Veröffentlicht am 9.01.10, 13:00 Uhr von ff
Nachdem Git installiert ist, beschäftigt sich der 2. Teil der Serie mit Oberflächen und weiterer Software rund um Git, um nicht die vollständige Bedienung über das Terminal machen zu müssen. Einiges lässt sich mit ein paar Klicks auf einer grafischen Oberfläche eben einfacher erledigen. Deshalb gibt es im folgenden eine Sammlung bisher bekannter Git-Frontends und Integrationsmöglichkeiten.
Im folgenden finden sich sowohl drei native Clients, als auch Plugins für bestehende Systeme und die in der Basisinstallation mitgelieferten Frontends. Sollten euch noch weitere Plugins bekannt sein, so fühlt euch frei diese in den Kommentaren zu ergänzen.
Gitk wird in der Basisinstallation von Git mitgeliefert und bietet eine grafische Oberfläche zur Anzeige der History eines Repositories. Es kann per gitk im Terminal geöffnet werden. Einen Schönheitspreis gewinnt Gitk allerdings nicht.
Ebenfalls mit der Basisinstallation von Git wird Git Gui mitgeliefert. Es bietet eine simple Oberfläche, um Commits aufzuteilen und Änderungen in ein Remote-Repository zu pushen. Die Oberfläche kann ebenfalls über den Terminal per git gui gestartet werden.
GitNub ist die erste native Mac-App in dieser Werkzeugsammlung. Es zeigt wie Gitk die History eines Repositories, allerdings viel eleganter. Umgesetzt wurde GitNub im übrigen mit RubyCocoa. Installationsfiles und Quellcodes können bei GitHub heruntergeladen werden. GitNub ist im Übrigen kostenlos.
Ebenfalls eine kostenlose grafische Oberfläche für Git bietet GitX. Es läuft nativ als eigenständige Applikation und bietet sowohl eine Übersicht über die History des Repositories als auch eine GUI zur Steuerung von Commits. Neben der GUI stehen für GitX einige Steuerungsbefehle ebenfalls auf der Kommandozeile zur Verfügung.
Der bisher wohl einzige kommerzielle Git-Client ist Gity. Die App bietet bisher noch keine History-Ansicht, dafür aber schon zahlreiche Funktionen direkt aus der Oberfläche, welche sehr elegant daherkommt. Viele Features sind für das nächste Jahr in Planung, wie eben der History-Viewer (Anfang Januar). Der Kostenpunkt liegt bei $18 und sicherlich ist Gity es Wert, wenn irgendwann mal alle Features den Weg gefunden haben.
Sehr schön ist jedenfalls, dass es auch hier einen Zugang über die Kommandozeile sowie eine grundlegende Integration von TextMate gibt.
TextMate gehört nicht von ungefähr zu den beliebtesten Texteditoren unter Entwicklern. Das liegt vor allem daran, dass sich der Funktionsumfang durch Bundles schier endlos erweitern lässt. So auch mit einem Git-Bundle, das ermöglicht direkt aus TextMate heraus eine Vielzahl von Git-Kommandos auszuführen und eine grundsätzliche Integration mit den vorgestellten Tools bietet.
Auch für den Editor BBEdit steht ein Plugin zur grundlegenden Integration von Git bereit, bietet aber wohl weniger Funktionen als das Bundle für TextMate.
Auch für die IDE Eclipse gibt es mit EGit ein Git-Plugin, welches die wichtigsten Funktionen mit sich bringt. Natürlich für diejenigen die richtige Wahl die mit Eclipse als Entwicklungsumgebung arbeiten.
Ebenfalls als Git-Client für OS X kündigt sich Gitti an, allerdings bisher noch ohne weiter in Erscheinung zu treten. Weiterhin gibt es Bestrebungen Git per Plugin mit Coda zu verknüpfen, dafür dient als Basis oben genanntes TextMate-Bundle bisher scheint dies aber noch niemand ernsthaft umgesetzt zu haben.
RT @Macnotes: Git auf Mac OS X (Teil 2): Grafische Frontends und Clients http://macnot.es/28544
RT @alexf10 : Grafische Frontends und Clients http://macnot.es/28544
Zu erwaehnen waere auch nochSmartGit . Baut auf Eclipse als Plattform auf. Ich selbst bin gluecklich mit Git auf der Command-Line und dem TextMate Bundle, aber der Vollstaendigkeit halber wollte ich es erwaehnt wissen.
Was ist CocoaRuby? Oder ist MacRuby oder RubyCocoa gemeint?
@Tekl Das ist eine Schnittstelle zu Objective-C mit dem sich Cocoa-Apps auf Basis von Ruby umsetzen lassen.
@Tekl Sorry habe die Frage falsch gelesen. Ja es ist wohl eher RubyCocoa gemeint.
Ich kann denn Download zu GitNub nicht finden, nur alte Sourecodes. Das Problem habe ich aber oft bei GitHub.
@Tekl. Das letzte Mal als ich unter dem Link geschaut habe, lagen da aktuelle Sourcen (Forks usw. nicht ausgenommen). Eine fertige Version habe ich ebenfalls nicht finden können. Allerdings besteht die Installation aus drei Eingaben auf der Kommandozeile, wie auch dem Wiki zu entnehmen ist.
SmartGit fehlt. Wir haben alle anderen Clients, die z.T. auch gut sind, ausprobiert, aber SmartGit hat alles getoppt.