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Veröffentlicht am  18.02.10, 12:37 Uhr von  kg

Opera Mini 5 für iPhone: Mit Tricks in den App Store?

opera 10 iconAuf dem diesjährigen Mobile World Congress wurde Opera Mini für iPhone hinter verschlossenen Türen Presse und Firmenpartnern von Opera näher vorgestellt. Bei Opera ist man vorsichtig, wem man den Browser zeigt – Fotos waren ebenfalls nicht erlaubt. Warum aber ist man so heimlichtuerisch?

Eine Grundfrage, die bereits seit Bekanntgabe der iPhone-Version von Opera im Raum stand: Wird Apple den Browser für den App Store zulassen? Und warum hat sich Opera überhaupt dazu entschieden, Opera Mini auf das iPhone zu bringen und nicht Opera Mobile, welches sich auf vielen anderen Smartphones bereits bewährt hat?

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Im Gegensatz zu Opera Mobile ist die Arbeitsweise von Opera Mini kein normaler Browser: Opera Mini verbindet sich mit einem Proxy-Server, der die aufgerufenen Seiten für das jeweilige Handy optimiert und dann ausliefert. Vor allem auf vielen GPRS-fähigen Handys mit Java-Funktionalität ist dies ein echter Gewinn, da Seiten komprimiert werden können und damit weniger Daten benötigen. Der Datendurchsatz spielt beim iPhone aber nur eine untergeordnete Rolle: Da Apple nur Webkit-nutzende Browser für den App Store zulässt, hätte Opera Mobile mit einer eigenen Engine keine Chance. In Opera Mini wird laut Opera kein Code ausgeführt, ebensowenig werden Scripts eingesetzt – wären diese Tatsachen gegeben, wäre dies auch ein Grund für Apple, den Browser abzulehnen.

Opera Mini 5 soll auf dem iPhone nicht nur sechsmal schneller, sondern auch vom Funktionsspektrum her etwas besser aufgestellt sein als Safari. Neben Tabbed Browsing biete eine personalisierte Startseite schnellen Zugriff auf häufig besuchte Seiten. Die Komprimierung der aufgerufenen Seiten hätte vor allem für iPhone-Kunden mit kleinen Datentarifen Vorteile: Inklusivvolumen werden so nicht innerhalb kurzer Zeit aufgebraucht. Ein Nachteil von der Mini-Version von Opera ist allerdings, dass Multitouch-Gesten nicht unterstützt werden, anstatt dessen muss man zweimal Tippen, um Seiten zu zoomen.

Opera hat den Browser nach eigenen Angaben noch nicht für den App Store eingereicht, will dies aber innerhalb der nächsten Wochen tun. Und trotz der guten Aussichten, dass es mit der Zulassung was werden könnte, bleibt abzuwarten, was Apple zu dem Konkurrenzbrowser sagt.

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 1 Kommentar(e) bisher

  •  MatzeLoCal sagte am 18. Februar 2010:

    Für mich klingt das nach reinem Marketing und Opera kann sich in jedem Fall als Gewinner sehen.
    Lehnt Apple die App ab, dann wird Opera laut schreien. Lässt Apple die App zu, dann wird Opera auch laut schreien.

    Für mich ist Opera mini so oder so ein ziemlicher Murks und schon gar nicht netzneutral.

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