MACNOTES

Veröffentlicht am  30.01.10, 8:49 Uhr von  

Kolumne: Das iPad

KolumneEndlich ist es raus, endlich sind die vielen Tage des Wartens um. Direkt anschließend heißt es aber wieder warten. Für einige auf das heißersehnte iPad, bis es im Handel ist, für andere auf ein anderes Produkt. Das iPad ist wohl das bisher am meisten polarisierende Gerät von Apple. In meinen Augen zeigt es, wie die Menschen in Zukunft mit digitalen Inhalten umgehen werden: Wie in StarTrek, es werden nur noch Sprache und Gesten benötigt, um alles zu erledigen. Die Dateien und Ordner verschwinden, die Infos werden grafisch und intuitiv.

Es gibt mehrere Lager und Meinungen. Viele finden das Produkt enttäuschend, weil es geschlossener wird, manche halten es für zu wenig revolutionär, für manche ist es nur ein überdimensionaler iPod Touch. Mir fehlt zur Zeit nur eine USB-Schnittstelle zum Anschluss von Druckern und anderen Geräten und eine eingebaute Kamera fürs Chatten. Das wird Apple dann in der zweiten oder hoffentlich dritten Generation nachholen. Aber es gibt noch ein paar andere Punkte , die leider zur Unvollkommenheit des iPad beitragen.

format

Es fehlt die HD-Auflösung. Es wird eventuell ein iPad HD geben, aber das Format des aktuellen iPad ist nicht kompatibel zu den modernen Filmformaten. Dann natürlich stellt sich die Frage, weshalb man Bücher auf so einem Produkt lesen soll. Ich gebe es zu: ich gehöre deswegen wahrscheinlich schon zum alten Eisen, aber ich brauche die Haptik, den Geruch und alles andere, was zu einem Buch gehört. Ich kann ein Buch in einer Hand halten, und ein iPad wird nicht so einfach mit dem Daumen gehalten werden können. Es ist auch schwerer als ein gewöhnliches Buch. Viel schlimmer ist aber die Lage bei der Verfügbarkeit der Medien. Bücher für das iPad werden zuerst nur in den USA angeboten und bleiben bis auf weiteres dem Rest der Welt vorenthalten.

buch

Aber bevor das große Gejammer kommt: das Gerät ist genau wie der erste iPod, das erste iPhone oder sogar die erste Version von Mac OS X. Es ist nicht perfekt, zeigt aber bereits, wie perfekt es in der Zukunft werden kann oder wird. Es wird digitales Leben in das Leben von vielen Menschen bringen. Es bringt digitale Inhalte ins Wohnzimmer und es bietet eine Menge mehr Potential, als man es sich zur Zeit denken kann. Dies ist der Beginn einer neuen Produktart, damit hat Steve auf jeden Fall Recht! Das digitale Sofa-Produkt, es kann überall herumliegen, kein langes Booten, auch nach einem Monat kann man es sofort starten und man kann damit sogar arbeiten (iWork).

scott

Wer sich die Keynote genau angeschaut hat: Steve sieht wieder besser aus, was sehr erfreulich ist. Dafür sahen die Mitarbeiter im iPad-Vorstellungsvideo sehr abgekämpft aus, besonders Scott Forstall wirkte gealtert und Phil Schiller hat sehr abgenommen. Jetzt kommts, der Satz am Ende des Videos lautet: “This device is not, and may not be, offered for sale or lease, or sold or leased, until authorization is obtained”.
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Es kann also sein, wenn die FCC das iPad nicht autorisiert, dann wird es auch nicht rechtzeitig zum 1. März verkauft…

Der Rausschmeisser für heute: Bei den englischsprachigen Damen sorgt der Name iPad für Verwunderung und einiges Schmunzeln.
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 13 Kommentar(e) bisher

  •  @S60mobi sagte am 30. Januar 2010:

    RT @Macnotes: Kolumne: Das iPad http://macnot.es/30775

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  •  @max_mac sagte am 30. Januar 2010:

    RT @Macnotes Kolumne: Das iPad http://macnot.es/30775

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  •  It's me sagte am 30. Januar 2010:

    Eigentlich ist es eine frechheit ein produkt mit preisen zu präsentieren, welches bis heute nichtmal zugelassen ist. Außerdem finde ich die ausstattung des ipads für diesen Preis lächerlich. Videos guck ich nicht auf nem pad, sondern am fernseher… Bücher, wie oben schon erwähnt gibt’s sowieso noch nicht (noch ein Grund weniger es zu kaufen) und 140.000 apps kann ich auch auf meinem iPhone nutzen. Naja, alles wieder nur gutes Marketing, mehr nicht.

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  •  ois-isi sagte am 30. Januar 2010:

    unvollkommen, na wenn schon. kein video chat, oh mein Gott. kein usb, was nun. dennoch bleibt es das gerät, für das es angepriesen wurde: das beste aus zwei welten. für alle die viel unterwegs sind und denen das iphone zum arbeiten nicht taugt bzw. das notebook einfach zuviel gewicht und platz bedeutet, ist es der perfekte begleiter. und: es gibt doch oft genug die momente abends auf der coach, wenn man ein wenig surft, weil das andere visuelle medium wieder mal nur langweilt und man sich ein großes display für sein iphone wünscht. und jetzt bitte nicht das 15″/17″er arbeitstier als alternative nennen. nicht jedem genügen 13″ für die tägliche arbeit und wir warten schon lange auf einen kleinen mobilen begleiter. die kritik ließe sich eher mit dem mb air verbinden, das wirklich nichts besser kann und viel zu teuer ist

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  •  Baguio sagte am 30. Januar 2010:

    Kommentare wie von “it’s me” schmerzen jeden mit etwas gesundem Menschenverstand. Ein neues Produkt wird vorgestellt und jemand beschwert sich darüber. , dass der vorgesehene Verkaufspreis genannt wird. Man stelle sich vor, Mr. Jobs

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  •  Baguio sagte am 30. Januar 2010:

    Hätte den Preis nicht genannt. Ein Ansturm der Entrüstung wäre ausgebrochen. Das es für ein US Produkt, welches vor 2 Tagen vorgestellt wurde und welches frühestems im März ausgeliefert wird, noch keine deutschsprachigen Bücher gibt und man sich hierüber auch noch beschwert bedarf keinem Kommentar. Das iPad kann nicht alles, aber im vergleich zu dem was bis dato erhältlich war , kann es verdammt viel! Es ist augenscheinlich intuitiv/ kinderleicht zu bedienen, hat anständige Batterielaufzeiten, muss nicht gebootet werden, hat eine Displaygrösse mit der man gut arbeiten kann, hat einen unermesslichen Schatz an Anwendungen die billig u. z.T. genial sind, ist leicht u.eine bereits gekauften Apps laufen auch! Natürlich kann man für mehr Geld und auf Kosten der Batterielaufzeit, die Displayauflösung erhöhen oder Kamera u. GPS usw implementieren. Was mir bei Apple jedoch gefällt ist, das dass was vorhanden ist auch vernünftig funktioniert. Das Gerät läst sich sicherlich auch gut über WLAN einbinden weswegen ich froh bin, dass auf alle überflüssigen Schnittstellen verzichtet wurde. Der ” begrenzte Speicher” juckt mich auch nicht, denn ich syncronisiere ohnehin mit meinem Macbook u. kann ja entsprechend gewünschtes gegen wenig nützliches austauschen.

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  •  Nick777 sagte am 30. Januar 2010:

    …und wirklich schwerer als ein Buch ist das iPad auch nicht… ich habe mal aus Interesse mein letztes Buch (das verlorene Symbol von Dan Brown) gewogen. Das wiegt einen knappen Kg. Also von daher.

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  •  madnil sagte am 30. Januar 2010:

    Es ist schon schlimm mit der Namensgebung: Erst Notepad, Thinkpad, Crunchpad und jetzt auch noch iPad. Wo soll das noch enden?

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  •  madnil sagte am 30. Januar 2010:

    Oh, ich vergaß das Mousepad….

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  •  It's me sagte am 31. Januar 2010:

    Was das ipad kann, konnte das iPhone vom ersten Tag an. Und was den gesunden Menschenverstand angeht, nehmt mal die rosa Brille ab, und leg mal die Fakten (Features) auf den Tisch und schon wirst du sehen das außer dem Displaygrösse nur der preis nach oben ging.

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  •  ich sagte am 31. Januar 2010:

    Klar ist das Ding ein überdimensioniertes Iphone. Aber
    1.: es zwingt ja keiner Euch eins zu kaufen.
    2.: was es im Gegensatz zur Konkurrenz kann, ist der Hammer. Wieder schafft Apple ein Produkt dass seiner Zeit voraus ist.
    3.: Es ist NICHT teuer. Klar 500,- € erscheinen viel. Aber ihr bezahlt auch locker 200,- € für einen ebook Reader. Ohne Farbe, ohne Video, ohne Apps … ich denke ich muss nicht weiter ausführen.
    4.: iPad bietet ein unglaubliches Potential. Punkt.
    5.: Keiner meckert z.B. über Mercedes. Dass er sich einen S-Klasse nicht leisten kann, dass er dass neuste Modell zwar bestellen, aber erst in 3 Monaten geliefert bekommt.

    So sehe ich das. Korrigiert mich wenn ich falsch liege.

    MFG

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  •  robert sagte am 31. Januar 2010:

    Touchpad, Mousepad, wie wäre es mit: not bad pad

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  •  nick sagte am 1. Februar 2010:

    @ois-isi: Auf der Couch surfe ich jetzt schon mit einem Netbook. Etwas mehr als 1 kg, Akkulaufzeit echte 8 Stunden und kann alles was ich fürs gemütliche Surfen brauche. Ich liebe mein iPhone seit 1,5 Jahren und will es nicht mehr hergeben, aber der iPad hat mir im Vergleich (noch) zu wenig Mehrwert.

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