter es offenbar nicht für nötig gehalten. Ich glaub deine 2 Euro, die du fürs Game bezahlt hast, sind nicht die Eintrittskarte zur Weltherrschaft gewesen, auch wenn du das zu dieser nachtschlafenen Zeit wohl grad geträumt hast.

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  •  Diablo sagte am 7. Dezember 2009:

    Das ist wirklich zu bunt. Diese Spieltests, die sich selbst geißeln, werden immer nerviger. Es soll doch ein Spiel bewertet werden, den Rest kann man den dafür vorgesehenen Stellen überlassen und muss denen nicht noch Munition liefern. Zumal der Index einfach mal Unfug ist, da gibt es Unterschiede und das bisschen iphone casual game ist sicher kein Fall für ein komplettes Verkaufsverbot!
    Hero of Sparta und Diablo in einem Atemzug zu nennen, ist ein Skandal. Sich nach so einem Test als Fan selbigen zu bezeichnen eine Frechheit.

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  •  Michael sagte am 7. Dezember 2009:

    Das ist keine Frechheit, das ist die eigene Meinung. Und die darf man noch haben. Es ist ok, auf den Gewaltgrad hinzuweisen. Auch weil vielleicht Eltern wissen wollen, was die Kids so treiben könnten.
    Aber der Hersteller wollte die Gewalt, darum akzeptiert man das. Das Spiel wird sicher auf den Index kommen, ich erinnere nur an “The Mark of Kri” für PS2. Das war auch schnell auf der Liste.
    Aber hier übertreibt das Gesetz. Bei der Comicgrafik, ist ein ab 16 eigentlich ideal.
    So, jetzt mal die Gratisversioin laden und schauen, obs überhaupt Spaß macht ^^

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  •  tb sagte am 7. Dezember 2009:

    Wo kein Kläger da kein Richter!
    Dies gilt besonders im Fall der Indizierung.

    Man kann nicht einfach 2 Spiele von der grafischen Gewalt vergleichen und dann entscheiden ob ein Titel indiziert werden muss oder nicht.
    Es wird auch der Kontext, in dem die Gewalt stattfindet, berücksichtigt.

    Ich spreche mich entschieden gegen die Indizierung von digitalen Medien, welche nur im Onlinevertrieb erhältlich sind, aus, da dies einem kompletten Vertriebsverbot gleich kommt.
    Es ist unmöglich diese Medien auf einem anderen Weg zu kaufen, im Gegensatz zu indizierten Medien auf physikalischen Trägern.

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  •  Phillip sagte am 7. Dezember 2009:

    Schade drum.

    Antworten 
  •  at sagte am 7. Dezember 2009:

    Nun, ich hab nur darauf hingewiesen, dass es für Madworld und Afro Samurai eine Bewertungsgrundlage gab. Die ändert sich natürlich immer wieder. Bei Command & Conquer hat man für die dt. Fassung die Soldaten gegen Cyborgs ausgetauscht und aus rotem grünes Blut gemacht, obgleich die Figuren vielleicht 10 Pixel groß waren… weil man nicht wollte, dass man FSK16 wird.

    Mortal Kombat wirkt für mich wie “Kitsch”, aber genau das gleiche Plastikblut und die Art von Verstümmelungen kommen dort auch vor und werden ähnlich mit Geräuschen hinterlegt. Es sind dann solche Szenen, die mich denken lassen, okay… hier geht das Spiel keinen anderen Weg, und deshalb denk ich, der Fairness halber, müsste das auch indiziert werden. Das hat übrigens dann in meinen Augen auch nix mit geißeln zu tun. Wir sollten dann lieber schauen, dass sich die Regeln ändern, dann hätten wir die Probleme nicht.

    Und ich glaube trotzdem, dass die USK grundlegende Kriterien hat und das diese auch anhand der Spielgrafik auszumachen sind, ähnlich wie erregierte Körperteile in Sachen Erotik/Pornographie.

    Antworten 
  •  Phillip sagte am 7. Dezember 2009:

    Dein letzter Punkt ist keine Grundlage für eine Indizierung.

    Davon abgesehen wäre es schlimm wenn ein Spiel auf Grund von “Fairness” einfach mit indiziert werden würde… das entspräche grandioser Willkür.

    Antworten 
  •  at sagte am 7. Dezember 2009:

    Hm… Willkür insofern als die Regeln willkürlich festgesetzt wurden, ja. Aber nicht willkürlich in dem Sinn, dass man etwas in diesen Kategorien untersucht. Wenn jmd. in der Schule zu viele Zeichensetzungsfehler macht, wird die Arbeit um mind. 1e Note abgewertet. Und wenn jemand in einem Spiel rotes Blut, Leichen, die liegen bleiben, abschlagen von Körperteilen und so fort einsetzt, dann reicht das eben nach den aktuellen Maßstäben (die ja nicht von mir sind) für eine Indizierung. :) Schätze ich schon, und wenn jemand wetten will. Aber nicht, dass ich hinterher arm werde…

    Antworten 
  •  tb sagte am 7. Dezember 2009:

    Also die USK indiziert schon mal überhaupt kein Spiel. Die USK gibt nur Altersfreigaben bzw. verwehrt diese.
    Die USK wird, hoffe ich, wie die FSK ein Spiel als GESAMTWERK bewerten.

    Der erste C&C Teil ist von 1995. Das Spiel hat natürlich keine FSK 16 sondern eine USK 16 Freigabe. Vom heutigen Standpunkt aus ist die Grafik natürlich lächerlich. Das Spiel “Blue Max” auf dem C64 wurde auch indiziert, was man vom heutigen Standpunkt, 25 Jahre später, nicht mehr verstehen kann.

    Laut deiner Logik müssten alle Spiel seit DOOM indiziert werden. (Wolfenstein 3D wurde aufgrund von § 86a beschlagnahmt, was ein gänzlich anderer Grund ist.)

    Dein Vergleich mit den Zeichensetzungsfehlern hinkt meiner Meinung nach. In den USA darf eine Sendung vielleicht nur 5x FUCK beinhalten, wenn es kein Cable-Sender ist aber in Deutschland geht man da anders vor.

    Du hast einen wichtigen Punkt auch übersehen.
    Ein Spiel mit einer USK Freigabe kann, soweit mir bekannt, auch nicht mehr indiziert werden. Aus diesem Grund konnte die ungeprüfte US Version von Modern Warfare 2 auf die Liste B gesetzt werden, die deutsche Version wird sich dort aber nicht geben.

    Noch einmal generell!
    FSK = Film
    USK = “Videospiele”
    BPjM = Indizierung
    Gericht = Beschlagnahmung

    Eine Indizierung wird erst wirksam, wenn sie im “Newsletter” der BPjM veröffentlich wird. Daher kann eine Indizierung, wie im Falle der Rammstein CD, bekannt sein, bevor die Indizierung erst in Kraft tritt.

    Antworten 
  •  at sagte am 7. Dezember 2009:

    Meine Logik hat schon Hand und Fuß und der Vergleich mit der Zeichensetzung hinkt keinesfalls.

    a) Hab ich formuliert, dass Maßstäbe sich verändern. Vor 20 Jahren gab es mehr rhetorische Komma-Regeln und heute sind es viel mehr grammatische. Ein Diktat von vor 20 Jahren mit einem gut, würde heute vielleicht ein befriedigend erhalten, weil viele der damals angewandten Regeln heute andere sind, bzw. nicht mehr angewandt werden.

    b) Ist der aktuelle Maßstab derjenige von Afro Samurai und Madworld (beide aus 2009), und nicht der von Command & Conquer oder Doom. Vor diesem Hintergrund auch mein Glaube, dass der Titel indiziert werden würde… denn er weist eben nicht nur eine Namensgleichheit mit Afro Samurai auf. Und Afro Samurai ist wesentlich brutaler als BLUE MAX oder Command & Conquer und ebenso ist es das getestete iPhone-Spiel.

    Da Samurai: Way of the Warrior ja noch keine Alterseinstufung hat, kann es ja auch noch indiziert werden. ;)

    Antworten 
  •  Phillip sagte am 7. Dezember 2009:

    Und deswegen indizieren wir also aus “Fairness” (um bei deinen Worten zu bleiben) ein Spiel. Aus Fairness werfen wir dann auch die Oma in den Knast, die aus Versehen ne Flasche Ketchup im Supermarkt auf den Boden fallen lassen hat. Sieht ja genauso aus…
    Ich geh dann mal wo anders lesen.

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