Veröffentlicht am 5.01.10, 20:45 Uhr von mz
Vor wenigen Minuten wurde in auf dem Google Campus in Mountain View, Kalifornien das lang erwartete Google Nexus One vorgestellt. Wir haben die wichtigsten Infos über den iPhone-Konkurrenten zusammengefasst.
Das Nexus One wird von Google nicht mehr Smartphone, sondern “Superphone” genannt. Der Grund für diese Bezeichnung sind unter anderem die Spezifikationen des von HTC gefertigten Geräts. Das Google Nexus One verfügt über einen 3.7-Zoll AMOLED Touchscreen, 3G/UMTS, eine 5-Megapixel-Kamera mit LED-Blitz, eine 1GHz Qualcomm Snapdragon-CPU und das Android OS in der neuen Version 2.1, die in Kürze auch in der Open Source-Version für Android-Telefone verfügbar sein soll. So schnell wie die Spezifikationen vermuten lassen, war das Gerät aber während der heutigen Präsentation nicht: Teilweise stockten einige der vorgeführten Anwendungen.
Der Trackball am unteren Rand des Geräts hat dabei mehrere Funktionen: Nicht nur kann man ihn zur Navigation über die grafische Benutzeroberfläche verwenden, auch leuchtet er in verschiedenen Farben. So ist er gleichzeitig Indikator für eingehende Anrufe, SMS, E-Mails und anderes.
Laute Umgebungsgeräusche während Telefonaten kann das Nexus One elektronisch unterdrücken und so für eine höhere Gesprächsqualität sorgen. Für Apps, Widgets und sonstige Dienste stehen dem Benutzer fünf Homescreens zur Verfügung, allerdings lassen sich aktuell nur 512MB Speicherplatz für Apps nutzen – das Nexus One unterstützt SD-Speicherkarten, aus Schutz vor Piraterie sind diese aber nicht für Apps nutzbar. Es soll aber in naher Zukunft ein Update geben, das dies möglich macht.
Von Apple und dem iPhone will sich Google dabei in erster Linie in der Software absetzen: In der Wetter-App beispielsweise kann man beispielsweise per Fingertipp in einer Zeitleiste die aktuellen Wetterverhältnisse für jede Tageszeit abrufen.
Die Hintergrundbilder sind dabei animiert und interaktiv zugleich. In der Präsentation wurde gezeigt, wie man auf einem See durch wiederholtes Tippen auf den Homescreen Regentropfen auf der Wasseroberfläche erzeugen kann. Ob man dies unbedingt braucht, steht auf einem anderen Papier.
Die Fotos auf dem Gerät lassen sich nicht nur nach Alben, sondern auch Aufnahmedatum ordnen. So lassen sich bestimmte Bilder schneller finden und zeigen. Die Fotoübersicht neigt sich dabei mit Hilfe des Beschleunigungssensors dreidimensional, je nachdem, wie man das Gerät hält. Durch die Fotos scrollen kann man dabei horizontal und vertikal.
Das Finden von Orten ist vereinfacht worden: Über die Google-Suche und zwei Tipps gelangt man sofort in die Turn-by-Turn-Navigation, um schnellstmöglich von A nach B zu kommen. Die Earth-App auf dem Nexus One scheint darüber hinaus fast alle Funktionen zu bieten, die man auch von Google Earth auf dem Computer kennt: So lässt sich beispielsweise der Neigungswinkel verstellen, so dass man beispielsweise durch Gebirge fliegen kann.
Als besondere Funktion steht auf dem Nexus One in allen Apps eine Spracheingabe zur Verfügung. So lassen sich unabhängig von Onscreen-Tastatur Eingaben machen, z.B. Navigationsziele.
Zu Beginn der Veranstaltung wiesen die Google-Mitarbeiter zunächst darauf hin, dass Open Source der große Vorteil des Android OS sei. Außerdem stellten die wechselnden Präsentatoren einige Zahlen und Fakten vorgestellt: 20 verschiedene Geräte, auf denen die Android-Plattform läuft gibt es. Allerdings sind diese nur bei 59 Anbietern in 48 Ländern im Angebot, das Betriebssystem in 19 Sprachen übersetzt. Gegenüber dem iPhone ist das ein klarer Nachteil.
Weitere Details und Informationen über das Google Nexus One finden sich ab sofort auf einer speziellen Google-Seite, leider bisher nur in englischer Sprache. Sofern man in den USA lebt, kann man das Gerät über die Homepage auch gleich bestellen – und zwar wahlweise mit oder ohne Vertrag. In letzterem Fall werden aktuell $529 (etwa 370€) fällig. Nach Europa, genauer gesagt nach Großbritannien, soll es dann im Frühling kommen. Das besondere an diesem Smartphone (oder um es mit Google zu sagen: Superphone) ist, dass Google das Gerät direkt vermarktet und nicht dem Umweg über die Provider geht.
Auf die Frage, ob das Nexus One ein iPhone-Killer sei, antworteten die Verantwortlichen in der Fragerunde der Pressekonferenz: “We’re calling it a superphone, but the message isn’t to the iPhone, it’s to consumers. “Choice is a really good thing.” Das dürfte unter anderem darauf anspielen, dass die Kunden die Wahl haben, welchen Anbieter sie für ihr Gerät wählen möchten – in der Pressekonferenz wurde auch gezielt darauf hingewiesen, dass es sich mit Einschränkungen (nur EDGE-Datennutzung möglich) auch bei AT&T nutzen lassen kann.
Wie gut sich das “Superphone” verkaufen wird, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Wer das spontane Bedürfnis hat, sich ein Nexus One aus den USA zu importieren, muss in Sachen Netzstandard übrigens keine Sorgen haben: Es lässt sich auch in hiesigen UMTS-Netzen nutzen.
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Tags: Google, Google Campus, iPhone, Nexus One, Smartphone
13 Kommentar(e) bisher
RT @Macnotes: Google Nexus One: Die Details zum neuen Android-Smartphone http://macnot.es/29178
RT @Macnotes: Google Nexus One: Die Details zum neuen Android-Smartphone http://macnot.es/29178
Ich suche seit eh und je nach den Besonderheiten des nexus one. Aber ich werde einfach nicht fündig. Mal abgesehen von dem optisch eher zweitklassigen Design bietet mir das UI viele Spielereien, welche allerdings nicht unbedingt die Nutzung komfortabler macht. Die Galerie z.B. reagiert auf Neigungen. Wozu? Der animierte Hintergrund ist auch eher für die Verspielten unter uns.
Ohne das Gerät schlecht machen zu wollen, hätte ich von Google mehr erwartet, sofern ich von den bisherigen Fotos und Videos urteilen kann. Ein schneeweißes, edles Gehäuse mit buntem Google-Logo wäre in meinen Augen passender, als das an die Neunziger erinnernde. Mal sehen wie sich das im Laufe des Jahres entwickelt!
Wie Stadtkind schon richtig sagt, das Design ist echt unterste Schublade! Die Features sind auch nicht Weltbewegend wesshalb mich dieser Trubel völlig kalt lässt
sorry jungs, aber ich finde das design sehr schick und gelungen.
beim os gebe ich euch recht, es ist nicht besser schlechter oder sonst was als alle anderen geräte…
ist also für jeden typen was dabei.
Vergesst es……
RT @Macnotes: Google Nexus One: Die Details zum neuen Android-Smartphone http://macnot.es/29178
UK-Bürger können das Nexus One schon jetzt bestellen. Im Frühling kommt wird zusätzlich Vodafone als Carrier angeboten. Wann letzen Endes andere europäische Staaten in den Genuss des Bestellverfahrens kommen ist bislang ungewiss.
“The Nexus One is available for purchase in the United States and may also be shipped to the UK, Hong Kong, and Singapore.”
Bestellverfahren schon über UK-Proxy gecheckt. Würde funktionieren!
Gruß
Sascha
“We’re calling it a superphone, but the message isn’t to the iPhone, it’s to consumers. “Choice is a really good thing.”
Ich seh das nicht als Seitenhieb, sondern ernst gemeint. Vielfalt sorgt für einen besseren Markt. Apple kommt in Zugzwang und muss seine Produkte noch besser machen, was wiederum gut für uns ist ^^
Google Nexus One: Die Details zum neuen Android-Smartphone http://macnot.es/29178 (via @Macnotes)
Der Nexus One zieht meiner Meinung nach dem iPhone gleich, wenn ist schon fast >= (Vor allem die Anbindung von Gmail und anderen Google Services ziehen mich.
Das nächste iPhone muss schon einiges hinlegen damit mein nächstes Phone wieder ein iPhone wird. Wenn da zu wenig passiert wirds wohl ein Android Device. Aber mal sehen was Apple hinlegen wird…
Ach ja: Superphone? lol, lmfaoomfg, rofl
Wenn das Display so gut ist wie das des iPhone, dann werde ich es mir als Zweittelefon auf jeden Fall in Erwägung ziehen.
Das Display des iPhone ist für mich nämlich das, was das iPhone (hardwaretechnisch) ausmacht. Da haben die Plastikdisplays der anderen wenig dagegen zu halten.
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