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Veröffentlicht am  24.01.10, 14:08 Uhr von  ff

MySQL-Datenbankmanager Sequel Pro (Nachfolger von CocoaMySQL)

Sequel ProVor längerem haben wir hier schon einmal CocoaMySQL erwähnt. Inzwischen ist dieses Projekt allerdings nicht mehr aktiv, weshalb es an der Zeit ist, sich mit dem direkten Nachfolger Sequel Pro auseinanderzusetzen. Sequel Pro ist ebenfalls kostenlos und für Webentwickler ein absolutes Muss im Werkzeugkasten – auch wenn die Tage von MySQL langsam gezählt scheinen.

Wie sein Vorgänger stellt Sequel Pro ein umfangreiches und kostenloses Werkzeug für das Management von MySQL-Datenbanken dar. Ob der MySQL-Server lokal betrieben wird oder auf einem entfernten Server liegt, ist dabei egal. Unterstützt werden sowohl Standard-Verbindungen als auch Verbindungen über einen SSH-Tunnel.

Alle Verbindungen lassen sich als Favoriten speichern und bei Bedarf schnell öffnen, wobei mehrere Verbindungen gleichzeitig ausgeführt werden können. Wie das Web-Frontend PHPMyAdmin bietet auch Sequel Pro Einsicht in sämtliche Daten, bietet als native Applikation im Gegensatz zum Webinterface allerdings einen schnelleren Zugriff auf Datenbanken – gerade bei größeren Datenmengen von Vorteil.
 

Funktionsumfang von Sequel Pro

Ebenfalls angenehm sind die Möglichkeiten, direkt auf einzelne Aspekte der Datenbank Einfluss zu nehmen. Über das Interface lassen sich Informationen wie Encoding oder Type meist direkt in der Ansicht modifizieren. Auch ansonsten bringt Sequel Pro alle Funktionen mit, die in der alltäglichen Arbeit mit MySQL-Datenbanken benötigt werden – Druck, Import und Export von Datenbanken und Tabellen eingeschlossen.

Ein in der Gestaltung anpassbarer Query-Editor ist ebenfalls Teil von Sequel Pro und bietet neben einer History auch das Speichern von Query-Favoriten an. Nebst der schon aufgezählten Vorteile gegenüber einem Webinterface dürfen natürlich auch die Shortcuts nativer Applikationen nicht vergessen werden. Eine ganze Liste von Default-Shortcuts findet sich in der zugehörigen Dokumentation. Beliebig viele weitere Shortcuts lassen sich über Mac OS X anlegen. Dazu kommt auch noch eine Growl-Unterstützung zum Beispiel für Meldungen über Verbindungen oder den Export-Status.

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Fazit zu Sequel Pro

Sequel Pro steht unter der GNU Public License und ist kostenlos. Es bringt alle benötigten Funktionen eines Datenbankmanagers mit und erleichtert im Allgemeinen die Arbeit mit MySQL-Datenbanken erheblich. Dazu tragen die höhere Arbeitsgeschwindigkeit und der Bedienkomfort von Sequel Pro entscheidend bei.
 

Bewertung

4,5/5Testurteil: 4,5/5 Macs
Bezeichnung: Sequel Pro
Hersteller: Sequel Pro Team
Preis: kostenlos

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 13 Kommentar(e) bisher

  •  Patrick sagte am 24. Januar 2010:

    Warum nicht den MySQL Workbench benutzen?

    Antworten 
  •  dennis sagte am 24. Januar 2010:

    ich frage mich echt, was solche kommentare immer sollen. wenn man schon so einen einwurf tätigen muss, dann geht das doch auch in neutralerer form, oder? z.b.: “kenne das programm nicht, alternative programme wären z.b. mysql wokbench, ….”

    sequel pro ist klasse und kostet nix – da kann man schon mal nichts gegen sagen. es hat zwar erst die versionsnummer 0.9.7, aber die mysql-workbench ist ja auch erst alpha …

    Antworten 
  •  Markus sagte am 24. Januar 2010:

    Wieso geht der Autor davon aus, dass die Tage von MySQL gezäht sind?

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  •  dennis sagte am 24. Januar 2010:

    oh mann – jetzt hab ich mir die workbench mal angeschaut. also bezogen auf die benutzerführung ist sequel pro der mysql workbench lichtjahre voraus. alles ist viel logischer und schneller erreichbar strukturiert. allein schon, dass die liste der angelegten datenbanken horizontal und auch die der angelegten tabellen (umbrechend) horizontal angelegt sind ist extremst unübersichtlich. da noch weiter zu schauen ist wahrlich eine selbstgeißelung.

    @markus

    durch den verkauf von sun (besitzer von u.a. mysql) an oracle gibt es seit wochen ziemlich große bedenken, dass oracle – da ja v.a. mit kostenpflichtigen datenbanken geld machen – mysql links liegen lassen wird.

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  •  Peter M. sagte am 24. Januar 2010:

    Für die meisten Anwedungsbereiche die wir Privatmenschen Datenbanken verwenden reicht SQLite völlig aus. Ich habe zum Ende des Jahres alle MySQL-Projekte auf SQLite umgebaut, was dazu führte, dass der Ressourcenverbrauch sehr viel weniger geworden ist. Und das ohne an einem merkbaren Geschwindigkeitsverlust zu leiden.

    Gerade die Kombination Apache und WordPress sowie MySQL sind zwar einfach aufzusetzen, verbrauchen jedoch unnötig viele Ressourcen. Da kann man durch die Verwendung von effektiv programmierten Anwendungen sehr viel an Rechenleistung einsparen.

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  •  Patrick sagte am 24. Januar 2010:

    @Dennis
    Ich kenne beide Pogramme nicht, deshalb die Frage. Ich habe mich bemüht sie sehr sachlich zu stellen. Wenn du dort einen persönlichen Angriff hinein interpretierst, dann ist das dein Problem. Man kann es nicht jedem Recht machen und es gibt immer Leute wie Dich, die nur auf der Suche nach einem Grund sind.
    Ansonsten, eine tolle Seite und ein gutes Programm.

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  •  dennis sagte am 24. Januar 2010:

    @patrick

    wenn das so ist entschuldige ich mich. deine bemerkung las sich so, als ob du das von dir vorgeschlagene programm kennst und sequel pro nicht. ist halt das übliche problem, dass man nicht hört, WIE etwas gemeint ist. jedenfalls ist meiner meinung nach sequel pro deutlich durchdachter aufgebaut als workbench, aber ich könnte mir gut vorstellen, dass workbench diverse andere vorteile bietet. auf den ersten blick schien es mir deutlich schwächer in den punkten, die sequel pro richtig gut macht.

    sorry nochmal. :-)

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  •  Touri sagte am 25. Januar 2010:

    Vielen Dank!

    Genau das hab ich gebraucht. Hab das ganze Wochenende an meinem Scripte gearbeitet und dabei viele Testeinträge erzeugt. Ständig mit der Server des Providers verbinden und dort über die träge phpMyAdmin Konsole arbeiten ist echt nervig. Mit diesem Tool geht das deutlich angenehmer und vor allem viel viel schneller.

    Besten Dank für den super Tipp!

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  •  harald sagte am 25. Januar 2010:

    macnotes zählt schonmal die tage von mysql — hier scheint ja mächtig viel kompetenz vorhanden zu sein :-P

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  •  Tekl sagte am 25. Januar 2010:

    Mit MySQL wird natürlich auch PHP sterben. ;-)

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  •  ff sagte am 25. Januar 2010:

    Erstens steht dort ein scheinbar und weiterhin besteht derzeit ein sehr starker Trend darin auf NoSQL-Systeme umzusteigen. Wenn man dieser Diskussion folgt, darf man nach der Übernahme durch Oracle und die seit vielen Jahren stagnierende Entwicklung davon ausgehen, dass MySQL langsam einschläft.

    Schön, dass eine Randnotiz soviel Aufmerksamkeit bekommt.

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  •  Braach sagte am 25. Januar 2010:

    WOW!
    Gibt’s sowas auch für PHP, würde MAMP komplett ersetzen!

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  •  @mg_fry sagte am 4. Februar 2010:

    MySQL-Datenbankmanager Sequel Pro (Nachfolger von CocoaMySQL): http://macnot.es/29471

    Antworten 

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