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Veröffentlicht am  27.01.10, 12:56 Uhr von  kg

Tagesschau für iPhone, Google Voice als Browseranwendung

App StoreSowohl die ARD als auch Google entdecken die Web-App für sich: Via Mobil- Browser lassen sich ab sofort die aktuellen Mitschnitt der Tagesschau-Sendungen ansehen, unabhängig von Flash-Plugin oder eigenständiger App. Auch Google umgeht den App Store und bietet Google Voice ab sofort als iPhone-optimierte Version an.

Um die Entwicklung einer Tagesschau-App streiten sich NDR und Verleger bereits Seit Ende letzten Jahres. So war es unter anderem der Springer-Verlag, der sich über eine “nicht tolerierbare Marktverzerrung” beschwerte. Genau die andere Richtung vertreten aber viele potentielle Nutzer einer solchen App: Wenn man ohnehin schon eine GEZ-Gebühr für “neuartige Empfangsgeräte” bezahle, warum solle dieses Geld nicht für die Bereitstellung aktueller Nachrichten auf mobilen Endgeräten eingesetzt werden?

Anstatt einer eigenständigen App geht man bei der ARD nun vorerst einen einfacheren Weg: Unter www.tagesschau.de/mobilecast kann man aktuelle Tagesschau-Folgen, das Nachtmagazin, den Wochenspiegel sowie den Bericht aus Berlin anschauen bzw anhören, alles iPhone-optimiert, versteht sich.

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Die eigentliche Tagesschau-App, die noch im Frühjahr diesen Jahres erscheinen soll, dürfte allerdings noch einige Funktionen mehr mitbringen als die jetzt verfügbare Webapp.

Gezielt geht Google nun gegen die Ablehnung der Google Voice-App im App Store vor: Anstatt einer eigenständigen App steht nun die Google Voice Mobile-Anwendung bereit, die sich mit iPhone und auch dem Palm Pre nutzen lässt. Mit der Webanwendung lassen sich Telefonate führen, außerdem kann man einfach auf sein Google-Adressbuch zugreifen.

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Auch Voicemails, verpasste Anrufe und SMS lassen sich in der Google Voice-Inbox direkt abrufen. Außerdem lassen sich SMS sogar kostenlos verschicken. So umfangreich wie die eigentliche Google Voice-App ist diese Lösung nicht, aber ein erneuter Beweis dafür, was mobile Anwendungen im Stande sind zu leisten – und wie man den Reglementierungen des App Stores entgehen kann. Alternativ gibt es natürlich auch immer noch die Möglichkeit der Veröffentlichung als Jailbreak-App: GV Mobile steht in Cydia derzeit nach wie vor zur Verfügung.

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 6 Kommentar(e) bisher

  •  Glu3 sagte am 27. Januar 2010:

    Wie dreist von den ÖR – schnell ein paar ,durch die Rundfunkgebühren finanzierten gratis Apps einstellen, damit in Zukunft ein “neuer Markt” erschlossen werden kann. Juhu, nicht nur Gebühren an die GEMA werden mit jeden verkauften Computer, Smartphone etc. fällig, sondern auch Rundfunkgebühren.

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  •  Klaus sagte am 27. Januar 2010:

    Falls es noch niemand mitbekommen hat, sämtliche ARD Nachrichten Sendungen stehen schon seit einiger Zeit online bereit, nur nicht so schick iPhone-mäßig präsentiert. Und da ich ja sowieso GEZ-Gebühren zahle, wieso sollte ich dann nicht auch online Sendungen anschauen? Schaut doch mal nach England, Stichwort: BBC

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  •  Glu3 sagte am 27. Januar 2010:

    @ Klaus
    Gewiss, Gewiss.

    Aber die Grundvesorgung ist bereits gewährleistet. Des Weiteren sagt mir mein Gefühl, dass die ÖR ihre Felle davon schwimmen sehen, und nun auf die “neuartigen Rundfunkgeräte” Zugriff nehmen wollen. Lange haben die ÖR das Medium “Internet” verpennt und jetzt wollen sie mit aller Macht genau dieses erobern.

    Beachte man das demografische Modell, so sehen wir eine Alterschicht, die nicht im Ansatz mit den “neuartigen Rundfunkgeräten” umzugehen vermag – könnte jetzt wohl ein wenig zu pauschal sein *lacht*

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  •  David sagte am 27. Januar 2010:

    Ich verstehe die Aufregung nicht.
    1. Wenn man sich Zeitungen (eher Illustrierte) wie die BILD ansieht, die zz ordentlich Aufregung gegenüber den ÖR provozieren. Dann bin ich froh, dass wir mit den ÖR noch seriöse, bodenständige und weitestgehend unabhängige Berichterstattung bekommen.

    2. Wenn man sich das Angebot der ÖR im TV anschaut muss man sehen, dass, sagen wir grob geschätzt 60-70% der Angebote, sich an die etwas “ältere” Gesellschaftsschicht richten. Da wird es doch Zeit, dass es auch endlich Angebote für die die jüngere, mit den neuen Medien aufgewachsene, Generation gibt.

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  •  Danice sagte am 29. Januar 2010:

    Ich kann mich meinen Vorredner nur Anschliessen. Ich darf mich mit 21 Zu der Generation zählen Die mit den “neuartigen Rundfunkgeräten” um zugehen vermag und würde mich sehr über Nachrichten apps der ÖR vorallem da man ja Bild und Co nicht ansatzweise als seriöse Nachrichtenquellen bezeichnen kann. Der heutigen Jugend MUSS diese Art und Berichterstattutng leicht zugänglich gemacht werden, ansonsten haben wir bald eine von Bild und Taz geprägte Generation die den Medien alles abnimmt solange es bunt ist, wenig Text aber viel Skandal enthält.

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  •  Medman sagte am 1. Februar 2010:

    Ich warte auch sehnsüchtig auf die Tagesschau App und finde es gut, dass Sie im App Store nichts kostet? Warum? Ich hab schon dafür bezahlt – und zwar nicht wenig. Die “neuartigen Rundfunkgeräte” müssen eh bezahlt werden, da kostet das neue “Ausgabeformat” iPhone von bereits vorhandenem Content kaum etwas, d.h. es werden auch keine Rundfunkgebühren verschleudert. Nachdem früher oder später die Rundfunkgebühren mit oder ohne iPhone App erhöht werden ist es doch eigentlich egal.

    Da der Content sowieso bezahlt ist, brauche ich mir um eine Einflußnahme keine Sorgen zu machen. Wie “neutral” die Springer Medien in politischen und wirtschaftlichen Fragen sind, haben diese ja bereits bei der letzten Bundestagswahl eindeutig bewiesen. Wer für diese Meinung bezahlen möchte kann das gerne tun – ich brauch das Zeug nicht.

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