Tipps & Tutorials: 21. Dezember 2009,

MacPorts und Fink: Verwaltung von Open-Source-Software auf dem Mac

MacPortsUnter den Linux-Distributionen ein Standard, gibt es auf dem Mac von Haus aus keine Paketverwaltung, wie zum Beispiel die von Debian bekannten mit Namen Aptitude bzw. apt-get. Zumindest für Open-Source-Software gibt es aber Projekte, die es sich zur Aufgabe gemacht haben diese Lücke zu füllen: Fink und MacPorts.
 

MacPorts

[singlepic id=5974 w= float=right] MacPorts bietet Zugriff auf eine inzwischen große Sammlung von Quellen zu für Mac OS X portierter Unix-Software. Dabei ist es aber keine Paketverwaltung mit fertig kompilierten Software-Paketen.

Es bietet allerdings eine sehr einfache Möglichkeit, neue Software über ein einziges Kommando zu beziehen, zu kompilieren und schlussendlich zu installieren. Die bestehenden Installationen lassen sich ebenso einfach aktualisieren oder entfernen. Dabei werden sämtliche Zusammenhänge und Abhängigkeiten einbezogen, also entsprechend dem was eine Paketverwaltung in ähnlicher Form bietet. Für den Nutzer macht es keinen großen Unterschied, allerdings muss eben die Rechenzeit einkalkuliert werden.

Für die Installation von MacPorts steht ein entsprechender Package-Installer zur Verfügung. Die Installation kann für erfahrene Nutzer aber auch direkt aus den Sourcen erfolgen.
 

Fink

[singlepic id=5975 w= float=right] Das Fink-Projekt bietet ebenfalls portierte Versionen bestehender Open-Source-Software an. Dabei wird auf die Debian-Tools apt-get und dpkg gesetzt mit denen die passenden Packages direkt und fertig kompiliert bezogen werden können. Daneben gibt es auch noch fink, einen eigenen Paketmanager des Projekts.

Neben den fertigen Paketen besteht auch mit Fink die Möglichkeit, die Programme vollautomatisiert aus den originären Quellcodes zu kompilieren. Das System nimmt dann alle nötigen Patches und Konfigurationen vor und erstellt einen entsprechenden Build, der zum Schluss in ein verwertbares Paket gepackt wird und wiederum über die Paketmanager genutzt werden kann.

Fink bietet ebenfalls eine Installation über einen Package-Installer – allerdings bisher noch nicht für Snow Leopard, hier muss die Installation derzeit noch per Kommandozeile direkt aus den Quellcodes erfolgen.
 

Was MacPorts und Fink bieten

Beide Systeme bieten ausschließlich quelloffene freie Software und dürften vor allem für Umsteiger interessant sein, die von Linuxsystemen kommen. Sie bieten beide Zugang zu einer großen Zahl von Software, die nicht unbedingt als typisches App-Bundle daherkommt oder ursprünglich im Macbereich beheimatet ist. Die Grundinstallation bietet in beiden Fällen keine grafischen Interfaces zur Steuerung an, allerdings stehen weitere Applikationen zur Verfügung, die eben jene nachrüsten. Weiterhin benötigen beide Systeme eine lauffähige Installation von Apples Xcode.
 

Rudix

Ein weiteres kleines Projekt, das nicht unerwähnt bleiben sollte ist Rudix. Es bietet ebenfalls eine Menge Ports von Unix-Tools an und benötigt keine Installation von Xcode. Es zieht die verfügbaren Ports direkt als Packages und steht selbst als Package-Installer zur Verfügung. Derzeit scheint es für das Projekt allerdings noch keinen 64-Bit spezifischen Installer für Snow Leopard zu geben. Der letzte Release umfasst einen Installer für Leopard und 32-Bit-Ports. Allerdings werden bereits spezifische Ports für Snow Leopard bereitgestellt.

MacPorts und Fink: Verwaltung von Open-Source-Software auf dem Mac
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Zuletzt kommentiert



 3 Kommentar(e) bisher

  •  scyle (21. Dezember 2009)

    Nicht (ausschließlich) für Open Source Software ist das Tool Appfresh (). Damit ist man immer auf dem aktuellen Stand mit der Installierten Software.

  •  melle (21. Dezember 2009)

    Homebrew passt auch noch in die Runde. Es hat gegenüber MacPorts ein paar erfrischende Konzepte.

  •  ff (21. Dezember 2009)

    @scyle Appfresh ist da ein wenig anders orientiert, vor allem bringt es einem nicht die Tools die man z.B. auf der Kommandozeile gerne verwenden möchte.

    @melle Homebrew habe ich gestern noch zufällig entdeckt. Bisher noch keine Erfahrungen mit gemacht, scheint aber sehr vielversprechend und gegebenenfalls widme ich dem dann nochmal einen ganzen Artikel.


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