Veröffentlicht am 11.12.09, 12:34 Uhr von nd
AT&T hat eine große “Serviceoffensive” gestartet, mit der die angeprangerte schlechte Datenübertragung verbessert werden soll. Einziger Haken: iPhone-User werden als Bandbreitenverschwender an den Pranger gestellt und sollen künftig mehr zahlen.
Wenn es nach den Plänen von AT&T-Chef Ralph De La Vega geht, müssten die Tarife für das iPhone demnächst vom Grunde auf neu gestaltet werden. CNET hat einen Bericht veröffentlicht, in dem De La Vega speziell die iPhone-Kunden von AT&T anprangert: Demnach sollen etwa drei Prozent der neuen Smartphone-Kunden ungefähr 40 Prozent des Mobilfunk-Traffics bei AT&T ausmachen und so das Netz lahmlegen.
Einziger Ausweg, der zumindest schnell zu einer Verbesserung führen könnte, wäre die Reglementierung der Bandbreite für Smartphone-Nutzer, und das am besten durch einen deutlich teueren Tarif. iPhone-Kunden stehen deshalb bei AT&T am Pranger, da AT&T zuvor zwar auch Smartphone-User mit Datentarifen hatte, sich die Probleme aber erst mit der Verbreitung des iPhone und des damit stark wachsenden Bedarfs heraus kristallisierten.
De La Vega ist davon überzeugt, dass die meisten Kunden gar nicht wüssten, dass sie beispielsweise durch die Nutzung von Video- oder Audio-Streaming viel Bandbreite verbrauchen. Man müsse daher ein Bewusstsein schaffen, welche Anwendungen wieviel Traffic verursachen. Als Mobilfunkbetreiber könnte man das in Form eines differenzierten Tarifangebots transparent machen, Email-Nutzer erhielten dann einen günstigeren Tarif als Nutzer von YouTube und anderen Datenfressern.
Diese Ankündigung von AT&T ist der zweite Fehlgriff diese Woche. Um ihren Service zu verbessern und den Kunden schnelleres Feedback zu Funklöchern, langsame Datenverbindungen und schlechte Sprachqualität zu ermöglichen, hatte AT&T die iPhone-App “Mark the Spot” veröffentlicht. Das Problem bei “Mark the Spot” ist, dass die App selbst dauernde Abbrüche hat, zeitweise garnicht erreichbar und damit nicht zu benutzen war…
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Tags: AT&T, Bandbreitenverschwender, Datenübertragung, De La Vega, Mark the Spot, Preispolitik, Tarif
Das ist ja mal nicht schlecht^^, zuerst ziehen sie mit Apple den Exklusiv-Vertrag an Land und jetzt regen sie sich insbesondere über die iPhone Kunden und ihrem Internetverhalten auf! Was haben die vermutet wie die Nutzung des iPhones ausfallen wird, hauptsächliches Telefonieren und Smsen?
Da kann ich nur noch “lächerlich” zu sagen!
Was für ein Glück leben wir hier in Deutschland und haben innovativere Mobilfunkbetreiber, die fortschrittlicher denken…
Wir können für €50,- pro Monat ganze 300MB Daten bei EDGE-Geschwindigkeit laden (5% der Zeit sogar mit UMTS-Geschwindigkeit für die wir zahlen) bevor wir auf GPRS-Geschwindigkeit runtergeschraubt werden.
@Libertas
Dummerweise haben die sich vermutlich genau das gedacht.
Apple hat einen riesigen Fang mit dem Vertrag gemacht, weil sie einfach weiter gedacht haben als AT&T.
Aber sobald die Exklusivität endet (sollte sie in den USA enden, was ja nicht in Stein gemeißelt ist) dann haben die Leute dort auch mehr Auswahl.
RT @Macnotes: AT&T will Service verbesseren – und bestraft heavy User http://macnot.es/27067
Ohja, die bösen Kunden, die Dienste nicht nur bezahlen, sondern auch _benutzen_! Dreist ist das!