Special News: 11. Januar 2010,

Tipp zur Akkupflege: Akku kalibrieren beim MacBook

Batterie-Symbol
Batterie-Symbol

Immer wieder hört man, dass Akkus gepflegt werden müssen. Dazu gehört es, sie ab und an zu kalibrieren, das empfiehlt sogar Apple. Doch wozu ist das gut? Wie sollte es gemacht werden? Kann man den Entladevorgang beschleunigen? Tipps dazu folgen in unserem Tutorial.

Apple selbst empfiehlt eine Kalibrierung alle zwei Monate, bei seltener Verwendung des Akkus als Stromquelle sogar jeden Monat. Geht man nach Apples Anleitung vor, wird das Entladen des Akkus jedoch eine langwierige Angelegenheit bei der ohnehin langwierigen Akku-Kalibrierung. Der Grund liegt darin, dass MacBook-Akkus in der Regel eine lange Laufzeit des Notebooks ermöglichen, was für die planmäßige Verwendung ein Segen ist, für das Kalibrieren hingegen ein Fluch. Einplanen sollte man für eine solche Kalibrierung etwa einen Tag. Günstig wäre aufgrund längerer Wartezeit ein Abend und die darauffolgende Nacht.

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Die Basics: Wofür kalibrieren?

Akkus sind heutzutage mehr als nur wiederaufladbare Batterien – gängige Akkus für komplexere Geräte wie Laptops oder Handys sind mit einer Elektronik ausgestattet, die beispielsweise Ladevorgänge überwacht und so vor einer Über- oder Tiefentladung schützt. Weiter schätzt diese Elektronik den Füllstand des Akkus ein, der dann als Richtwert auf dem Display erscheint. Genau dort liegt nun gleichzeitig das Problem. Ein Akku verschleißt mit der Zeit. Das bedeutet, dass sich die im Akku befindlichen Chemikalien zunehmend verbinden und in Form von Schlacken absetzen, die keine Ladungen mehr transportiert. Das Resultat ist eine niedrigere Kapazität. Dieser Vorgang ist irreversibel und der Grund, warum Akkus nach einiger Zeit ausgetauscht werden müssen. Die Ladeelektronik bekommt davon allerdings nur etwas mit, wenn sie dazu kommt, einen nahezu leeren Akku wieder komplett aufladen zu dürfen.

Schritt 1: Voller Akku

Bevor der Akku kalibriert werden kann, muss er unbedingt voll sein. Dieser Zustand dürfte in der Regel leicht gegeben sein – „voll“ ist er, wenn die LED am MagSafe-Connector grün leuchtet. Wenn der Ladevorgang noch nicht abgeschlossen ist, muss so lange gewartet werden.

Schritt 2: Akku geladen lassen

Um einen Ist-Zustand eines vollen Akkus zu definieren, sollte er einige Zeit unter kontrollierten Bedingungen voll geladen bleiben. Das lässt sich einfach damit erreichen, dass das Netzteil angesteckt bleibt, während die LED bereits grün leuchtet. Etwa zwei Stunden sollte dies so bleiben, währenddessen kann das MacBook problemlos verwendet werden.

Schritt 3: Akku leeren

Nun den MagSafe-Connector vom MacBook abziehen und den Akku durch Benutzung komplett entleeren. Dieser Schritt dürfte unter normalen Umständen ewig dauern – zwischen 4 und 7 Stunden auf unserem 2007er MacBook -, doch er ist leicht zu beschleunigen. Dabei lässt sich der Umstand ausnutzen, dass Mac OS X auf FreeBSD basiert und deshalb einige aus Unix bekannte Befehle kennt. Ein geeigneter Kandidat ist der „yes“-Befehl. Er sendet, bis ihn jemand unterbricht, den Buchstaben „y“ an das Ausgabemedium (etwa den Bildschirm). Dies belastet einen CPU-Kern komplett. Bei Dual-Core MacBooks können wir den Befehl also in zwei Terminal-Fenster eingeben. Das Terminal lässt sich über eine Spotlight-Suche finden, ein zweites Fenster kann mit CMD+N geöffnet werden. Damit nicht das gesamte Fenster mit „y“ voll geschrieben wird, leiten wir die Ausgabe ins buchstäbliche Nirvana um: yes > /dev/null wird einen CPU-Kern gleichermaßen belasten wie der normale „yes“-Befehl, jedoch keine Ausgabe verursachen. Die Aktivitätsanzeige quittiert, dass die beiden yes-Aufrufe ganze Arbeit leisten und 100% Leistung von beiden CPU-Kernen abverlangen. Die Akkuanzeige dürfte nun einen deutlich geringeren Wert anzeigen, beispielsweise 1:30 Stunden.

Auslastung unter OS X erzeugen, via Terminal

Auslastung unter OS X erzeugen, via Terminal

Schritt 4: Kurz vorm Exitus

Kurz bevor die Grenze zur Tiefentladung erreicht ist (etwa bei 10% der zulässigen Entladung), warnt das Betriebssystem, dass man schleunigst seine Arbeit einstellen und eine alternative Stromquelle aufsuchen solle. Wenn das MacBook neben dem Terminal-Spielchen noch produktiv genutzt wurde, wäre dies ein passender Zeitpunkt, die Arbeit abzuspeichern und produktive Programme zu beenden. Die Terminal-Fenster bleiben aber geöffnet.

Reservestrom-Hinweis unter OS X

Reservestrom-Hinweis unter OS X

Schritt 5: Akku entladen („leer“)

Kurz darauf wird der Zeitpunkt kommen, an dem der Akku soweit leer ist, dass das Book sich abschaltet. Dabei gibt es zwei Varianten: Entweder das MacBook schaltet sich komplett aus oder es geht in den Ruhezustand. Erkennbar ist dies an der LED an der Frontseite des Geräts: Pulsiert sie, wird der Ruhezustand verwendet, ist sie ausgeschaltet, ist das MacBook aus. Der gewünschte Fall ist normalerweise der Ruhezustand, weil nach Anstecken des Netzteils weitergearbeitet werden kann, während bei einem Ausschalten alle nicht gespeicherten Daten verschwinden.
Apple empfiehlt nun, den Zustand, welcher immer eintrat, mindestens 5 Stunden unverändert beizubehalten.
 

Schritt 6: Wieder aufladen

Der letzte Schritt der Kalibrierung ist das Wiederaufladen des Akkus. Dieser Punkt ist eigentlich trivial – einfach den MagSafe-Connector anschließen und laden lassen. Dabei kann das Book normal verwendet werden (wenn es sich ausschaltete, einfach wieder einschalten). Wichtig ist nur, dass das komplette Laden am Stück geschieht, das heißt es darf bis zum Ende des Ladevorgangs (LED am MagSafe-Connector wird grün) keine Unterbrechung der Stromversorgung geben.

Mit diesen Schritten kann ein Akku kalibriert werden. Apple empfiehlt, das alle zwei Monate zu tun, und zwar mit allen verfügbaren Akkus, falls man mehrere besitzt. Wenn das Book im 5. Schritt sofort ausschaltet, deutet das in der Regel darauf hin, dass der Akku nicht korrekt eingestellt ist und eine Kalibrierung daher notwendig ist. Wenn die Kalibrierung das Problem nicht behoben hat, kann zudem ein Zurücksetzen des SMC Abhilfe bringen.

Das Ergebnis: korrektere Voraussagen, wie lange der nun kalibrierte Akku das MacBook im Akkubetrieb mit Strom versorgen kann. Je kürzer dieser Wert nach der Kalibrierung ausfällt, desto stärker ist der Verschleiß des Akkus fortgeschritten – bei niedrigen Laufzeiten eines frisch kalibrierten Akkus sollte man den Tausch in Erwägung ziehen.

coconutBattery - Anzeige über Akkukapazität

coconutBattery – Anzeige über Akkukapazität

Wie stark der Akku nun tatsächlich schon verschlissen ist, zeigt in verbaler Weise der System-Profiler, der im Menüpunkt „Stromversorgung“ etwa das Testurteil „gut“ vergibt. Wem diese vage Aussage nicht zusagt, könnte das Programm coconutBattery helfen. Es zeigt neben dem aktuellen Füllstand („Current Battery Charge“) die Maximal-Kapazität in Gegenüberstellung dessen, was der Akku speicherte, als er neu war. Wenn das Verhältnis der beiden Kapazitäten weit unter 50% fällt oder der Akku bei alltäglichen Aufgaben zu schnell aufgibt, sollte über einen Austausch nachgedacht werden.

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 38 Kommentar(e) bisher

  •  Till (11. Januar 2010)

    Guter Artikel, danke!

  •  Matom (11. Januar 2010)

    Richtig guter Artikel. Gibt es eine solche Anleitung auch für den Akku des iPhone?

  •  stk (12. Januar 2010)

    @Matom
    Das funktioniert für iPhone/iPod touch ähnlich. Nur fällt mir grad kein App ein, das ohne Zutun den Akku so schön leer säuft wie unter Mac OS der yes-Befehl. Am besten du verwendest das Gerät so lange bis der Akku fast leer ist und dann benutzt du es einfach bis es sich ausschaltet. Ansonsten siehe Anleitung oben.
    Wenn du ein 3D-Spiel installiert hast (gibt ja auch einige kostenlose), dann kannst du ja das spielen, bis der Akku leer ist. Aber Achtung: das iPhone schaltet bei leerer Batterie nicht in einen Ruhezustand – es fährt herunter und geht dann aus.

  •  Tamo (30. Januar 2010)

    Hallo, danke für die guten Tipps. Eine Frage jedoch. Überall finden sich Hinweise zum Kalibrieren, jedoch nicht dazu, wie man die tägliche Benutzung des Akkus gestalten sollte. Kann man den Rechner ruhig „immer“ am Netz halten? Oder lieber immer voll laden und ohne Netzstecker leer machen? Die Frage bezieht sich auf das weiße Macbook (2008/2009) und das ganz neue Macbook Pro Unibody. Wäre schön, wenn Ihr mir helfen könntet. Danke !

  •  stk (1. Februar 2010)

    Das Kalibrieren ist ja eben dafür, um auszugleichen, dass man nicht immer mustergültig mit dem Akku umgeht.

    Der Akku verschleisst vor allem beim Benutzen. Das heisst, grundsätzlich aufladen und dann Stecker ziehen, ist nicht gut, weil er dann schneller altert.

    Ständig am Netz zu haben ist auch nicht ganz so gesund (daher wird oft auch empfohlen lieber den Akku zu entfernen in dem Fall; was bei MacBooks aber in einer gesenkten Performance enden kann) – aber auf jeden Fall gesünder, als ständig leersaufen lassen. Wenn das MacBook fast nur am Strom hängt (also eher ein Desktop-Ersazt ist), dann s. oben….Einmal im Monat kalibrieren.

  •  we1rdo (11. Mai 2010)

    Danke erstmal für den Artikel.

    Habe meinen Akku wie folgt kalibriert (Unibody MacBook white) und nach nur 87 Ladezyklen nur noch 88% Akkuleistung. Also irgendwie kommt mir das ein bisschen wenig vor, dafür, dass mein Mac erst 3 Monate alt ist…

    Oder ist das normal?

  •  kg (11. Mai 2010)

    @we1rdo klingt für mich schon etwas schlecht – zum Vergleich: Mein Akku im MacBook Unibody (Late 2008) macht nach 506 Ladezyklen noch 95%. Darf ich fragen, wie ansonsten deine Aufladegewohnheiten aussehen?

  •  we1rdo (11. Mai 2010)

    @kg:
    Ich kümmer mich ehrlich gesagt nicht groß um meinen Akku. Ich nutze mein MacBook einfach. Schalte es selten aus, im Ruhezustand über nacht nehm ichs vom Strom, wenn ich im Bett oder in der Uni chill ist es vom Strom, sobald die Erinnerung mit Reservestrom kommt gehts wieder ans Netz und wenn ich nicht groß weggeh bleibts auch mal ‚nen Tag am Strom.
    Habe aber selten ganze Tage, wo mein Mac permanent am Strom ist.
    In den 3 Monaten hab ich jetzt 2 mal den Akku kalibriert, also mehr oder weniger so oft, wie man sollte.
    Befürchte, ich werd mich mal beschweren müssen…

  •  kg (11. Mai 2010)

    @we1rdo Wenn du es tatsächlich immer erst so lange benutzt, bis es in den roten Bereich rutscht, solltest du keine Probleme bekommen. Ich befürchte zwar, dass Apple nichts tun wird, probieren würd ich es aber trotzdem, den Akku zu reklamieren.

  •  Mischa (22. Juli 2010)

    Hat jemand Informationen darüber, ob es „erlaubt“ ist, während der Kalibrierung (Entleerung) des Akkus noch Verbraucher an USB-, bzw. Firewire-Port (Tastatur, Maus, Festplatten) angeschlossen zu haben.
    Das dürfte u.U. auch zu einer beschleunigten Entladung führen, ohne dass der Prozessorlüfter lärmt.

  •  kg (22. Juli 2010)

    @Mischa erlaubt ist alles, wobei ich mir nicht allzu viel erwarten würde von den USB- und FireWire-Verbrauchern, so viel ziehen die nicht, es sei denn, du schließt ein USB-Gerät zum Aufladen an (iPhone o.Ä.)

  •  Phil (27. August 2010)

    Danke auch von meiner Seite .
    Erst jetzt kümmere ich mich richtig um mein akku seit dem es nicht mehr in den ruhezustand fällt sondern direkt ausschaltet.
    Aber die ganzen tipps werden mir nur noch wenig helfen weil mein akku eh fast down ist aber Danke für die gute erklärung.

  •  Petra (30. Januar 2011)

    Hallo,

    also ich habe gestern mal meinen Akku ordentlich leergemacht und über Nacht ruhen lassen und heute früh geladen.
    Ich habe ein MacbookPro 13″ (7,1) , seit 10 Wochen, laut Coconut ist er 14 Wochen alt.
    Ich befürchte mein Akku hat irgendwie einen Knacks.. da er jetzt schon von 5770 mAh nur noch 5435 mAh Kapazität ( 94%) hat, bei 29 Ladezyklen..
    Ich benutze ihn öfter (zu 80%) übers Netzkabel.
    Soll ich abwarten oder mich an Apple oder an meinen Verkäufer wenden?? Schließlich ist er doch noch ein Baby :(

    Für Tipps wäre ich sehr dankbar.

  •  Alex (30. Januar 2011)

    @Petra, am Anfang ist das normal. Der Akku braucht einige Zeit bis er die komplette Kapazität hat oder noch mehr. Mein Coconut hat am Anfang auch immer wieder komische Sachen angezeigt.

    Jetzt habe ich mein MacBook (late 2006) schon 3,5 Jahre und bin bei 1153 Zyklen (Originalakku) und Health: 97 %. –

    Zurzeit spinnt meine Batterieanzeige: Wenn ich das Kabel rausziehe zeigt meine Anzeige noch eine Weile an, dass mein MacBook noch geladen wird.

  •  Michael (17. März 2011)

    Wow gerade zur richtigen Zeit entdeckt und mir stellt sich gerade ne frage:

    Also ich habe mein MBP seit knapp 1,5 Wochen und möchte den Akku jetzt das erste mal kalibrieren. Mein Akku ist gerade mit diesen Tipps so weit leer geworden, dass sich das MBP komplett ausgeschaltet hat (Lampe ist aus). Jetzt soll der Akku mindestens 5 Std in diesem Zustand bleiben, was nicht möglich ist. Da ich den akku erst ab 8 Uhr morgen früh laden kann. Sprich es werden wohl 11 Std werden.

    Kann das gefährlich werden?

  •  stk (17. März 2011)

    @Michael
    „mindestens“ 5 Stunden :)

    Solange du ihn nicht eine tagelang leer lässt, sollte da nichts anbrennen.

  •  Michael (20. März 2011)

    @stk: Danke. Die Kalibrierung lief gut, hat mir im anschluss 1% mehr angezeigt :D

  •  EG (2. Juni 2011)

    Hallo,
    eine Tiefenentladung und Überladung des Akkus, wie es hier beschrieben wird, ist nicht gerade das, was zur Kapazitätserhaltung beiträgt. Stellt sich mir die Frage, ob das Kalibrieren auf lange Sicht nicht mehr Schaden als Nutzen bringt…
    Gruß

  •  stk (2. Juni 2011)

    Der Akku wird nicht tiefentladen (und schon gar nicht überladen) – beides verhindert die eingebaute Elektronik. Wenn das MacBook abschaltet, ist noch genügend im Akku drin, um eine Tiefentladung zu verhindern. Andernfalls könnte man ihn nicht mehr aufladen und der Akku wäre tot.

    Überladen wird der Akku ebenfalls nicht, denn die Elektronik sorgt dafür, dass der Ladevorgang beendet wird, wenn er wieder aufgeladen ist.

    Was wichtig für die Zellen ist, ist, dass die Elektronen in Bewegung bleiben und das erreicht man idealerweise durch die Benutzung. Das heißt aber nicht, dass man es immer so machen soll.

  •  EG (2. Juni 2011)

    Ah, ok.
    Kommt mir nur etwas gewagt vor, nachdem das MB ausgeschaltet wird, den Akku 5h weiter zu entladen. Ist das auch mit dem iPad ohne Weiteres machbar?

  •  stk (2. Juni 2011)

    Die Elektronik verhindert das Tiefentladen. Wenn der Akku noch halbwegs korrekt funktioniert (und MacBook+Akku halbwegs gut auseinander eingespielt sind), wird während der 5h auch noch die LED vorn pulsieren. Die Chips im Akku schalten dann ab bevor es kritisch wird. Danach wird fast keine Ladung mehr entnommen (ausgenommen Selbstentladung); in dem Zustand müsste man das Teil dann schon wochenlang herumliegen lassen, um eine Tiefentladung zu erreichen.

    Prinzipiell funktionieren die Akkus, ob sie nun im MacBook, iPhone oder iPad verbaut sind, ähnlich. Nur dass iOS-Devices bei knappen Akkustand noch geordnet herunterfahren. Danach siehe MacBook: Es wird so gut wie keine Ladung mehr entnommen. Man könnte es dann noch ein paar Stunden so liegen lassen, aber einen wesentlichen Unterschied macht das nicht.

  •  mats (12. Juli 2011)

    Hallo Ihr, hab mein Pro 13 jetzt gerade mal seit 6 Wochen und gestern zum ersten Mal kalibriert. Coconut hab ich mir dummerweise erst heute runtergeladen, einen Vergleich kann ich also nicht anstellen. Jedenfalls bin ich noch bei 97% nach gerade mal 19 Zyklen. Nicht wirklich schlecht, aber wenn ich da andere Werte lese, auch nicht wirklich gut.
    Meine eigentliche Frage: Kann irgendjemand sagen, was die Empfehlungen sind, wann man den Akku laden soll? Mir wurde gesagt (und so hab ich’s auch gelesen), das man ihn nicht immer bis kurz vor Exitus entleeren soll, sondern schon bei 20 – 30 % wieder an den Strom anschließen. Hab ich (fast) immer brav gemacht, und hab ihn eigentlich nur am Netz, wenn er auch lädt. Bei so pfleglicher Behandlung hatte ich mir eigentlich 99 – 100 % erhofft. Also doch besser immer leerpumpen?

  •  stk (12. Juli 2011)

    Nein, das ist vollkommen richtig. Du sollst den Akku einfach benutzen und eben alle 2-3 Monate mal kalibrieren. Wichtig ist vor allem, dass die Teilchen in Bewegung bleiben. Bei neueren MacBook-Akkus ist es nun so, dass die Zellen unabhängig voneinander aufgeladen werden können. Deshalb ist es nicht ratsam, sinnlos den Akku leerzusaufen.

    Wie gesagt, am besten einfach verwenden. Wenn du längere Zeit ohne Steckdose gearbeitet hast und eine in der Nähe ist, dann aufladen.

  •  mats (12. Juli 2011)

    Vielen Dank für die schnelle Antwort! Dann mach ich mal weiter so wie gehabt. 97 % kommen mir zwar trotzdem so naja vor, aber ich schau mal, wie’s weiterläuft. Danke nochmal!

  •  Simone (5. Oktober 2011)

    Tausend Dank für diese Anleitung, mein Akku hält wieder einiges länger, Gold wert : – ) Da ich viel auf Reisen unterwegs bin habe ich mir noch den HyperJuice MBP 100 besorgt, seitdem bin ich viel entspannter unterwegs. Kein Akkuproblem mehr mit meinem MacBook Air.

  •  Pilgre (5. Juli 2012)

    Hallo,
    Ich habe wie beschrieben meinen Akku (MacBook Late 2008 unibody) mit dem Befehl Yes kalibriert. Seitdem reicht der Akku nur noch max. 1.5 Stunden. Auch ein neuer Akku ebenfalls 1,5 Stunden. Ich habe den Verdacht, dass der Befehl noch ausgeführt wird. Wie kann man das rückgängig machen?

  •  stk (5. Juli 2012)

    Auf dem Terminal mit

    sudo killall yes

    Oder einfach mal neustarten.

  •  Erik (30. Juli 2012)

    Leute nutzt euer Macbook mal lieber zu arbeiten , Musik hören, spielen,etc. . Und hört auf euch auf Zahlen zu konzentrieren die ein Programm (das kostenlos ist ) liefert!! Mein Macbook ist jetzt kanpp ein Jahr alt und bei Batteriekapazität steht 89% aber der Akku hält immer noch sehr gut !!!!

  •  -FX-RIDER- (11. September 2012)

    Also bei meinem MacBook Pro late 2008 , ist heute der Akku verreckt.

    Wobei das MacBook eigentlich selten genutzt wurde und vor allem nie andauernd am Netzteil hing. Meisten Akku genutzt bis Reservewarnung kam.

    Coconut spuckt bei schlappe 118 Ladezyklen eine Restkappe von 51% aus!

    Mal sehen was Apple dazu sagt, aber die Antwort kann ich mir schon fast denken…

  •  Rainer Schaefer (1. Februar 2013)

    Also, etwas seltsam kommt mir die Empfehlung vor. Woher die Zeitangaben? Warum muss 2 Stunden bei vollgeladenem Akku gewartet werden, bis man entladen darf und wieso müssen 5 Stunden im entladenen, abgeschalteten Zustand vergehen, bis man wieder vollladen darf? Die Apple-Support-Seite meint zu diesem Thema, wenn vollgeladen sei, könne man sofort mit Entladen beginnen – und wenn entladen und abgeschaltet, dann kann sofort mit Laden begonnen werden. Einzig die „unterbrechungsfreie“ Voll-Ladung nach Total-Entladen stimmt mit Eurer Empfehlung überein…

  •  stk (1. Februar 2013)

    Früher stand bei Apple genau was im Artikel steht, vgl. http://web.archive.org/web/20100730175838/http://docs.info.apple.com/article.html?path=Mac/10.5/de/9036.html

  •  Gregor (5. Juni 2013)

    Hi, ich habe mir einen neuen Akku für das MBP 4,1 gekauft, ein Dritthersteller Akku von Yanec, über replacedirect.de. Anscheinend ein Hersteller, der auch Originalakkus herstellt, wie auch immer. Rezensionen haben ausgesagt dass diese wohl ganz gut seien und mit 90€ war das auch nicht einer der billigen. Er hat nun nach 9 Zyklen allerdings noch 97%, ich benutze ihn seit ca 3-4 Tagen. Gleich am Anfang habe ich ihn nach dieser Anleitung hier Kalibriert, jetzt am 4ten Tag ca fehlen auf einmal 3%. Ist das normal? Ich finde das schon krass, wenn ich das mal auf 1 Jahr hochrechne, dann ist der in einem Jahr spätestens tot. Normal oder abnormal? Danke schonmal

  •  at (5. Juni 2013)

    Hallo Gregor. Zum einen ist diese Anzeige nur bedingt genau, vergleich das ein wenig mit der Tanknadel im Auto. Und ansonsten hilft wohl wirklich nur ein Langzeittest. Du kannst uns gerne auch über deine Erfahrungen mit dem Akku auf dem Laufenden halten. Eventuell magst du ja sogar später mal eine Art Review für uns zu dem Akku schreiben?

    Ansonsten kommt es durchaus auf dein Arbeitsverhalten an. Bei Power-Usern halten Akkus natürlich auch nicht ewig. Doch die 3% am Anfang müssen nicht heißen, dass es dann auch so weiter geht. So etwas ist meistens nicht linear, da spielen dann viele Faktoren zusammen. Es kann sein, dass der Akku jetzt erstmal ein halbes Jahr auf dem Wert verweilt (oder auch nicht). Solltest du aber in nem Monat schon keine 90% Leistung mehr haben, dann ist das Produkt vielleicht eher Mist oder einfach in der Charge, in der du sie gekauft hast, nicht so gut hergestellt worden. Das kann ja, nebst vielen weiteren Dingen, noch dazu kommen.

  •  Gregor (5. Juni 2013)

    Hey, also ich hab den jetzt nochmal kalibriert, Akku lädt gerade nach der 5 stündigen Pause wieder auf. Er hat jetzt wieder 100% health. Okay vielleicht sollte ich das nicht so eng sehen, denke aber, dass häufiges Kalibrieren echt was bringt, wie ich nun sehe. Naja ich werde den Akku mal beobachten. Gerne schreib ich dann auch mal ne kleine Review, denn falls das echt ein „quasi Originalakku“ ist der unter „NoName“ läuft, was auch den Preis von 90€ erklären würde, dann wäre der Akku top, denn beim Surfen über W-Lan mit nebenher Musik aus iTunes mit mittlerer Helligkeit hält der unter Snow Leopard gut 4-5 Stunden durch, das finde ich echt top, die Originalakkus halten soweit ich weiss nicht länger bzw genauso lange. Also von der Laufzeit her ist der bis jetzt super. Wird sich eben nur zeigen wie das mit der health-Anzeige in Zukunft sein wird. Ich werde berichten ;)

    Und danke für die schnelle Antwort!

    LG

  •  at (5. Juni 2013)

    Freut mich zu hören, dass dein Problem sich vorerst in Rauch aufgelöst hat. Viel Erfolg und dann viel Spaß mit dem Akku. So oder so. :)

  •  Thomas (14. Juli 2013)

    Hallo!
    Ich habe seit knapp 3 Wochen ein MacBook Pro und wollte nun erstmals den Akku kalibrieren.. Hat es irgendwelche Auswirkungen wenn sich das Gerät beim Akku entladen in den Ruhemodus geschalten hat? Oder ist es egal wenn man den Akku mit Unterbrechungen vollständig entlädt?
    Danke für eure Hilfe!

  •  stk (15. Juli 2013)

    Entladen kannst du ihn wie du möchtest. Durch normales Benutzen oder wie oben beschrieben mit Nachhelfen, vollkommen egal. Wichtig ist nur, dass er dann am Stück wieder aufgeladen wird.

  •  Harald (22. November 2013)

    Hallo Gregor, hab Deinen Kommentar vom Juni gelesen, Yanec-Akku betreffend. Da ich für mein altes MacBook (*2008) auch einen neuen Akku brauche, bin ich auch auf Yanec aufmerksam geworden. Wie sieht es denn nach einem halben Jahr aus, hält er noch?
    Bestand Dank, Har


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